Sportliche Truppe

Stellvertretend für alle Absolventen für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens aus dem Jahr 2020, hat eine Abordnung der diensthabenden Wachabteilung die entsprechenden Urkunden erhalten. Überreicht wurden diese durch den Oberbürgermeister der Stadt Fulda Herrn Dr. Heiko Wingenfeld.

Insgesamt wurden 34 Abzeichen von den Barockstadtrettern abgelegt;

Das entspricht ca. 50% der Mitarbeiter und ist eine Anzahl die sich sehen lassen kann. Wir sind stolz auf unsere sportliche Truppe und sagen weiter so.


Gemeinsame Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Fulda

FULDA (jo). Herausfordernde Zeiten erfordern ungewöhnliche Lösungen, das gilt auch für die Feuerwehren der Stadt Fulda. Und so fand die gemeinsame Jahres-hauptversammlung erstmals nicht in einem geschlossenen Raum, sondern – ganz pandemiegerecht – im Innenhof des Vonderau-Museums statt. Auf der Bühne, wo sonst Künstlerinnen und Künstler in der Reihe „Kultur.findet.Stadt“ auftreten, wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden mit Ehrungen und Anerken-nungsprämien bedacht, einige erhielten sogar ganz außergewöhnliche Ehrungen: So wurden Werner Greve und Dieter Brähler wegen herausragender Verdienste zu Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Fulda ernannt,  Manfred Schnell erhielt das Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbands und Carlo Bleuel eine besondere Ehrung im Bereich Feuerwehrmusik.

Das „Hausherr“ und Brandschutzdezernent, OB Dr. Heiko Wingenfeld, erinnerte noch einmal daran, wie sehr die Corona-Pandemie auch das Leben der Feuerwehrleute durcheinandergewirbelt habe: Monatelang konnten keine Weiterbildungen, Schulungen oder Übungen stattfinden, die Nachwuchsarbeit lag vielerorts brach, und auch das gesellige Vereinsleben kam zum Erliegen. Gleichzeitig habe sich auch in der Krise die Stärke eines gut organisierten Feuerwehrwesens erwiesen, etwa als innerhalb kürzester Zeit ein Fahrdienst zum Impfzentrum für ältere oder gehbehinderte Menschen organisiert wurde. Gerade für diesen besonderen Einsatz in schwierigen Zeiten dankte der OB. 

Der Leiter der Feuerwehr Fulda, Thomas Helmer, gab einen Tätigkeitsbericht – ausnahmsweise für einen Zeitraum von drei Jahren, weil so lange keine gemeinsame Jahreshauptversammlung stattfinden konnte. Er sei froh, endlich wieder alle persönlich begrüßen zu können: „Feuerwehr ohne reale Treffen, ohne die Möglichkeit eines persönlichen Austausches und im Ergebnis ohne Kameradschaft zu leben, ist nun mal nicht die Feuerwehr, die wir alle schätzen gelernt haben“, sagte er.

In seinem Rückblick auf die 2018, 2019 und 2020 beleuchtete Helmer als einen „wichtigen und wertvollen Schritt der Zukunftssicherung“ die Gründung der ersten Kinderfeuerwehren in Bronnzell und Edelzell, später dann auch in Fulda-Nord. Auch das Projekt des Landes Hessen „Feuerwehr geht in die Schule“ sei in Fulda auf fruchtbaren Boden gefallen. Baulich und organisatorisch habe es 2019 wichtige Wegmarken gegeben: Der neue Feuerwehrstützpunkt Ost wurde bezogen und die Baumaßnahmen an der Hauptfeuerwache begannen. Gleichzeitig wurde der Zusammenschluss der drei Statteilwehren Kohlhaus, Edelzell und Bronnzell vollzogen. Helmers Dank galt den Verantwortlichen in Stadteilwehren, die den Prozess begleitet und gestaltet haben. 

