Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Fulda

Mit der Jugend zum Ziel

Das konnten 45 Jugendfeuerwehr Mädchen und Jungen aus unterschiedli-chen Jugendfeuerwehren sowie 6 Jugendliche des Jugend Rotkreuzes beim diesjährigen Berufsfeuerwehrtag unter Beweis stellen.
Der Berufsfeuerwehrtag ist ein Aktionstag für die Jugendfeuerwehren. Er soll eine 24 Stunden Schicht einer Berufsfeuerwehr nachstellen. Dieser Tag wird durch Ausbildungseinheiten und gestellte Szenarien sowie gemeinsa-mes Essen, Spielen oder Film schauen zu einem ganz speziellen Erlebnis. Die Jugendlichen kommen aus nahezu allen Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda und sind im Alter zwischen 10 und 16 Jahren. Einige kennen sich schon, andere nicht und trotzdem müssen sie gut gemeinsam die ihnen gestellten Aufgaben lösen. Vorbereitet wurde der Berufsfeuerwehrtag durch Andreas Baumruck, der mit einem 15-köpfigen Ausbilderteam den Tag zu-sammengestellt hat. Danke dafür.
Begonnen hat der Tag am Feuerwehrstützpunkt Fulda Ost. Hier bezog man mit Feldbetten die Zimmer und die Jugendlichen wurden wie bei den „Gro-ßen“ auf die Fahrzeuge eingeteilt. Im Anschluß ging es zur Firma HUBTEX, die ihren Hof und Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat. Hier ein großes Dankeschön an die Firmenleitung und die Angestellten, die uns an diesem Tag außerhalb ihrer Arbeitszeit begleitet haben. An vier Stationen konnten die Kinder trainieren wie Feuer gelöscht wird, eine Patientenorientierte Ret-tung funktioniert, Erste Hilfe geleistet wird und Personen unter schwerer Last befreit werden. Zwischendurch, über den Tag verteilt, galt es natürlich auch verschiedene „Einsätze“ abzuarbeiten. So wurden Personen aus einem verrauchten Keller oder vom Garagendach gerettet. Bei gestellten PKW Un-fällen am Tag und in der Nacht mussten Verletzte versorgt werden und letztlich wurde nach einem Unfall eine Person als vermisst gemeldet, so dass die komplette Mannschaft in der Nacht noch nach ihr suchen durfte.
Das Highlight des Tages war allerdings die Großübung auf einem Bauernhof in Zirkenbach. Bei einem angenommenen Brand der Maschinenhalle galt es die angrenzenden Gebäudeteile abzuschirmen. Des Weiteren wurden sechs Personen in der brennenden Maschinenhalle vermisst. Die Jugendlichen hat-ten hier die Aufgabe eine Wasserversorgung herzustellen, den Brand zu lö-schen und die verletzten Kinder zu versorgen. Die eingeladenen Familien der Kinder sowie Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, Leiter der Feu-erwehr Thomas Helmer, Stadtrat Michael Ruppel, Sprecher der ehrenamtli-chen Kräfte Michael Assenmacher und auch die Ortsvorsteher aus dem Kirchspiel Johannesberg konnten sich von der guten zusammenarbeit der Jugendlichen überzeugen. Schnell waren alle Vermissten Personen gefun-den und wurden vom Jugendrotkreuz professionell versorgt.
Oberbürgermeister Wingenfeld zeigte sich beeindruckt vom umsichtigen Handeln und bedankte sich für den Einsatz, den die Jugendlichen zeigen. Alle sind froh gewesen, dass dieses Szenario nur eine Übung war. Es sei nicht selbstverständlich, dass sich Jugendliche wie auch Erwachsene in die-sem Maße für die Allgemeinheit einsetzen. Gerade in der heutigen Zeit sei dies ein wichtiger Baustein in unserer Gesellschaft. Sein besonderer Dank galt den Ausbildern, die den Jugendlichen ein unvergessliches Wochenende bescheren.
Der Leiter der Feuerwehr Thomas Helmer unterstrich die Worte vom Ober-bürgermeister und bat die Jugendlichen, sich weiterhin in der Feuerwehr zu engagieren, denn so wie sie sich bei der Übung präsentiert haben, seien sie für die Einsatzabteilung gut gerüstet. Ein hoher Ausbildungsstand ist ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Feuerwehren. Das wurde hier gezeigt. Was an diesem Tag auf die Beine gestellt wurde ist unglaublich. Im ersten Moment sei man unsicher gewesen, ob es ein realer Einsatz oder wirklich nur eine Übung sei. Den Einsatz aller Beteiligten schätze man sehr. Sich in der heutigen Zeit bei hohen Ansprüchen am Arbeitsplatz und der damit ver-bundenen geringeren Zeit für die Familie sich in diesem Maße für die Ju-gendarbeit und zum Wohle der Allgemeinheit einzusetzen, verlangt viel Mo-tivation für die gute Sache ab. Sein Dank galt allen Teilnehmern sowie den Eltern, die ihre Kinder in die Jugendfeuerwehr gehen lassen.
Michael Assenmacher stellte vor allem heraus, dass es erfreulich ist, so viele Jugendliche und Betreuer aus den unterschiedlichen Wehren zusammen ar-beiten zu sehen. Das ist Feuerwehr! Schnell und unkompliziert zu handeln, gemeinsam an einem Strang zu ziehen das wird hier gelebt. Er wünschte sich, dass die Jugendlichen das mit in ihren Freundeskreis und in die Schu-len nehmen mögen um Werbung für ihr Hobby Jugendfeuerwehr zu ma-chen. „Wir brauchen euch, ihr seid die Zukunft!“ :rief er den Kindern zu.
Zum Abschluß bedankte sich Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler noch bei allen Teilnehmern, Gästen und Eltern. Besonders bei dem Leiter der Feuerwehr Thomas Helmer, denn ohne seine Zustimmung zur Bereit-stellung der Fahrzeuge, sein Vertrauen in die Ausbilder sowie sonstige Un-terstützung ist diese Veranstaltung nicht möglich. Im Anschluß gab es noch einen kleinen Imbiss am Bürgerhaus in Zirkenbach der durch Kameraden aus den Einsatzabteilungen der Feuerwehren aus dem Bereich Süd vorbe-reitet wurde. Vielen Dank dafür. Und wie es bei der Feuerwehr so ist, kam auch schon bald der nächste Einsatz und die Jugendlichen durften los um anderen zu helfen. Müde aber glücklich wurden sie am Sonntagmorgen, nach dem gemeinsamen Aufräumen von den Eltern in Empfang genommen.

