MUSEUMSRÄTSEL

An dieser Stelle erscheint vom Samstag, den 4. April 2020 an täglich eine Frage zu einem Ausstellungstück des Vonderau Museums. Zwar sind Museumsbesucher im Vorteil, aber auch alle anderen können mit den beigefügten Hinweisen, etwas Knobeln und Recherchieren ebenfalls auf die Lösung kommen.

Unter denjenigen, die die 22 Buchstaben lange Lösung erraten, werden zehn Preise ausgelost.

1. Preis: Vorführung für maximal 30 Personen im Planetarium

2. Preis: Führung durch die historischen Räume des Stadtschlosses für maximal 20 Personen

3. Preis: Führung durch die archäologische Abteilung des Vonderau Museums für bis zu 10 Personen

4. – 10. Preis: Je ein Katalog der letzten Sonderausstellungen des Vonderau Museum

Die Lösung können Sie unter Angaben Ihrer Kontaktdaten und dem Kennwort „Museumsrätsel“ entweder per E-Mail an museum@fulda.de oder postalisch an Vonderau Museum, Jesuitenplatz 2, 36037 Fulda senden.* Einsendeschluß ist der 9. Mai 2020. Die Preise werden unter allen Teilnehmern ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

* Einwilligung GEWINNSPIEL gemäß DS-GVO
Im Rahmen des Datenschutzes willige ich mit der Teilnahme am Gewinnspiel ein, dass meine personenbezogenen Daten nach Art. 6 Abs. 1, Art. 7 DS-GVO und § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG  elektronisch und manuell gespeichert und zum Zwecke der Abwicklung des Gewinnspiels verarbeitet werden. Darüber hinaus erkläre ich, dass ich am Gewinnspiel freiwillig teilnehme und zum Zeitpunkt der Spielteilnahme älter als 16 Jahre bin. Mir ist bewusst, wenn ich noch nicht 16 Jahre alt bin, dass ich zwingend eine Einwilligung meiner Eltern/Vormund der Stadt Fulda – Vonderau Museum vorlegen muss. Ich selbst kann in diesem Fall keine rechtsgültige Einwilligung abgeben.
Die erhobenen und verarbeiteten Daten werden gelöscht, wenn der Zweck und die Abwicklung des Gewinnspiels erfüllt ist. Die personenbezogenen Daten werden von Seiten der Stadt Fulda ausschließlich zum Zwecke des Gewinnspiels gespeichert und verarbeitet. Eine Weitergabe an Dritte findet nicht statt.
Mir ist bekannt, dass ich die hiermit getätigte Einwilligung jederzeit für die Zukunft per E-Mail an: museum@fulda.de widerrufen kann.
Weiterhin ist mir bekannt, dass ich mich bei weiteren Fragen an den Datenschutzbeauftragten der Stadt Fulda, E-Mail: datenschutz@fulda.de, richten kann.


Frage des Tages

Frage 1:

 

Die Büste steht im Foyer des Museums. Sie zeigt den Fuldaer Ehrenbürger, der das Städtische Museum Fuldas rund 50 Jahre lang geleitet hat, heute aber vor allem durch seine archäologischen Ausgrabungen bekannt ist. Wie lautet sein Name?

 

Lösungswort:

_ _ _ _ _ _    _ _ _ _ _ _ _

 

(Das Zeichen ♦ steht für den Buchstaben, den Sie bitte für das Lösungswort an erster Stelle notieren)

Das Museum

 

Gegründet wurde das Vonderau Museum im Jahr 1875 mit der Schenkung einer privaten Sammlung. Benannt wurde es nach Joseph Vonderau, der als Lehrer und Heimatforscher bei Ausgrabungen zahlreiche Objekte aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit entdeckte und als ehrenamtlicher Leiter das Museum weiterentwickelte.
Heute beherbergt das Museum drei Dauerausstellungen zur Kulturgeschichte, zur Naturkunde, zur Malerei und Skulptur mit regionaler Ausrichtung sowie ein Klein-Planetarium.

 

Hinweise zur Barrierefreiheit.

Vonderau Museum, Historische Räume im Stadtschloss und Planetarium sind ab Sonntag, 15. März 2020 geschlossen

Mit Blick auf die aktuelle Entwicklung in der Verbreitung des Corona-Virus sowie auf entsprechende Empfehlungen des Kreisgesundheitsamts und der Gesundheitsbehörden von Land und Bund zur Minimierung von Ansteckungsrisiken hat sich die Stadt Fulda entschlossen, das Vonderau Museum, die Historischen Räume und das Planetarium im Vonderau Museum ab dem Sonntag, 15. März 2020 für Besucher zu schließen. Diese Regelung gilt voraussichtlich bis zum 19. April 2020.

Dauerausstellungen

Kulturgeschichte

Vor- und Frühgeschichte

Zahlreiche Bodenfunde belegen, dass das Fuldaer Land schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Die meisten Funde der Bronzezeit stammen aus Gräbern. Die befestigte Höhensiedlung der Milseburg gehört zu den bedeutendsten Fundorten der Eisenzeit.

Kloster und Landesherrschaft

Künstlerische und handwerkliche Erzeugnisse der Vergangenheit, aber auch Gebäude-Modelle dokumentieren den historischen Werdegang von der Gründung des Klosters bis zum Fürstbistum Fulda.