Das Jahr 2020 sei vor allem durch die Corona-Pandemie und deren Folgen geprägt gewesen, so Helmer: „Themen wie Onlineausbildung, Virtuelle Klassenzimmer oder Livestreaming waren bis dahin nie Bestandteil unserer Planungen. Doch dann ist es unseren Ausbildern in enger Abstimmung mit den neu geschaffenen Fachgebietsleitern Medientechnik und der städtischen EDV-Abteilung rasch gelungen, ein zielgerichtetes Angebot zu erstellen.“ Bei den Einsätzen standen immer wieder – vor allem 2019 und dann auch wieder 2021 –  Unwetterlagen im Vordergrund, zuletzt beim Hilfseinsatz im Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen. Helmers besonderer Dank galt den politischen Gremien der Stadt Fulda, allen voran dem Oberbürgermeister: „Wir hatten zu keiner Zeit das Gefühl, als Bittsteller aufzutreten, im Gegenteil, unsere Anliegen fanden immer Gehör“, sagte der Feu-erwehrchef und Leiter des städtischen Brandschutzamts. 

Im Beisein von OB und zahlreichen hochrangigen Feuerwehrvertretern, darunter auch der Brandschutzdezernent im Regierungspräsidium Kassel, Thomas Finis sowie der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands, Lothar Mihm, wurden zahlreiche Beförderungen, Prämien und Auszeichnungen zuerkannt: 

Neue Ehrenmitglieder der Feuerwehr Fulda sind:

  • Dieter Brähler
  • Werner Greve

Das Ehrenkreuz in Bronze des Deutschen Feuerwehrverbands erhielt:

  • Manfred Schnell

Die Goldene Verdienstmedaille des Internationalen Musikbunds CISM erhielt: 

  • Carlo Bleuel (Feuerwehrkapelle Fulda-Dietershan)

Die Sankt-Florians-Medaille des kurhessisch-waldeckschen Feuerwehrverband ging an: 

  • Klaus Hauger (Fulda-Ost),
  • Stephan Raab (Haimbach/Rodges).

Ehrennadeln in Gold und eine Urkunde der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände erhielten: 

  • Annette Müller,
  • Matthias Bleuel,
  • Michael Larbig (alle Feuerwehrkapelle Fulda-Dietershan).

Die Plakette in Gold für 50 Jahre aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr ging an: 

  • William Becker (Fulda-Mitte),
  • Gerhard Dietrich (Fulda-Nord),
  • Martin Engel (Haimbach/Rodges),
  • Bernhard Kropp (Haimbach/Rodges),
  • Arthur Sauer (Fulda-Nord),
  • Josef Schönherr (Lüdermünd),
  • Hugo Schreiner (Istergiesel/Zell).


Neue Träger des Hessischen Brandschutzehrenzeichens in Gold und der St.-Florians-Medaille der Stadt Fulda in Gold sind: 

  • Michael Assenmacher (Fulda-Mitte),
  • Wolfgang Augsten (Fulda-Nord),
  • Gerhard Auth (Harmerz),
  • Matthias Becker (Fulda-Mitte),
  • Matthias Bleuel (Dietershan),
  • Lothar Gilbert (Fulda-Nord),
  • Michael Gilbert (Fulda-Nord),
  • Burkhard Kreutzer (Fulda-Nord),
  • Joachim Krieger (Harmerz),
  • Jörg Peter (Fulda-Nord),
  • Stefan Riethmüller (Bernhards),
  • Manfred Schnell (Fulda-Mitte),
  • Berthold Schrimpf (Oberrode),
  • Michael Schwarz (Harmerz),
  • Michael Schwendner (Harmerz),
  • Peter Schwendner (Harmerz),
  • Christoph Uhl (Fulda-Mitte),
  • Karlheinz Vey (Harmerz),
  • Andreas Vogel (Fulda-Ost),
  • Markus Walter (Johannesberg/Zirkenbach),
  • Mathias Wiegand (Haimbach/Rodges).

Das Hessische Brandschutzehrenzeichen in Silber und die St.-Florians-Medaille der Stadt Fulda in Silber gingen an:

  • Stefan Baumbach (Fulda-Mitte),
  • Edwin Brähler (Lüdermünd),
  • Andreas Dietrich (Fulda-Nord),
  • Christian Engel (Haimbach/Rodges),
  • Björn Fischer (Fulda-Mitte),
  • Manfred Günther (Kämmerzell),
  • Ernst Hasenauer (Oberrode),
  • Jörg Hirsch (Fulda-Ost),
  • Dirk Hohmann (Gläserzell),
  • Jörg Kircher (Fulda-Nord),
  • Alexander Kremer (Gläserzell),
  • Roger Labus (Fulda-Ost),
  • Alexander Marquart (Fulda-Nord),
  • Falko Müller (Fulda-Mitte),
  • Sebatsian Niebling (Fulda-Mitte),
  • Thomas Schmitt (Lüder-münd),
  • Martin Schwab (Bernhards),
  • Katja Stipanowsky (Fulda-Ost),
  • Martin Swars (Oberrode).

