Aktionstag am 27.10. im Stadtschloss: Wir können Klimaschutz

Wie Klimapolitik aus Berlin, Brüssel oder Paris zu Hause erfolgreich umgesetzt wird, erleben die Bürgerinnen und Bürger am Samstag, 27. Oktober 2018: Beim großen Klimaschutz-Aktionstag in Fulda sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene dazu eingeladen, in zahlreichen Mitmachaktionen mehr über das Thema zu erfahren und zu lernen, wie sie Klimaschutz im Alltag leben können. Zahlreiche lokale Initiativen und Projekte, Unternehmen und die Stadtverwaltung sowie andere Akteurinnen und Akteure stellen ihr Engagement für den Klimaschutz vor. Sie alle haben eine Botschaft: Klimaschutz macht Spaß!

Neue Radwegweisung für Fulda

Als ein Themenfeld aus dem Maßnahmenkatalog des Integrierten Klimaschutzkonzeptes Fuldas zielt die Förderung des Radverkehrs auf eine Attraktivitätssteigerung des Radverkehrs im Stadtgebiet ab. Dafür sollen auch zukünftig viele Projekte zur Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur umgesetzt werden. Das Radwegweisungskonzept ist dabei ein zentraler Baustein. Es sieht eine moderne wegweisende Beschilderung für den Radverkehr im gesamten Stadtgebiet, die hessischen Radfernwege sowie die Anschlüsse an das weiterführende Wege- und Straßennetz im Bereich der Nachbarkommunen vor.

Mit der Realisierung des Projektes sollen zum einen ortsunkundigen Radfahrer_innen die notwendigen Orientierungshilfen angeboten werden, damit sie die wesentlichen Ziele innerhalb des Stadtgebietes auf geeigneten Routen komfortabel erreichen können. Den ortskundigeren Radfahrer_innen sollen mit der Wegweisung auch geeignete, sichere und attraktive Alternativrouten zum Hauptverkehrsstraßennetz aufgezeigt werden. Diese Maßnahmen erhöhen die Sicherheit für die Radfahrenden. Zugleich sollen die potentiellen Radfahrer_innen animiert werden, vermehrt das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen.

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert das Projekt (FKZ 03K04719) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative mit einer Zuwendung in Höhe von 255.594 Euro. Die Vorhabenlaufzeit ist 1.1.2017 - 31.10.2018.
Nach aktuellem Stand werden die Kosten erheblich niedriger ausfallen. Die Förderquote beläuft sich weiterhin auf 50 % der förderfähigen Kosten, der Betrag reduziert sich also entsprechend.

Fulda aktiv gegen den Klimawandel

Der Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. Die Bundesregierung bemüht sich seit Beginn der 1990er Jahren mit Gesetzen und Förderprogrammen, den zunehmenden Ausstoß von Treibhausgasen deutlich zu verringern.

Auch die Stadt Fulda stellt sich dieser Aufgabe. Schon im Jahre 1997 trat die Stadt Fulda dem Klima-Bündnis e.V. bei. Im darauffolgenden Jahr entstand eine Untersuchung zum Klimaschutzprogramm für umweltpolitische Entscheidungen und ein modernes Energiemanagement. Die lokale Agenda 21 wurde im Jahr 2001 eingerichtet. Im Rahmen der Agenda 21 wurde dann 2004 / 2005 ein Kommunales Klimaschutzkonzept erstellt, wodurch auch die Einsparpotentiale der Haushalte und Kleinverbraucher im Stadtgebiet ersichtlich wurden. Das 2010 entwickelte Klimaschutzteilkonzept bilanzierte vor allem den Energieverbrauch sowie die CO2-Emissionen kommunaler Liegenschaften. Dadurch konnten Handlungsempfehlungen zur Energieeinsparung und Effizienzsteigerung für die Stadt Fulda erstellt werden, besonders als Grundlage für künftige Sanierungsvorhaben. Gleichzeitig wurden für 32 städtische Gebäude Energieausweise erstellt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Auch die zahlreichen Anträge und Anfragen der Fraktionen zum Themenkreis Klimaschutz und Energiesparen zeigen die Bedeutung im politischen Tagesgeschäft.

