Gedanken zur Geschichte Bernhards

Viele Leser haben sich vielleicht schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie alt der Ort Bernhards ist, wie es zu seiner Namensgebung kam und welche historische Bedeutung der näheren Umgebung eigentlich zukommt.

Durch Ausgrabungen und Funde wissen wir, dass es schon in der Steinzeit (3000-1800 v. Chr.) im Bereich um Fulda und Hünfeld Siedlungen gegeben hat und auch in der nachfolgenden Bronze- und Eisenzeit lebten Menschen in der näheren Umgebung. Schriftliche Überlieferungen zeigen, dass im Jahr 743 durch den fränkischen Hausmeier Karlmann Bonifatius das Gebiet um Fulda, ´Eihloha` genannt, für die Gründung eines Klosters geschenkt wurde. Zum Gelände dieser Karlmann-Schenkung gehörte auch die Gemarkung Bernhards. Der Ort selbst dürfte sich im 9. Jahrhundert aus dem Gehöft eines Berinhart (bero: Bär und hart: stark, tapfer) entwickelt haben, von dem aber selbst nur wenig überliefert ist. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte `Bernhartes` zum Besitz der Propstei Petersberg und wird erstmalig um 1160 urkundlich erwähnt.
1443 tauschte Abt Hermann seinen Hof zu Sibigeldis mit den Nonnen von Blankenau gegen Höfe und Ländereien´ zum Bernhards hinter dem Hayn zu Steinau´.

Aus Archiven ist auch bekannt, wie hoch die Bevölkerungsdichte zu verschiedenen Zeiten war. Im Jahr 1510 hätte ´Bernerts drei fuldische Viehalter` und 1633 bei der Besetzung Fuldas durch den hessischen Landgrafen Wilhelm V. gab es 21 ´Bernertzer´ Nachbarn. 1674 zählte das Dorf 7 Haushaltungen und  1789 hatte es außer 7 Beisassen 29 Nachbarn.

Der Bach, der durch den Ort fließt, und heute in den Karten als Weiher-Wiesenwasser bezeichnet wird, hieß in früheren Zeiten Braunbach. Eine Wasserleitung, die einen Teil des Dorfes versorgte und mit Quellwasser gespeist wurde, gab es schon vor der letzten Jahrhundertwende. 1903 wurde diese Leitung erneuert. Sie war eine der ersten ihrer Art im gesamten Landkreis Fulda.

Ein Anschluss an das öffentliche Telefonnetz wurde im ersten Dezennium unseres Jahrhunderts von der Gemeindeversammlung mehrfach abgelehnt. Der elektrische Strom hielt nach anfänglichen Widerständen seinen Einzug in den 20er Jahren (das Umspannwerk an der Straße nach Marbach, im Volksmund als Brückenmühle bekannt, wurde 1921 errichtet), wohingegen die Eisenbahnlinie schon in den 1860er Jahren den Anschluss an die weite Welt brachte. Ein nach der Überlieferung für Bernhards vorgesehener Bahnhof scheint aber am Willen einiger Einwohner gescheitert zu sein.

1910 wurde der Grundstein für die Kirche ´Zum Heiligsten Herz Jesu´ gelegt und 1911 wurde das Gotteshaus durch den damaligen Bischof Damian Schmitt konsekriert. Aber erst ab 1943 konnte Bernhards seine Toten  die bis dahin in Marbach beigesetzt worden waren, auf einem eigenen Friedhof bestatten.

1948 wurde der Schulbetrieb aufgenommen, allerdings noch nicht in einem eigenständigen Schulgebäude, das erst 1955 errichtet wurde, sondern im Saal der damals noch bestehenden Gaststätte ´Zum kühlen Grunde´.

Überhaupt brachten die 50er Jahre einige einschneidende Veränderungen, wie die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr 1952, die Umlegung der Tandwirtschaftlichen Flächen und der Bau des Hochbehälters mit einer an die gewachsenen Bedürfnisse angepassten Wasserversorgung.

1963 wurde die Kirche renoviert und mit neuen Gemälden ausgeschmückt und Mitte der 60er Jahre auf Veranlassung von Prof. Siegmund die Weihestätte gebaut.