Anerkennungsprämien erhielten für 
10 Jahre Freiwilliger Feuerwehrdienst: 

  • Jörg Baier (Fulda-Mitte),
  • Lukas Götz (Kämmerzell),
  • Kevin Habicht-Rowland (Fulda-Nord),
  • Philipp Knorn (Fulda-Mitte),
  • Johannes Lehmann (Dietershan),
  • Andreas Schmitt (Lüdermünd),
  • Timo Schwab (Fulda-Nord),
  • Pascal Silbermann (Fulda-Nord),
  • Francesca Weber (Fulda-Mitte).

20 Jahre Freiwilliger Feuerwehrdienst:

  • Carsten Brähler (Gläserzell),
  • Andreas Dietrich (Fulda-Nord),
  • Sebastian Halbleib (Maberzell),
  • Michael Mathes (Fulda-Mitte),
  • Steffen Sauer (Maberzell),
  • Florian Schmitt (Dietershan).

30 Jahre Freiwilliger Feuerwehrdienst: 

  • Andreas Bott (Fulda-Mitte),
  • Torsten Lauer (Fulda-Ost),
  • Thomas Seuring (Fulda-Ost),
  • Stefan Thiemann (Bernhards).

40 Jahre Freiwilliger Feuerwehrdienst:

  • Peter Krug (Fulda-Mitte),
  • Martin Reith (Lüdermünd),
  • Udo Stelzig (Fulda-Mitte),
  • Christoph Wegstein (Fulda-Nord),
  • Bernd Zink (Bernhards).

Befördert wurden: 

  • Maximilian Kaiser (Fulda-Mitte) zum Feuerwehrmann
  • Kevin Höfer (Fulda-Mitte) zum Oberfeuerwehrmann
  • Steffen Theiß (Haimbach/Rodges) zum Oberlöschmeister
  • Heiko Kramm (Lüdermünd) zum Hauptlöschmeister
  • Jörg Hirsch (Fulda-Ost) zum Brandmeister
  • Ingo Alt (Fulda-Ost) zum Oberbrandmeister 

Aus der Brandschutzkommission der Stadt Fulda verabschiedet wurde:

  • Christian Kanne (Oberrode)

Sommertour der Jugendfeuerwehr Fulda

Im Stadtgebiet Fulda sind 35 Kinder und 160 Jugendliche in 2 Kinder- und 14 Jugendfeuerwehren aktiv. Wie überall hinterlässt die Pandemie auch in den Kinder- und Jugendfeuerwehren ihre Spuren. Während das öffentliche Leben runtergefahren war, fanden auch keine praktischen Ausbildungen oder Treffen in den einzelnen Gruppen statt. Die Ausbildung verlief ausschließlich online. Die Kinder, Jugendlichen sowie die Ausbil-der*innen haben sich auf diese Situation eingelassen und einiges Neue ausprobiert. Das hat auch gut funktioniert. Viele haben mitgemacht und so konnte zumindest der theoretische Teil in der Jugendarbeit weiter aufrechterhalten werden.

Doch Feuer löschen oder anderen Helfen geht nicht online. Bei schönem Wetter und nach der langen Pause sind alle heiß darauf, endlich wieder mit den Fahrzeugen und Geräten zu üben. Natürlich erfolgt die praktische Ausbildung nach den aktuellen Regelungen, denn wir alle wollen weiterhin gemeinsam aktiv Dienst tun. Deshalb haben sich die Kinder- und Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda eine besondere Aktion ausgedacht.