Untertanen und Bürger

Rekonstruierte Wohnräume des 18. bis 20. Jahrhunderts mit originaler Ausstattung veranschaulichen die privaten Lebensverhältnisse der Bürger und der ländlichen Bevölkerung.

Stadtentwicklung und Industrialisierung

Für das historische bodenständige Handwerk und die aufblühende Textil-, Metall- und Wachsindustrie, die bis heute das moderne Stadtbild prägt, werden exemplarisch Produkte und Werkzeuge gezeigt.


Naturkunde

Geologie

Versteinerungen von Pflanzen und Tieren aus Buntsandstein, Muschelkalk und Braunkohle bieten vielfältige Einblicke in die urzeitlichen Lebensräume der abwechslungsreichen Vergangenheit Osthessens.

Ökosysteme

Die für Osthessen typischen Lebensräume werden mit ihren Pflanzen und Tieren in natürlicher Größe gezeigt: Gewässer, Moore sowie die durch Wald, Flur und Siedlung geprägte Natur- und Kulturlandschaft.


Malerei & Skulptur

Künstler der Region

Mit Skulpturen und Gemälden der in Fulda und in ihrer Umgebung arbeitenden Künstler wird ein Überblick vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gegeben.

Lapidarium

Im Lapidarium werden zahlreiche Grab- und Flurdenkmale sowie Bauplastik vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert präsentiert.


Geschichte des Museums

Konrad Hahne

"Herr Domkapitular Hahne beabsichtigt, seine Sammlung von Alterthümern, insbesondere fuldischen Ursprungs, der Stadt Fulda schenkweise zu überlassen, falls diese sich verpflichtet, die Sammlungen in anständigen Lokalen aufzustellen, dieselben nicht zu veräußern und einen etwaigen Überschuss der zu erhebenden Entrées über die Unterhaltungskosten zu milden Zwecken, z.B. hiesigen Armenanstalten zu verwenden". Mit diesem Aktenvermerk des damaligen Oberbürgermeisters Rang vom 4. Februar 1875 begann die Geschichte des Städtischen Museums in Fulda. Sowohl der Stadtrat als auch der Bürgerausschuss akzeptierten die großzügige Stiftung und die daran geknüpften Bedingungen von Konrad Hahne.

Nach dem Theologiestudium in seiner Heimatstadt wurde er 1837 Sekretär des damaligen Bischofs Johann Leonhard Pfaff (1832-1848). Schon damals zeigte Konrad Hahne ein starkes Interesse für das Sammeln von Objekten der bildenden Kunst und des Kunstgewerbes. Nach dem Tod des Bischofs kam er als Pfarrer und Dechant nach Kassel. 1866 kehrte er als Domkapitular nach Fulda zurück und wurde zu Beginn des Kulturkampfes zum Bistumsverwalter ernannt.


Joseph Vonderau

Joseph Vonderau (1863 - 1951) beschäftigte sich als Lehrer, Heimatforscher und als Autodidakt mit der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung des Fuldaer Landes. Für seine Verdienste wurde ihm 1908 der Professorentitel verliehen und 1923 zeichnete ihn die Universität Marburg mit der Doktorwürde der Philosophie ehrenhalber aus. Anlässlich seines 75. Geburtstages wurde das 1875 gegründete "Städtische Museum" in "Vonderau Museum" umbenannt, das Vonderau 50 Jahre lang als ehrenamtlicher Museumsleiter betreute.

Die Aufarbeitung und Ergebnisse seiner über 100 Grabungen wurden in den Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins dokumentiert. Die Funde werden in der Sammlung des Vonderau Museums aufbewahrt und in der Dauerausstellung präsentiert. Vonderaus Arbeitsweise war für die damalige Zeit schon sehr modern, da er auch pflanzliche Überreste, Tierknochen und in Formalin eingelegte Lederreste von Fachkollegen untersuchen ließ.

Das Städtische Museum fand seine erste Unterbringung im Heilig-Geist-Hospital. Schon 1880 erfolgte der Umzug in das Kloster Frauenberg. 1884 wurde das ehemalige Päpstliche Seminar, das bis dahin als Kaserne genutzt worden war, als Stadtschule umgebaut. In den noch freien Räumen des Nordflügels fand das Städtische Museum ein neues Domizil. Eine Vergrößerung der Dauerausstellung konnte 1930 mit dem Umzug in das ehemalige Residenzschloss verwirklicht werden, das schon 1882 als Standort des Städtischen Museums erwogen worden war. Die Sanierung und Restaurierung der historischen Räume des Stadtschlosses war 1968 erneut Anlass, Teile der Sammlungen - vor allem die stadtgeschichtlichen und volkskundlichen Bestände - erneut in den Nordflügel der Stadtschule zu verlegen, wo bis 1976 eine eher provisorische Dauerausstellung eingerichtet wurde. Ein kleiner Teil der Museumsbestände (Gemälde, Möbel, Fuldaer Porzellan) wird seitdem in den neu hergerichteten Historischen Räume des Stadtschlosses präsentiert.

1984/85 begannen dann die Planungen zum Umbau der ehemaligen Stadtschule zu einem Museum der Region mit drei Dauerausstellungen (Kulturgeschichte, Naturkunde, Malerei & Skulptur) und einem Klein-Planetarium mit 35 Sitzplätzen. Am 8. März 1994 wurde das Museum feierlich eröffnet.