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Auszeichnung für besondere Verdienste um Stadtgeschichte

Langjähriger Kulturamtsleiter Dr. Thomas Heiler erhält Kulturpreis der Stadt Fulda

06. FEBRUAR 2026: Der langjährige Stadtarchivar und Leiter des städtischen Kulturamtes, Dr. Thomas Heiler, wird mit dem Kulturpreis der Stadt Fulda ausgezeichnet. Dies hat die Stadtverordnetenversammlung am 12. Dezember 2025 im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung einstimmig beschlossen. 

Die feierliche Verleihung des Kulturpreises der Stadt Fulda an Dr. Thomas Heiler findet statt am Montag, 23. Februar 2026, um 18 Uhr im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses. 

„Dr. Thomas Heiler hat sich während seiner über 27-jährigen Tätigkeit bei der Stadt Fulda außerordentliche Verdienste um die Erforschung, Publikation und Vermittlung der Geschichte der Stadt Fulda erworben“, betonte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld. Dabei habe er sich weit über den dienstlichen Rahmen hinaus engagiert. „Seine besondere Gabe besteht darin, fundiert recherchierte geschichtliche Ereignisse und Zusammenhänge für ein breites Publikum spannend und unterhaltsam aufzubereiten. Ich möchte hier nur an seine Bildbände mit historischen Fotografien, seine Schlaglichter zur Stadtgeschichte oder seine fesselnden Vorträge wie etwa den zum Aschenberg erinnern.“ 

Zu nennen sei auch seine maßgebliche Beteiligung an örtlichen Projekten zur Erforschung der Stadtgeschichte, so zum 1250. Todestag des Hl. Bonifatius im Jahr 2004 oder zum König Konrad gewidmeten Symposium im Jahr 2005, aber auch bei der intensiven Zuarbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Feiern zum 1275-jährigen Jahrestag der Klostergründung Fulda im Jahr 2019. Intensiv beschäftige er sich seit Jahren mit der Geschichte jüdischen Lebens in Fulda seit dem Mittelalter und habe die Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel koordiniert. 

Durch seine engagierte Mitarbeit im Fuldaer Geschichtsverein, dessen Schriftführer er auch ist, verbinde Dr. Heiler seine hauptberufliche Tätigkeit im Stadtarchiv mit der ehrenamtlichen Tätigkeit für den Verein der historisch interessierten Bürger, erklärte Wingenfeld. Einen enormen Anteil habe er am zweibändigen Werk der vom Geschichtsverein herausgegebenen Stadtgeschichte, für die er nicht nur wichtige Beiträge verfasst habe, sondern auch die Redaktion und Druckbetreuung sowie die Herstellung der Register übernommen hatte.

Am 31. Januar trat Dr. Thomas Heiler in den Ruhestand. Jetzt soll er mit dem Kulturpreis der Stadt Fulda geehrt werden. Ende Januar hatte bereits der Fuldaer Geschichtsverein Heilers langjähriges Wirken mit der Herausgabe einer Festschrift unter dem Titel „Vom Wert schriftlicher Überlieferung“ in besonderer Weise gewürdigt.

Zur Person Dr. Thomas Heiler

  • 1959  geboren in Ludwigsburg
  • 1980 – 1986  Studium der Geschichte und Germanistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg 
  • 1987 – 1991 Ausbildung mit Abschluss zum Diplom-Archivar in München
  • 1988 – 1990 Studium der Geschichte, Germanistik und nordischen 
    Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1991 – 1998 Studium der Geschichte und Germanistik an der Universität Würzburg, Promotion
    Stellvertretender Leiter des Stadtarchivs Würzburg
  • 01.05.1998 Einstellung beim Magistrat der Stadt Fulda als Leiter des Stadtarchivs
  • 01.10.2011 Amtsleiter des Kulturamtes und Leiter des Stadtarchivs
  • 31.01.2026  Eintritt in den Ruhestand

Hintergrund – Kulturpreis der Stadt Fulda

Nach der städtischen Ehrenordnung kann die Stadt Fulda für besondere Leistungen kultureller Art den Kulturpreis der Stadt verleihen. Seit der Erstvergabe 1960 wurden bisher 17 Persönlichkeiten mit dem Preis ausgezeichnet, um auf diese Weise deren langjährige Verdienste auf dem Gebiet der Bildenden Kunst, der Literatur oder der Regionalgeschichtsforschung zu würdigen: Prof. Edmund Stengel, Dr. Aloys Jestaedt, Leonhard Fessel, Ernst Kramer, Dr. Naftali Herbert Sonn, Lioba Munz OSB, Erwin Sturm, Prof. Günther Willms, Dr. Otto Berge, Gerold Effert und Walter Heller, Franz Erhard Walther und die Eheleute Helen und Prof. Tassilo Bonzel, Günter Sagan und Elmar Schick sowie zuletzt im Jahr 2023 Gisbert Seng.