In einigen Stadtteilen soll ein Aktionstag stattfinden. An diesem Tag können Kinder ab 6 Jahren, Jugendliche, Erwachsene und Senioren sich anschauen, was die Feuerwehren alles zu bieten haben. Wir möchten informieren und zum Mitmachen einladen. An den Aktionstagen kann Feu-erwehr einmal hautnah erlebt werden. Wir zeigen mit der jeweiligen Stadtteilwehr, welche Fahrzeuge im Feuerwehrhaus stehen und was diese zu bieten haben. Es werden verschiedene Stationen aufgebaut, an denen z.B. ein Rauchhaus vorgeführt wird, Versuche gemacht werden können oder die Schutzkleidung gezeigt wird. Was passiert eigentlich, wenn ich die Notrufnummer wähle? Wer geht dann ans Telefon? Auch solche Fragen können an diesem Tag beantwortet werden. Bei gutem Wetter darf jeder auch einmal ein richtiges Feuer löschen!

Na, seid ihr neugierig geworden? Dann kommt in einfach am Aktionstag vorbei und macht mit! Wann die Feuerwehr bei euch ist, wird über Flyer und Plakate im jeweiligen Ort angekündigt.

Nun noch ein kurzer Rückblick der vergangenen Sommertour-Stationen:

+++ Sommertour der Jugendfeuerwehren erfolgreich gestartet +++

Lange Zeit konnten die Jugendfeuerwehren nur online üben. Mit der Möglichkeit wieder in Präsenz üben zu dürfen, haben sich die Jugendfeuerwehren der Stadt Fulda dazu entschlossen, auch Anderen die Feuerwehr einmal näher zu bringen. Dazu haben sie die Sommertour ins Leben gerufen.
Bei der Sommertour besuchte die Jugendfeuerwehr einige Fuldaer Stadtteile und ermöglichte mit zahlreichen Aktivitäten einen Einblick in Themen rund um die Feuerwehr. Kinder und Erwachsene konnten unter anderem an einem Brandsimulator einmal selbst Feuer löschen, mit einem Hohlstrahlrohr Tennisbälle von Pylonen schießen oder an einer Station experimentieren, welche Materialien schnell, langsam oder gar nicht brennen. Weiterhin konnte ein Löschfahrzeug erkundet und Schutzkleidung anprobiert werden. So manch einer hat sich gewundert, wie schwer doch so eine Schutzausrüstung ist. Malen, basteln und einiges mehr stand auch noch auf dem Programm. Bei der Vorführung einer Fettexplosion, wurde eindrucksvoll gezeigt, wie gefährlich es ist, eine Fritteuse oder einen Topf mit heißem Fett, mit Wasser zu löschen. Dieses Szenario wollte Niemand in seiner Küche erleben.

Insgesamt hatten die Kinder und Erwachsenen einen spannenden Ferientag mit der Jugendfeuerwehr.

Die nächste und vorerst letzte Station ist am 24.08.2021 ab 13:00 Uhr am Feuerwehrhaus in Maberzell. (mm)
 

Aktuelle Termine

Jeweils ab 13:00 Uhr

  • 20.07. - Fulda-Nord - Platz der Weißen Rose
  • 21.07. - Fulda-Nord - Marquardschule
  • 22.07. - Fulda-Nord - Grundschule Lehnerz
  • 23.07. - Fulda-Nord - Grundschule Niesig
  • 27.07. - Fulda-Harmerz - Feuerwehrhaus
  • 24.08. - Fulda Maberzell - Feuerwehrhaus

Kontakt:

feuerwehr.jugend@fulda.de

Tel.: 0661/102-3729


Dank an die Flutkatastrophen-Hilfskräfte aus Osthessen

Kräfte aus der Stadt Fulda und aus Großenlüder wieder zurück

OB und Landrat danken den aus den Katastrophengebieten in NRW zurückgekehrten Fuldaer Feuerwehrleuten

FULDA (fd/jo). Angesichts des dramatischen Ausmaßes der Zerstörungen durch die Hochwasserkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hat auch die Stadt Fulda Hilfe in der Not geleistet – und wird es auch weiter tun.  

Das machte Fuldas Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld heute Nachmittag bei der Rückkehr der ersten nach Osthessen zurückgekehrten Feuerwehrkameradinnen und -kameraden auf der Feuerwache Fulda deutlich.