Zu Beginn der 70er Jahre wurde mit dem Bau der Leichenhalle begonnen und nach der Eingemeindung von Bernhards zur Stadt Fulda in 1972 erhielten alle Straßen neue nach einheitlichen Kriterien ausgerichtete Namen. Die Ende der 60er Jahre geschlossene Schule und 1987 auf den heute noch bestehenden Grundriss erweitert.

Eine Musikkapelle blieb Bernhards bis auf den heutigen Tag vorenthalten; dafür besitzt der Ort seit 1986 einen Gemischten Chor, der unter der Leitung von Walter Hampel an manchen Festtagen für die musikalische Untermalung sorgt.

Die Glocken von Bernhards

Wer von uns kennt ihn nicht, den Klang der heimatlichen Kirchenglocken. Er gehört zu uns und unserer Gemeinde wie die Kirche, der Pfarrer und unsere Nachbarn. Er gehört  so eng zu uns, dass wir ihn gar nicht bewusst wahrnehmen, obwohl er unseren Tagesryhtmus mitbestimmt.
Frühmorgens um sechs oder halb sieben ertönt er zum ersten Mal, mittags um zwölf ruft uns zum Angelusgebet und abends gegen sechs läutet er den Feierabend ein. Dazwischen ruft er uns zum Gottesdienst, gibt den Zeitpunkt der heiligen Wandlung bekannt und verkündet weithin freudige Ereignisse wie z.B. Trauungen und Hochzeiten aber auch traurige Anlässe, wie Sterbefälle.

Die Glocken, die diesen für uns alle so bekannten Klang erzeugen, tun dies meist schon seit vielen Jahrzehnten ohne Störungen und Schwierigkeiten. Sie sind einfache Geräte, die sich trotz Lautsprecher und moderner Technik in unsere Zeit herübergerettet haben. Von ihrer Form her gesehen sind sie alle ähnlich, manche mehr andere weniger verziert, größer oder kleiner, je nach Bedarf oder auch Spendenfreudigkeit.

Wer aber glaubt, dass die Glocken nur in die Kirche gehören, der irrt:
Schon vor fast 3000 Jahren, also 1000 Jahre vor Christi Geburt goss man in Asien Glocken aus Bronze, und die Vorläufer von diesen aus Holz, Fruchtschalen oder Eisen sind noch älter. Erst etwa im Jahre 600 wurden die Glocken auch in Kirchen verwendet, nebenher dienten sie aber auch bis teilweise ins letzte Jahrhundert als Rats- oder Gerichtsglocken zur Warnung bei Feuer, wie heute bei uns die Sirenen und zum Anzeigen der vollen Stunde in Uhrentürmen.

Die heutigen Glocken sind eine Entwicklung von Mönchen des Mittelalter, die aus bienenkorbförmigen Gebilden die jetzige Zuckerhutform gestalteten.

Solch eine Form besitzen also auch die Bernhardser Glocken. Sie wurden in der Zeit vor dem ersten Weltkrieg gegossen und im Glockenstuhl der Filialkirche aufgehängt, wo sie anfangs morgens mittags und abends und einmal pro Woche zum Gottesdienst ihren Klang ertönen lassen konnten.
Aber damit war es im Laufe des Krieges bald vorbei, da die kleineren Glocken abgehängt und zu Kriegsgerät eingeschmolzen wurde.

Um den einsamen Ton der verwaisten Glocke wieder zum harmonischen Glockengeläut werden zu lassen, entschloss man sich deshalb nach dem Krieg, eine neue gießen zu lassen. Ihr Ton war verschieden von dem ihrer Vorgängerin, da sie einen größeren Klangkörper besaß.

Viele Jahre verrichtete nun dieses Duett seinen Dienst, bis einschließlich der Zweite Weltkrieg ausbrach und die Glocken erneut ins Interesse der Staatsmacht rückten. Einmal konnten die Bernhardser den Versuch der Demontage vereiteln,  indem sie die Kirchentür verschlossen.
Aber letztendlich half auch diese Taktik nicht und man musste sich von den Glocken trennen.
Fortan ersetzte ein primitives Eisenteil, das im Dachreiter der Kirche aufgehängt wurde, als Notbehelf das fehlende Geläut.

Nach Beendigung des Krieges war das Schicksaal aber auf der Seite der Bernhardser. In Hamburg fand man auf dem sogenannten Glockenfriedhof, einem Lagerplatz für die zum Einschmelzen herbeigebrachten Glocken das heutige Geläute wieder, das seither die Gläubigen zum Gebet ruft.

