Geschichtliche Abhandlung

Dietershan wird im Jahre 1165 erstmalig als Gründung des germanischen Gemeinfreien und späteren Ministerialen des Klosters Fulda, Thiderich urkundlich erwähnt, der hier einen eingefriedeten Besitz hatte. Daher der Name Thidericheshagen  - Ditricheshagen – Ditershain – Dietershan. Schon 50 Jahre später wird die Gründung als Dorf bezeichnet.
Damals kaufte der Propst des Klosters Frauenberg das ganze Dorf für das neue Fuldaer Hospital. Dieses zeigte an einer starken Besiedlung großes Interesse, um möglichst große Erträge aus dem Besitz zu erzielen und hatte wohl auch großen Anteil am Aufblühen des Ortes.

In den Fehdezeiten des 14. Jahrhunderts begann eine fast dreihundertjährige Leidenszeit für Dietershan. Immer wieder wurde das Dorf überfallen und ausgeplündert. Zuerst waren es die Ritter des Buchenlandes, dann kamen die furchtbaren Zeiten des Bauernaufstandes und schließlich die Schrecken des  Dreißigjährigen  Krieges, unter dem Dietershan besonders zu leiden hatte.  Die Pest des Jahres 1632 vollendete, was die Kriege übrig gelassen hatten. Sieben Dietershaner Familien waren nach diesen Schreckenszeiten noch übrig.

Das Dorf erholte sich nur sehr langsam von den schweren Kriegsschäden. Als im Jahre 1745 das um die Jahrhundertwende erbaute Kirchlein erweitert werden musste, erhielt Dietershan gleichzeitig sein erstes Schulhaus.1811 hatte Dietershan wieder 180 Seelen und die Zahl der Einwohner stieg stetig. Es waren Bauern und Landwirte die hier wohnten oder Beamte und Arbeiter die zumeist in Fulda ihrer Arbeit nachgingen. Diese Zahl erhöhte sich in den nächsten 100 Jahren nicht nennenswert. 1939 lebten in Dietershan 256 Menschen und die Zahl verdoppelte sich in den folgenden 30 Jahren auf 508. Im Jahre 1988 waren es dann schon 570 Einwohner.

Die St. Anna-Kirche, welche die Ortsmitte von Dietershan dominiert, wurde im Jahre 1888 von Dombaumeister Güldenpfennig im neugotischen Baustil erbaut. Bis 1963 gehörte Dietershan als Filialkirchengemeinde zur Dompfarrei. Heute ist die Kirchengemeinde St. Anna  Teil der Pfarrei St. Elisabeth/Lehnerz. Die Kinder besuchen seit 35 Jahren den zur Kirchengemeinde gehörenden Kindergarten in Lehnerz. Über 200 Jahre hatte Dietershan eine eigene Schule. Jedoch ab 1968/1970 mussten die Hauptschüler die Schule in Steinau besuchen und die Grundschüler die Schule in Marbach. Heute gehen die Grund- und Hauptschüler auf die Geschwister-Scholl-Schule nach Ziehers Nord. Das Dietershaner Schulgebäude wurde nach der Eingliederung nach Fulda zum Bürgerhaus umgebaut.

Im Rahmen der Gebietsreform 1972 wurde Dietershan nach Fulda eingegliedert und gab die Selbständigkeit als eigenständige Gemeinde auf.

Dietershan heute

Dietershan, auf  3 Seiten von Wald  umgeben, ist sehr ruhig im Norden von Fulda gelegen. Zur Stadtmitte sind es 8 Km. Dietershan ist nur über die Kreisstraße 120, die am Ortseingangsschild endet, erreichbar. Landwirtschaft wird nur noch von sehr wenigen Landwirten im Nebenerwerb betrieben. Es gibt jedoch noch einen Vollerwerbslandwirt. Viele der alten Bauernhäuser, zum Teil unter Denkmalschutz stehend, sind liebevoll hergerichtete Fachwerkhäuser.

In längeren Zeitabständen werden in Dietershan immer wieder kleinere Neubaugebiete eingerichtet um bauwilligen Dietershaner Bürger Bauplätze zur Verfügung zu stellen. Einkaufsmöglichkeiten gibt es leider keine mehr im Ort.

Heute gibt es in Dietershan ca. 290 Haushalte mit 733 Einwohnern.
18% der Einwohner sind über 64 Jahre alt,  19 % sind unter 18 Jahre.
75% der Dietershaner sind katholisch, 11% evangelisch und 14% gehören einer anderen oder keiner Glaubensgemeinschaft an.

Das Vereinsleben ist in Dietershan sehr ausgeprägt. Viele sind in mehreren Vereinen tätig.
Zu nennen sind der Sportverein Dietershan mit den Abteilungen Fußball und Damen-Gymnastik. Die Freiwillige Feuerwehr Dietershan ist gegliedert in Jugendfeuerwehr, Einsatzabteilung und Kapelle. Der Kirchenchor St. Anna und der Kinderchor Dietershan beteiligen sich  immer wieder an Gottesdiensten oder andere Veranstaltungen im Stadtteil. Mitglied sind auch viele Dietershaner in der Forstbetriebsgemeinschaft oder der Jagdgenossenschaft.

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