Dort empfing er gemeinsam mit Landrat Bernd Woide und Führungskräften aus Feuerwehr und Katastrophenschutz Kräfte, die im Hochwassergebiet in Nordrhein-Westfalen im Einsatz waren. Viele Osthessen seien auch noch vor Ort, beispielsweise das THW, die Firma Hartmann und viele mehr. „Das nennt man bürgerschaftliches Engagement im besten Sinne“, erklärte OB Dr. Wingenfeld. „Wir sind auch dankbar, dass so viele Arbeitgeber in Fulda ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diesen so wichtigen Einsatz von der Arbeit freistellen. In dieser Notsituation braucht es schnelle und unbürokratische Hilfe.“ Gleichzeitig sei auch der Einsatz der haupt- und ehrenamtlichen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden nicht hoch genug einzuschätzen: „Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist ganz wichtig, und dieser wird von unseren Helferinnen und Helfern gelebt", so der OB. Aus dem Bereich der Feuerwehr der Stadt Fulda waren rund zwei Dutzend Einsatzkräfte mit insgesamt vier Fahrzeugen vor Ort, ein weiteres Fahrzeuge und weitere Kräfte stellte die Feuerwehr Großenlüder. Sie gehörten zu den Katastrophenschutzeinheiten, die über das hessische Innenministerium angefordert und koordiniert wurden.

Die Einsatzkräfte standen noch unter dem Eindruck des dramatischen Einsatzes. Durch das verheerende Unwetter verloren mehr als 150 Menschen ihr Leben, noch immer werden viele Bürgerinnen und Bürger vermisst. „Wir haben massive Zerstörungen gesehen. Die Betroffenen haben einfach alles verloren, Existenzen wurden vernichtet“, berichtete Axel Plappert von der Feuerwehr Fulda.

Stadt und Landkreis Fulda dankten allen Hilfskräften für ihren unermüdlichen Einsatz. „Wir müssen jedoch als Gesellschaft damit rechnen, dass wir solche Ereignisse häufiger erleben werden. Umso wichtiger ist es, dass wir auch vor Ort entsprechend vorbereitet sind und unsere Rettungs- und Hilfsorganisationen über die notwendige Ausstattung verfügen“, appellierte OB Wingenfeld.

Fulda, 19.07.2021 


Maschinisten-Ausbildung am offenen Gewässer

Die niedrigen Inzidenzzahlen ermöglichen den Kameraden der Feuerwehr Fulda erfreulicherweise wieder praktische Ausbildungen.

Die Maschinistengruppe der FF Fulda-Mitte nutzte die sommerlichen Temperaturen für eine gemeinschaftliche Ausbildung am offenen Gewässer. Mit den wasserführenden Fahrzeugen, einer Drehleiter und dem Abrollbehälter Schlauch ging es am Montag in den Stadtteil Kämmerzell an die Ufer der Fulda.

Vor Ort wurden an jeder Fahrzeugpumpe eine Saugleitung aufgebaut und zu Wasser gelassen. So konnten die Maschinisten abwechselnd intensiv mit den unterschiedlichen Pumpen trainieren und ihr Wissen nach dem langen Winter auffrischen und erweitern. Die Drehleitermaschinisten befassten sich zudem mit dem Aufbau und Handling des Wenderohrs.

Nicht alltäglich war der Aufbau einer mobilen Unterfahrbrücke, die auf dem AB-Schlauch verlastet ist. Mit ihrer Hilfe kann eine Schlauchleitung z.B. über eine viel befahrene Straße geführt werden. Dabei ist die Durchfahrtshöhe groß genug, damit auch hohe Busse oder LKWs die Brücke passieren können.

Das Aufbauen einer Saugleitung und Ansaugen aus offenen Gewässern gehört zu den Grundtätigkeiten eines jeden Feuerwehrmanns, bereits in der Jugendfeuerwehr wird es geübt. Jedoch kommt es im Einsatzalltag recht selten zum Einsatz, da im Stadtgebiet das Löschwasser meist aus den Hydranten entnommen wird.

Alle Teilnehmer waren sich nach der Ausbildung einig, es war eine gelungene und abwechslungsreiche Ausbildung! (pk)


Eine Bilanz - Extrem viele Einsätze in kurzer Zeit

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr Fulda waren auch am gestrigen Sonntag weiterhin damit beschäftigt, die Schäden der Starkregenereignisse vom Samstag zu beseitigen – die Lage entspannt sich aber langsam.

