Andrea(s) Gallasini (1681-1766) – Vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister in Fulda

Eröffnung: Sonntag, 13. Mai 2018 um 11.00 Uhr

Laufzeit: 15. Mai bis 19. August 2018

In der Reihe „Berühmte Architekten in Fulda" wird nach Johann Dientzenhofer und Sep Ruf am Internationalen Museumstag die große Sonderausstellung über den Barockbaumeister Andrea(s) Gallasini (1681-1766) eröffnet.

Der in Lugano im Tessin geborene Andrea(s) Gallasini begann seine Laufbahn als Stuckateur, avancierte zunächst zum Bauinspektor in Waldeck–Pyrmont und war dann seit 1720 für rund 40 Jahre in den Diensten der Fuldaer Fürstäbte als Baumeister tätig. Unter seiner Regie entstanden rund 45 Bauten unterschiedlichster Bestimmung: vom Amtshaus über das Adelspalais bis zum repräsentativen Landsitz, von der Pfarrkirche bis zur anspruchsvollen Kloster- oder Propsteikirche. Zu seinen Hauptwerken gehören die fürstliche Sommerresidenz Schloss Fasanerie, das Heilig-Geist-Hospital und die „Alte Universität".

Schwerpunkt der Ausstellung bilden zum einen Person und der bis jetzt noch weitgehend unbekannte Lebensweg des italienischen Stuckateurs und Hofbaumeisters Andrea(s) Gallasini sowie die zeitgenössischen politischen und organisatorischen Verhältnisse in Fulda.

Ein zweiter Schwerpunkt der Schau nimmt das architektonische Werk Gallasinis in den Fokus, um den typischen „Gallasini – Stil" aufzuzeigen, der das Gesicht der Stadt Fulda bis heute prägt.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband. Außerdem wird ein Begleitprogramm mit Führungen mit den Ausstellungsmachern, regelmäßigen Führungen am Sonntag, Architekturspaziergängen, Exkursionen, Workshops mit Stucktechniken sowie einem Konzert mit Musik aus der Feder der Komponisten des 18. Jahrhunderts angeboten.

Eintritt: 3,00 €/ 2,00 € ermäßigt

Begleitband

Sabine Fechter (Hg.)
Andrea(s) Gallasini 1681–1766
Vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister in Fulda
Volker Rößner und Sabine Wagner mit Beiträgen von Thomas Heiler und Markus Miller. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 15.05. - 19.08.2018. (Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 46)
320 Seiten, Imhof Verlag, Petersberg, 2018
ISBN 978-3-7319-0717-6

24,95 € an der Museumskasse erhältlich
                                                                                     Zur Leseprobe -> (pdf-Datei)
                                                                                     Zum Inhaltsverzeichnis -> (pdf-Datei)

Sonntagsführungen

Jeden Sonntag findet um 15.00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt.

Begleitprogramm

Sonntag, 27. Mai 2018, 15.00 Uhr

Führung mit den Ausstellungsmachern
Andrea(s) Gallasini – Vom Stuckateur
zum fürstlichen Baumeister im Bistum Fulda

Führung: Dr. Volker Rößner/ Sabine Wagner M.A.


Donnerstag, 7. Juni 2018, 17.00 Uhr

Architekturspaziergang
Das Palais Buseck (Stift Wallenstein)
Das Palais Buseck am Bonifatiusplatz 4 wurde im Jahr 1731/32 vermutlich nach Plänen des fürstlichen Hofbaumeisters Gallasini errichtet. Das stattliche Palais diente dem Freiherrn Philipp von Buseck und dessen Ehefrau (geborene von Buttlar) als Stadtpalais. Das ursprüngliche Allianzwappen von Buseck–von Butlar mit der Jahreszahl 1731 wurde auf 1759 umgeändert, dem Jahr der Gründung des freiadligen Damenstifts Wallenstein.
Führung: Adrian Hehl, Untere Denkmalschutzbehörde

Die Teilnahme ist kostenfrei.


