Vonderau Museum wieder geöffnet

Das Vonderau Museum hat wieder geöffnet. In den Museumsräumen dürfen sich jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Personen aufhalten. Gruppenbuchungen und Führungen sind für Kleingruppen bis max. 10 Personen wieder möglich. Veranstaltungen wie die MuseumsGespräche, Kuratoren- und Künstlerführungen finden wieder statt. Bitte informieren Sie sich unter VERANSTALTUNGEN, ob Voranmeldungen für diese erforderlich sind. Anmeldungen unter Tel. 0661 - 1023210.
Bei Veranstaltungen ab einer bestimmten Teilnehmerzahl muss eine Liste mit den Kontaktdaten der Besucher unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen geführt werden.

In den Museumsräumen gelten Mund-Nasen-Schutz-Pflicht und folgende wichtige Hygiene- und Abstandsregeln.
 

Nächste Veranstaltung

Aktuelles Veranstaltungsprogramm

Aktuelles Programm

Juli BIS Dezember 2020
- Sonderausstellungen
- Oliver Estavillo - Retrospektive, Noch mal leben, Weihnachtskrippen
- MuseumsGespräche und MuseumUnterwegs
- Tag der Restaurierung
- Tag des offenen Denkmals

Planetarium geschlossen wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten bis voraussichtlich Mitte November 2020

Das Planetarium des Vonderau Museums Fulda ist wegen Umbau- und Renovierungsarbeiten geschlossen. Die Faszination Universum, Astromärchen, Kosmische Horizonte und virtuelle Reisen mit dem Raumschiff werden mit neuer Vorführtechnik voraussichtlich ab Mitte November 2020 weitergehen.

 

Fulda erzählt. Ein Zeitzeugenprojekt des Vonderau Museums

Das Vonderau Museum sammelt, bewahrt, erforscht, präsentiert und vermittelt Zeugnisse zur Geschichte der Stadt und Region Fulda aus vielen Blickwinkeln. Mit dem Zeitzeugenprojekt „Fulda erzählt“ möchten wir gemeinsam mit den Fuldaer Bürgerinnen und Bürgern unterschiedliche Themen der Stadt vom Zweiten Weltkrieg bis heute sammeln und erzählen. Fortlaufend sollen die persönlichen Geschichten von Zeitzeugen und Objekte zur Vergangenheit und Gegenwart der Stadt die Sammlungen und Ausstellungen des Vonderau Museums ergänzen, für zukünftige Generationen bewahrt werden und lebendig bleiben.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte(n) und werden Sie Teil des Museums!

In Vorbereitung der Ausstellung „Als die Demokratie zurückkam – 75 Jahre Verfassung in Hessen und Fulda“ werden aktuell Zeitzeugen und Objekte mit persönlichen Geschichten gesucht. Die Ausstellung, die 2021 im Vonderau Museum zu sehen sein wird, zeigt die schrittweise Rückkehr zur Demokratie in Hessen und Fulda nach der NS-Diktatur und begibt sich auf eine lokalgeschichtliche Spurensuche der Demokratiegeschichte von 1945 bis in die Gegenwart.

In diesem Rahmen sucht das Vonderau Museum aktuell nach Zeitzeugen, die als Kinder oder Jugendliche die unmittelbare Nachkriegszeit (1945-1949) in Fulda erlebt haben, und Erinnerungen zu den folgenden Themen haben:

•    Amerikanische Besatzung und Demokratisierung
•    Demokratischer Neuanfang (Entnazifizierung, Parteien, Wahlen etc.)
•    Erziehung und Schule nach Kriegsende
•    Kurse in der wiedereröffneten Volkshochschule Fulda
•    Amerika-Haus in der Rabanusstraße
•    Amerikanisches Jugendprogramm German Youth Activities (GYA)

Zu diesen Themenbereichen sind auch Objekte, Dokumente und Bilder von Interesse. Es kann sich dabei sowohl um individuelle Erinnerungsstücke und Alltagsdinge (Kleidungsstück, Spielzeug, Fotos etc.) als auch persönliche und offizielle Dokumente (Brief, Tagebuch, Ausweisdokument etc.) handeln.
Möchten Sie uns Ihre Lebenserinnerungen erzählen oder haben Sie Objekte, mit denen sich eine Geschichte verbindet und die Sie uns für die Ausstellung als Leihgabe zur Verfügung stellen? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf und schreiben Sie eine E-Mail an katja.galinski@fulda.de oder telefonisch unter 0661-102 3217.

