Wilmington (USA)

Am 18. April 1997 wurde die Paraphierung der Urkunde zur Begründung der Städtepartnerschaft zwischen Wilmington im US-Bundesstaat Delaware und Fulda im Fürstensaal des Stadtschlosses in Fulda unterschrieben. In Wilmington wurde die Städtepartnerschaft offiziell am 16. Oktober 1997 besiegelt.

Bürgermeister der Stadt Wilmington ist Dennis P. Williams.

Homepage der Stadt Wilmington (Delaware):
http://www.ci.wilmington.de.us/index.htm


Interview mit dem Präsidenten des amerikanischen Partnerschaftsvereins "Sister Cities International", Dennis Sheer


Partnerschaftsverein
GABACA - German-American Business and Cultural Associaton
http://www.gabaca.com
Twitter: gabaca_fuldaAls
Ansprechpartner:
Renate Stieber (Tel.: 0661/34265 oder gabaca(at)t-online.de)
Michael Schwab (Tel.: 0661/1021007 oder michael.schwab(at)fulda.de)


Partnerschaftsvereins "Sister Cities International"
www.sistercitieswilmington.org

Impressionen aus Wilmington

Wilmington - ein prosperierendes Zentrum inmitten der USA

 

Gelebte Partnerschaft

Besuch und Besuche aus Wilmington

Wilmington – in the middle of it all

Mit seinen „Lederstrumpfgeschichten“ hat James Fanimore Cooper den Indianerstamm der Delawaren  weltbekannt gemacht. Delaware nennt sich auch der Bundesstaat, in dem Fuldas Partnerstadt Wilmington liegt.
Gleichlautend ist der Name des Flusses, der sich mit dem „Christina River“ verbindet. Jener Fluss, der Wilmington durchfließt.

Ab 1638 kolonisierten Schweden das Land. Sie waren gemeinsam mit Holländern und Deutschen auf dem schwedischen Dreimastsegler „Kalmar Nyckel“ unter ihrem Kapitän Jan Hindriksen van der Water im März 1638 in der „Neuen Welt“ gelandet. 1655 folgten die Holländer. 1664 übernahmen schließlich die Briten die Siedlung. Ihnen verdankt die Stadt ihren heutigen Namen, der an den englischen Adeligen Spencer Compton, den Earl von Wilmington erinnert.

Seit 1997 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Wilmington und Fulda. Die 75.000 Einwohner zählende Stadt am „Christina River“ mit katholischem Bischofssitz ist im Kern von den Hochhäusern der Banken und Unternehmenssitze geprägt. Nur ein Katzensprung von den Hochhäusern, dem Rathaus und großen Gebäudekomplexen der Bundes- und Landesverwaltung entfernt, liegt die Haupteinkaufsstraße mit dem alten Rathaus der Stadt. Ein bunter Mix an Stilen dominiert die Hausfassaden der aus den amerikanischen Gründerjahren des späten 19. Jahrhunderts stammenden Bauten. Strenge, elegante Art Deco Elemente fi nden sich ebenso wieder wie farbenfrohe Häuserfronten im typisch amerikanischen Holzbaustil.Besonderer Anziehungspunkt in der Alt-stadt ist das Delaware Museum. Die private und bereits 1865 durch die „Historic Society“ gegründete Einrichtung verfügt über einen Bestand von 60.000 Objekten zur Geschichte der Region und der Stadt. Die Ausstellung, die auf den Bürgerkrieg ebenso wie auf die Industriegeschichte Wilmingtons eingeht, mit Darstellungen der Farbigen Harriet Tubman und des Weißen Thomas Garrett die „Underground Railroad“ näher beleuchtet, eine von Garrett ins Leben gerufene Verbindung zur Sklavenbefreiung, fasziniert durch ihre einprägsame Art Informationen zu vermitteln.

