Harmerz – „Einst und Heute“

Backhaus Harmerz
Marienanlage
Schutzhütte am Sauerberg

Die Gemarkung Harmerz gehörte zu dem Gebiet, das der fränkische Hausmeister Karlmann im Jahre 743 dem Missionsbischof Bonifatius für die Gründung eines Klosters überlassen hatte. Die ältesten urkundlichen Nachweise des Ortes Harmerz sind hauptsächlich in Aufzeichnungen über Schenkungsvorgänge an das Kloster Johannesberg enthalten.

Das Gebiet des Stadtteil Harmerz und dessen Umland ist nachweislich schon in vorgeschichtlicher Zeit von Menschen bewohnt worden. Zeugnisse dieser frühen Besiedlung sind zahlreiche Hügelgräber, die auf den Feldern der hiesigen Gemarkung und im angrenzenden Wald auf den Höhen der Vogelsbergausläufer entdeckt wurden und der  Bronzezeit zugerechnet werden.
Die Ersterwähnung des Siedlungsortes Harmundes erfolgte im Jahre 1184. Der Ortsname Harmerz machte im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Wandlungen durch. So lautete er 1441 „Harmudes“, 1510 „Harmys“, 1556 „Harmes“, 1589 „Harmets“, 1605 „Harmeß“, 1708 „Harmes“, 1797 „Harmut“ und ab 1811 lautet die amtliche Bezeichnung „Harmerz“.
 
Harmerz liegt am Schnittpunkt einer historischen Handelsstraße der alten Frankfurt-Leipziger-Straße, die in Harmerz mit dem Begriff „Alte Heerstraße“ verbunden ist. Die „Alte Heerstraße“ ist ein Teil der historischen Verkehrsader zwischen Hessen/Thüringen/Sachsen.

Am Rande des Fuldaer Talbeckens gelegen, bildet die Gemarkung Harmerz mit den Nachbarbezirken das Vorland des Vogelsberges und grenzt an das ausgedehnte geschlossene Waldgebiet, das bis zur Hochlage des Vogelsberges reicht.

Harmerz hat eine bewegte, abwechslungsreiche, geschichtliche Vergangenheit. Darauf wird in der v. Lehrer i.R. und Kantor Wilhelm Harnischfeger erstellten Chronik von Harmerz und in dem Buch „Alt-Harmerz“ , das von dem Harmerzer Bürger Willi Schütz thematisch und chronologisch zusammengestellt wurde, hingewiesen.

Betrachtet man die vergangenen Siedlungsepochen vom Beginn der Ortsgründung bis in dieses Jahrhundert hinein, so wird schnell deutlich, dass die Siedlungsentwicklung immer ganz bestimmten äußeren Bedingungen unterworfen war.

In Harmerz setzte diese Entwicklung besonders stark in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg ein. Der Ort wuchs aus dem Tal heraus, neue Gebäude wurden auf den Talrändern und Kuppen errichtet. Die Ortschaften Johannesberg, Zirkenbach und Harmerz entwickelten sich stetig aufeinander zu.
So hatten die drei Stadtteile schon immer eine gemeinsame Kirche in der Propstei Johannesberg und gemeinsam die Schule in Johannesberg.
Diese bereits vorhandenen sozialen und räumlichen Verbindungen zwischen den drei Ortschaften waren der Anlaß für die Stadt Fulda, die drei Orte zu einem gemeinsamen Siedlungsschwerpunkt zu entwickeln.    

Harmerz, mit den 5 landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben ist heute längst kein  Bauerndorf mehr, es hat jedoch die ländliche Struktur und den dörflichen Charakter beibehalten.
Im Ortskern gibt es noch viele alte, wunderschön restaurierte Fachwerkhäuser.
Im Zuge der Industrialisierung wurden in den vergangenen Jahrzehnten zusätzlich zu den zahlreichen leistungsfähigen handwerklichen Betrieben einige neue Firmen gegründet und einige Bürger sind in die Selbständigkeit gegangen.

Harmerz ist reich an Naturdenkmälern, wie Bildstöcke und Feldkreuze, so auch die „Dreilärchen“ auf dem Sauerberg. Der Sauerberg mit 345 mNN ist die höchste Erhebung von Harmerz und von hier hat man einen herrlichen Blick auf die Stadt Fulda und die Höhen von der Rhön.
Die Feldkreuze sind ein Spiegelbild der Frömmigkeit in unserer Heimat. Wenn man die einzelnen Standorte unserer Feldkreuze betrachtet, so kann man feststellen, dass sie vielfach so geschickt in die Landschaft gestellt und mit einer Baumgruppe umpflanzt wurden, dass sie zu einer Zierde des Landschaftsbildes geworden sind.  


Gemeindewappen

Altes Gemeindewappen der Gemeinde Harmerz bis 1972

Seit dem Jahre 1967 besitzt Harmerz ein Wappen, das als schmuckes Emblem der langen Tradition unseres Stadtteiles entspricht und sie versinnbildlicht.
Das Wappen wurde von der damals noch selbständigen Gemeindevertretung ausgewählt und vorgeschlagen. Sodann wurde es durch die Vereinigung für Familien- und Wappenkunde Fulda e.V. beurteilt und wie folgt beschrieben:

Das Wappen von Harmerz stellt einen Schild dar. Dieser ist quer gespalten in zwei Felder. Im oberen Drittel auf silbernem Feld ein Schwarzes Kreuz, das von einer dünnen senkrechten und waagerechten silbernen Trennlinie durchgezogen wird. Im unteren Teil des Schildes auf rotem Feld ein silberner Helm, durch den ein silbernes Schwert mit goldenem Griff gesteckt ist.
Das schwarze Kreuz soll das Fuldaer Stiftskreuz symbolisieren und die Zugehörigkeit des Ortes Harmerz zum ehemaligen Hochstift Fulda in Erinnerung bringen. Schon seit den Tagen der Karlmann-Schenkung im Jahre 743 gehörte das Gebiet zum Fuldaer Hochstift.
Der im roten Feld dargestellte Turnierhelm (Topfhelm, 12. bis 13. Jahrhundert) mit Schwert soll die Erinnerung an das früher im Ort ansässige Adelsgeschlecht von Harmundes, erstmals 1187 genannt, wach halten.

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