Unterhalt + Unterhaltsvorschuss nach dem UVG (Unterhaltsvorschussgesetz)

Wer sein Kind allein erzieht, ist oftmals in einer schwierigen Lage. Arbeit, Kinder und Haushalt müssen allein bewältigt werden. Diese Situation verschärft sich noch, wenn das Kind nur unregelmäßig oder keinen Unterhalt vom familienfernen Elternteil erhält.

Das Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) gleicht den ausfallenden Unterhalt zumindest zum Teil aus, ohne den zahlungspflichtigen, familienfernen Elternteil aus der Verantwortung zu nehmen.

Sie haben die Möglichkeit, für Kinder und Jugendliche bis zur Volljährigkeit Unterhaltsvorschussleistungen zu beantragen, sofern der familienferne Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt oder nachkommen kann.

Wer hat Anspruch auf die Unterhaltsleistung nach dem UVG?

Kinder und Jugendliche haben Anspruch auf die Unterhaltsleistung, wenn sie das

a) achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben

und

b) im Bundesgebiet bei einem Elternteil leben, der ledig, verwitwet oder geschieden ist oder der von seinem Ehegatten/Lebenspartner dauernd getrennt lebt oder dessen Ehegatte/Lebenspartner für voraussichtlich wenigstens 6 Monate in einer Anstalt untergebracht ist,

und

c) nicht oder nicht regelmäßig wenigstens in Höhe der maßgeblichen Unterhaltsvorschussleistung Unterhalt von dem anderen Elternteil oder (falls dieser oder ein Stiefelternteil gestorben ist) Waisenbezüge, auch in nicht ausreichender Höhe, erhalten.

Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 Jahren und Volljährigkeit gibt es außerdem die Voraussetzung, dass sie nicht auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind, bzw. durch die Zahlung von Unterhaltsvorschuss die Anspruchsberechtigung beim Jobcenter entfällt oder der Elternteil bei dem sie leben, mehr als 600 Euro brutto im Monat verdient.

Bei Jugendlichen ab 15 Jahren werden zudem die Einkünfte aus Vermögen und zumutbarer Arbeit (zum Beispiel Ausbildungsvergütung) berücksichtigt.

Auch ausländische Kinder können Unterhaltsvorschussleistungen erhalten, wenn bestimmte aufenthaltsrechtliche Voraussetzungen erfüllt sind.

Unterhaltsvorschuss muss schriftlich beantragt werden. Anträge erhalten Sie, sofern Sie mit Ihrem Kind in der Stadt Fulda leben, direkt bei den SachbearbeiterInnen der Unterhaltsvorschussstelle im

Amt für Jugend, Familie und Senioren

Abteilung Zentrale Aufgaben

Unterhaltsvorschussstelle

Bonifatiusplatz 1+3

36037 Fulda.

 

Wir empfehlen, den Antrag im Rahmen einer persönlichen Vorsprache zu stellen.

Sprechzeiten:

Mo-Fr 08.30 bis 12:30 Uhr

Mo-Do 14.00 bis 16:00 Uhr

 

Frau Krause               A- Be         Tel. +496611021925                
Frau SchäferBf - GTel. +496611021901
Herr Wehner          H - Ku       Tel. +496611021925
Frau BüttnerKv - NeTel. +496611021924
Frau MeyerNf - ScheTel. +496611021290
Frau Hasenauer          Schf - TafTel. +496611023144
Herr KochTag - Z

Tel. +496611021926

 

Benötigte Unterlagen

 

  • Familienstammbuch oder Geburtsurkunde des Kindes
  • Personalausweis/Paß des Antragsstellers
  • evtl. Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung, sofern vorhanden Unterhaltstitel