Gläserzell – die Enstehung eines Ortsteils

Die Entstehung Gläserzells, bezw. die erste Erwähnung des Stadtteils von Fulda, begann mit der Niederlassung der Mönche, die in dieser Talebene eine Glasbrennerei errichteten.

Da in der Fuldaer Klosteranlage die Fenster, Speiseräume, Bogengänge, Verzierungen, sowie Gefäße und Schmuckstücke mit Glas versehen wurden, war der Bedarf an Fensterglas sehr groß. Der geeignete Platz eine Glashütte zu bauen, lag 4,5 km vom Kloster Fulda, im heutigen Gläserzell. Er lag am Wasser, das Gebiet war sandreich und wurde von riesigen Waldgebieten umrahmt.
Durch Abholzen und Verbrennen der Hölzer erhielt man die Asche für die Glasherstellung. Die Niederlassung des Glasmachers nannte man: Glasaricella, Glasaerecelle oder Glesercelle. 

Das Kloster zu Hersfeld hatte im 8. Jahrhundert seine Glashandwerker, so kann man davon ausgehen, das sich das Kloster Fulda schon bald nach seiner Gründung ebenfalls eine oder mehrere Glashütten zulegte. Die Entstehung des Namens Gläserzell fand ca. 755/760 seinen Ursprung. Der einst herrenlose Besitz war bereits 742/743 durch die Schenkung des fränkischen Hausmeiers Karlmann in das Eigentum der Mönche übergegangen. Gläserzell wird danach immer wieder erwähnt, jedoch amtlich das erste Mal unter seinem heutigen Namen in der Dotationsurkunde für die Zunft- und Handwerksschule während der Amtszeit des Abtes Hadamar(927-956).                                                                         

Als Entstehungsjahr wird somit das Jahr 956 angegeben.
1381 verpfändete Abt Konrad 4. die Vogtei für 60 Pfund den Johannitern zu Grebenau, 1427 heißt der Ort Glesirzelle und die ersten Menschen siedelten an. 1510 lebten dort 8 Viehhalter. In dieser Zeit entstand die St. Katharina Kapelle.
1626 schreibt man Klesserzell, kurz darauf Glesserzell.
1636/1637 wütete die Pest in Fulda, ebenso in Gläserzell. 2 Einwohner überlebten.
1789     hat der Ort 16 Nachbarn.
1796 taucht dann der heutige Name „ Gläserzell „ das 1. Mal auf.
1802 zählte die Ortschaft zum Zentoberamt Fulda(Schultheißerei Steinau).
1895 besitzt Gläserzell 105 Einwohner.
1939 sind es 130.
Die Menschen lebten überwiegend vom Anbau von Hackfrüchten, Getreide und der Vieh-, besonders der Schweinezucht. In unmittelbarer Nähe führte die wichtige Handelsstraße „ Antsanvia „ vorbei. Sie zog sich vom Vogelsberg über den heutigen Trätzhof direkt an Gläserzell vorbei, bis nach Hünfeld und weiter nach Osten.
Gläserzell wurde somit stets eine wichtige Bedeutung beigemessen.

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