Gemäß nach dem Motto „think global, act local", wird der kommunale Klimaschutz in Fulda auch weiterhin eine tragende Rolle einnehmen. Das Ziel ist dabei, das gesunde und lebenswerte Fulda weiterzuentwickeln. Die Basis dafür stellt das Integrierte Klimaschutzkonzept (14,8 MB) der Stadt Fulda dar, an dem von 2011 bis 2013 viele Einzelpersonen und Institutionen mitgearbeitet haben. Die Umsetzung wird seit 2017 von Klimaschutzmanagerin Dorothea Hergott begleitet.

 

Kurze Klimaschutzbroschüre 

Gremienbeschlüsse 

Präsentation der Klima und Effizienzagentur

Beratung

Beratungsstellen in Fulda

Sie möchten Ihr Haus energetisch sanieren, auf Ökostrom umsteigen oder Energiefresser in Ihrem Haushalt aufspüren? In Fulda gibt es viele Beratungsstellen und -angebote, die Ihnen helfen Antworten zu finden.

 

Verbraucherzentrale Fulda

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale bietet Mietern, Eigentümern und Vermietern kompetenten und unabhängigen Rat in Energiefragen. In bundesweit über 700 Einrichtungen engagieren sich rund 500 Architekten, Ingenieure und andere Experten für die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Sie beraten anbieterunabhängig und neutral und finden individuelle Lösungen für jede Verbraucherin und Verbraucher. Je nach Problemstellung und persönlichen Bedürfnissen gibt es verschiedene Beratungsformate, von der schnellen Telefonberatung bis zum ausführlichen Beratungstermin zu Hause. Beratungsthemen sind alle Fragen des privaten Energieverbrauchs, zum Beispiel Strom sparen, heizen und lüften, baulicher Wärme- und Hitzeschutz, Heizungs- und Regelungstechnik, Erneuerbare Energie (Solarenergie, Wärmepumpen, Blockheizkraftwerke), Förderprogramme, Wechsel des Energieversorgers.

Für einkommensschwache Haushalte ist die Beratung kostenlos. Für alle anderen beträgt der Eigenanteil an den Beratungskosten lediglich 5 bis max. 40 Euro.
 

Kontakt:
Verbraucherzentrale
Karlstraße 2
36037 Fulda
Telefon: 0661/77453 | Fax: 0661/242216

Energieberatung: https://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/

Verbraucherberatung: https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/beratungsstellen/fulda

 

Caritasverband Fulda e.V.

Sie möchten wissen, wo Sie in Ihrem Haushalt bis zu 100 Euro Stromkosten sparen können? Vereinbaren Sie einen Termin mit dem Stromsparhelfer, der bei Ihnen zu Hause den Stromverbrauch checkt und einen persönlichen Stromspar-Plan mit vielen Tipps erstellt. Zusätzlich erhalten Sie Stromspargeräte im Wert von bis zu 70 Euro.

Dieses Angebot ist kostenlos und wird von der Caritas Fulda in Kooperation mit dem Landkreis Fulda durchgeführt. Es gilt im Landkreis Fulda für einkommensschwache Haushalte (Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Wohngeld, Kinderzuschlag und Leistungsberechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz).

 

Nehmen Sie Kontakt mit dem Stromsparhelfer-Team in Ihrer Nähe auf!

Ansprechpartner: Marco Möller
Wilhelmstraße 8
36037 Fulda
Telefon 0661 24 28-366
energiesparcheck(at)caritas-fulda.de

http://www.rcvfulda.caritas.de/hilfeundberatung/energiesparcheck/energiesparcheck

http://www.stromspar-check.de/standorte/details/stromspar-check-fulda.html

 

Umweltzentrum Fulda

Das Umweltzentrum Fulda ist eine Einrichtung der Umweltbildung, -beratung und -information. Es wird als gemeinnütziger Verein geführt, der sich in Trägerschaft der Stadt Fulda, städtischer Versorgungsunternehmen, des Landes Hessen und von Umwelt- und Naturschutzverbänden befindet.