Beeindruckend ist die behutsame Restrukturierung der Innenstadt durch die Sanierung historischer Gebäude. Denn wie auch in vielen deutschen Städten hat Wilmington damit zu kämpfen, dass die Geschäfte der Innenstadt nach draußen auf die grüne Wiese gezogen werden. Fuldas amerikanische Partnerstadt versucht diesem Trend zu begegnen. Die Bemühungen der Stadt spiegeln die städtischen Restrukturierungsinitiativen für den gesamten Ufer- und Hafenbereich wider. Aus einem ehemaligen Werft-Areal und einer Industriebrache hat sich ein prosperierendes Dienstleistungszentrum entlang des „Christina Rivers“ mit einer Markthalle und  einer Vielzahl von Geschäften entwickelt. Wilmington gilt durch den Firmensitz des Weltkonzerns Du Pont als Zentrum der chemischen Industrie. Auch die Sparte Bankendienstleistung ist für Wilmington von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung. Aufgrund der guten Entwicklung liegt die Arbeitslosenquote im Schnitt um 4 Prozent.

Kulturell hat die ehemalige Hauptstadt Delawares viel zu bieten: das Delaware Art Museum für bildende Kunst, das Delaware Center of the Contemporary Arts, ein Museum für multimediale Kunst, Fort Christina, die  von Schweden auf Anregung von Pator Eric Bjork erbaute  Holy Trinity Church (1698), die  „Old Town Hall“ oder das auf die Familie Du Pont zurückgehende Winterthur Museum und das Hagley Museum.

AFN – der Sender mit der längsten Wettervorhersage der Welt

"Ein großes Schild vor einem Gebäude in der Mannheimer Coleman Kaserne weist auf AFN hin."
"Nach dem Umzug von Frankfurt nach Mannheim sind Millionen in die Technik des Senders investiert worden.
Im Bild: die Zentrale, in der die ausgesendeten Signale der Hörfunk- und TV-Kanäle zusammenlaufen."

Seit 1943 ist der amerikanische Nachrichtensender „on air“/ Gabaca-Mitglieder besuchten AFN-Team in Mannheim:

„It´s a great job.“ Die Rundfunkarbeit sei der  „tollste Job der Welt“, sind sich Gary Bautell, Radio Direktor von AFN Europe (American Forces Network), und Nachrichten-Moderator Tom einig. Von Mannheim aus versorgt das 70köpfige AFN Team mit „Power Network“  amerikanische Soldaten in 54 europäischen und asiatischen Ländern mit Nachrichten und Musik. Vor allem Rock n´ Roll, Urban oder Soul kommen über Mittelwelle aus dem Äther. Das „Schwesterprogramm“ AFN „The Eagle“, das vom italienischen Vincenza aus gesendet wird und wie das „Power Network“  auch in Fulda zu empfangen ist, kommt jedoch über UKW beim Hörer an. Mehr über den Sender erfuhr eine kleine Reisegruppe des deutsch-amerikanischen Partnervereins Gabaca (German American Cultural Association) bei einer Begegnung mit Gary Bautell und seinem Team in der Mannheimer Coleman Kaserne. Für Renate Stieber ist Bautell kein Unbekannter. Erste Kontakte zum AFN-Journalisten mit der „markanten Hörfunkstimme“ gehen auf die Zeit zurück, als Stieber „Verbindungsoffizier“ des in der Domstadt stationierten 11. Panzeraufklärungsregiments war. Damals berichtete der Soldatensender häufiger über Arbeit und Einsätze der „Black Horse“ Trooper. Gabaca Vorsitzender Michael Schwab zählt selbst zu den regelmäßigen Hörern. „Ich bin überrascht, wie gut AFN bei uns zu empfangen ist.“ Das Hörfunkprogramm sei eine „gute Möglichkeit“ über eine bunte Mischung aus Musik und Nachrichten Aktuelles aus den USA zu erfahren.

