Übersicht – Stadtteil Edelzell

Name der Ortsvorsteherin

Kerstin Hirsch (BGE - Bürgergemeinschaft Edelzell)
Telefon-Nr. 0661 43873
E-Mail: kerstin.hirsch@fulda.de

Sprechzeiten der Ortsvorsteherin

Mittwoch 16.30-17.30 Uhr und nach Vereinbarung
im Ortsvorsteherbüro, Florenberger Straße 5

Telefon Büro der Ortsvorsteherin: Telefon-Nr. 0661 42148
Telefon im Bürgerhaus: Telefon-Nr. 0661 9013684

Ortsbeirat

Das Besondere an Edelzell - kurz und kompakt

Zwischen Florenberg, Röhlingswald und Geisküppel liegt die Ortschaft Edelzell, die mittlerweile als größter Stadtteil Fuldas gilt. Kaum ein anderer Ort im Landkreis Fulda hat seit 1939 ein solch rasantes Einwohnerwachstum erlebt wie Edelzell. Binnen sieben Jahrzehnten hat sich die Anzahl der Menschen, die hier wohnen und „leben“ verachtfacht. Diese Entwicklung verdankt Edelzell nicht zuletzt seiner vortrefflichen Lage und Umgebung – bis in die Stadt ist es nur ein „Katzensprung“ und die Rhön liegt quasi direkt „vor der Tür“.

Auch Edelzell selbst bietet den Bürgern zahlreiche Möglichkeiten zur Abwechslung und Erholung. Der am Ortsrand gelegene „Schindrain“ lädt zum Verweilen ein und ein Spaziergang zum und rund um den Florenberg mit seinem Vogellehrpfad ist immer wieder ein Erlebnis. In der Ortsmitte plätschert ab Mitte Juni der große Brunnen, an dem kleine und große Besucher ihre Freude haben. Unsere beiden hauptehrwerblichen Landwirte und andere kleinere Höfe versorgen die Bevölkerung mit gesunden Eiern und frischer Milch.

Auch die gesundheitliche Versorgung ist durch unsere praktische Ärztin, einen Zahnarzt, zwei Physiotherapiepraxen, einer Osteopathin, einer Kieferorthopädin und unserem Apotheker, der für alles ein Mittel hat,  gewährleistet. Sonstige und  alltägliche Bedürfnisse werden durch eine Bäckerei, einen Friseur, eine Pizzeria, eine Gastwirtschaft, eine Schreinerei, eine Kerzenmanufaktur und einen Kiosk abgerundet und vervollständigt. Für junge Familien ist Edelzell so attraktiv, weil der Ort über einen Kindergarten mit der Möglichkeit zur Ganztagesbetreuung nebst U3-Gruppe verfügt. Nebenan liegt einer der drei vorhandenen Spielplätze, die Festwiese mit Bolzplatz, Tischtennisplatten und Basketballkorb und die Ortsteilbücherei. Unsere schulpflichtigen Grundschulkinder werden täglich sicher mit dem Schulbus zur Florenbergschule in Pilgerzell chauffiert. In den Wintermonaten dürfen unsere Kleinen das Kinderkino im großräumigen Bürgerhaus besuchen. Kurzweil ist den Einwohnern durch diverse öffentliche Veranstaltungen der örtlichen Vereine über das ganze Jahr hinweg geboten. Der Gesangsverein veranstaltet das traditionelle Backhausfest mit selbst gebackenem Zwibbelsploatz und Kartoffelsuppe.

Der Rhönklub feiert in fünfjährigen Abständen das Bergfest auf dem Florenberg. Die Jugend hat beim Rhönklub die Möglichkeit, am beliebten Pfingstzeltlager und am Hüttenwochenende teilzunehmen. Rund um den Sportplatz ist am viertägigen Sportfest der SG Edelzell was los. Der Sportverein zählt alle Generationen zu seinen Mitgliedern. Ob Fußball, Tischtennis, Aerobic oder Gymnastik, für jeden findet sich eine passende Sportart. Großer Beliebtheit erfreuen sich die alljährliche Weiberfastnacht, der Weihnachtsmarkt sowie das große Oldtimer- und Traktorentreffen, welche von den Frauen der Edelzeller Weiberfastnacht durchgeführt werden. Zünftig geht`s zu beim Oktober- und beim Spritzenhausfest der Freiwilligen Feuerwehr Edelzell, die auch das alljährliche Hutzelfeuer organisiert.

