Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Sie kann von den Gemeinden nach kommunalem Satzungsrecht für das Halten von Hunden erhoben werden.

Jeder Hundehalter ist verpflichtet, seinen Hund anzumelden. Die Meldepflicht ist im Einzelnen in der jeweiligen kommunalen Satzung geregelt.

Nach der Anmeldung des Hundes werden Hundesteuermarken ausgegeben, die bei der Abmeldung des Hundes wieder abzugeben sind. Die Hundesteuermarke muss mitgeführt oder am Halsband befestigt werden.

Voraussetzungen:

Halter eines Hundes ist derjenige, der einen Hund im eigenen Interesse oder im Interesse seiner Haushalts- oder Betriebsangehörigen aufgenommen hat.

Die kommunale Satzung sieht eine Anmeldepflicht regelmäßig vor,

  • wenn der Hund älter als drei Monate ist,
  • bei Neuerwerb eines Hundes oder Zuzug mit Hund,
  • bei Pflege oder Verwahrung eines Hundes über einen Zeitraum von mehr als zwei Monaten.

Die Steuersätze betragen

für den ersten Hund                                         60,00 EUR
für den zweiten Hund                                     108,00 EUR
für den dritten und jeden weiteren Hund          144,00 EUR
für gefährliche Hunde im Sinne der Satzung     400,00 EUR

Rechtsgrundlage ist die Hundesteuersatzung der Stadt Fulda.

Hundesteuersatzung 

An- und Abmeldung eines Hundes zur Hundesteuer

Die Hundehalterin/der Hundehalter ist  verpflichtet, den Hund bei der Stadt unter Angabe der Rasse und der Abstammung des Tieres anzumelden:

  • bei Zuwachs durch Geburt von einer bereits gehaltenen Hündin innerhalb von zwei Wochen, nachdem der Hund drei Monate alt geworden ist,
  • in den übrigen Fällen grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme des Hundes.

Endet die Hundehaltung, so ist die Steuermarke mit der Anzeige über die Beendigung der Hundehaltung innerhalb von zwei Wochen an die Stadt zurückzugeben.

Ihre Hundean- und Abmeldung können Sie gerne anhand der Formulare im Formularpool durchführen.

Formularpool

Gefährliche Hunde / Kampfhunde

Alle Bundesländer haben Gesetze bzw. Verordnungen zur Abwehr der von Hunden ausgehenden Gefahren erlassen. Da die Gefahrenabwehr in die Kompetenz der Länder fällt, sind die Regelungen der Bundesländer unterschiedlich.

In Hessen sind alle Hunde so zu halten und zu führen, dass von ihnen keine Gefahren für die öffentliche Sicherheit, also für das Leben und die Gesundheit von Menschen oder Tieren, ausgehen. Hunde dürfen außerhalb des eingefriedeten Besitztums der Halterin oder des Halters nicht unbeaufsichtigt laufen gelassen werden.

Für die Haltung eines gefährlichen Hundes wird eine Erlaubnis benötigt. Als gefährlich gelten - unabhängig von ihrer Rassezugehörigkeit - solche Hunde, die eine gesteigerte Aggressivität aufweisen oder die auffällig geworden sind.

Ferner sind unter anderem Hunde folgender Rassen als gefährlich anzusehen:

  • Pitbull-Terrier oder American Pitbull Terrier,
  • American Staffordshire-Terrier oder Staffordshire Terrier,
  • Staffordshire-Bullterrier,
  • Bullterrier,
  • American Bulldog,
  • Dogo Argentino,
  • Fila Brasileiro,
  • Kangal (Karabash),
  • Kaukasischer Owtscharka und
  • Rottweiler.

Erfasst werden auch Kreuzungen untereinander oder mit anderen Hunden.

Im Rahmen des Erlaubnisverfahrens sind u. a. die Fähigkeit des Hundes zu sozialverträglichem Verhalten durch einen Wesenstest sowie die Geeignetheit und Zuverlässigkeit der Halterin oder des Halters nachzuweisen.
Die Einfuhr bzw. Verbringung gefährlicher Hunde aus dem Ausland in das Bundesgebiet ist durch das Gesetz zur Bekämpfung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland geregelt.