Anfänge im Keller der BBC

Die Geschichte des Soldatensenders reicht bis in den Zweiten Weltkrieg zurück. Die Truppe brauche ein eigenes Radio Programm, meinte Dwight D. Eisenhower, der General und spätere US-Präsident. Deshalb nahm AFN am amerikanischen Unabhängigkeitstag 1943 in einem Kellerraum der BBC in London seinen Sendebetrieb auf. Nachdem die Invasion des europäischen Festlandes begonnen hatte, übernahmen Lkws als mobile Stationen die Aufgabe, die US-Soldaten mit Radio-Nachrichten zu versorgen. Als das Dritte Reich endlich zusammengebrochen und der Krieg zu Ende war, richteten sich die amerikanischen Radio-Experten im Höchster Schloss bei Frankfurt ein: damals die erste feste AFN Sendestation auf deutschem Boden. Seither ist das American Forces Network mehrfach umgezogen. Viele Jahre war ein markanter Nachkriegsbau neben dem hessischen Rundfunk in der Bertramstraße das Domizil. „Wir hatten jede Menge Platz und konnten im Funkhaus sogar Konzerte veranstalten,“ erinnert sich Bautell. „Als letzte amerikanische Einheit haben wir schließlich Frankfurt verlassen und sind 2002 nach Heidelberg umgezogen.“ Inzwischen ist AFN in der Mannheimer Coleman Kaserne zu Hause. In einem Gebäude, in dem früher die Pferde des deutschen Militärs untergebracht waren. An diese Zeiten erinnert heute nichts mehr. Vor dem schmucklosen Gebäude weist ein Schild mit drei großen Lettern auf die jetzige Nutzung hin. Das Innere ist mit jeder Menge Technik, einem großzügigen Fernsehstudio, etlichen Aufnahmeräumen, die nach ehemaligen AFN Standorten wie etwa Berlin benannt sind, und einer Steuerzentrale für die TV- und Radio-Soldatenkanäle ausgestattet.

2014 Schluss in Mannheim

Bautell wirkt nachdenklich, wenn er auf die Zukunft des Senders am derzeitigen Standort angesprochen wird.  „2014 soll Mannheim eigentlich aufgegeben werden.“ Für den Radio-Profi ist diese Entscheidung nur schwer nachvollziehbar, denn Millionen sind in den Umbau des Gebäudes geflossen. „Wahrscheinlich werden wir noch ein wenig länger bleiben,“ mutmaßt der Hörfunkjournalist, der sich auch gut vorstellen kann, dass die Armee möglicherweise den AFN-Standort erhält, während das Kasernengelände geräumt wird. Die Zukunft wird zeigen, wohin die Reise geht.

Wie steht der Dollar


Auf alle Fälle produziert das aus Zivilisten und Militärs bestehende Team in Mannheim fleißig weiter. Breitbeinig steht Tom, der drei Jahre lang in Ohio Discjockey war, vor dem Mikro und gibt die Wettervorhersage für Bagdad, die Türkei und Afghanistan durch. Mit einem erfrischenden Lachen sagt der AFN-Moderator: „Von allen Radio-Sendern haben wir wohl die längste Wettervorhersage.“ Aber selbstverständlich interessiert die Boys und Girls aus den USA nicht nur, ob es an den Orten, wo US-Streitkräfte stationiert sind, regnet, schneit oder der Wind kräftig bläst. Mindestens genauso wichtig ist zu wissen, wie der Dollar steht, schmunzelt Bautell. Doch Spaß beiseite. AFN sendet neben Musik im Nachrichtenteil „Command Information“, stündlich Aktuelles aus dem Agentur Pool von AP oder Reuters und regelmäßig so genannte „Open Line Talk Shows“. Amerikanische Generäle stehen in diesen Runden dem Moderator auf Zuhörerfragen hin Rede und Antwort. Übrigens, so ergänzt Gary Bautell, wer für AFN arbeite, sei quasi ein journalistischer „Allrounder“: „Er produziert, ist sein eigener Techniker und macht wie ein DJ auch einfach alles.“ Was die Zukunft des Senders betrifft, wirkt der sympathische Radio Journalist optimistisch: „Solange es amerikanische Soldaten in Deutschland und Europa gibt, solange wird es auch AFN geben.“   
In Hessen ist AFN „The Eagle“ auf der UKW Frequenz 98,7 MHz zu empfangen; das Power Network strahlt über die Mittelwellenfrequenz 873 kHz aus.

Hier kommen Sie auf die Internetseite unserer Partnerstadt Willmington in den USA:

http://www.ci.wilmington.de.us

Ansprechpartner

Susanne Schreiber
Haupt- und Personalamt
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Zimmer:F-008
Telefon:(06 61) 1 02-10 67
Rundgang 360
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