Neues Team für "Demokratie leben"

Lena Müller, die fast 2 Jahre das Gesicht der lokalen Partnerschaft für Demokratie gewesen ist, hat die Stadt Fulda in Richtung Südhessen verlassen.

„Demokratie leben“ wird aber ohne Unterbrechung von einem neuen Team weitergeführt:

Christiane Herchenhein ist Diplom-Pädagogin und war vor ihrem Wechsel zur Partnerschaft für Demokratie lange Jahre für die Fachstelle Übergang Schule-Beruf mit den beiden Bereichen OloV (Optimierung lokaler Vermittlung im Übergang Schule-Beruf) und die AG Jugendberufshilfe verantwortlich. Sie übernimmt den Hauptteil der Koordinierungs- und Fachstelle und kümmert sich u.a. auch um die Projektabwicklung.

Heike Münker ist Diplom-Sozialpädagogin und arbeitet seit vielen Jahren im Amt für Jugend Familie und Senioren mit dem Arbeitsschwerpunkt „Beteiligung“. Das passt inhaltlich gut zum Arbeitsgebiet der Partnerschaft für Demokratie, denn auch hier gilt es verschiedene Gruppen, Vereine, Verbände, Organisationen in verschiedenen Altersgruppierungen zu beteiligen. Heike Münker ist für das Jugendforum der Stadt Fulda zuständig und wird versuchen, dieses Forum noch stärker mit dem Programm zu verzahnen.

Wir freuen uns darauf, Sie als Projektträger, Interessierte und BürgerInnen kennenzulernen!

Offene Sprechstunde der Partnerschaft für Demokratie

Aktuell werden nur Sprechstundentermine nach vorheriger Absprache vergeben!

Demokratiereihe 2020

In der zweiten Jahreshälfte holt die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda die geplante Vortragsreihe nach.

Wir bieten gemeinsam mit Fuldaer Akteur*innen spannende Vorträge zu den Themen Religionsfreiheit, Demokratiefeindlichkeit, Rechtsextremismus, Reichsbürger*innen sowie einen Workshop zum Thema Rassismus an.

Unter der Berücksichtigung der aktuellen Hygieneauflagen können wir leider nur eine begrenzte Teilnehmendenzahl zulassen. Daher empfehlen wir Ihnen, eine rechtzeitige Anmeldung vorzunehmen. Die jeweiligen Termine, Räumlichkeiten und  Anmeldefristen können Sie der  Programmborschüre entnehmen. Bitte beachten Sie, dass Sie nach Ihrer Anmeldung eine Eingangs- jedoch noch keine Teilnahmebestätigung erhalten. Erst mit Erhalt einer Teilnahmebestätigung können Sie an der von Ihnen ausgewählten Veranstaltung tatsächlich teilnehmen. Diese erhalten Sie erst nach Ende der Anmeldefrist der jeweiligen Veranstaltung.

Wenn Sie selbst Interesse haben als Vortragende*r an der Reihe mitzuwirken, können Sie sich gerne bei uns melden.

Programmbroschüre

Demokratiereihe 2020 - Berichte

Vortrag 1: Demokratiefeindlichkeit im Islam

Die Demokratiereihe der Partnerschaft für Demokratie wurde eröffnet von einem Vortrag von dem Politologen Volker Ahmad Qasir. Er ist unter anderem Mitglied des Runden Tisches der Religionen und vertritt diesen im Begleitausschuss der Partnerschaf für Demokratie.

In seinem Vortrag erklärte Qasir, wie islamistische Gruppierungen die Demokratie einer Religion gleichsetzen und dass nach dieser Argumentation, Muslime gar nicht demokratisch sein können. Diese Denkmuster verbreiten unter anderem der Extremist Al-Maqdisi, der dazu auffordert, Nicht-Muslime zu bekämpfen. 

Diesem Ansatz stellte Qasir die im Koran genannte Glaubensfreiheit entgegen. So schreibe der Islam zwar keine Staatsform vor, aber eben demokratische Grundprinzipien. Auch die Ahmadiyya Gemeinde, zu der auch Qasir gehört, beschreibt er als liberal, die sich für Frieden und die Integration in Deutschland einsetzt. 