Unsere Kirche teilen wir uns mit den Engelhelmsern. Neben der Pfarrfastnacht wird jedes Jahr nach der Fronleichnamsprozession mit Erbsensuppe aus der Gulaschkanone zusammen gefeiert und die Gemeinschaft miteinander gelebt. Der FFCK, wohl einer der größten Karnevalsvereine in und um Fulda, bietet während der Session mehrere Veranstaltungen. Auch die vom Hausmeisterpaar im Bürgerhaus bewirtschaftete Doppel-Kegelbahn steht nach Terminvereinbarung jedermann offen. Um die zwanzig ältere Tanzfreudige finden sich jeden Freitag im Bürgerhaus ein, um ihrem gemeinsamen Hobby  in Form von Folklore-, Volks- und Standarttanz nachzugehen. Seniorenfahrten und Weihnachtsfeiern für Mitbürger ab 65, die von der Ortsvorsteherin durchgeführt werden und enorm großen Anklang finden, fügen sich selbstverständlich in das vielfältige Angebot mit ein.

All diese Veranstaltungen und Angebote schaffen Kontakte zwischen Neubürgern und Alteingesessenen. Die steigende Einwohnerzahl lässt die Bemühungen um den Zusammenhalt schwierig erscheinen, trotzdem bleibt die Hoffnung, dass Edelzell so liebens- und lebenswert, eben eine Ortschaft mit Herz, bleibt!

Geschichte von Edelzell

Edelzell, südöstlich von Fulda gelegen, ist mit der Geschichte des Klosters Fulda eng verbunden. Da der Ort im Bereich der Karlmannschenkung liegt, dürfte seine Entstehung in der Zeit zwischen 750 und 800 liegen. Gründungsdokumente sind nicht vorhanden. Man nimmt an, dass der Name von dem 876 verstorbenen Fuldaer Mönch Ethil abgeleitet ist. Urkundlich tritt Edelzell im 14. Jahrhundert unter der Bezeichnung „Ethelencelle“ oder Etilncelle in Erscheinung. In Urkunden aus dem Jahr 1545 stößt man bereits auf den Namen „Edelzell“.Edelzell diente dem Kloster Fulda für landwirtschaftliche Zwecke. Aus 1510 sind 7 fuldische Viehhalter bekannt. Spätere Urkunden („Saalbücher“) weisen 6 dienstbare Höfe aus. Es handelte sich um lehnbare Höfe, d.h. der Grundbesitz gehörte dem jeweiligen Landesfürsten. Die Edelzeller Bauern hatten erhebliche Abgaben zu erbringen und mussten Hand- und Spanndienste für ihren Landesherren erbringen. Nach der Säkularisation 1802 änderten sich die Βesitzverhältnisse am Edelzeller Grund und Boden.