Alle Infos und Neuigkeiten zum Zeitzeugenprojekt finden Sie ab sofort auf unserem Blog „Fulda erzählt“. Schauen Sie vorbei: www.fuldaerzaehlt.de

Sammelaufruf Corona in Fulda

Wir alle durchleben angesichts der Corona-Pandemie gegenwärtig eine geschichtsträchtige Zeit, die unser Leben stark beeinflusst, es vielleicht dauerhaft verändert. Das Vonderau Museum und das Stadtarchiv als Gedächtnis Fuldas und seiner Geschichte wollen sammeln und bewahren, wie das Coronavirus die Stadt verändert. Wie werden kommende Generationen wissen, was die Corona-Krise für die Stadt und die Menschen bedeutet hat? Wie wird sich Fulda an die Pandemie erinnern? Was ist den Fuldaerinnen und Fuldaern in dieser Ausnahmesituation wichtig gewesen?

Auch wenn die Pandemie leider noch nicht überwunden ist, bitten Stadtarchiv und Vonderau Museum schon jetzt darum, Gegenstände und Dokumente aus Ihrem neuen beruflichen Alltag, aber auch aus dem privaten Bereich aufzubewahren und zur Verfügung zu stellen, um mit uns die Krise zu dokumentieren. Dazu können Hinweise auf veränderte Öffnungs- und Schließzeiten sowie auf neue Sicherheitsmaßnahmen ebenso zählen wie ein selbstgemachter Mundschutz und das dazugehörige Schnittmuster, ein Foto des gut gefüllten Vorratsschrankes, das Video der Kita-Erzieherinnen oder Homeschooling-Unterlagen. Kurzum, wir sind an allem interessiert, was Ihnen im Zusammenhang mit der Pandemie relevant und der Dokumentation wert erscheint, sei es in Form von Foto-, Video-, Audio-, Textdokumenten oder Gegenständen – und v.a. an Ihren damit verbundenen Geschichten, Erfahrungen und Gefühlen.
 
Das Vonderau Museum bittet um Kontaktaufnahme und Übersendung von digitalen Dokumenten bzw. Objektfotos per E-Mail an judith.mader@fulda.de.

Bitte füllen Sie dazu das als Download verfügbare PDF-Formular: Formular Sammlungsaufruf Corona in Fulda aus und schicken sie dieses mit. Bitte beachten Sie die darin enthaltenen Hinweise zu Dateiformaten und -größen (inkl. Informationen zur alternativen Übermittlung per Post von größeren Dateien). Bitte beachten Sie insbesondere auch die separaten Nutzungsbedingungen mit Hinweisen zum Urheber- und Persönlichkeitsrecht. Eine Übergabe von Objekten kann dann zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Wichtig ist nur, bewahren Sie diese auf, Sie können Geschichte schreiben!

Das Museum

Gegründet wurde das Vonderau Museum im Jahr 1875 mit der Schenkung einer privaten Sammlung. Benannt wurde es nach Heimatforscher Joseph Vonderau, der bei Ausgrabungen zahlreiche Objekte aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit entdeckte. Als langjähriger ehrenamtlicher Leiter entwickelte er die Sammlung und Präsentation des Museums weiter.
Heute beherbergt das Museum drei Dauerausstellungen zur Kulturgeschichte, Naturkunde, Malerei und Skulptur mit regionaler Ausrichtung sowie ein Klein-Planetarium.

 

Hinweise zur Barrierefreiheit.

Dauerausstellungen

Kulturgeschichte

Vor- und Frühgeschichte

Zahlreiche Bodenfunde belegen, dass das Fuldaer Land schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Die meisten Funde der Bronzezeit stammen aus Gräbern. Die befestigte Höhensiedlung der Milseburg gehört zu den bedeutendsten Fundorten der Eisenzeit.

Kloster und Landesherrschaft

Künstlerische und handwerkliche Erzeugnisse der Vergangenheit, aber auch Gebäude-Modelle dokumentieren den historischen Werdegang von der Gründung des Klosters bis zum Fürstbistum Fulda.

Untertanen und Bürger

Rekonstruierte Wohnräume des 18. bis 20. Jahrhunderts mit originaler Ausstattung veranschaulichen die privaten Lebensverhältnisse der Bürger und der ländlichen Bevölkerung.