Fazit des Vortrags ist es also, dass Muslime in Deutschland nicht weniger oder mehr demokratiefreundlich sind als beispielsweise Atheist*innen oder Christ*innen.

Hier gehts zum Video


Vortrag 2: Religionsfreiheit im Islam

Der Imam der Ahmadiyya-Gemeinde Fulda stellte seinen Vortrag im Forum Kanzlerpalais am 14.09.2020 unter die Frage: Gibt es im Islam Religonsfreiheit?

Die Veranstaltung fand ebenso unter einem Corona-Hygienekonzept statt wie bereits die erste Veranstaltung der Demokratiereihe. Die Teilnehmendenzahl war daher eingeschränkt. Um weiteren Interessierten die Möglichkeit zu geben, sich über das Thema zu informieren, stellt die Partnerschaft für Demokratie, wie auch für den ersten Vortrag, eine Aufzeichnung des Beitrags unter folgendem Link zur Verfügung

Hier gehts zum Video

Weitere Termine

ABGESAGT: Workshop „Bewusstsein für Ungleichheit“ von Awareness Fulda

 

Der für den 21. November im Welcome In Studio geplante Workshop muss wegen der aktuellen Corona-Lage leider abgesagt werden.

 


Jugendforum FULDA - AKTuelles

Das Jugendforum Fulda probiert ebenfalls neue Techniken aus und bietet aktuell einen online Kunstkurs mit Paula von Paulas Atelier an. Am 14., 21. und 28.11.2020 treffen wir uns online für Handlettering, Doddles und einen kleinen Zeichenkurs. Anmelden ist möglich unter beteiligung@fulda.de

Das erste Jugendforum in 2021 findet am Samstag, den 23. Januar 2021 im Kanzlerpalais von 14 bis 16 Uhr statt (Eingang über das Zitronemannsgässchen 2). Wir wollen uns mit der Jahresplanung und den Fahrten des Jugendforums beschäftigen.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus… Hessentag 2021 in Fulda und das Jugendforum ist voll dabei – wir planen eine Beteiligungsfachtag für Jugendliche am Samstag, 29. Mai 2021 von 10 bis 16 Uhr. Der Fachtag richtet sich an Jugendliche  von 13 bis 19 Jahren, die in der Stadt mehr mitreden wollen – mehr Infos folgen.


Begleitausschuss
Mittwoch 09. Dezember 2020 18:00 Uhr  Begleitausschuss-Sitzung

im Kurfürstenzimmer des Stadtschlosses

Anmeldung für Gäste: demokratie@fulda.de

AKTUELLES

MONITORING-BERICHTE RECHTSEXTREMISMUS IN HESSEN

Wo und wie macht sich die rechte Szene in Hessen bemerkbar? Wo gibt es aktuell Vorfälle oder Hinweise auf rechtsextreme Aktivitäten und Auffälligkeiten? Um permanent eine aktuelle Bestandsaufnahme von Vorfällen und Ereignissen im Themenfeld Rechtsextremismus in Hessen sowie einen laufenden Überblick zu erhalten, stellt das Demokratiezentrum Hessen regelmäßig sogenannte Monitoring-Berichte zusammen. Sie dokumentieren unterschiedliche Vorkommnisse, Aktivitäten und Auffälligkeiten im Bereich Rechtsextremismus und aus dem rechten Milieu in Hessen in einem bestimmten Zeitraum.

Die Monitoring-Berichte erscheinen in unregelmäßigen Abständen, mindestens jedoch sechs Mal im Jahr. Seit 2019 stellen wir die neu gestalteten Berichte auch auf unserer Website der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Die Monitoring-Berichte dienen der täglichen Arbeit im Beratungsnetzwerk auch, um im Bedarfsfall auf Betroffene zuzugehen oder über die ermittelnden Polizeidienststellen den Betroffenen Informationen über das Beratungsangebot zukommen zu lassen.

Grundlage der Monitoring-Recherchen sind öffentlich zugängliche, offizielle und selbst recherchierte Quellen wie Polizeiberichte, Presse- und Medienberichte, Internetpräsenzen und Beiträge in sozialen Netzwerken.