Die Inschriften der Glocken dürften den Wenigsten bekannt sein. Aus der kleinen Glocke geht das Jahr 1911 hervor. Die größere trägt neben der Jahreszahl der Fertigung und der Glockengießerfirma “H. Humpert, Brilon A. D. 1928“ noch die Inschrift “HEILIGSTES HERZ JESU ICH VERTRAUE AUF DICH“, die darauf hinweist, dass die Kirche dem Heiligsten Herzen Jesu geweiht ist.

Erläuterungen des Gestalters der neuen Kirchenfenster

Am Donnerstag, den 20. April 1995, wurden die neuen, von mir entworfenen Fenster für die Bernhardskirche eingebaut.
Die gestalteten Fenster sollten eine Beziehung zwischen dem Alt- und dem Neubau der Kirche schaffen. Fenster leben durch und mit dem Licht.
Deshalb spielen sie im Raum immer eine sehr wichtige Rolle. Für die Erweiterung der Kirche galt es drei Fenster und eine Tür mit einem hohen Helligkeitswert künstlerisch zu gestalten, um dem Raum zu einer Einheit zu verhelfen, ohne zum Mittelpunkt der Kirche zu werden.

Die Fenster wollen nicht als Malerei betrachtet werden, da das Fenster zuerst durch seine Funktion lebt. Die Leichtigkeit war mir für diese Aufgabe der wichtigste Begriff. Aus diesem Grund entwarf ich Fenster, die im Schmelzverfahren aufgeführt werden sollten. Durch dieses Verfahren konnte ich mit dem Glas aquarellartig malen. Die erzielte Struktur des Glases spielt dabei eine sehr wichtige Rolle. Die Qualität des Glases ist in der unteren Hälfte des Fensters Opak translucid und wird nach oben hin transparent.

Die Tür, durch die Übernahme eines traditionellen Musters im Schmelzverfahren, bietet symbolisch einen Übergang vom Alt- zum Neubau. Sie ist aufgrund eines anderen Lichtverhältnisses (bedingt durch den Zugang zur Sakristei) bewusst anders bearbeitet als die drei restlichen Fenster.

Für die drei Fenster stehen drei Hauptthemen: “Musikfenster“, “Elementfenster“ und “Wortfenster“. Das Musikfenster befindet sich links von der Eingangstür, das Elementfenster rechts davon. Die Themen stehen als Überbegriff und sind nur Vorgaben für die Gestaltung. Das Musikfenster wirkt durch die Farben lyrischer und bietet Farbklänge an. Das Elementfenster ist ruhiger und kann als Wasser oder Quelle empfunden werden. Das Wortfenster rechts vom Altarraum ist das einzige Fenster, das man während des Gottesdienste ohne Mühe sehen kann. Durch sein Thema, das direkt auf das Patronat der Kirche Bezug nimmt, ist es wohl das wichtigste Fenster.

Das Gebot der Liebe ist hier aber nur Vorwand zum Wort. Das Wort ist in die Struktur des Glases eingeprägt. Durch dieses Struktur und die Farblosigkeit des Glases nimmt das Fenster die Farbe der augenblicklichen Tageszeit an. Das Wort ist hier manchmal strahlend gut lesbar, manchmal überstrahlt und unlesbar geworden. Ähnlich wie der Mensch je nach wechselnder Stimmung das Wort hören oder überhören kann.

Ich möchte mich hier bei der Gemeinde Bernhards, Herrn Dr. Preusler und Herrn Wolf für das Vertrauen, das sie mir geschenkt haben, bedanken. Auch Andreas Dieng und seinen Mitarbeitern möchte ich meinen Dank für die engagierte Zusammenarbeit aussprechen.

Herz-Jesu-Kirche 1910-1995
Errichtung


Das neugeschaffene Haus Gottes zeigt sowohl den Teil, den unsere Vorfahren 1910 erbauten, als auch die deutlich abgegrenzte Erweiterung.

Bis zum Jahre 1911 gab es in Bernhards kein Gebäude für einen gemeinsamen Gottesdienst. Von besonderer Art waren deshalb die Maiandachten und das Rosenkranzgebet im Oktober. Die Andachten wurden bei dem Wegkreuz nahe dem heutigen Kirchengrundstück abgehalten. Da aber die meisten der Einwohner in der Landwirtschaft tätig waren und es im Monat Oktober sehr viel zu tun gab, verlegte man die Rosenkranzandachten in den November. Bei Dunkelheit, mit Stalllaternen ausgerüstet, wurde der Rosenkranz auf der Straße vor dem Kreuz unter großer Beteiligung der Bevölkerung gebetet.

