Dokumentation: Ergebnisse der Bürgerbeteiligung

Bei den Terminen zur Bürgerbeteiligung im Vorfeld der Landesgartenschau 2023 (Bürgerspaziergang und -Workshop)  sind diverse Anregungen und Impulse von Bürgerinnen und Bürgern eingegangen und aufgenommen worden, die wir hier dokumentieren:

Bürgerbeteiligung zur Landesgartenschau 2023

Rund 60 interessierte Fuldaer Bürgerinnen und Bürger haben am 7. Oktober 2017 am Bürgerspaziergang über das Gelände für die Landesgartenschau (LGS) 2023 teilgenommen. "Wunderbar, dass so viele Interessierte gekommen sind und sich engagiert beteiligt haben", freute sich Stadtbaurat Daniel Schreiner, der gemeinsam mit Planer Thomas Wirth vom Büro arc.grün den gut zweieinhalbstündigen Spaziergang leitete. Alles war gut vorbereitet: Jeder Teilnehmende bekam einen Plan, auf dem die verschiedenen Themenbereiche der LGS eingezeichnet sind, mit der Möglichkeit, die Ideen und Anmerkungen zu den verschiedenen Punkten gleich zu notieren und den Verantwortlichen zu übergeben. Bei verschiedenen Stopps am Weg stellten Wirth und Schreiner die bisherigen Ideen der Planer vor: von der Einbindung der Landwirtschaft über die Erweiterung des Heimattiergartens bis zur Gestaltung des Übergangs zum LGS-Gelände von 1994 und zur Nutzung der Auerweiher reichten die Themenkomplexe.

Auch schwierige Fragen sowie Bedenken der Bürger wurden angesprochen, so die Sorge, dass zu viele landwirtschaftliche Flächen für die Schaffung von Parkplätzen verloren gehen könnten. Diese Sorge müsse man nicht haben, so der Stadtbaurat: "Grundsätzlich hat die LGS zwei Ebenen: die eigentliche Ausstellung, die temporär ist und für die auch vorübergehend Parkplätze geschaffen werden müssen. Und die dauerhafte Ebene, die als Gewinn für unsere Stadt bleibt." Ganz zentral sei da die Schaffung einer barrierefreien Wegeverbindung zwischen Fulda Galerie und Neuenberg, was auch als Anliegen der Teilnehmer formuliert wurde.

 Bei einer abschließenden Runde im Feuerwehrmuseum wurden noch einmal Ideen und Wünsche gesammelt: Verbesserung der Wegesysteme für Fußgänger und Radfahrer, Inklusion und Barrierefreiheit, Bau eines Baumwipfelpfades, Einbindung privater Gärten, Schaffung von Sportangeboten auch für Jüngere, Mobilität innerhalb der LGS, Entwicklung einer App mit allen wichtigen Informationen auch für Menschen mit Behinderungen, naturnahe Spielpunkte für Kinder und einiges mehr.

Alle Anregungen werden in die Bürgerplanwerkstatt am 21. Oktober einfließen, bei der die Ideen in Kleingruppen auf ihre Realisierungsmöglichkeit überprüft werden und dann zu konkreten Planungen werden sollen, so Thomas Wirth. Dazu sind wieder alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen: Treffpunkt ist am 21. Oktober um 10 Uhr im Marmorsaal des Stadtschlosses. Die Ergebnisse der Bürgerplanwerkstatt werden dann in einer Broschüre zusammengefasst und den Teilnehmern am internationalen Ideenwettbewerb, der 2018 stattfindet, übergeben. Die Wettbewerbsbeiträge werden dann auch daraufhin bewertet, inwieweit die Anregungen der Bürger umgesetzt sind, so Thomas Wirth.

Landesgartenschau "Alte Stärken - neue Welten" kommt 2023

Mit dem Motto „Alte Stärken – neue Welten“ hat sich die Stadt Fulda um die Landesgartenschau 2022 beworben. Im April 2016 kam der Zuschlag für die Durchführung der 8. Hessischen Landesgartenschau 2026, 2022 sollte die 7. Hessische Landesgartenschau in Darmstadt stattfinden. Nachdem Darmstadt 2017 von diesen Plänen zurückgetreten war, beschlossen die Gremien der Stadt Fulda auf Bitte der Landesregierung, die Landesgartenschau bereits 2023 durchzuführen.

29 Jahre nach der ersten Hessischen Landesgartenschau 1994 wird die Stadt damit erneut die grünen Strukturen stärken und erweitern.
Bis heute profitieren Bürgerschaft und Gäste der Stadt und der Region von der Qualität der Maßnahmen, die seinerzeit zwischen Schlosspark und Fuldaaue umgesetzt wurden, durch einen dauerhaften Gewinn an Lebens- und Aufenthaltsqualität.

Mit der 7.Hessischen Landesgartenschau soll das Konzept der nachhaltigen Entwicklung unserer Stadt- und Kulturlandschaft konsequent weitergeführt werden.
Aufbauend auf die alten Stärken soll das Thema der Vernetzung zu einem festen Bestandteil der Stadtentwicklung gemacht werden.
Die Anbindung des neuen Stadtteils Fulda-Galerie, eine wesentliche Erweiterung des Aue-Parks in Richtung Süden sowie eine Verknüpfung mit den historischen Gewerbeansiedelungen der südlichen Kernstadt sind Bestandteil des Konzeptes. Die bereits 1994 erfolgreich umgesetzte Verzahnung der Aue mit der Innenstadt soll im Süden weitergeführt werden. Als Gelenk und Verbindungsglied zwischen beiden Entwicklungen fungiert die Landesgartenschau 1994. Auf ihrer Grundlage soll  durch Zusammenschluss des Alten und des Neuen ein augenfälliger Spannungsbogen von 32 Jahren Landesgartenschau sichtbar werden.

Die Stadt Fulda freut sich über die Entscheidung der Landesregierung und hat ein großes Interesse daran, dass auf der Grundlage der bereits durchgeführten Machbarkeitsstudie die 8.Hessische Landesgartenschau 2026 in Fulda geplant und durchgeführt wird.

Die Broschüre zur Bewerbung für die 7. Hessischen Landesgartenschau:
Bewerbungsbroschüre (Teil 1) - Fulda 1.0 "Was ist, was war, was wird..." (8 MB)Bewerbungsbröschüre (Teil 2) - Fulda 2.022 "Alte Stärken - neue Welten" (10 MB)


Weitere Dateien zum Download:

Flyer (5 MB)
Übersichtsplan  (3 MB)