Für die Erlaubnis sind nachfolgende Unterlagen / Voraussetzungen erforderlich:

  • Wesenstest des Hundes
  • Sachkundenachweis des Halters
  • Führungszeugnis
  • Chipnummer des Hundes
  • Nachweis der Haftpflichtversicherung für den Hund
  • Nachweis über entrichtete Hundesteuer
  • Nachweis der artgerechten Haltung
  • Vollendung des 18. Lebensjahres.

Die erstmalige Erlaubnis kostet 125,00 €, eine Verlängerung 75,00 €.
Eine vorläufige Erlaubnis ist möglich, auf 8 Wochen befristet und gebührenfrei.

Hessische HundeVO

Beitragssatzung der Hessischen Tierseuchenkasse für das Haushaltsjahr 2018

Rattenbefall, Informationen zur Bekämpfung

Ratten gelten nach dem Infektionsschutzgesetz als tierische Schädlinge und müssen deshalb aus Gründen des Gesundheitsschutzes bekämpft werden. Sollten Sie in einem Haus leben, in dem die Ratten zur Plage werden, sollten Sie sich an Ihren Haus- bzw. Grundstückseigentümer wenden. Dieser kann dann darüber entscheiden, ob er selbst entsprechende Fertigpräparate auslegt (in jeder Drogerie oder Garten-Center erhältlich) oder eine Fachfirma beauftragt. Diese findet man am schnellsten im Branchenverzeichnis unter dem Stichwort "Schädlingsbekämpfung".

Verweigert der Vermieter diese Maßnahme, kann sich der Mieter an das zuständige Ordnungsamt wenden. Hierbei muss eine Kopie der schriftlichen Aufforderung des Mieters vorliegen.

Bei Rattenfunden an öffentlichen Orten wenden Sie sich an das Ordnungsamt der Stadt Fulda.

Informationen zum Thema "Tauben"

In zunehmendem Maße beklagt die Bürgerschaft das Überhandnehmen wildlebender Tauben und die damit einhergehenden Unzuträglichkeiten:

  • Eltern schreiben immer wieder über ihre Ängste, wenn Kinder beim Spiel mit Taubenkot in Berührung gekommen sind oder Bürgerinnen und Bürger reagieren verärgert über durch Tauben beschmutzte Kleidung und Fahrzeuge
  • Hauseigentümer berichten von erheblichen Schäden an Gebäuden
  • Geschäftsleute teilen ihren Unmut über von Taubenkot verunreinigte Verkaufs- und Werbeeinrichtungen sowie Waren mit
  • nicht nur ältere Menschen haben Angst, wenn wildlebende Tauben in rasantem Flug über ihre Köpfe hinweg Futterplätze anfliegen.

Den Äußerungen gemeinsam ist die Forderung nach Abhilfe. Auch die Stadt Fulda beobachtet die Entwicklung mit Sorge. Es ist dabei keinesfalls tröstlich, dass es auch in den anderen Städten eine gleichgelagerte Problematik gibt. Diese Information stellt einerseits die Situation der wildlebenden Tauben in der Stadt Fulda dar und soll gleichzeitig dafür werben, das einzig tierschutzgerechte Steuerungsmittel zu beachten.

Es lautet: Fütterungsverbot

Woher kommen die Tauben?

Die Stadttaube, ein verwilderter Abkömmling der Haustaube, stammt von der Felsentaube ab. Durch die günstigen Bedingungen des Lebensraumes "Stadt" - relativ mildes Klima, genügend Nahrung durch Füttern und Wohlstandsmüll, Fehlen natürlicher Feinde wie z. B. Wanderfalke, Habicht, im Winter unnatürlich lange Tage durch Straßen- und Reklamebeleuchtung - kommt es zu einer großen Vermehrung der Stadttaube in den Städten.

Ansichten der Bevölkerung

Die Tatsache, dass Tauben heute das Stadtbild prägen, führt zu geteilten Meinungen in der Bevölkerung. So gilt die Taube einerseits als Symbol des Friedens. In Venedig wäre der Markusplatz ebenso wie in London der Trafalgar Square ohne Tauben kaum vorstellbar. Andererseits werden durch die zunehmende Ausbreitung von Stadttauben und die damit verbundenen Probleme Forderungen aus der Bevölkerung laut, die auf eine Beseitigung der Problematik abzielen.

