Hessischer Staatspreis für innovative Energielösungen

Fulda schafft es in die Finalistenrunde

Hessens Wirtschaftsstaatssekretär Mathias Samson hat am Dienstag (20.11.2018) im Rahmen des Zukunftsforums Energiewende in Kassel an sieben Träger den Hessischen Staatspreis für innovative Energielösungen verliehen. „Hessen hat sich zum Ziel gesetzt, seinen Energiebedarf im Jahr 2050 vollständig aus erneuerbaren Quellen zu decken“, sagte Samson. „Dafür brauchen wir auch zwingend Innovationen in vielen verschiedenen Bereichen. Der Hessische Staatspreis soll ein Anreiz dazu sein. Schon die erste Wettbewerbsrunde zeigt, wie breit das Engagement für die Energiewende in Hessen ist.“

Der Staatspreis ist in diesem Jahr erstmals verliehen worden. Eine Fachjury hatte die Sieger aus über 60 Einsendungen ausgewählt.

Die Stadt Fulda hat in der Kategorie "Energieeffizienz" das Projekt "Geothermal gekühltes Rechenzentrum" eingereicht und hat es damit bis in die Finalistenrunde geschafft. 

 

Stadt Fulda beim Wettbewerb der Hessischen Klima-Kommunen ausgezeichnet

 

Geothermal gekühltes Rechenzentrum - preisgekrönte Innovation mit Vorbildcharakter

Große Anerkennung für die Bemühungen der Stadt Fulda um innovativen Klimaschutz: Bei der Konferenz „Klima-Kommunal“ in Frankfurt erhielt die Stadt unter den 53 Teilnehmern des Wettbewerbs „So machen wir’s“ einen von zwei Preisen in der Kategorie „Klimaschutz“ für das neue geothermal gekühlte Rechenzentrum in Fuldas Westen. Die Jury lobte: Die Nutzung von geothermaler Energie zur energieeffizienten Kühlung eines Rechenzentrums ist eine bundesweite Innovation mit der die Stadt Fulda ein Zeichen setzt. Mit dem Konzept hatte es die Stadt Fulda im November 2018 bereits bis ins Finale des Hessischen Staatspreises für innovative Energielösungen geschafft. Als Klimaschutzmaßnahme mit Vorbildcharakter wurde das Millionen-Vorhaben der Stadt durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau, und Reaktorsicherheit auf Basis eines Beschlusses des Deutschen Bundestags mit 200.000 Euro gefördert. 

Den Preis nahmen in dieser Woche in Frankfurt Klimaschutzmanagerin Dorothea Hergott und der Leiter des Gebäudemanagements (GM) der Stadt Fulda, Frank Volmer, stellvertretend für das gesamte Projektteam der Stadtverwaltung entgegen, zu dem unter auch der Leiter der IT-Abteilung, Michael Dietzel, sowie Cornelia Gieler, Dietmar Kömpel und Michael Rutkowski (GM), Timo Heumüller (Controlling), Ursula Fleck (Kämmerei) und Christoph Uhl (Feuerwehr Fulda) gehörten.

Hessens Umweltministerin Priska Hinz, die den Preis überreichte, betonte mit Blick auf das Fuldaer Pilotprojekt: „Fulda hat einen sehr innovativen Ansatz entwickelt und erhebliche Einsparpotentiale mobilisiert.“ Erst auf dem jüngsten hessischen Klimaempfang habe der Forscher Harald Lesch die Klimarelevanz des Internets betont: Aus dem inzwischen enormen Energiebedarf der EDV-technischen Infrastruktur resultiert dringender Handlungsbedarf. Fulda leiste vor diesem Hintergrund wichtige Pionierarbeit: „Es ist eindeutig ein Projekt mit Vorbildcharakter für andere Kommunen mit Rechenzentren“, so die Ministerin. Die Jury betonte darüber hinaus die spezielle Relevanz des Fuldaer Projekts für Hessen, wo insbesondere im Rhein-Main-Gebiet immer mehr Rechenzentren bzw. mehr Leistung benötigt werde.