Lärm

Lärm zählt zu den von der Bevölkerung am häufigsten genannten Umweltproblemen in Wohngebieten.

Dabei ist Lärm kein physikalisches Phänomen. Die allgemeine Definition des Begriffs "Lärm" als "störender, unerwünschter oder gefährlicher Schall" beinhaltet schon, dass erst die Wahrnehmung und Bewertung eines Geräusches durch betroffene Menschen ein Geräusch zum Lärm macht. Lärm an sich ist nicht meßbar. Messbar sind die auftretenden Geräusche.

In vielen Fällen läßt sich die empfundene Lärmbelästigung aus der Nachbarschaft bereits durch direkte Ansprache des Verursachers oder ggf. die Benachrichtigung der Ordnungsbehörden abstellen.

Lärmbelästigungen, die von Unternehmen und Anlagen ausgehen, können dem Dezernat Immissionsschutz beim Regierungspräsidium Kassel, Staatliches Umweltamt, Tel. 06621/406-6 gemeldet werden.
 

Lärmminderungsplanung

Für die Lärmminderungsplanung stehen zwei Instrumente zur Verfügung:

  • Die strategische Lärmkartierung sowie
  • die Lärmaktionsplanung zur Regelung von Lärmproblemen und Lärmauswirkungen.

Das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie ist zuständig für die Lärmkartierunggemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie. Dies beinhaltet die Kartierung entlang der Hauptverkehrsstraßen außerhalb von Ballungsräumen, die Ballungsräume selbst, den Großflughafen Frankfurtam Main sowie die nicht bundeseigenen Haupteisenbahnstrecken, die dem Allgemeinen Eisenbahngesetz unterliegen.

  • Während der ersten Stufe bis 2008 wurde die Lärmkartierung für Hauptverkehrsstraßen mit über 6 Millionen Kfz/Jahr und Haupteisenbahnstrecken mit über 60.000 Züge/Jahr bzw. für Großflughäfen mit über 50.000 Flugbewegungen und Ballungsräume mit über 250.000 Einwohnern durchgeführt.
  • In der zweiten Stufe bis 2013 wurde die Lärmkartierung auf Hauptverkehrsstraßen mit über 3 Millionen Kfz/Jahr und Haupteisenbahnstrecken mit über 30.000 Züge/Jahr bzw. Ballungsräume mit über 100.000 Einwohnern erweitert.
  • In der dritten Runde der Lärmaktionsplanung sind die Schwellenwerte und der Betrachtungsumfang der Stufe 2 weiterhin gültig.

Die Ergebnisdarstellung der berechneten Lärmbelastung erfolgt grafisch in Form strategischer Lärmkarten. In diesen Karten werden Gebiete mit ähnlichem Schallimmissionspegel farblich gleich ausgewiesen (5 dB(A)-Isophonen-Bänder). Es wird jeweils eine Karte erstellt, die die Belastungen während des gesamten Tages abbildet und zusätzlich dazu eine Karte für die empfindlichere Nachtzeit. Die Karten können mit Hilfe des „Lärmviewers Hessen“ eingesehen werden. Dort besteht auch die Möglichkeit, die Lärmbelastung an konkreten Wohnorten zu ermitteln.

Auf der Basis der Lärmkartierung werden durch die Regierungspräsidien Lärmaktionspläne aufgestellt. Sie müssen den Anforderungen der EU-Umgebungslärmrichtlinie entsprechen und neben der Beschreibung der Lärmbelastungssituation auch Maßnahmen zur Lärmminderung benennen. 

Auf den Websites der Regierungspräsidien finden Sie die In-Kraft-getretenen Lärmaktionspläne sowie weitere Informationen über die Lärmminderungsplanung in Ihrem Regierungsbezirk.

Lärmaktionsplan - Straßenverkehr (Regierungsbezirk Kassel, Stufe 2)
Lärmaktionsplan - Schienenverkehr (Land Hessen)

Luft

Der aktuelle Luftreinhalteplan für Fulda (2010) kann auf der Webseite vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie heruntergeladen werden.

 

Hier finden Sie aktuelle Messwerte der Luftmessstationen 

Fulda - zentral

Fulda - Petersberger Straße

Die Umweltschutzabteilung der Stadt Fulda berät und informiert zu den Themenbereichen

  • Altlasten/Altstandorte,
  • Immissionsschutz,
  • Kampfmittelsuche,
  • Mobilfunk

und vermittelt zu Fachbehörden und Spezialisten.