Taubenfütterung

Die Fütterung der Tauben bewirkt leider nicht das beabsichtigte "bessere Leben" für die Tiere, sondern genau das Gegenteil. So werden die Tauben durch das reichliche Nahrungsangebot dazu veranlasst, auch im Winter zu brüten und sich damit noch stärker zu vermehren. Die hierdurch entstehende Populationsdichte führt zu Stresssituationen für das Einzeltier.

Folgen der Taubenfütterung

Auch eine natürliche Nahrungssuche findet kaum noch statt, was Bewegungsarmut und Vitaminmangel zur Folge hat. Dadurch entstehen Krankheiten, die auf andere Tauben übertragen werden, was letztendlich dazu führt, dass regelmäßig beschickte Futterstellen sich zu Infektionsherden entwickeln können.

Speiseplan

Die natürliche Nahrung der Taube besteht hauptsächlich aus Körnern. In den Städten steht für die anpassungsfähigen Tiere aber heute der achtlos weggeworfene Wohlstandsmüll auf dem Speiseplan: Süßigkeiten, Pommes Frites, Schulbrote, Brötchen usw.

Die Gesundheit der Tauben leidet Einladung für Ratten

Hierdurch kommt es zu einer Verfettung - die Gesundheit der Tauben leidet. Aber selbst schwache und kränkelnde Tiere leben durch das Überangebot an falscher Nahrung - anders als in der Natur - länger.

Taubenfüttern ist Tierquälerei

Von der Fütterung der Tauben und den Nahrungsabfällen profitieren letztendlich auch unerwünschte Kostgänger: die Ratten!

Schäden in den Städten

Die vielfältigen durch Tauben hervorgerufenen Schäden sind überwiegend durch den beträchtlichen Kotanfall bedingt. Das von den Tauben ausgeschiedene Urin-Kot-Gemisch ist sehr aggressiv und trägt zum Steinzerfall und damit zur Zerstörung der zum Teil historisch wertvollen Bausubstanz bei. Das Herauspicken von Mörtel aus den Mauerfugen kann auf Dauer zu weiteren Schäden führen.

Gefahren für den Menschen

Verwilderte Haustauben können zur Verbreitung von Krankheiten (u. a. Salmonellose) beitragen. Übertragungen auf Nutz- und Ziervögel, aber auch auf den Menschen, sind möglich. So stellen z. B. mit Taubenkot verunreinigte Kinderspielplätze und Verkaufsstände eine Gefahrenquelle dar.

Mögliche Maßnahmen zur Beseitigung der Probleme

Auf der Suche nach Möglichkeiten zur Verminderung der Schäden sind bislang eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen erprobt worden. Sie reichen vom Abschießen der Tauben über das Einfangen mit Netzen und späterem Töten, dem Aufstellen von Taubentürmen bis hin zur kürzlich noch häufig eingesetzten sogenannten Taubenpille. Diese und andere Maßnahmen haben in der Öffentlichkeit ein unterschiedliches Echo hervorgerufen und sind immer wieder mit Tierschützern kontrovers diskutiert worden.

Fütterungsverzicht

Als wirksames und tierschutzgerechtes Mittel zur Begrenzung des Taubenproblems bleibt letztlich nur der Verzicht des Fütterns.

Verordnung der Stadt Fulda

Auch die Fuldaer Straßenverordnung vom 15. Dezember 2000, zuletzt geändert am 26. August 2002, enthält eine entsprechende Regelung:

§ 9 Abs. 5 (Haltung von Tieren) der Fuldaer Straßenordnung: Es ist verboten im Bereich der Innenstadt (§ 2) wilde Tauben zu füttern (Taubenfütterungsverbot). Dieses Verbot erfasst auch das Auslegen von Futter- und Lebensmitteln, die üblicherweise auch von Tauben aufgenommen werden.

Taubenfüttern kann teuer werden. Verstöße hiergegen können mit einer Geldbuße von bis zu 5.000 € geahndet werden.

... und deshalb: Bitte keine wildlebenden Tauben füttern!