Domplatzkonzerte Juni 2020 in Fulda

Foto: Christian Tech

Roland Kaiser am 26. Juni / Nigel Kennedy mit dem Münchner Rundfunkorchester am 27. Juni

Roland Kaiser am Freitag, 26. Juni um 20 Uhr 

Die Reihe der Domplatzkonzerte, die seit 1996 schon eine Reihe von Weltstars aus Rock, Pop und Klassik nach Fulda geführt hat, bekommt damit eine weitere Facette.

Mit über 90 Millionen verkauften Tonträgern und einer Vielzahl an Auszeichnungen zählt Roland Kaiser zu den beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Künstlern - ein Sänger, dessen Klassiker wie „Santa Maria“, „Dich zu lieben“ oder „Joana“ längst Kult sind und auf keiner Schlagerparty fehlen dürfen. Seine zuletzt veröffentlichten Studioalben „Auf den Kopf gestellt“ (2016) und „Seelenbahnen“ (2014) erreichten Gold- bzw. Platin-Status, die Songsammlung „Stromaufwärts – Kaiser singt Kaiser“ mit unterschiedlichsten Neuinterpretationen vergangener Hits erzielte Top-5-Status in den deutschen Charts. Sein im Jahr 2014 mit Maite Kelly veröffentlichtes Duett „Warum hast du nicht nein gesagt“ verzeichnet bis heute fast 100 Millionen Aufrufe auf der Videoplattform YouTube und erhielt eine Goldauszeichnung für mehr als 200.000 verkaufte Singles in Deutschland. Und auch der packende Konzertmitschnitt „Kaisermania 2018 – Live am Elbufer Dresden“, auf dem Roland Kaiser vor über 50.000 euphorischen Fans und mehr als 1,3 Millionen Fernsehzuschauern zu erleben ist, enterte 2018 aus dem Stand den 5. Platz der deutschen Albumcharts.

Seit nunmehr fast viereinhalb Dekaden zählt der charismatische Berliner zu den großten Leuchttürmen der deutschen Schlagerszene. Ein Ausnahmesänger, der ganze Generationen begeistert, der sich immer wieder neu erfindet und der bei seinen Konzerten mit seiner fantastischen 14-köpfigen Live-Band für unvergessliche Stimmung unter freiem Himmel sorgt. Für Roland-Kaiser-Fans sind die Wege zu Open-Air-Bühnen wie der IGA-Parkbühne in Rostock oder der Arena am Hartmannplatz in Chemnitz wohl vertraut. 2020 gesellen sich darüber hinaus neue und spektakuläre Live-Spielstätten hinzu, so auch der Domplatz in Fulda! Das Konzert in Fulda wird vom Konzertveranstalter Provinztours und der Stadt Fulda gemeinsam präsentiert. 

Bei den Open-Air-Konzerten erwartet die Zuschauer ein mehrstündiges Hitfeuerwerk, das Roland Kaiser mit seiner großartigen Live-Band präsentiert. Das Publikum kann seine Textsicherheit bei unvergänglichen Klassikern wie „Manchmal möchte ich schon mit dir“, „Joana“ oder „Dich zu lieben“ testen. Darüber hinaus werden aktuelle Hits wie „Stark“, „Kurios“ und „Liebe kann uns retten“ aus seinem im Frühjahr 2019 erschienen Album „Alles oder Dich“ für eine perfekte Mischung aus Emotionen und Feierstimmung sorgen.

Vorverkauf

Karten gibt es bei den Geschäftsstellen der Tageszeitungen, online auf www.provinztour.de und bei allen weiteren bekannten Vorverkaufsstellen. 
Ticket Hotline (06 61) 280-644.

Hinweise: Rollstuhlfahrerplätze und Eintrittskarten für Menschen mit 100% Schwerbehinderung und der gleichzeitigen Notwendigkeit einer Begleitperson sind ausschließlich beim Veranstalter Provinztour unter Tel. (07139) 547 oder ticket@provinztour.de erhältlich. Aus Sicherheitsgründen haben Kinder unter sechs Jahren auch in Begleitung eines Erwachsenen keinen Zutritt zum Stehplatzbereich.


 

Nigel Kennedy mit dem Münchner Rundfunkorchester am Samstag, 27. Juni um 20 Uhr 

Seit mehr als 25 Jahren gilt Nigel Kennedy als einer der bekanntesten Geiger der Welt. Seine Technik, sein einzigartiges Talent und sein Charisma haben sowohl dem klassischen als auch dem zeitgenössischen Repertoire neue Perspektiven eröffnet. Bereits in jungen Jahren war Nigel Kennedy das wohl berühmteste aller von Yehudi Menuhin geförderten Talente, bevor er an die Juilliard School of Music nach New York wechselte. Kennedy hat in seiner gesamten bisherigen Schaffenszeit eine enorme weltweite Medienpräsenz erreicht. Der 62-Jährige hat öffentliche und private Konzerte für das britische Königshaus gegeben und etliche große internationale Ehrungen erhalten. Während seiner eindrucksvollen Karriere unternahm Nigel Kennedy zahllose internationale Konzertreisen und trat mit den führenden Orchestern und Dirigenten in ganz Europa, Nordamerika, Zentral- und Südafrika, in Südostasien und Australien auf.