Mittwoch, 13. Juni 2018, 17.00 Uhr

Architekturspaziergang
Von der gotischen Spitalkapelle
zur Heilig-Geist-Kirche

Die Heilig-Geist-Kirche in Fulda wurde unter Fürstabt Adolf von Dalberg von Gallasini in den Jahren 1728 bis 1732 als Hospitalkirche an der Stelle ihrer gotischen Vorgängerin aus dem 13. Jahrhundert erbaut. Mit der Neubegründung des Hospitals mit Kirche zum Heiligen Geist wird Dalbergs soziales Wirken in Fulda dokumentiert.
Führung: Dr. Burghard Preusler, Diözesanbaumeister

Die Teilnahme ist kostenfrei.


Freitag, 15. Juni 2018, 18.00 bis 19.30 Uhr

Stuck-Workshop für Erwachsene + Kinder (ab 11 Jahren)
Historische traditionelle Stuck-Techniken –
Zuschauen und mitmachen

Durchführung: Cosimo Notarangelo, Fa. STUCK & DESIGN

Als Stuck wird die plastische Ausformung von Mörteln aller Art auf verputzten Wänden, Gewölben und Decken bezeichnet. Im 18. Jahrhundert war die Blütezeit für Stuck-Techniken: Gesimse, Leisten, Rosetten und zahlreiche Ornamente wurden in Gips gegossen, gezogen und angetragen. In diesem Workshop bekommen die Teilnehmer die historischen traditionellen Stucktechniken vom Fachmann vorgeführt und erläutert. Anschließend können die Teilnehmer unter Anleitung des Stuckateur-Meisters selbst kleine Abgüsse aus Gips herstellen und schon fertiggestellte Gips-Figuren kolorieren.
Materialkosten: 5,00 €/pro Person. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0661 – 102 3210.


Samstag, 16. Juni 2018, 14.00 Uhr

Architekturspaziergang
Die Propstei Johannesberg
Die Propstei Johannesberg geht zurück auf eine mittelalterliche Klosteranlage, die von dem Fuldaer Abt Rabanus Maurus im 9. Jahrhundert gegründet wurde. Im 17. Jahrhundert erhielt sie den Status einer Propstei. In der Amtszeit des Propstes Conrad von Mengersen (1715 - 1753) erfolgte unter Gallasini die barocke Umgestaltung, an der bedeutende Handwerker mitwirkten.

Leitung: Gerwin Stein, Denkmalpflegeberatung, Propstei
Johannesberg (Treffpunkt vor Ort, Eingang Terrassengarten)
Die Teilnahme ist kostenfrei.


Sonntag, 17. Juni 2018, 15.00 Uhr

Führung mit den Ausstellungsmachern
Andrea(s) Gallasini – Vom Stuckateur
zum fürstlichen Baumeister im Bistum Fulda

Führung: Dr. Volker Rößner/ Sabine Wagner M.A.


Freitag, 6. Juli 2018, 18.00 bis 19.30 Uhr

Stuck-Workshop für Erwachsene + Kinder (ab 11 Jahren)
Historische traditionelle Stuck-Techniken –
Zuschauen und mitmachen

Durchführung: Cosimo Notarangelo, Fa. STUCK & DESIGN

Als Stuck wird die plastische Ausformung von Mörteln aller Art auf verputzten Wänden, Gewölben und Decken bezeichnet. Im 18. Jahrhundert war die Blütezeit für Stuck-Techniken: Gesimse, Leisten, Rosetten und zahlreiche Ornamente wurden in Gips gegossen, gezogen und angetragen. In diesem Workshop bekommen die Teilnehmer die historischen traditionellen Stucktechniken vom Fachmann vorgeführt und erläutert. Anschließend können die Teilnehmer unter Anleitung des Stuckateur-Meisters selbst kleine Abgüsse aus Gips herstellen und schon fertiggestellte Gips-Figuren kolorieren.
Materialkosten: 5,00 €/pro Person. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0661 – 102 3210.


