Das Museum

 

Mit 4.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche ist das Vonderau Museum in Fulda das größte Museum zwischen Kassel und Frankfurt. Gegründet wurde es im Jahr 1875 mit der Schenkung einer privaten Sammlung. Benannt wurde das Museum nach Joseph Vonderau, der als Lehrer und Heimatforscher bei Ausgrabungen zahlreiche Objekte aus der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit entdeckte und als ehrenamtlicher Leiter das Museum weiterentwickelte.
Heute beherbergt das Museum drei Dauerausstellungen zur Kulturgeschichte, zur Naturkunde, zur Malerei und Skulptur mit regionaler Ausrichtung sowie ein Klein-Planetarium.

Dauerausstellungen

Kulturgeschichte

Vor- und Frühgeschichte

Zahlreiche Bodenfunde belegen, dass das Fuldaer Land schon in der Jungsteinzeit besiedelt wurde. Die meisten Funde der Bronzezeit stammen aus Gräbern. Die befestigte Höhensiedlung der Milseburg gehört zu den bedeutendsten Fundorten der Eisenzeit.

Kloster und Landesherrschaft

Künstlerische und handwerkliche Erzeugnisse der Vergangenheit, aber auch Gebäude-Modelle dokumentieren den historischen Werdegang von der Gründung des Klosters bis zum Fürstbistum Fulda.

Untertanen und Bürger

Rekonstruierte Wohnräume des 18. bis 20. Jahrhunderts mit originaler Ausstattung veranschaulichen die privaten Lebensverhältnisse der Bürger und der ländlichen Bevölkerung.

Stadtentwicklung und Industrialisierung

Für das historische bodenständige Handwerk und die aufblühende Textil-, Metall- und Wachsindustrie, die bis heute das moderne Stadtbild prägt, werden exemplarisch Produkte und Werkzeuge gezeigt.


Naturkunde

Geologie

Versteinerungen von Pflanzen und Tieren aus Buntsandstein, Muschelkalk und Braunkohle bieten vielfältige Einblicke in die urzeitlichen Lebensräume der abwechslungsreichen Vergangenheit Osthessens.

Ökosysteme

Die für Osthessen typischen Lebensräume werden mit ihren Pflanzen und Tieren in natürlicher Größe gezeigt: Gewässer, Moore sowie die durch Wald, Flur und Siedlung geprägte Natur- und Kulturlandschaft.


Malerei & Skulptur

Künstler der Region

Mit Skulpturen und Gemälden der in Fulda und in ihrer Umgebung arbeitenden Künstler wird ein Überblick vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gegeben.

Lapidarium

Im Lapidarium werden zahlreiche Grab- und Flurdenkmale sowie Bauplastik vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert präsentiert.


Sonderaustellungen

Andrea(s) Gallasini (1681-1766)

Vom Stuckateur zum fürstlichen Baumeister in Fulda

Laufzeit: 15. Mai bis 19. August 2018

 

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Veranstaltungsprogramm

Aktuelles
- Sonderausstellungen
- Internationaler Museumstag
- Veranstaltungen
- Museumspädagogik
- Planetarium

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Veranstaltungen

Sonntag, 27. Mai 2018, 15.00 Uhr

Führung mit den Ausstellungsmachern
Andrea(s) Gallasini – Vom Stuckateur
zum fürstlichen Baumeister im Bistum Fulda

Führung: Dr. Volker Rößner/ Sabine Wagner M.A.


Donnerstag, 7. Juni 2018, 17.00 Uhr

Architekturspaziergang
Das Palais Buseck (Stift Wallenstein)
Das Palais Buseck am Bonifatiusplatz 4 wurde im Jahr 1731/32 vermutlich nach Plänen des fürstlichen Hofbaumeisters Gallasini errichtet. Das stattliche Palais diente dem Freiherrn Philipp von Buseck und dessen Ehefrau (geborene von Buttlar) als Stadtpalais. Das ursprüngliche Allianzwappen von Buseck–von Butlar mit der Jahreszahl 1731 wurde auf 1759 umgeändert, dem Jahr der Gründung des freiadligen Damenstifts Wallenstein.
Führung: Adrian Hehl, Untere Denkmalschutzbehörde

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Museumspädagogik

Aufgabe der Museumspädagogik ist es, die vielschichtigen Zusammenhänge von regionaler Kulturgeschichte, Naturkunde sowie Malerei und Skulptur auf anschauliche, anregende, interaktive und unterhaltsame Weise zielgruppengerecht zu vermitteln.

Die Betreuung der Besucher erfolgt in Form von Museumsgesprächen, EntdeckerTouren, Erzählrundgängen, Kostümführungen mit Schauspielern, Aktionstagen und besonderen Angeboten. Die Angebote sind jeweils mit einem Link zu unseren Kooperationspartnern versehen. Für Schulklassen und Eltern mit Kindern gibt es Museumsrallye- und Forscherbögen.

Stadt- und Kreisarchäologie

Fundstücke und Bodendenkmäler

Aus dem Stadt- und Kreisgebiet sind zahlreiche Fundstücke und Bodendenkmäler bekannt, die bis in die Altsteinzeit zurückreichen. Noch heute sind z. B. bronze- und eisenzeitliche Grabhügel oder die Überreste vorgeschichtlicher Befestigungsanlagen gut im Gelände zu erkennen. Die Funde geben Auskunft über die wechselvolle Entwicklung der Region. Einige sind dabei von überregionaler Bedeutung und geben das weitreichende Beziehungsgeflecht wieder, in welches der Raum Fulda bereits in vorgeschichtlichen Zeiten eingebunden war. Zu den herausragenden Funden gehören das "Mädchen von Molzbach", bei dem es sich um eine reich ausgestattete bronzezeitliche Bestattung handelt, sowie das keltische Oppidum auf der Milseburg.

