Aktionsbündnis Nord-Osthessen

Das Aktionsbündnis gegen häusliche Gewalt hat sich im Dezember 2002 unter der Schirmherrschaft der damaligen Präsidentin des Regierungspräsidiums Kassel, Frau Oda Scheibelhuber, gegründet. Die Dauer der Arbeit war zunächst auf 2 Jahre festgelegt worden. Die Aufgaben machten es jedoch notwendig diesen Zeitrahmen zu verlängern. Dies ist mit Unterstützung des ehemaligen Regierungspräsidenten Lutz Klein und des amtierenden Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke geschehen, der auch die Schirmherrschaft für das Aktionsbündnis übernommen hat.

 

Ziele und Inhalte

Ziel ist in erster Linie der Schutz der Opfer und weiter gefasst die Gewaltprävention. Eng verbunden damit ist eine Enttabuisierung der bisher als Privatsache begriffenen häuslichen Gewalt und die Bewusstseinsbildung zu dieser gesellschaftlichen Problematik. Das aktuelle Ziel ist die Koordination und effektive Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes in Nord- und Osthessen.

Um die häusliche Gewalt und die damit verbundenen Risiken durch Vorbeugung, Beratung, Hilfestellung und Sanktionen nachhaltig zu minimieren, bedarf es eines Konzeptes, dessen einzelne Teile von der Intervention über Hilfe, Schutz, Sanktionen und Prävention sinnvoll ineinander greifen müssen. Der regionale Ansatz ermöglicht neben dem Informationsaustausch und dem Lernen voneinander das Abstimmen von Strategien und Maßnahmen und die Entwicklung von gemeinsamen Standards im Umgang mit häuslicher Gewalt. Hieran und an der Erstellung von Handlungsleitfäden für alle beteiligten Institutionen wird im Aktionsbündnis gearbeitet.

Mitglieder

Dem Aktionsbündnis gehören Fachleute von Einrichtungen aus ganz Nord- und Osthessen an, die Beratung und Hilfestellung für die Opfer und Täter von Gewalt in verschiedenen Bereichen bieten. Neben den Vertretern/Vertreterinnen der Hilfesysteme sind Fachkräfte der Intervention und Strafverfolgung, von Jugendämtern über Polizei bis zur Staatsanwaltschaft und Richtern im Bündnis vertreten. Weiterhin arbeiten Frauenbeauftragte und Vertretern/Vertreterinnen des Gesundheitsbereichs und des Ausländerbereichs im Aktionsbündnis mit.

Arbeitsstruktur

Das Aktionsbündnis tagt 1 x jährlich. Die Sitzungen werden von einer interdisziplinären Steuerungsgruppe vor- und nachbereitet. Darüber hinaus nimmt die Steuerungsgruppe die Aufgaben einer Geschäftsstelle wahr und vertritt das Aktionsbündnisses nach außen. Bei Bedarf werden temporäre Arbeitsgruppen gebildet.

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Rundgang 360
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Kontakt

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Schlossstraße 1
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