Projektverlauf

BEBAUUNGSPLAN UND WEITERES VORGEHEN

Am 26.01.2021 erlangte der Bebauungsplan der Stadt Fulda Nr. 186 „Waidesgrund“ mit der Veröffentlichung in der Fuldaer Zeitung Rechtskraft. Ebenso ist er auf der Internetseite der Stadt Fulda in der Auflistung der rechtskräftigen Bebauungspläne für jeden einsehbar.

 

Als nächstes gilt es Interessenten für die Entwicklung des neuen Quartiers zu finden. Hierfür wird voraussichtlich im Sommer 2021 eine Konzeptvergabe gestartet. Ziel soll es sein durch vorgegebene Kriterien die Qualität des Quartiers zu sichern und für die Baufelder 01 bis 05 jeweils einen Investor auszuwählen.


ÖFFENTLICHE AUSLEGUNG

Der Bebauungsplan befand sich vom 23.09.2020 bis 23.10.2020 in der Offenlage. In diesem Zeitraum war der aktuelle Entwurf des Bebauungsplanes sowie die Begründung mit Umweltbericht und sämtlichen Anlagen öffentlich in der Stadtverwaltung einsehbar. Ebenso konnten alle Unterlagen auch online unter www.bauen-fulda-stadt.de eingesehen werden. In diesem Beteiligungsschritt erhielten die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange nochmals die Gelegenheit sich zu dem Bebauungsplanentwurf zu äußern. 


RÄUMUNG DER KLEINGARTENANLAGE

Nachdem der Kleingartenverein Waidesgrund e.V. die Fläche im Ende November 2018 verlassen hatte, wurde mit den Abbrucharbeiten der vorhandenen Gebäude und Freiräumung der Fläche begonnen. Parallel hierzu wurde gemeinsam mit dem Kleingartenverein Waidesgrund e.V. eine Ersatzfläche für die Kleingärtner gesucht und mit der Fläche an der Maberzeller Straße auch gefunden. Das notwendige Baurecht für die Fläche wurde mit einem Bebauungsplan geschaffen, der im April 2019 rechtskräftig wurde. Im Herbst 2019 konnte die neue Anlage bezogen und Ende November bereits das neue Vereinsheim beim Richtfest eingeweiht werden. Die Einweihung der komplett fertiggestellten Anlage soll voraussichtlich 2021 mit dem 80-Jährigen Bestehen des Vereins stattfinden.

 


FRÜHZEITIGE BETEILIGUNG / KAMPFMITTEL- UND BAUGRUNDUNTERSUCHUNGEN

Im März 2019 wurde die im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens vorgeschriebene frühzeitige Beteiligung durchgeführt. Hier konnten sowohl die Öffentlichkeit als auch die Träger öffentlicher Belange erste Bedenken und Anregungen zu den Planungen mitteilen.
 

Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung wies der Kampfmittelräumdienst des Landes Hessen darauf hin, das sich das Gelände der ehemaligen Kleingartenanlage in einem Bombenabwurfgebiet befindet. Eine systematische Überprüfung (Sondieren auf Kampfmittel) wurde daraufhin im Herbst 2019 durchgeführt, Kampfmittel wurden hierbei nicht gefunden.
Nach Durchführung der Kampfmitteluntersuchungen schlossen sich Baugrunduntersuchungen an, um Aussagen über die Beschaffenheit des Bodens zu erhalten.


WEITERENTWICKLUNG DER PLANUNG

Nach Prämierung des Siegerentwurfs wurde dieser zur Grundlage genommen, um tiefer in die Planungen einzusteigen und Gespräche mit den verschiedensten Beteiligten, wie z.B. Ämtern oder auch Anliegern zu führen. Aufgrund der Gespräche wurde der städtebauliche Entwurf nochmals überarbeitet und geringfügig angepasst. Zum Beispiel wurde im Süden der Fläche an der Baugulfstraße noch ein Kindergarten vorgsehen. Zudem wurde entschieden die Entwicklung der Ochsenwiese sowie der ehemaligen Kleingarten in verschiedenen Bebauungsplanverfahren durchzuführen.


STÄDTEBAULICHER WETTBEWERB

Dieser städtebauliche Ideenwettbewerb endete im Dezember 2017 mit einem Preisgericht, bei dem ein Preisträger gewählt wurde, dessen Entwurf als Basis für die weitere Planung fungiert. Einstimmig wurde dabei der Entwurf des Büros „Deffner Voitländer Architekten“ aus Dachau zum Sieger gekürt. Vor allem die Planung des Wohnquartiers mit unterschiedlichen Wohnungsformen und -größen, die Ausgestaltung der  Parkmöglichkeiten und die Einbindung eines Nahversorgers im Areal stachen positiv heraus.

Die Jury des Preisgerichts bestand aus fünf unabhängigen Fachpreisrichtern sowie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Stadtbaurat Daniel Schreiner und Stadtverordnetenvorsteherin Magarete Hartmann. Nicht stimmberechtigte Berater waren Vertreter der städtischen Fachabteilungen und Mitglieder des Bauausschusses. 

 

 


BÜRGERBETEILIGUNG

Die Vorbereitungen für die Neuplanung des Areals Waidesgrund begannen Anfang 2017 mit einer Bürgerbeteiligung, bei der Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen einbringen konnten. Das Ergebnis: Gewünscht waren unter anderem bezahlbarer Wohnraum mit gemischten Wohnformen, eine gute Durchgrünung und die Einplanung eines großflächigen Nahversorgers. Aus diesen Vorschlägen und fachplanerischen Anforderungen wurden Vorgaben entwickelt, die in den folgenden städtebaulichen Ideenwettbewerb einflossen.