Geschichte

Die Anfänge des Stadtteils Lüdermünd liegen sehr weit zurück, spätestens im 10. Jahrhundert. Darauf hin weist schon der alte romanische Kirchturm des Dorfes, der vermutlich dem 11. Jahrhundert angehören dürfte. Die Stätte auf, auf der sich das der heutige Stadtteil erhebt, wird schon im 8. Jahrhundert genannt. So ging nach der aus dem Jahre 747 stammenden „cartula St. Bonifatii“ der Grenzzug der Karlmannstiftung von 743 von der Quelle des Berolfesbaches (Glasbaches) zu der Stelle, an der die Lutire (Lüder) in die Fulda sich ergießt. Die bald nach 800 von dem Fuldaer Mönch und späteren Abt Aigil verfasste „vita Sturmii Abatis“ berichtet, dass Sturmius als er mit einem Kahn von Hersfeld aus die Fulda befuhr, um einen geeigneten Platz für ein Kloster zu finden, am dritten Tag an jene Stelle kam, an der die Lüder in die Fulda einmündet. Hier soll er badende Slaven getroffen haben, wahrscheinlich Salzhändler aus dem Osten, die vermutlich über die Antsanvia , den alten Handelsweg, der von Michelsrombach über Kämmerzell nach Bad Salzschlirf führte, gezogen waren.und durch ihren Handel den Salzhandel im Lüdertal und dem Tale von Salzschlirf niederhielten, sodass die gut angefangene Besiedlung dieser Täler gewaltig nachließ.

Der Name des Dorfes Lüdermünd wird urkundlich erstmals genannt im Jahre 1397 und zwar mit dem Adelsgeschlechte, das ihm seinen Namen entnommen hatte. In diesem Jahr 1397 hat Abt Johann von Fulda „angesehen getruwen Dinst, den uns und unserm Stieft der bescheidin Fritz von Ludermunde getan hat und furbaß in kunftigen Zyten tun mag“ dem vorgenannten Fritz von Ludermunde und seinen Erben „zur rechten Manlehen ein Hofestat geben in unser Stat Geysa gelegen und genant in dem Yshain eviglichen“. Auch gab er ihm und seinen Erben die Erlaubnis an dieser Hofstätte zu „buwen“ (bauen) und „bessern nach ihrem Nutz“. Sicher handelt es sich bei dieser „Fritz von Lüdermünd“ um eine aus dem Dorf hervorgegangene Adelsfamilie, die als ständige Vertreterin des Ortes, den Fuldaer Äbten bei Hof- und Heerfahrten militärische Dienste geleistet und so über den Ministerialienstand zum niederen Adel gekommen ist. Die Namen des Dorfes lauteten 1429 „Lutermunde“, 1510 Luttermunde und erst 1790 Lüdermünd.

Lüdermünd war ein Dorf des Schultheißenamtes Steinhaus und des Zentamtes Fulda. Im Jahre 1510 hatte Lüdermünd 11 Viehhalter, 1789 schon 21 Nachbarn und 3 Beisassen, 1939 178 Einwohner. Kirchlich ist Lüdermünd Filiale der Pfarrei Kämmerzell (ursprünglich Stadtpfarrei Fulda). Seit den Zeiten der Reformation ist die Filiale Lüdermünd die letzte katholische Gemeinde des Fuldagrundes nach Hersfeld hin , und ist nach den Berichten der Pfarrer stets treu katholisch geblieben. Als Titular der Kirche wird schon 1656 Johannes der Täufer genannt.

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