Aus diese Grund erwog die Gemeinde den Bau eines einfachen Bethauses statt einer Kirche – vermutlich wegen der bescheidenen Finanzmittel.
Dieses Ansinnen lehnte der damalige Pfarrer und Geistliche Rat Wilhelm Magnum Weber  jedoch mit folgenden Worten ab: “Wenn ihr keine Kirche baut, in der die Heilige Messe gefeiert und das Allerheiligste aufbewahrt  werden kann, gebe ich keine Genehmigung.“
Die Gemeindeversammlung gab daraufhin ihre Zustimmung zum Kirchenbau. Bürgermeister Becker ließ durch Kreisbaurat Hösch den Plan anfertigen. Der Bauplatz wurde teilweise kostenlos von den Bauern bereitgestellt.

Im Mai 1910 wurde der Grundstein gelegt. Alle Einwohner, so wird berichtet, wetteiferten nun mit Begeisterung durch ihre Mithilfe bei der Verwirklichung des Bauvorhabens. Sand wurde aus dem nahegelegenen Grundstücken gewonnen, die Bruchsteine kamen hauptsächlich aus dem Steinbruch nahe der Galgenbrücke. Die Steinbauarbeiten für den Sockel, die Fenster, sowie für die Türeinfassung tätigten zwei Horaser Steinmetze auf der Baustelle. Die Fuldaer Firma Leinweber fertigte die Fenster und die Schlosserarbeiten führte der ebenfalls in Fulda ansässige Schlosser Hausmann aus. Baurat Hösch entwarf die Sitzbänke und die Kommunionbank, und Damian Schmelz aus Dietershan stellte sie nach dessen Plänen her.

Die Einweihung der Herz-Jesu-Kirche durch den Hochwürdigen Herrn Bischof Damian Schmitt erfolgte im Jahre 1911. “Ihr habt Herz Jesu gewählt, ihr habt gut gewählt“ verkündete der Bischof damals den anwesenden  Gläubigen. Von diesen Bischofsworten berichteten de 1985 verstorbene Emil Heil, der als Kenner der  örtlichen Geschichte bekannt war, sowie der langjährige Küster und Organist Josef Halsch. Dem Wusch der damaligen Gemeinde, der Pfarrer möge sich verpflichten, an jedem Herz-Jesu-Freitag hier Gottesdienst zu feiern, wurde allerdings nicht entsprochen. Die erste Orgel – sie war gebraucht - kam von Pfarrer Heinrich Leche aus dem Pfarrhaus von Margretenhaun. Pfarrer Weber freite sich besonders über das Instrument, das er aus seiner Zeit als Domkaplan in Dietershan kannte, wo diese Orgel früher gestanden hatte.

Zur Finanzierung des Kirchbaus trugen vor allem zwei Frauen aus dem um 1900 ca. 100 Einwohner zählenden Dorf bei, die durch ihre Spenden den finanziellen Grundstein zum Bau der Kapelle legten. Anna Meyer, die 3000 Goldmark spendeten, war in Amerika zu Vermögen gekommen und verbrachte nach dem Tod ihres Mannes den Lebensabend bei ihrem Neffen Adolf Heil. Sie starb zu Beginn unseres Jahrhunderts. Theresa Schwab, die 2000 Goldmark stiftete, verzichtete auf eine Heirat und verkaufte ihren Bauernhof an Heinrich Kremer. Welche Finanzierungsprobleme damals auftreten, davon weiß Josef Halsch zu berichten. Unter der Leitung seines Großonkel, des Bürgermeisters Anton Becker, wurde die Kirche erbaut. Der mit dem Bau beauftragte Maurermeister Schneider ging damals selbst zu den Bürgern von Bernhards und bat um Spenden.

Im Jahre 1947 gestaltete der Künstler Alfred Gottwald die ursprüngliche Innenausmalung des Kirchenmalers Schmaus neu. Zu Beginn der 60er Jahre wurde die beim Kirchenbau vorgesehene und von Pfarrer Weber abgelehnte Empore eingebaut, um der Raumnot zu begegnen. Dabei erfolgte die dritte Ausmalung des Innenraumes erneut durch Gottwald.