Stadtentwicklung und Industrialisierung

Für das historische bodenständige Handwerk und die aufblühende Textil-, Metall- und Wachsindustrie, die bis heute das moderne Stadtbild prägt, werden exemplarisch Produkte und Werkzeuge gezeigt.


Naturkunde

Geologie

Versteinerungen von Pflanzen und Tieren aus Buntsandstein, Muschelkalk und Braunkohle bieten vielfältige Einblicke in die urzeitlichen Lebensräume der abwechslungsreichen Vergangenheit Osthessens.

Ökosysteme

Die für Osthessen typischen Lebensräume werden mit ihren Pflanzen und Tieren in natürlicher Größe gezeigt: Gewässer, Moore sowie die durch Wald, Flur und Siedlung geprägte Natur- und Kulturlandschaft.


Malerei & Skulptur

Künstler der Region

Mit Skulpturen und Gemälden der in Fulda und in ihrer Umgebung arbeitenden Künstler wird ein Überblick vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gegeben.

Lapidarium

Im Lapidarium werden zahlreiche Grab- und Flurdenkmale sowie Bauplastik vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert präsentiert.


Geschichte des Museums

Konrad Hahne

"Herr Domkapitular Hahne beabsichtigt, seine Sammlung von Alterthümern, insbesondere fuldischen Ursprungs, der Stadt Fulda schenkweise zu überlassen, falls diese sich verpflichtet, die Sammlungen in anständigen Lokalen aufzustellen, dieselben nicht zu veräußern und einen etwaigen Überschuss der zu erhebenden Entrées über die Unterhaltungskosten zu milden Zwecken, z.B. hiesigen Armenanstalten zu verwenden". Mit diesem Aktenvermerk des damaligen Oberbürgermeisters Rang vom 4. Februar 1875 begann die Geschichte des Städtischen Museums in Fulda. Sowohl der Stadtrat als auch der Bürgerausschuss akzeptierten die großzügige Stiftung und die daran geknüpften Bedingungen von Konrad Hahne.

Nach dem Theologiestudium in seiner Heimatstadt wurde er 1837 Sekretär des damaligen Bischofs Johann Leonhard Pfaff (1832-1848). Schon damals zeigte Konrad Hahne ein starkes Interesse für das Sammeln von Objekten der bildenden Kunst und des Kunstgewerbes. Nach dem Tod des Bischofs kam er als Pfarrer und Dechant nach Kassel. 1866 kehrte er als Domkapitular nach Fulda zurück und wurde zu Beginn des Kulturkampfes zum Bistumsverwalter ernannt.


Joseph Vonderau

Joseph Vonderau (1863 - 1951) beschäftigte sich als Lehrer, Heimatforscher und als Autodidakt mit der vor- und frühgeschichtlichen Besiedlung des Fuldaer Landes. Für seine Verdienste wurde ihm 1908 der Professorentitel verliehen und 1923 zeichnete ihn die Universität Marburg mit der Doktorwürde der Philosophie ehrenhalber aus. Anlässlich seines 75. Geburtstages wurde das 1875 gegründete "Städtische Museum" in "Vonderau Museum" umbenannt, das Vonderau 50 Jahre lang als ehrenamtlicher Museumsleiter betreute.

Die Aufarbeitung und Ergebnisse seiner über 100 Grabungen wurden in den Veröffentlichungen des Fuldaer Geschichtsvereins dokumentiert. Die Funde werden in der Sammlung des Vonderau Museums aufbewahrt und in der Dauerausstellung präsentiert. Vonderaus Arbeitsweise war für die damalige Zeit schon sehr modern, da er auch pflanzliche Überreste, Tierknochen und in Formalin eingelegte Lederreste von Fachkollegen untersuchen ließ.

Das Städtische Museum fand seine erste Unterbringung im Heilig-Geist-Hospital. Schon 1880 erfolgte der Umzug in das Kloster Frauenberg. 1884 wurde das ehemalige Päpstliche Seminar, das bis dahin als Kaserne genutzt worden war, als Stadtschule umgebaut. In den noch freien Räumen des Nordflügels fand das Städtische Museum ein neues Domizil. Eine Vergrößerung der Dauerausstellung konnte 1930 mit dem Umzug in das ehemalige Residenzschloss verwirklicht werden, das schon 1882 als Standort des Städtischen Museums erwogen worden war. Die Sanierung und Restaurierung der historischen Räume des Stadtschlosses war 1968 erneut Anlass, Teile der Sammlungen - vor allem die stadtgeschichtlichen und volkskundlichen Bestände - erneut in den Nordflügel der Stadtschule zu verlegen, wo bis 1976 eine eher provisorische Dauerausstellung eingerichtet wurde. Ein kleiner Teil der Museumsbestände (Gemälde, Möbel, Fuldaer Porzellan) wird seitdem in den neu hergerichteten Historischen Räume des Stadtschlosses präsentiert.