Das Münchner Rundfunkorchester hat dank seiner programmatischen Vielfalt ein ganz eigenes künstlerisches Profil entwickelt. Die Palette reicht von Oper und Operette, moderierten Themenkonzerten und moderner geistlicher Musik bis hin zu Filmmusik und Crossover-Projekten. Gastspiele führen das Orchester zu renommierten Festivals sowie in herausragende Konzertsäle wie Baden-Baden, Wien und Luzern, wo es u. a. Diana Damrau, Anna Netrebko und Jonas Kaufmann begleitet hat. Als wahrer Schatzgräber holt das Orchester immer wieder zu Unrecht vergessene Werke ans Licht. Besondere Aufmerksamkeit gilt der pädagogischen Arbeit und – z. B. gemeinsam mit der Theaterakademie August Everding – der Nachwuchsförderung. Chefdirigent seit der Saison 2017/18 ist Ivan Repušić.

Beethoven steht im Mittelpunkt – und eigenes Werk Kennedys

Nigel Kennedy wurde Ende der 1980er Jahre durch seine einzigartige Interpretation von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ berühmt. Er war es, der das Werk zu neuer Popularität brachte und es mit seinem außergewöhnlichen Pop-Anstrich zum meistverkauften Klassikalbum aller Zeiten machte. Was er nun 2020 am Domplatz vorhat, ist nicht weniger ambitioniert: Im ersten Teil wird der Solist Beethovens Violinkonzert mit dem Münchner Rundfunkorchester ganz „klassisch“ interpretieren, um im zweiten Teil – passend zum Beethovenjahr – sein eigenes Violinkonzert Nr. 1 vorzustellen: „inspired by Beethoven“.

Karten für das Domplatzkonzert mit Nigel Kennedy und dem Münchner Rundfunkorchester kosten im Vorverkauf zwischen 39,90 Euro und 89,90 Euro und sind in die Geschäftsstellen der Fuldaer Zeitung oder online über reservix.de erhältlich.

 

 

 


 

Hintergrund: Die Fuldaer Domplatzkonzerte

Open-Air-Konzertreihen gibt es viele in Deutschland – doch nur wenige finden vor einer so zauberhaften Kulisse statt wie die Fuldaer Domplatzkonzerte. Der großzügige, halbrunde Platz vor dem Barockdom des Baumeisters Johann Dientzenhofer, eingebettet zwischen die mittelalterliche Michaelskirche, das Stadtschloss und die „grüne Lunge“ der Stadt, den Schlossgarten, scheint wie geschaffen für den Auftritt großer Künstler vor einem begeisterungsfähigen Publikum. Das Gelände steigt zu den Zuschauerreihen hin leicht an, sodass auch von den hinteren Rängen eine uneingeschränkte Sicht auf die Bühne und die barocke Prachtkulisse gegeben ist. Bei diesen Gegebenheiten ist ein kein Wunder, dass der Platz neben seiner Funktion als Ort kirchlicher Feiern wie Fronleichnam oder dem jährlichen Bonifatiusfest schon früh auch als Konzertfläche für bis zu 8000 Zuschauerinnen und Zuschauer entdeckt wurde. Von Anfang an spielte dabei das klassische Genre eine wichtige Rolle. 

Die Reihe der Domplatzkonzerte hatte ihren Ursprung im Juli 1996, als die spanische Starsopranistin Montserrat Cabellé zusammen mit der Nordwest-deutschen Philharmonie ein umjubeltes Konzert vor dem Dom gab. 1997 begeisterte dort der Tenor José Carreras sein Publikum. Im Jahr darauf setzte die Stadt Fulda die Konzertreihe mit einem neuen Kooperationspartner fort, der die Konzerte auch für Künstler aus dem Rock-Pop-Bereich öffnete. So konnten Stars wie Joe Cocker (1998), Chris de Burgh (1999 und 2008), Amy Macdonald (2012), Elton John (2014), Deep Purple (2016) oder Sting (2018) für einen Auftritt in Fulda gewonnen werden. Doch immer wieder waren auch klassische Interpreten oder bekannte Protagonisten der populären Klassik zu Gast. So gab es Aufführungen der „Carmina Burana“ von Carl Orff (2000), Verdis Oper „Aida“ mit insgesamt 150 Mitwirkenden und Starsolisten aus Mailand und Verona (2004) oder auch Auftritte des Geigers André Rieu (2001) und der Sänger Helmut Lotti (2005) und Erwin Schrott (2017). Die „Fuldaer Domplatzkonzerte“ haben sich dabei zu einer starken Marke entwickelt, die gleichermaßen für musikalische Qualität wie für besondere Konzerterlebnisse unter freiem Himmel in der „Sternenstadt“ Fulda stehen.