Was genau bedeutet Inklusion?

5. Mai ist europäischer Protesttag der Menschen mit Behinderungen / Beirat der Menschen mit Behinderungen lädt zum Gespräch ein

Aus Anlass des europäischen Aktionstages zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen, der jährlich am 5. Mai stattfindet, präsentiert der Beirat der Menschen mit Behinderungen (BMB) zusammen mit der städtischen Fachstelle Vielfalt und Teilhabe im Internet und in den sozialen Medien ein Fotoplakat zum Thema „Inklusion“ und lädt zum Gespräch über das Thema ein.

Im Mittelpunkt steht dabei der Begriff der Inklusion. Die Organisatoren fragen: „Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass es für Menschen mit Behinderungen noch immer nicht selbstverständlich ist, überall einfach teilhaben und mitgestalten zu können?“

Eigentlich beginnt „Inklusion“ schon im ganz Kleinen: Jedes aktuelle Smartphone kann „sprechen“ – so kann digital ganz einfach Inklusion stattfinden. Jeder, der die Inhalte seines Smartphones nicht sehen oder lesen kann, kann sich von der Sprachausgabe alles vorlesen und ansagen lassen. Jedenfalls im Prinzip: Denn noch immer sei es in der EU erlaubt, Apps zu verkaufen die von solchen Sprachassistenzsoftwares nicht erkannt und gelesen werden können, kritisiert der BMB.

Auch im öffentlichen Straßenraum sieht der Beirat in Sachen Inklusion noch Luft nach oben: „Kann ein Mensch mit Gehbehinderung, der einen Rollstuhl benötigt, vor seiner Haustüre überhaupt die Gehwegkante überwinden? Muss er vielleicht große Umwege fahren, weil es große Löcher auf dem Gehweg gibt, die schon längst hätten repariert werden sollen? Kann ein Mensch mit Sehbehinderung eigentlich selbständig einkaufen gehen oder den richtigen Bus dorthin finden?“

Über solche und andere Fragen will der Beirat der Menschen mit Behinderungen in Fulda mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch kommen. Der Beirat freut sich auch über E-Mails und Zuschriften zum Thema, was Inklusion für die Menschen in Fulda bedeutet und wo sie sich mehr Inklusion wünschen.

Kontakt: behindertenbeirat@fulda.de.