1984/85 begannen dann die Planungen zum Umbau der ehemaligen Stadtschule zu einem Museum der Region mit drei Dauerausstellungen (Kulturgeschichte, Naturkunde, Malerei & Skulptur) und einem Klein-Planetarium mit 35 Sitzplätzen. Am 8. März 1994 wurde das Museum feierlich eröffnet.

 

Museumsshop

Ausstellungskatalog: Oliver Estavillo - Retrospektive

Oliver Estavillo - Retrospektive
Text von Hans-Heinrich Hellmuth, Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 05.05. - 23.08.2020.
(Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 49)
22,5 × 22,5 cm, 216 Seiten, 177 Farb- und 4 SW-Abbildungen, Klappenbroschur, Imhof Verlag, Petersberg, 2020   -> zum Imhof-Verlag
ISBN 978-3-7319-1030-5

24,95 € an der Museumskasse erhältlich


Begleitband: Loheland 100 - Gelebte Visionen für eine neue Welt

Vonderau Museum Fulda in Kooperation mit dem Archiv der Loheland-Stiftung
Frank Verse (Hg.)
loheland 100
Gelebte Visionen für eine neue Welt
Elisabeth Mollenhauer-Klüber und Michael Siebenbrodt mit Beiträgen von Bernd Wedemeyer-Kolwe, Kai Buchholz, Anne Neuser, Daniel Roth, Rainer Krauß und Eckhardt Köhn. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 27.09.2019 - 05.01.2020. (Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 48)
21 × 26 cm, 208 Seiten, 281 Farbabbildungen, Klappenbroschur, Imhof Verlag, Petersberg, 2019   -> zum Imhof-Verlag
ISBN 978-3-7319-0902-6

19,95 € an der Museumskasse erhältlich
                                                                                     Zur Leseprobe -> (pdf-Datei)
                                                                                     Zum Inhaltsverzeichnis -> (pdf-Datei)

Begleitband: Junger Kunstkreis Fulda - Aufbruch in die Nachkriegsmoderne: Die Druckgraphik

Carlo Burschel (Hg.)
Junger Kunstkreis Fulda
Aufbruch in die Nachkriegsmoderne: Die Druckgraphik
Franz Erhard Walthers Hinwendung zur Avantgarde der 1960er Jahre

Mit Beiträgen von Franz Erhard Walther, Thomas Heiler und Carlo
Burschel sowie einem Vorwort von Heiko Wingenfeld.
Arnoldsche Verlagsanstalt, Stuttgart, 224 S., 23,5 x 30 cm,
184 Abb. in Farbe und s/w. Hardcover mit Schutzumschlag.
Deutsch (englische Übersetzung im Anhang)
ISBN 978-3-89790-540-5

44,00 €

Blick ins Buch (c) Arnoldsche Verlagsanstalt Stuttgart (pdf-Datei, 5,9 Mb)


Ausstellungskatalog: Drei Lebenswege - Drei Frauen des Jungen Kunstkreises Fulda

Sabine Fechter (Hg.)
Drei Lebenswege
Drei Frauen des Jungen Kunstkreises Fulda
Mit einer Einleitung von Helmut Kopetzky. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 06.09. - 21.10.2018. (Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 47)
62 Seiten, Vonderau Museum Fulda, 2018
ISBN 978-3-947889

8,50 € an der Museumskasse erhältlich


Begleitband

Sabine Fechter (Hg.)
Andrea(s) Gallasini 1681–1766
Vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister in Fulda
Volker Rößner und Sabine Wagner mit Beiträgen von Thomas Heiler und Markus Miller. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 15.05. - 19.08.2018. (Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 46)
320 Seiten, Imhof Verlag, Petersberg, 2018
ISBN 978-3-7319-0717-6

24,95 € an der Museumskasse erhältlich
                                                                                     Zur Leseprobe -> (pdf-Datei)
                                                                                     Zum Inhaltsverzeichnis -> (pdf-Datei)