Fulda erhält Auszeichnung als "Fair Trade Town"

Vertreter der Agenda-Gruppe "Faires Fulda", des Agenda Büros der Stadt Fulda und Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bei der Übergabe der Auszeichnung.
Monika Bracht und Michael Schmitt stellten die Aktivitäten der Agenda-Gruppe "Faires Fulda" vor.Fotos (4): Stadt Fulda

Engagement für Fairen Handel, gerechte Produktionsbedingungen und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen

Fulda ist die 572. Fair Trade-Stadt in Deutschland. Aus der Hand von Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz konnten Vertreter der Agenda-Gruppe „Faires Fulda“ und der Stadt Fulda im voll besetzten Marmorsaal des Stadtschlosses die Auszeichnung als „Fair Trade Town“ entgegennehmen. Damit gehört Fulda zu den Städten, in denen sich Bürger, Geschäftsleute und Politiker gemeinsam und gut vernetzt für den Fairen Handel, für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen engagieren.

 „In Fulda findet geballter Einsatz für den Fairen Handel statt. Sie haben mit Bravour die fünf notwendigen Kriterien erfüllt und spielen nun in der Champions League mit“, lobte Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz. Denn immerhin gehörten Städte wie Brüssel, London, Madrid und Rom zum Kreis der Fair Trade-Städte. Berlin habe die Auszeichnung nur einen Tag vor Fulda erhalten.

Welche fünf Kriterien erfüllt sein müssen, um den Titel „Fair Trade Town“ für zwei Jahre tragen zu dürfen, erklärte Coriena Krönung vom Agenda-Büro der Stadt Fulda: So muss eine Steuerungsgruppe gebildet werden, um die Aktivitäten vor Ort zu bündeln. In Fulda ist dies die Agenda-Gruppe „Faires Fulda“, gegründet bereits 2005, als es die Bezeichnung „Fair Trade Town“ noch gar nicht gab. Mehr als zehn Fuldaer Verbände, Unternehmen und Einzelpersonen gehören zu den Gründungsmitgliedern, erklärten Monika Bracht und Michael Schmitt, die die Aktivitäten der Agenda-Gruppe in den vergangenen fast 14 Jahren vorstellten. Weitere Kriterien: Entsprechend der Einwohnerzahl müssen eine bestimmte Anzahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte im Sortiment haben. Produkte aus fairem Handel müssen in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen verwendet und Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt werden. Notwendig ist auch eine gute Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten zum Thema Fair Trade in der Kommune und Berichte in den lokalen Medien. Das letzte Kriterium für die „Fair Trade-Town“ wurde in Fulda mit dem Magistratsbeschluss zur Unterstützung des Fairen Handels vom 20. Juni dieses Jahres erfüllt.

Für Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld ist diese Auszeichnung ein „Ansporn für uns alle, uns für den Fairen Handel einzusetzen. Da ist noch viel Luft nach oben“, sagte er und dankte zugleich für das nachhaltige zivilgesellschaftliche Engagement sowie die politischen Gremien, die diese Auszeichnung möglich gemacht hätten. Er finde es großartig, dass immer mehr Geschäfte in Fulda das Fair Trade Zeichen tragen und uns damit erinnerten, dass wir eine Alternative haben. „Fair Trade passt gut zu Fulda und unserem Anspruch, auch aus dem christlichen Glauben heraus Solidarität zu üben.“