Ebenfalls von hoher Bedeutung sind die Spuren der Christianisierung sowie der Stadtwerdung und -entwicklung, die bis in die Zeit des Heiligen Bonifatius zurückreichen und erst mit den Relikten der Industrialisierung, die den Keim des heutigen Wirtschaftslebens bilden, enden.

Zwar sind einige Bodendenkmäler noch heute sichtbar, der größte Teil verbirgt sich jedoch unerkannt unter der heutigen Bodenoberfläche. Durch Baumaßnahmen, aber auch durch land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten ist ihr Bestand vielfach gefährdet. Um die noch vorhandenen Bodendenkmäler besser schützen zu können, wurde im Jahre 1989 gemeinsam vom Landkreis und der Stadt Fulda die Stelle eines hauptamtlichen Bodendenkmalpflegers geschaffen


Aufgaben der Stadt- und Kreisarchäologie

Die Stärke der Stadt- und Kreisarchäologie liegt besonders in ihrer örtlichen Präsenz, wodurch eine intensive Betreuung der Region möglich wird. Daraus ergeben sich verschiedene Aufgaben, die soweit erforderlich in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen sowie den örtlichen Behörden wahrgenommen werden:

  • Einbringung archäologischer Belange im Vorfeld von Baumaßnahmen
  • Wissenschaftliche Betreuung und Auswertung von Ausgrabungen
  • Baustellenbeobachtung sowie Durchführung von Not- und Rettungsgrabungen
  • Auffindung, Registrierung und Sicherung archäologischer Funde und Befunde
  • Öffentlichkeitsarbeit (u. a. Presseberichte, Vorträge, Führungen)
  • Betreuung ehrenamtlicher Heimatforscher

Die Stadt- und Kreisarchäologie bittet um ihre Mithilfe

Viele archäologisch relevante Funde werden zufällig entdeckt. Häufig gelangen sie durch Bodeneingriffe im Zuge von Baumaßnahmen, aber auch durch land- und forstwirtschaftliche Tätigkeiten an die Oberfläche. Bitte melden sie solche Funde der Stadt- und Kreisarchäologie!

Nur eine möglichst umfassende Kenntnis des Denkmalbestandes erlaubt eine Rekonstruktion vergangener Kulturlandschaften sowie die Durchführung angemessener Maßnahmen zum Schutz von Bodendenkmälern.

Alle archäologisch interessierten Mitbürger sind herzlich eingeladen, dem Archäologischen Arbeitskreis beizutreten. Gerne können Sie unverbindlich vorbeischauen. Nähere Informationen erhalten Sie bei der Stadt- und Kreisarchäologie.

Vonderau Museum
Jesuitenplatz 2
36037 Fulda

Ansprechpartner: Dr. Frank Verse

Tel: 0661 102-3222
E-Mail: frank.verse@fulda.de

Projekte

  • Fulda - Dalbergschule (Stadtmauer)

Archäologische Forschungskampagnen in Stadt und Landkreis Fulda

Die archäologischen Forschungskampagnen werden von der Stadt- und Kreisarchäologie Fulda in Zusammenarbeit mit der Sektion Archäologischer Arbeitskreis des Fuldaer Geschichtsvereins durchgeführt. Ziel der Maßnahmen ist die Sicherung und Dokumentation gefährdeter Bodendenkmäler sowie die zielgerichtete Erforschung archäologischer Fragestellungen in Osthessen.

Die Arbeiten werden weitgehend durch den unentgeltlichen Einsatz der Mitglieder des Archäologischen Arbeitskreises und studentischer Praktikanten durchgeführt. Wir sind daher bei der Durchführung unserer Projekte dringend auf Unterstützer und Sponsoren angewiesen. Wenn Sie Interesse an unseren Forschungen haben oder Mitglied des Archäologischen Arbeitskreises werden wollen, wenden Sie sich an die Stadt- und Kreisarchäologie Fulda:

Vonderau Museum
Jesuitenplatz 2
36037 Fulda

Ansprechpartner: Dr. Frank Verse

Tel: 0661 102-3222
Email: frank.verse@fulda.de

Die Treffen des Archäologischen Arbeitskreises finden 2018 an den unten genannten Terminen um 18.00 Uhr im Vortragssaal des Vonderau Museums, Jesuitenplatz Fulda statt. 

Termine

  • 16. Mai
  • 20. Juni
  • 15. August
  • 19. September
  • 17. Oktober
  • 14. November
  • 12. Dezember

Projekte

  • Hügelgräberfeld bei Trätzhof, 2009 bis ....
  • Frühe Eisenindustrie bei Müs, 2009 bis ....
  • Metallzeitliches Gräberfeld bei Burghaun, 2012 ....
  • Salzsiedeplatz bei Großenlüder, 2013

Sponsoren

  • RhönSprudel-Gruppe
  • Bäckerei Weber, Bimbach
  • Gasthof Grösch, Trätzhof
  • Thomas Schmitt Baumaschinen, Fulda-Rodges