"Fulda geht Mehrweg" - Stadt fördert Becherpfandsystem

FULDA, 1. Dezember 2021: Gemeinsam mit verschiedenen Gastronomen setzt sich die Stadt Fulda dafür ein, dass das Müllaufkommen durch "to go" und "Take away" in der Innenstadt reduziert wird. Die Stadt hat ein Förderprogramm für Gastronomen aufgelegt. Alle Informationen zu "Fulda geht Mehrweg" und zum Förderprogramm auf mehrweg-fulda.de

Fulda bleibt für weitere zwei Jahre „Fairtrade-Stadt“

FULDA, 26. August 2021: Für zwei weitere Jahre darf die Stadt Fulda den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Voraussetzung für die Überreichung der entsprechenden Urkunde war das vielseitige Engagement für den Fairen Handel vor Ort und die Erfüllung aller Kriterien der Kampagne Fairtrade-Towns“. Erstmalig hatte Fulda die Auszeichnung im November 2018 bekommen, verliehen durch den gemeinnützigen Verein TransFair e. V.

Gemeinsam mit der Agenda-Arbeitsgruppe Faires Fulda freute sich Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld über die Erneuerung des Titels. „Der faire Handel ist in Fulda nachhaltig fest verankert, die Bestätigung des Titels ist ein schönes Zeugnis hierfür und gleichzeitig Ansporn, sich weiter mit den Thematiken auf lokaler Ebene zu befassen“, so der Oberbürgermeister. Sein besonderer Dank galt der Agenda-Arbeitsgruppe Faires Fulda, die in Fulda seit vielen Jahren ein Zeichen für den Fairen Handel als gute Alternative setzt und sich vielfältig engagiert. Die Auszeichnung erfordere ein Zusammenwirken aus Zivilgesellschaft, Politik, Kirche, Schule und Wirtschaft und zeige somit auch, wie gut die Akteure in Fulda zusammenarbeiteten, sagte das Stadtoberhaupt.

Aktuell präsentiert die Agenda-Arbeitsgruppe das neue Programm der Fairen Woche in Fulda, die anlässlich der bundesweit stattfindenden Fairen Woche unter dem Motto „Zukunft fair gestalten“ vom 9. bis 24. September 2021 stattfindet. Auf die Interessierten in Fulda warten viele spannende Veranstaltungen. Themen sind Menschenrechte, Nachhaltigkeit, Schöpfung, Konsum und vieles mehr. Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen der Fairen Woche sind unter www.fulda.de zu finden.

Fulda ist eine von über 700 „Fairtrade-Towns“ in Deutschland. Die „Fairtrade-Towns“- Kampagne bietet auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs). Die Stadtverwaltung Fulda leistet hierzu mit ihrem Engagement für faire und nachhaltige Themen, wie beispielsweise Klimaschutz, Ressourcenschonung, Beschaffungswesen oder Bewusstseinsbildung in unterschiedlichen Arbeitsbereichen einen wichtigen Beitrag.

Das Agendabüro der Stadt Fulda ist Ansprechpartner für die „Fairtrade-Stadt“ Fulda und ist unter agendabuero(at)fulda.de erreichbar.

Fairtrade-Stadt Fulda - Agenda-Arbeitsgruppe und Regionale faire Angebote

Flyer der Fairtrade-Stadt Fulda: Flyer zum Download

Liste der Unterstützenden der Kampange Fairtrade Town, dort werden u. a. faire Produkte verwendet oder zum Kauf angeboten zum Download

Fulda hisst Flagge der Fairtrade-Stadt

Ein Zusammenwirken von vielen Mitwirkenden aus Zivilgesellschaft, Politik, Kirche, Schule und Wirtschaft hat zur Auszeichnung Fuldas als „Fairtrade-Stadt“ am 9. November 2018 geführt. Es ist ein Ausdruck dafür, dass das Bewusstsein für nachhaltigen Konsum und gerechtere Handelsstrukturen wächst und nun auch auf kommunaler Ebene intensiver in den Blick genommen wird.

Mit einer Fahnenaktion mit Blick auf die Ernennung zur Fairtrade-Stadt hat die Stadt Fulda nun in dieser Woche vor der Stadtwache ein deutlich sichtbares Zeichen für faire Arbeits-und Lebensbedingungen gesetzt. Damit spricht sie sich zugleich gegen Diskriminierung, Zwangsarbeit und ausbeuterische Kinderarbeit aus. „Wir freuen uns sehr, dass nach langjähriger Vorarbeit Fulda die Auszeichnung als Fairtrade-Stadt errungen hat; nur gemeinsam konnten wir alle Bewerbungskriterien erfüllen“, betonte Coriena Krönung vom Agendabüro der Stadt Fulda, eine der Sprecherinnen der Steuerungsgruppe.

Bisher beteiligen sich knapp 50 Mitwirkende bei der Kampagne FairtradeTown. „Wir würden uns freuen, wenn sich bis zum Jahresende viele weitere Einzelhändler, Cafés, Restaurants und Kantinen sowie öffentliche Einrichtungen zu fairem Handel bekennen und fair gehandelte Produkte anbieten“, ergänzte Monika Bracht von der Verbraucherzentrale Hessen (Beratungsstelle Fulda), die als weitere Sprecherin der Steuerungsgruppe agiert. Ziel sei ein flächendeckendes Netz von Händlerinnen und Händlern mit fairen Produkten in ganz Fulda.

Unterstützung bekommt die Steuerungsgruppe von der Klimaschutzmanagerin der Stadt Fulda, Dorothea Herrgott. Nachhaltige Beschaffung ist eine mittelfristige Maßnahme des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Fulda, dessen Umsetzung von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde, hierfür setzt sich auch die Steuerungsgruppe ein.

Der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Dr. Heiko Wingenfeld, bestärkte die Agendagruppe Faires Fulda in ihrer Arbeit und würdigte das Engagement der verschiedenen Akteurinnen und Akteure, die sich vor der Stadtwache versammelt haben. Auch im Rahmen der vielen Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr 2019 werde sich der Faire Handel und die Fairtrade-Stadt Fulda präsentieren.

Interessierte sind zur Mitarbeit in der Agendagruppe Faires Fulda herzlich willkommen. Ebenso können sich Fuldaer Geschäfte unter der E-Mail-Adresse agendabuero@fulda.de melden, die faire Produkte vertreiben und bisher noch nicht als faire Handelspartner/-innen im Agendabüro gelistet worden sind. 

Hintergrund:

Der faire Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. In den Handlungsoptionen für die konkrete Umsetzung der Agenda 2030 und der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen wird nachhaltiger Konsum und Produktion explizit genannt.

Fünf Kriterien mussten erfüllt werden, damit Fulda Fairtrade-Stadt werden konnte:

1. Die Kommune verabschiedet einen Ratsbeschluss zur Unterstützung des fairen Handels. Bei allen Magistrats- und Ausschusssitzungen und im Büro der Verwaltungsspitze wird fair gehandelter Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel angeboten.

2. Eine lokale Steuerungsgruppe aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft koordiniert die Aktivitäten vor Ort.

3. In mehreren Einzelhandelsgeschäften und Gastronomiebetrieben werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten.

4. Fairtrade-Produkte werden in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, bei Vereine und in Kirchen verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum fairen Handel umgesetzt.

5. Die Steuerungsgruppe betreibt Presse-und Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum fairen Handel.