Sanierung des Aueweihers

Im Zuge der Landesgartenschau 2023 wird der Aueweiher in den Fuldaauen saniert und umgestaltet. Hierzu sollen die beiden Weiher zusammengelegt werden. Auch eine äußerliche Umgestaltung am Südufer ist geplant.

Durch die Zusammenlegung des oberen und unteren Weihers soll die Wasserqualität verbessert und damit auch die Biodiversität gesteigert werden. Hierzu sollen eine Bodenfilteranlage und eine Belüftungseinrichtung eingesetzt werden. Vor der Durchführung der Sanierungsarbeiten waren für die Zusammenlegung der beiden Weiher Rodungsarbeiten erforderlich. Diese wurden bereits am 1. Februar 2021 durchgeführt. Zur Einhaltung aller naturschutzrechtlichen Vorgaben und zur Vermeidung von Umweltschäden wurde die Rodung durch eine ökologische Baubegleitung überwacht. Für den Verlust einiger Bäume wurden sechs künstliche Nisthilfen für höhlenbrütende Vogelarten und Fledermäuse aufgehängt. Gefällte Bäume aus dem Bereich der wegzunehmenden Landbrücken wurden im Bereich der Eisvogelwand als Anflughilfe und zur Abschirmung platziert. Das Totholz dient außerdem zur Förderung von Insekten. Als Ausgleich für den Auwaldverlust an den Aueweihern wurde in Johannesberg auf ca. 2.000 Quadratmetern ein Auwald angepflanzt.

Für das Südufer des Aueweihers ist die Errichtung eines Freizeitbereichs mit Bau eines Holzstegs geplant. Da dieser relativ nahe zum Eisvogel-Brutplatz auf der sogenannten „langen Insel“ erfolgt, wurde ein künstlicher Ersatzbrutplatz für den Eisvogel geschaffen. Dieser wurde am Nordufer der neu entstehenden Insel zwischen den beiden Weihern platziert und ist dadurch weitgehend ungestört. Zur Abgrenzung zwischen dem flachen Kiesufer und der „langen Insel“ wurden zudem Röhrichtpflanzungen auf einem Steinwall in die Planung mit aufgenommen.

Bürgerbeteiligung

Bereits im Jahr 2017 fand ein Bürgerspaziergang über das Gelände der Landesgartenschau 2023 statt. Hier wurden Wünsche und Ideen der Bürger gesammelt. Die Bürger nannten viele verschiedene Ideen, Wünsche und Anregungen, die bei einer Bürgerplanwerkstatt am 21. Oktober 2017 erneut zur Sprache kamen. Gemeinsam mit dem Planungsbüro arc.grün wurde überprüft, ob die Anregungen realisierbar sind und konkretisiert werden können.

Die Ursprünge

Die Aueweiher, wie wir sie heute kennen, sind in 1960 bis 1966 ursprünglich durch Kiesabbau entstanden. In ihrer Entwicklung gab es viele Beeinflussungen durch Hochwasser der Fulda sowie verschiedene Nutzungsformen des Gewässers, welche zunehmenend die Gewässerqualität der Seen belastet haben. Bereits im Mai 1998 wurden die Probleme der Weiher diskutiert und die Ausarbeitung eines Sanierungskonzepts beschlossen. Ziel dieses Sanierungsprogramms war es, die Aueweiher als ein Naherholungsgebiet zu erhalten, genügend Entfaltungsmöglichkeiten für Modell- und Angelsportlern und das Eislaufen weiterhin zu ermöglichen.