FULDA, 13. FEBRUAR 2026: Sie haben eine Idee, wie Sie Vielfalt und Demokratie in Fulda stärken können? Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, aktiv zu werden! Die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda ruft Vereine und Initiativen auf, sich um Fördermittel aus dem Bundesprogramm Demokratie leben! zu bewerben. Mit bis zu 10.000 Euro pro Projekt können zivilgesellschaftliche Vorhaben unterstützt werden, die sich für eine offene und vielfältige Stadtgesellschaft einsetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 20. März 2026, Anträge müssen digital ausgefüllt und eingereicht werden. Den Link finden Sie unter www.demokratie-fulda.de/projekte.
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ist im Januar 2025 in seine dritte Förderperiode gestartet. In diesem Rahmen fördert die Partnerschaft für Demokratie der Stadt Fulda lokale Projekte, die sich für ein demokratisches Miteinander vor Ort und gegen gesellschaftliche Polarisierung engagieren.
Wer kann sich bewerben?
Gefördert werden gemeinnützige Vereine und Organisationen. Auch Kooperationsprojekte mehrerer Träger sind möglich – Voraussetzung ist, dass mindestens eine der beteiligten Organisationen ihren Sitz im Stadtgebiet Fulda hat.
Welche Projekte werden unterstützt?
Für 2026 stehen insbesondere folgende Themenschwerpunkte im Fokus:
Demokratie und Menschenrechte:
• Bildungsangebote und Workshops zur Förderung demokratischer Werte, Grundrechte und gesellschaftlicher Verantwortung.
• Dialogformate: Veranstaltungen und Formate, die Zuhören, Perspektivwechsel und eine konstruktive Gesprächskultur fördern, Brücken bauen und Vielfalt sichtbar machen.
• Prävention gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit: Initiativen zur Sensibilisierung und Bekämpfung von Diskriminierung.
• Orientierung und Meinungsbildung in einer komplexen Welt: Projekte, die Informationskompetenz, kritisches Denken und reflektierte Urteilsbildung stärken.
• Teilhabe und Beteiligung: Projekte, die Mitwirkungsmöglichkeiten schaffen, Engagement fördern und demokratische Beteiligung erlebbar machen.
Mentale Gesundheit in Zeiten von Krisen:
• Workshops und Gruppenangebote zur Entwicklung von Resilienz und zum Umgang mit Nachrichtenüberflutung, belastenden Medieninhalten aus Krisengebieten, dauerhafter medialer Beschallung und Weltschmerz.
Mit der Förderung möchte die Partnerschaft für Demokratie Vereine dabei unterstützen, Demokratie vor Ort erlebbar zu machen und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Gefördert werden Projekte, die ehrenamtliches Engagement fördern, Begegnung ermöglichen und sich für eine offene Gesellschaft einsetzen. Willkommen sind auch Vorhaben, die aktuelle gesellschaftliche Krisen, Konflikte und Spannungen aufgreifen und Wege des respektvollen Miteinanders entwickeln, z. B. durch Workshops, Austauschformate oder gemeinsame Aktionen. Auch Projekte zur Stärkung der Beteiligung von Minderheiten und zur Förderung gleichberechtigter Teilhabe sind möglich.
Die Projekte können frühestens am 01. Mai 2026 starten und müssen bis 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein.
Bitte beachten Sie: Ab diesem Jahr werden Förderanträge zusätzlich auf Bundesebene geprüft. Die Dauer dieses Prüfverfahrens kann derzeit noch nicht verlässlich eingeschätzt werden. Ein Projektbeginn zum 01.05.2026 kann daher nicht garantiert werden und kann sich möglicherweise um mehrere Wochen verzögern.
Unterstützung und Beratung für Interessierte
Am Donnerstag, 29. April, um 18 Uhr findet zur Orientierung und Vernetzung ein verpflichtendes Informations- und Austauschtreffen statt. Dort werden die neuen Fördermodalitäten vorgestellt, und es gibt Raum für inhaltliche Fragen sowie terminliche Absprachen. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Die Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie (Anna Herber, Burg Fürsteneck) unterstützt inhaltlich und bei der Antragsstellung. Interessierte sollten bis Ende Februar einen Beratungstermine vereinbaren – per E-Mail unter demokratie@burg-fuersteneck.de oder telefonisch unter 0151-53435486. Anträge ohne vorherige Absprache werden nicht angenommen. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.demokratie-fulda.de verfügbar.
Hintergrund – Partnerschaft für Demokratie
Partnerschaften für Demokratie sind lokale Verantwortungsgemeinschaften, in denen sich ein breit aufgestelltes Bündnis aus Verwaltung, Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft gemeinsam für ein demokratisches Miteinander vor Ort einsetzt. Das Bündnis in Fulda besteht aus aktuell 15 stimmberechtigten Mitgliedern, die strategisch und inhaltlich arbeiten und ganz im Sinne eines demokratischen Gedankens über die Auswahl der Projekte entscheiden. Zum Bündnis gehören aktuell beispielweise Vertreterinnen und Vertreter des Beirats der Menschen mit Behinderung, des Ausschusses für Soziales, Familie und Jugend, des Frauen-& Gleichstellungsbüro, des Runden Tischs der Religionen sowie verschiedener gewählter Vereinsvertretungen von z.B. dem Deutschen Kinderschutzbund, Welcome In! Fulda, der Aidshilfe Fulda oder dem Fuldaer Afrika Verein. Weitere Informationen zur Partnerschaft und zum Bündnis erhalten Sie unter www.demokratie-fulda.de.