Die Monitoring-Berichte werden seit 2019 vom Frankfurter Medienbüro „achtsegel.org“ im Auftrag des Demokratiezentrums Hessen im „Beratungsnetzwerk Hessen – gemeinsam für Demokratie und gegen Rechtsextremismus" recherchiert und erstellt. Die jeweils verwendeten Quellen sind im jeweiligen Monitoring-Bericht unter bzw. neben den einzelnen Texten angegeben.

Die Monitoring-Sammlungen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit!

2020


> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen"  Mai/Juni 2020

> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" März/April 2020
> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" Januar/Februar 2020

 

2019

> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" November/Dezember 2019
> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" September/Oktober 2019
> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" Juni/Juli/August 2019

> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" April/Mai 2019
> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" Februar/März 2019
> Monitoring Bericht "Rechtsextremismus in Hessen" Januar 2019


PROJEKT-WERKSTATT DER PARTNERSCHAFT FÜR DEMOKRATIE

Als Auftakt und zur Vorbereitung der zweiten Förderperiode des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ fand am Montag, den 27. Januar 2020 die erste Projekt-Werkstatt der lokalen Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda im Forum des Kanzler-Palais statt. Rund 50 Personen folgten der Einladung und stellten sich und ihre Organisationen vor.
 

Neben einem ersten näheren Kennenlernen hoffen wir, dass wir allen Teilnehmenden das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ in der Stadt Fulda näherbringen konnten. Nachdem die Koordinierungs- und Fachstelle dem Plenum die wichtigsten Förderkriterien vorgestellt hat, haben wir uns auch gemeinsam an der Erarbeitung und Gestaltung einiger Projektideen gewagt. Dabei durften einige der Anwesenden mit ihrem Projektideen ins Träumen geraten, während andere Teilnehmende eher sachlich oder wiederum andere der jeweiligen Gruppen kritisch auf die Projektideen blickten. Die angewandte Kreativtechnik, die wir in Kleingruppen erprobt haben, können Sie auch selbständig und als Einzelperson nutzen, um Ihre Ideen für ein Projekt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Hier geht's zur Methode

Nach über einer Stunde intensiver Arbeit an den einzelnen Projektideen wurden diese dem Plenum vorgestellt. Dabei zeigte sich bereits ein breitgefächertes Repertoire an Ideen, die von den Organisation oder gar als Kooperation mit anderen Vereinen angegangen werden sollen. Unter anderem sollen im Förderjahr 2020 Zeitzeugengespräche, eine Näh-Werkstatt mit Geflüchteten, eine Dolmetscher-Fortbildung oder  ein Tanz-/Musik-Projekt stattfinden. So vielfältig wie die Ideen ist auch die Vereins- und Organisationslandschaft hier in Fulda, wie es sich auch bei der Projekt-Werkstatt gezeigt hat. Nähere Informationen zu den einzelnen Projekt-Ideen erhalten Sie gerne nach Kontaktaufnahme mit der Koordinierungs- und Fachstelle.

Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass in einer so bunten und vielfältigen Stadt das gemeinsame Ziel des Bundesprogramms "Demokratie leben!" verfolgt wird, nämlich:

DEMOKRATIE FÖRDERN
VIELFALT GESTALTEN
EXTREMISMUS VORBEUGEN

Hier finden Sie zusätzliche Informationen zur Projekt-Werkstatt:

Präsentation zur Projektförderung

Öffentlichkeitsarbeit leicht gemacht

Die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie sagt Danke für Ihr Engagement in der Stadt Fulda und freut sich auf ein tolles Förderjahr 2020 mit Ihnen!

 


NEUER PROGRAMMFLYER

Das Bundesprogramm Demokratie leben! geht in die zweite Förderperiode und hat dafür einen neuen Flyer herausgegeben.


Im Flyer finden Sie die wichtigsten Infos zum Bundesprogramm kurz und knapp zusammengefasst.

Auch die Schwerpunkte des Bundesprogramm wurden angepasst:

DEMOKRATIE FÖRDERN

VIELFALT GESTALTEN

EXTREMISMUS VORBEUGEN

Flyer Bundesprogramm Demokratie leben!