Das Umweltzentrum ist Regionalpartner der Hessischen Energiespar-Aktion. An den Möglichkeiten, am Haus Energie zu sparen, gibt es ein wachsendes Interesse. Gleichzeitig wird die Palette der baulichen und haustechnischen Möglichkeiten für Hausbesitzer immer unübersichtlicher. Die „Hessische Energiespar-Aktion“ bietet dazu ständig aktualisierte konkrete Informationen und Beratungen. Das Umweltzentrum Fulda leistet seit nunmehr 24 Jahren ebenfalls mit Vorträgen, Ausstellungen, Arbeitsgruppen und Beratungen einen Beitrag zum Energiesparen, zur Energieeffizienz und zum Klimaschutz. Seit dem Jahr 2010 hat das Umweltzentrum Fulda den Auftrag, die „Hessische Energiespar-Aktion“ in der Stadt Fulda und dem Landkreis Fulda zu vertreten.

Ansprechpartner: Volker Strauch
Umweltzentrum & Gartenkultur Fulda e.V.
Johannisstrasse 44
36041 Fulda
Tel.: 0661 / 970 97 90, per e-mail: kontakt(at)umweltzentrum-fulda.de

http://www.umweltzentrum-fulda.de/
www.umweltzentrum-fulda.de/thema_energie/hessische_energiespar_aktion.html
www.energiesparaktion.de

Tipps & Tools für Klimaschutz und Energiesparen

Solar-Kataster Hessen

Das Solar-Kataster Hessen bietet mit wenig Aufwand einen direkten Blick auf die Solarenergie-Potentiale von Dach- und Freiflächen. Dabei werden die Potentiale für Photovoltaik-Anlagen zur Stromerzeugung sowie auch für solarthermische Anlagen zur Wärmeerzeugung angezeigt. Der integrierte Wirtschaftlichkeitsrechner liefert Ihnen individuelle Informationen über die Amortisationszeit und die Rendite einer geplanten Solaranlage.

Webanwendung Solar-Kataster Hessen

 

Publikationen:

Wissenswertes zum Solar-Kataster

Hilfe zur Nutzung des Solar-Kataster

FAQ zum Solar-Kataster


Vorgaben durch das Energieeinsparrecht - Wie funktioneirt das mit Energieausweis und co?

Das Energieeinsparrecht fordert energieeffiziente Gebäude: Es beschränkt sowohl den Primärenergiebedarf, der zum Heizen, Wassererwärmen und Lüften benötigt wird, als auch den Wärmeverlust durch die Gebäudehülle. Diese Anforderungen werden kontinuierlich angehoben. Informieren Sie sich hier, ob und welche Nachrüstpflichten für Ihre Immobilie bestehen.


Stromspar-Tipps für Studierende

Diese Informationsplattform wurde von Studierenden (Studiengang Umwelttechnik, Hochschule Jena) für Studierende geschaffen, die Strom und Geld sparen wollen.


CO2-Rechner: Wie gut ist Ihre CO2-Bilanz?

Mit dem CO2-Rechner des Umweltbundesamtes können Sie Ihren persönlichen Anteil am Ausstoß von CO2-Emissionen abschätzen. Mit umgerechnet rund 11 Tonnen Treibhausgasen liegen die Einwohner Deutschlands im Schnitt deutlich über dem weltweiten Pro-Kopf-Aufkommen von ca. 6,8 Tonnen.


Ihr ökologischer Fußabdruck: Passt Ihr Fuß auf unsere Erde?

Ermitteln Sie Ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck und erhalten wertvolle Tipps zur Einsparung von Ressourcen. Der ökologische Fußabdruck zählt alle Ressourcen die für den Alltag benötigt werden und zeigt auf, wie viel Fläche benötigt wird, um all die Energie und Rohstoffe zur Verfügung zu stellen.