Erweiterung

In den letzen Jahren zeigte sich deutlich, dass eine umfangreiche Renovierung und eine Erweiterung der Kirche unumgänglich waren, nachdem in den vergangenen Jahrzehnten verhältnismäßig kleine Veränderungen erfolgten, wie z.B. der Einbau einer Tagstromheizung und eines elektronischen Geläutes.

Im Gegensatz zu unseren Verfahren zog sich die Planungsphase relativ lang hin, da eine Anzahl von verschiedenen Anforderungen berücksichtigt werden musste, wie z.B. die Raumgröße, die Höhe des Anbaues, die Frage, inwieweit der Altbau zu erhalten sei, was mit der Empore zu geschehen habe, wie die beengte und feuchte Sakristei zu verändern sei, welche Heizung eingebaut werden solle und welche der bisherigen Einrichtungsgegenstände wiederverwendet werden könnten. Ferner galt es, die Probleme des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. Und nicht zuletzt gab es auch die nicht unwesentliche Frage nach den entstehenden Kosten.

Von den drei eingereichten Entwürfen wurde die Grundkonzeption des Entwurfes von Architekt Hessberger aus Gelnhausen favorisiert. Die Bauleitung erhielt Architekt Heinz Wolf aus Fulda. An den verschiedenen Beratungen waren Vertreter de Diözese, der Stadt Fulda, der Denkmalschutzbehörde, Pfarre Bruno Kant und Pfarrer Herman Josef Nickel sowie der Verwaltungs- und Pfarrgemeinderat beteiligt. Die Zusammenstimmung der Kirchengemeinde erfolgte bei einer Zusammenkunft am Sonntag, dem 12. Januar 1993. Am selben Tag gab es auch einen einstimmigen Beschluss des Verwaltungsrates.

16 Monate später waren die wesentlichen Bauarbeiten abgeschlossen. Während dieser Zeit stand den Gottesdienstbesuchern das Bürgerhaus zur Verfügung bzw. fanden sie Aufnahme in der Muttergemeinde Marbach.

Um möglichst viel von der Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig einen größeren Raum für Besucher zu schaffen, war die Renovierung und Erweiterung der im neoromanischen Stil vor 85 Jahren angebauten Kirch dringend erforderlich.

Durch den Umbau vergrößerte sich die Zahl der Sitzplätze von ca. 80 auf 140. Der ursprüngliche einteilige Altar wurde in zwei Teile zerlegt und neu positioniert, um der heutigen Liturgieform Rechnung zu tragen.
Hierbei kann der Priester der Gemeinde zugewandt die Messe feiern. Die Empore, die früher als unförmiger  Betonklotz den hinteren Teil des Kirchenschiffes ausfüllte, dient nun – stilistisch verändert und dem Kirchenschiffes ausfüllte, dient nun – stilistisch verändert und dem umgestalteten Innenraum angepasst - in der Regel vorwiegend dem Organisten und dem Chor. Das alte, Ende der 40er Jahre geschaffene und zwischenzeitlich ausgelagerte Kreuz schmückt die Apsis. Zurückgekehrt sind die Statuen des Heiligsten Herzen Jesu und der Mutter Gottes sowie der Kreuzweg. Neuanschaffungen sind der Ambo, die Bänke und die Möblierung für die erweiterte Sakristei; eine moderne, wirtschaftliche Heizung ersetzt die veraltete. Die im neoromanischen Stil gefertigten Fenster wurden an ihrem Platz belassen und im Anbau versuchte man durch stilistisch anders geartete Glasfenster eine Synthese zwischen Bauwerksteilen.
 
Die Meinungen über die Neugestaltung des Gotteshauses gehen sowohl bei de Ortsbewohnern als auch bei Auswärtigen weit auseinander. Dennoch lässt sich feststellen, dass bei den meisten Betrachtern der äußere mit Blei verkleidete Anbau noch der Gewöhnung bedarf, während der Innenraum nahezu kritiklos Zustimmung erfährt.

Nach der relativ kurzen Bauphase von etwa 1,5 Jahren wird die Kirchengemeinde Bernhards voraussichtlich noch lange Zeit benötigen, um die durch die Renovierung und Erweiterung entstandenen Schulden abzuzahlen.

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