Samstag, 7. Juli 2018, 14.00 Uhr

Architekturspaziergang
Vom Jagdschlößchen zur weißen Sommerresidenz:
Schloss Fasanerie bei Eichenzell

Schloss Fasanerie gehört zu den Hauptwerken des italienischen Architekten Andrea Gallasini. 1739 beginnen unter Amand von Buseck (Fürstabt von Fulda 1737–1756) die Arbeiten am Ausbau. Bis 1756 wird nach seinen Plänen der ehem. „Adolphshof“ zu einer weitläufigen Sommerresidenz, sorgfältig auf die Gegebenheiten des Terrains und die Bedürfnisse und Wünsche des fürstlichen Bauherrn eingehend ausgebaut.

Führung: Dr. Markus Miller und Dipl. Ing. Architekt Manfred Reith
Treffpunkt vor Ort, Anmeldung unter Tel. 0661 – 102 3210
Die Teilnahme ist kostenfrei.


Freitag, 10. August 2018, 18.00 bis 19.30 Uhr

Stuck-Workshop für Erwachsene + Kinder (ab 11 Jahren)
Historische traditionelle Stuck-Techniken –
Zuschauen und mitmachen

Durchführung: Cosimo Notarangelo, Fa. STUCK & DESIGN

Als Stuck wird die plastische Ausformung von Mörteln aller Art auf verputzten Wänden, Gewölben und Decken bezeichnet. Im 18. Jahrhundert war die Blütezeit für Stuck-Techniken: Gesimse, Leisten, Rosetten und zahlreiche Ornamente wurden in Gips gegossen, gezogen und angetragen. In diesem Workshop bekommen die Teilnehmer die historischen traditionellen Stucktechniken vom Fachmann vorgeführt und erläutert. Anschließend können die Teilnehmer unter Anleitung des Stuckateur-Meisters selbst kleine Abgüsse aus Gips herstellen und schon fertiggestellte Gips-Figuren kolorieren.
Materialkosten: 5,00 €/pro Person. Anmeldung erforderlich unter Tel. 0661 – 102 3210.


Samstag, 18. August 2018, 9.00 – 17.00 Uhr

Exkursion
Gallasini-Kirchen im östlichen Bistum Fulda:
Zella, Dermbach und Schleid

Exkursionsziele sind die 1727 - 30 im Auftrag von Propst Adolph von Dalberg erbaute Barockkirche Mariä Himmelfahrt in Zella sowie die schlossartige Propstei, die zwischen 1718 und 1736 von der Ruine des Klostergebäudes u.a. unter Beteiligung Gallasinis zu einem zweigeschossigen Barockbau wurde. 1730 bis 1735 wurde nach seinen Plänen die Kloster und Pfarrkirche St. Peter und Paul in Dermbach erbaut. Ihre Ostfassade wurde auf das Schloss ausgerichtet, das 1707 als Sitz der Amtsverwaltung unter Fürstabt Adalbert von Schleifras errichtet wurde. Die ungewöhnlich anspruchsvolle Pfarrkirche Maria Schnee in Schleid, die nach dem Entwurf Gallasinis wohl schon 1737 begonnen und von 1740 bis 1742 durch Maurermeister Gallus Diemar ausgeführt wurde, gehörte zur gegenreformatorischen Bauprogrammatik der Fürstäbte von Fulda.

Leitung: Dr. Volker Rößner/Sabine Wagner M.A.
vhs-Tagesfahrt mit Bus, 30,00 €/pro Person. Anmeldung unter Tel. 0661 - 102 1474

Presseberichte

Wer war eigentlich Andrea Gallasini? Barockbaumeister prägte Fuldas Stadtbild
Spannende Sonderausstellung

Carla Ihle-Becker für osthessen-news.de vom 10.05.2018