Das Energiesparkonto: Sehen - Vergleichen - Sparen

Das Energiesparkonto macht Ihren Energieverbrauch sichtbar. Beobachten und vergleichen Sie die Entwicklung Ihrer Energiedaten. Das Energiesparkonto zeigt Ihnen anschaulich, wo und wie Sie am besten Energie sparen können. Das zahlt sich am Ende doppelt aus, für Ihr Portemonnaie und für die Umwelt.


Energie-Fibel

Die ENERGIE-FIBEL bietet praxisnahe Informationen rund ums Thema Energie, Energieeinsparung und Wärmedämmung. Diese Informationen sind einerseits allgemein, andererseits erhellen regionale Beispiele was es zu den verschiedenen Themen in Osthessen zu entdecken gibt. Der Fokus wird dabei auf aktuelle Entwicklungen und Perspektiven gelegt. Ferner gibt sie ihren Leser/innen Adressen und Links an die Hand, hinsichtlich detaillierter Informationen, Beratungs- und Fördermöglichkeiten. Die Energie-Fibel ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Hessischen Energiesparaktion, dem Umweltzentrum Fulda und der Stadt Fulda.

www.energie-fibel.de

Fuldas Rechenzentrum ist eine bundesweite Klimaschutz-Innovation

Das neue kommunale Rechenzentrum der Stadt Fulda stellt eine bundesweite Innovation im Bereich des Klimaschutzes dar. Der Bund als Fördergeber beteiligt sich mit einer maximalen Förderung von 200.000 €, zukünftig werden mehr als 80 % CO2 zu vorausgehender Technologie eingespart.

Das bisherige Rechenzentrum der Stadtverwaltung Fulda ist durch einen beständigen Zuwachs des Datenvolumens an die Kapazitätsgrenze gelangt. Eine interdisziplinäre Projektgruppe der Stadtverwaltung hat deshalb eine Konzeption für einen Neubau erstellt, die nicht nur im Stande ist, das enorme Datenvolumen zu handhaben, sondern auch äußerst sparsam und klimafreundlich das Rechenzentrum zu kühlen. Die Neukonzeptionierung ist wichtig, da die bisherigen Kühlsysteme mit konventioneller Kühltechnik einen immensen Stromverbrauch hervorrufen. An dieser Stelle besteht großes Energieeinsparpotential durch den Neubau.

Das Kühlkonzept des neuen kommunalen Rechenzentrums sieht deshalb eine Kombination von Abwärmesystemen, Erdkühlung und vorrangiger Nutzung der Abwärme zur Beheizung der städtischen Gebäude vor. Die Nutzung von geothermaler Energie zur energieeffizienten Kühlung eines Rechenzentrums ist eine bundesweite Innovation. Als Klimaschutzmaßnahme mit Vorbildcharakter wird das Vorhaben deshalb durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestags mit 200.000 € gefördert. Das Rechenzentrum soll an neuer Örtlichkeit im Jahr 2018 produktiv werden.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Elektroautos für die Stadtverwaltung

Fahrzeugemissionen stellen besonders im innerstädtischen Bereich oft eine Belastung für die Einwohnerinnen und Einwohner dar. In 2018 schafft die Stadt Fulda daher drei ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge an, um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine nachhaltigere Mobilität zu ermöglichen. Die neuen E-Fahrzeuge der IT-Abteilung, des Tiefbauamts, und des Fahrzeug-Pools werden sich hauptsächlich im innerstädtischen Bereich bewegen und haben damit fast nie eine höhere Tagesfahrleistung von über 150 km. Damit ist der Wechsel auf Elektrofahrzeuge sinnvoll und auch umsetzbar für die Stadt Fulda. Dies soll auch die Akzeptanz der Elektrofahrzeuge unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung fördern. 
 
Das laufende Projekt „Elektrofahrzeuge für die Stadtverwaltung Fulda“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie Elektromobilität vor Ort mit insgesamt 13.468 Euro durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Die Umsetzung der Förderrichtlinie wird von der NOW Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie koordiniert.