Nach Beendigung der geistigen Herrschaft blieb das Land zunächst noch Eigentum des Staates. Nachdem Fulda 1816 ein Teil Kurhessens wurde, begann man den Bauern das Land zum Kauf anzubieten. Ab dieser Zeit erwarben die Vorfahren der heute noch zum Teil ansässigen Landwirte vom kurhessischen Staat ihre Ländereien zu Eigentum. Damit begann der wirtschaftliche Aufschwung des Dorfes und Edelzell erhielt in der Folgezeit seine administrative Selbständigkeit. Die Landwirtschaft blieb zunächst Haupterwerbszweig der Bewohner Edelzells. Im Zuge der Industrialisierung zog es nach und nach einen immer größer werdenden Teil der Edelzeller Bevölkerung zu Arbeitsplätzen in die entstehenden Fuldaer Industriebetriebe. Diese ersten „Pendler“ blieben in Edelzell wohnen und bauten sich auf ihrem Erbteil ein eigenes Haus. Sie legten damit den Grundstein für die Entwicklung und das Wachstum des Ortes.Die beiden Weltkriege hat der Ort nahezu schadlos überstanden. Neben den auch in Edelzell zu beklagenden Verlusten männlicher Kriegsteilnehmer gab es lediglich in den letzten Kriegstagen 1945 einen Bombenabwurf auf die Volkschule von Edelzell (heutiges Bürgerhaus).In der Nachkriegszeit siedelten sich in Edelzell einige Familien Heimatvertriebener aus den ehemaligen Deutschen Ostgebieten an. Zur Bewältigung der hieraus resultierenden Wohnungsknappheit wurde das Gelände am Röhlingswald zur Bebauung freigegeben. In der Zeit des so genannten Wirtschaftswunders entstanden dann in Edelzell weitere zahlreiche neue Wohnhäuser und die Bevölkerungszahl wuchs stetig. Von ca. 200 Einwohnern um 1905 wuchs die Bevölkerungszahl in 1950 bereits auf ca. 500, 1963 zählte man 800 Einwohner.Im Jahre 1972 büßte Edelzell im Zuge der Hessischen Gemeindegebietsreform seine administrative Selbständigkeit ein. Während die Nachbargemeinden Engelhelms und Pilgerzell sich für einen Anschluss an die neu entstandene Großgemeinde Künzell entschieden votierten die Edelzeller Bürger im Rahmen einer Abstimmung mehrheitlich für einen Zusammenschluss mit der Stadt Fulda. Edelzell ist seit dem Stadtteil von Fulda.Edelzell entwickelte sich in der Folgezeit zu einem begehrten Wohnstandort. Mitte der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zogen zahlreiche Familien russlanddeutscher Spätaussiedler nach Edelzell. Durch die Erschließung neuer Baugebiete -Heussstraße, Karlmannstraße/Ethilstraße und zuletzt Stauferring- stieg die Bevölkerungszahl innerhalb von ca 30 Jahren sprunghaft an. Heute ist Edelzell mit ca. 2.400 Einwohnern der bevölkerungsstärksten Stadtteil Fuldas.

Wappen

Der Hessische Minister des Inneren hat der Gemeinde Edelzell in 1964 die Führung eines Ortswappens genehmigt. Die linke Hälfte des Wappenschildes wurde dem Fuldaer Bistumswappen entlehnt, weil Edelzell im Bereich der früheren Koalmann -Schenkung belegt ist. Die rechte Hälfte des Wappenschildes zeigt eine silberne Pflugschar auf rotem Grund und weist auf den ältesten Wirtschaftszweig unseres Stadtteils, die Landwirtschaft, hin.

Infrastruktur von edelzell

Edelzell liegt in direkter Nähe zur B27, zum Gewerbegebiet Kohlhäuser Feld und zum Einkaufszentrum "Kaiserwiesen".

  • Kindergärten
    • Kindergarten „Spatzennest“
  • Kirchen
    • Katholische Kirchengemeinde Christkönig Edelzell- Engelhelms
  • Gesundheit
    • Allgemeinärztin, Zahnarzt, Psychotherapeuten, Osteopathin, Physiotherapeut, Kieferorthopädin, Apotheke, Kerzenfabrik, Möbelschreinerei, zwei vollerwerbstätige Landwirte, Bäckerei, Kiosk, Flaschenuhrenhersteller, Bauplaner, Frisör, Weinhändler, Reiterhof, Sparkasse, Gaststätte, Pizzeria

Vereine in Edelzell

  • Freiwillige Feuerwehr Edelzell
  • Sportgemeinschaft Edelzell
  • Gesangverein Rhönklang Edelzell
  • Rhönklub Z.V. Florenberg
  • Fuldaer Freizeit- und Carneval- Klub
  • Edelzeller Weiberfastnacht e.V.
  • Kolpingfamilie Edelzell

Termine und Veranstaltungen in Edelzell

In der beigefügten PDF-Datei finden Sie alle wichtigen Termine in Edelzell auf einen Blick.