50 Jahre Jugendfeuerwehr Fulda-Mitte und Austragung des Stadtpokals

Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Fulda-Mitte fand der diesjährige Stadtpokal der Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda im Rahmen eines kleinen Festes statt.

Im Jahr 1969 hatte man die Weitsicht, eine Jugendfeuerwehr zu gründen.
Die Jugendlichen wurden durch praktische Schulungen an den Löschfahr-zeugen, theoretische Unterrichtseinheiten und gemeinschaftliche Aktionen wie z. B. Zeltlager, Ausflüge, Handwerken oder Backen an die Arbeit der Einsatzabteilung herangeführt. Sie sollten natürlich das praktische arbei-ten der Feuerwehr, aber auch die Kameradschaft kennen lernen.

So ist es auch heute noch. Nur Moderner. Bei einem kurzen Kommerz überbrachte Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld seine Grüße. Da-mals schon Vorausschauend an die Zukunft zu denken und Jugendliche an die Arbeit zum Wohle der Mitmenschen heranzuziehen. Das Engagement, welches mit viel Energie in die Ausbildungsstunden gesteckt wird kann nicht hoch genug bewertet werden. Er Dankte allen Führungskräften, Ausbildern, Betreuern und natürlich den Jugendlichen für ihren Einsatz. Außerdem überbrachte er die besten Wünsche der Sparkassenversicherung und überreichte ein kleines Geschenk. Kreisjugendfeuerwehrwart überbrachte im Namen des Landkreises Fulda gemeinsam mit Bernward Münker-Breidung für die Kinderfeuerwehren des Landkreises viele Grüße und Wünschte weiterhin viel Erfolg in der Jugendarbeit. Auch der Leiter der Feuerwehr Fulda, der Sprecher der ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte, der stellv. Wehrführer von Fulda-Mitte Markus Wetter sowie Stadtjugendfeuerwehrwartin Melanie Medler bekundeten wie wichtig die Arbeit in den Jugendfeuerwehren sei. Gerade in der heutigen Zeit wo, sich einsetzten für den Nächsten nicht mehr „cool“ und attraktiv ist, sondern oft die Spielconsole im Mittelpunkt steht ist es schön zu sehen, dass es noch Jugendliche gibt die mit anpacken wollen. Alle bedankten sich nochmals auch im Besonderen bei den verantwortlichen Betreuern die die Ausbildungs- und Übungsstunden mit den Jugendlichen zusätzlich zu ihrem eigenen Dienst in der Einsatzabteilung, ihrem Arbeitsplatz und der Familie tun.