2019

Plakat-Wettbewerb "Vielfalt, Toleranz und Demokratie": Feierliche Ausstellungs-Eröffnung

Am Montag, den 16. September hatte die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda alle interessierten und engagierten Bürger*innen, Schulgruppen und Teilnehmer*innen des Plakat-Wettbewerbs zur feierlichen Ausstellungs-Eröffnung an der Richard-Müller-Schule eingeladen.

Im Rahmen eines Wettbewerbs für Jugendgruppen und Schulklassen wurden bei der Partnerschaft für Demokratie insgesamt 23 Motive zum Thema "Vielfalt, Toleranz und Demokratie" eingereicht. Eine Jury bestehend aus Bürgermeister Dag Wehner, dem Fuldaer Jugendamt, dem Jugendforum, Mitgliedern des Begleitausschusses der Fuldaer Partnerschaft für Demokratie sowie dem Fuldaer Kunstverein hatte unter den insgesamt 23 Motiven die besten zehn ausgewählt. Alle Originalmotive können noch bis zum Beginn der Herbstferien in der Pausenhalle (A007) an der Richard-Müller-Schule angesehen werden. Am Samstag, den 14. September wurden bereits die drei besten Motive in zwei Altersklassen im Rahmen des Hessischen Familientags und der Auftaktveranstaltung der Interkulturellen Woche gekürt.

Ein weiteres Highlight wird die Präsentation der zehn besten Motive auf großen Werbeflächen (2,5 m x 3,5 m) sein, die von Bahnhof bis zum Rosengarten reichen. Diese sind vom 20. - 30. September in der Fuldaer Innenstadt zu sehen.

Bericht Osthessen-Zeitung

Bericht Osthessen-News


Erste lokale Demokratiekonferenz in Fulda

„Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – Demokratie  braucht Engagement“, betonte am 06. April Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld.

Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda bringt verschiedene Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Politik an einen Tisch, um gemeinsam strategisch gegen Rechtsextremismus, Gewalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit vorzugehen. Nur durch die Unterstützung der Fuldaer Zivilgesellschaft kann die Partnerschaft etwas bewegen und zu einem guten Miteinander in Fulda beitragen.

Als Auftakt zum gemeinsamen Austausch diente die in diesem Jahr erstmalig stattfindende Demokratiekonferenz, die am 06. April im Mehrgenerationenhaus am Aschenberg stattfand. Mit rund 80 Teilnehmer*innen konnte diese Veranstaltung als Erfolg verbucht werden. Durch die Unterstützung und Mitwirkung der Beteiligten konnten erste Ziele ausgemacht werden, mit denen sich die Partnerschaft für Demokratie in Zukunft intensiver befassen wird.

Für ein gutes Miteinander vor Ort ist es wichtig, einen Raum zu schaffen, damit sich Menschen begegnen, Meinungen austauschen und gemeinsam Projekte verwirklichen können, die einen Beitrag zu einer lebendigen Stadtgesellschaft leisten. Die Demokratiekonferenz, die jährlich stattfinden wird, soll Gelegenheit zu einem Dialog bieten und konnte diesen Dialog bereits in diesem Jahr durch die Workshop- und Thementisch-Angebote anstoßen. Hitzige, aber sachliche Diskussionen zu Themen wie Diskriminierung im Alltag, Jugendförderung oder die Sensibilisierung der Gesellschaft zu rassistischen und rechtsextremen Einstellungen fanden hier einen Raum. Wichtig war Ihnen als Teilnehmende, die Probleme selbst anzugehen, Verantwortung zu übernehmen und bereits Lösungsansätze und Strategien zu entwickeln, die noch in diesem Jahr durch Projekte mit Hilfe der Fördermittel von 30.000 Euro in Fulda umgesetzt werden können. Weitere 7.000 Euro werden der Jugendbeteiligung zugute kommen.

Wir danken Ihnen recht herzlich für die Teilnahme und das Mitwirken. Insbesondere danken wir der Bildungsstätte Anne Frank, der Roten Linie, dem Mobilen Beratungsteam und Response für die Unterstützung bei den Workshops und dem Thementisch. Mit ihnen konnte die Fuldaer Partnerschaft für Demokratie Ansprechpartner gewinnen und Hilfestellungen erfahren, die auch in Zukunft Anlaufstelle für unsere Partnerschaft  sein kann.

Bericht Fuldaer Zeitung vom 09. April 2019