Im Stadtgebiet Fulda wurden am Samstag, 5. Juni, rund 260 Unwettereinsätze und acht Brandeinsätze koordiniert und von der Feuerwehr Fulda bearbeitet. Im Laufe des Sonntagvormittags kamen weitere 20 Einsätze hinzu. Überwiegend handelte es sich dabei um vollgelaufene Gebäude und überflutete Straßenbereiche. Besonders schlimm hatte es den Stadtteil Niesig getroffen, wo durch die Wassermassen ein ganzer Hang abgerutscht war und ein Wohnhaus massiv schädigte. Die Einsatzkräfte sicherten aber auch umgestürzte Bäume oder unbefestigte Öltanks und kümmerten sich um Autofahrerinnen und -fahrer, die mit ihren Fahrzeugen in den Wassermassen liegengeblieben waren.

Insgesamt wurden rund 70 Einsatzfahrzeuge mit rund 310 ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften eingesetzt. Zur Unterstützung der Feuerwehr Fulda kamen drei Katastrophenschutzlöschzüge des Landkreises Fulda, eine Hochwassereinheit der Gemeinde Großenlüder sowie Versorgungs- und Betreuungseinheiten des Rettungsdienstes zum Einsatz. Auch seit Sonntagmorgen waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr Fulda wieder durchgängig im Einsatz.

„Ein derartiges Hilfeersuchen über den Notruf und zeitlich paralleles Einsatzaufkommen innerhalb der Stadt Fulda gab es die letzten 50 Jahre nicht, selbst der Sturm Kyrill im Jahr 2007 hatte nicht annähernd solche Einsatzzahlen zur Folge“, so Thomas Helmer, Leiter der Feuerwehr Fulda. „Unsere Einsatzkräfte - auch unterstützt durch die Katastrophenschutz-Einheiten - haben in der Nacht Außergewöhnliches geleistet, hierfür gebührt ihnen großer Dank und Anerkennung

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld bekräftigte den Dank an alle beteiligten Kräfte und lobte die gute Kooperation und Solidarität im Landkreis Fulda: „Solche Extremwetterlagen kommen glücklicherweise nicht sehr häufig vor – umso wichtiger ist es dann, dass die Zusammenarbeit funktioniert, wie sich hier einmal mehr bewiesen hat."


Großeinsatzlage für Fuldaer Feuerwehren – Alle verfügbaren Kräfte im Einsatz

Die außergewöhnlichen Starkregenereignisse im Laufe des Samstags haben für die Fuldaer Wehren zu einer besonderen Einsatzlage geführt. Seit den Nachmittagsstunden kam es zu rund 230 Einsätzen in der Fuldaer Innenstadt und den Stadtteilen. „Aktuell sind 200 haupt- und ehrenamtliche Kräfte der Fuldaer Wehren sowie 70 Kameradinnen und Kameraden aus dem Kreisgebiet im Einsatz“, berichtet Einsatzleiter Bernd Gottschalk. Diese seien nun mit Hochdruck dabei, die Einsätze zu bearbeiten. Die Feuerwehr bittet dabei um Verständnis dafür, dass aufgrund der hohen Anzahl Priorisierungen vorgenommen werden müssen, so dass nicht alle Einsätze unmittelbar bearbeitet werden können. Es ist davon auszugehen, dass die Arbeiten noch die ganze Nacht und mindestens den Sonntag in Anspruch nehmen werden.

In Anbetracht der Wettervorhersagen für den Tag hatte die Leitstelle bereits alle möglichen Vorkehrungen getroffen und das Personal verstärkt. Dennoch kam es aufgrund der extrem hohen Anzahl von Anrufen kurzzeitig zu einer Überlastung der Notrufnummer der Leitstelle, die aber schnell aufgelöst werden konnte.

Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der sich in der Leitstelle ein Bild von der Lage machte, dankte allen ehren- und hauptamtlichen Feuerwehrkräften sowie der Versorgungsgruppe des DRK Kreisverbands Fulda für ihren Einsatz und lobte die Solidarität im Kreisgebiet. „In einer solchen Situation zeigt sich, wie wichtig es ist, dass wir gut ausgestattete Wehren haben und welch hohe Bedeutung das Engagement für die Feuerwehr hat.“