Im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums trafen sich wie in jedem Jahr die Jugendfeuerwehren aus dem Stadtgebiet Fulda, Dietershan, Gläseerzell, Kämmerzell, Haimbach/Rodges, Harmerz, Istergiesel-Zell, Johannesberg-Zirkenbach, Lüdermünd, Fulda-Ost und als Gastgeber natürlich Fulda-Mitte zum diesjährigen Stadtpokal. Die Jugendliche zeigen hier was sie in dem vergangenen Jahr gelernt haben. Sie müssen einen Löschangriff aufbauen, bei einer Schnelligkeitsübung Schläuche in möglichst kurzer Zeit aneinander kuppeln, Knoten aus dem Bereich der Feuerwehr beherrschen, gemeinsam einen Fragebogen ausfüllen und zum Abschluß noch eine Spaßübung bewältigen. Alle Teams lagen dicht beieinander. Gewonnen hat am Ende die Jugendfeuerwehr aus Haimbach/Rodges. Letzten Endes gilt aber der olympische Gedanke „dabei sein ist Alles“ so ist jedes Team ein Sieger.

Dass Gemeinschaft groß geschrieben wird haben die Jugendlichen schon vor Beginn der Veranstaltung gezeigt. Dem Aufruf folgend, doch bei der Stadtwette vorbei zu kommen und Tore zu schießen, ist man vom Veran-staltungsort am Deutschen Feuerwehrmuseum zum Stadion gelaufen. Hier hat man sich mit Kräften der Hauptamtlichen und der Freiwilligen Feuerwehr getroffen. Um die hundert Feuerwehrleute groß und klein versuchten nun ihr Glück.

Auch die Jüngsten in der Feuerwehr durften ihr Wissen schon unter Beweis stellen. Die Kinder im Alter zwischen 6-10 Jahren haben das Kinderfeuerwehrabzeichen “Tatze“ erwerben können. Hierzu mussten kleinere Aufgaben gelöst werden. Sie mussten zum Beispiel einen Feuerwehrknoten machen, Geräte der Feuerwehr benennen, die Notruf Nummer kennen und anrufen können. Eine gemeinsame Aktion wurde im Vorfeld schon unternommen. Hieran beteiligten sich die Kinderfeuerwehren der Stützpunkte Fulda-Nord und Fulda-Ost.

Alles in Allem war es eine gelungene Veranstaltung. Alt und Neu wurden durch den Veranstaltungsort am Deutschen Feuerwehrmuseum verbun-den. Hier gebührt noch ein Dank an den Museumsleiter Rolf Schamberger, der das Museum zur Verfügung gestellt hat. 

Bei der Feuerwehr kann Jede*r mitmachen, der sich gerne für Andere einsetzt, Spaß an Technik hat, gemeinsam Ziele erreichen will und dabei noch Freunde findet. In der Kinderfeuerwehr kann man zwischen 6-10 Jahren mitmachen. Die Jugendlichen in der Jugendfeuerwehr sind zwi-schen 10-17 Jahren und lernen schon das was später mal in der Einsatz-abteilung an Technik und Teamwork benötigt wird. Ab einem Alter von 17 Jahren kann man sich ehrenamtlich in der Eisatzabteilung engagieren. Auch ohne vorherige Mitgliedschaft in einer Jugendfeuerwehr. 

125 Jugendliche begeistert beim Konzert von Mark Forster

Wir können gemeinsam mit Mark Forster seine Liedzeile „Ich war dabei zum Glück“ singen.

Am Sonntag den 2. Juni 2019 besuchten 125 Jugendliche und Betreuer das Zusatzkonzert von Mark Forster in Fulda. Ermöglicht wurde dies durch die Idee von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der den Jugendlichen und deren Ausbilder*innen für deren ehrenamtliches Engagement dankte. Nachmittags traf man sich vor der Stadtpfarrkirche um dann gemeinsam zum Universitätsplatz zu laufen. Die große Gruppe viel einigen Passanten auf. Erwartungsvoll warteten wir gespannt auf den Beginn des Konzerts. Als es dann los ging tanzten dann Alle mit. Viele Lieder konnten mitgesungen werden. Dieser Tag wird ein unvergessliches Erlebnis für alle Teilnehmer bleiben. Mit strahlenden Gesichtern und ziemlich müde nach dem langen und heißen Tag, wurden die Jugendlichen von den Eltern abgeholt.

Die Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda bedanken sich ganz herzlich bei Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der Sparkasse Fulda und Allen die dieses erst ermöglicht haben. Danke.

„Wir waren dabei, zum Glück“