Winfriedpreis-Verleihung am 13. November

Preisträgerin Géraldine Schwarz © Mathias Bothor
Laudatorin Aleida Assmann Foto: Uni Konstanz

Géraldine Schwarz erhält diesjährige Auszeichnung / Laudatorin ist die Friedenpreisträgerin Aleida Assmann / Publikum wird um Anmeldung gebeten
 

Der mit 10.000 Euro dotierte Winfriedpreis der Stadt Fulda, den in diesem Jahr die deutsch-französische Journalistin, Autorin und Dokumentarfilmerin Géraldine Schwarz erhält, wird am Mittwoch, 13. November, um 18 Uhr im Marmorsaal des Fuldaer Stadtschlosses verliehen. Laudatorin ist die Literatur- und Kulturwissenschaftlerin Aleida Assmann, die 2018 zusammen mit ihrem Mann Jan Assmann mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet wurde. Alle Interessierten sind herzlich zu der Verleihung eingeladen. Zur besseren Planung werden sie gebeten, sich bei der Stadt Fulda, Abteilung Repräsentation, unter der Telefonnummer (0661) 102-1065 anmelden. Eine konkrete Platzreservierung ist mit der Anmeldung nicht verbunden. 

Den Namen der Preisträgerin hatte die Jury bereits im März dieses Jahres bekanntgegeben. Nach Überzeugung der Dr. H.G.-Waider Stiftung, die den Preis in Abstimmung mit der Stadt Fulda vergibt, hat Géraldine Schwarz mit ihrem Buch „Die Gedächtnislosen – Erinnerungen einer Europäerin“ einen bedeutsamen Beitrag zur Neubesinnung auf den Wert der europäischen Einigung und der deutsch-französischen Freundschaft geleistet. Ihr Werk führt in authentischer Weise vor Augen, dass eine gelebte Kultur der Vergangenheitsaufarbeitung der Schlüssel zur Gestaltung einer von Frieden und Freiheit geprägten offenen Gesellschaft in Gegenwart und Zukunft sein kann. 

Mit dem Winfried-Preis der Stadt Fulda werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderem Maße um die Völkerverständigung verdient gemacht haben. Namensgeber ist der aus England stammende Heilige Winfried Bonifatius. Der mis-sionarische Wirkungskreis des Heiligen hatte sowohl in geistiger als auch in geografischer Hinsicht eine völkerverbindende und friedensstiftende Dimension. Mit dem Winfried-Preis soll an dieses Handeln erinnert werden. Ausgezeichnet werden deshalb Personen, die den europäischen und völkerverbindenden Gedanken des Heiligen Bonifatius in ihrem Handeln fortführen. Auf die diesjährige Preisträgerin trifft dies nach Überzeugung des Preiskuratoriums in besonderer Weise zu. 


Hintergrund: Der Winfried-Preis und die H.-G.-Waider-Stiftung 


Der Namensgeber und Stifter des Winfried-Preises, Heinz G. Waider, stammte aus Fulda und lebte zuletzt in Neuss. Der im Oktober 2015 verstorbene Mäzen hat Winfried Bonifatius aus zweierlei Beweggründen als prägende Persönlichkeit für die Namensgebung ausgewählt: Zum einen stellt er die Verbindung zu Wai-ders alten Heimat Fulda her. Was aber für Waider nach seinen Erfahrungen im Zweiten Weltkrieg noch viel wesentlicher war: Mit seinem Werk hat der an-gelsächsische Missionar völkerverbindend und friedensstiftend gewirkt, indem er die christliche Botschaft auf dem Kontinent verbreitet hat.

Im vergangenen Jahr hatte der ehemalige Bundespräsident Joachim Gauck den Winfriedpreis erhalten, 2017 war der frühere Bundestagspräsident Norbert Lam-mert, 2016 war Abtprimas Prof. Dr. Notker Wolf Preisträger, und im Jahr davor war der Preis der früheren Bundestag-präsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth zuerkannt worden. Zu den bisherigen Preisträgern gehörten unter anderem auch der frühere luxemburgische Ministerpräsident und heutige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der Mainzer Kardinal Karl Lehmann, Ex-Bundesarbeitsminister Norbert Blüm, Bundestagspräsident a. D. Wolfgang Thierse oder auch der frühere bayerische Kultusminister Prof. Dr. Hans Maier.