Zur Geschichte des Stadtteils Johannesberg

Im Jahr 811 wurde der Ort, an dem sowohl der frühgeschichtliche Ortesweg von der Wetterau ins Grabfeld als auch die mittelalterliche Heeresstrasse von Frankfurt über Fulda nach Leipzig vorbeiführten, erstmals im Zusammenhang mit der Konsekration einer Kirche durch den Erzbischof Richulf von Mainz erwähnt.
Zwischen 836 und 842 ist das Gründungsdatum eines Benediktinerklosters durch den Fuldaer Abt Hrabanus Maurus zu datieren. Es war die südlichste der vier das Hauptkloster Fulda kreuzförmig umstehenden Nebenklöster Petersberg, Neuenberg, Florenberg und Johannesberg.

Spätestens 1656 (Bonifatius von Buseck Propst auf dem Johannesberg) war der Wandel vom Kloster zur Propstei vollzogen.
Mit der Sekularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Propstei in eine Staatsdomäne umgewandelt. Geprägt wurde die Domänenzeit durch die Pächterfamilie Klostermann, die von 1835 bis 1968 die über 300 ha große Domäne einschließlich der Filiale Nonnenrod bewirtschaftete und zeitweise über 70 feste Mitarbeiter beschäftigte.

Heute werden nur noch etwa die Hälfte der ehemaligen Flächen der Domäne sowie die Wirtschaftsgebäude der Propstei landwirtschaftlich genutzt.
Das Propsteischloß wurde restauriert und ab 1980 Sitz des Fortbildungszentrums für Handwerk und Denkmalpflege, später umbenannt in „Deutsches Zentrum für Handwerk und Denkmalpflege. Nach dessen Insolvenz im Jahr 2001 sind verschiedene neue Nutzer in den Gebäuden angesiedelt. Hauptnutzer sind die „Grümel gGmbh“ (www.gruemel.de) und die „Propstei Johannesberg gGmbh, Fortbildung in Denkmalpflege und Altbauerneuerung“.
www.propstei-johannesberg.de

Johannesberg heute

Erst seit etwa 40 Jahren ist durch abschnittweise Siedlungsentwicklung eine völlig neue Dorfstruktur entstanden. Während das Altdorf geprägt ist von einer offenen Bauweise, zeigen die Siedlungen der 60er und 70er Jahre (Am Lagerfeld / Klostermannstraße) mit der zeilenartigen Anordnung der Häuser den typischen Siedlungstil dieser Zeit.  
In jüngster Vergangenheit wurde mit der Siedlung am Holderstrauch ein neues städtebauliches Konzept realisiert, gekennzeichnet durch Innenhöfe, Niedrigenergiehäuser mit Fernwärmeversorgung und Abwassertrennsystem.
Zudem ist “Am Zirkenbacher Kreuz” eine weitere Siedlung mit rund 50 Häusern entstanden, die im Grunde außerhalb des Dorfes liegt und an die Stadtteile Harmerz und Zirkenbach angrenzt.
Im Jahr der Eingemeindung in die Stadt Fulda 1972 hatte Johannesberg 398 Einwohner, heute sind es über 800.

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