Erforschung eines metallzeitlichen Gräberfeldes bei Burghaun

Bei Begehungen nördlich des Burghauner Neubaugebietes -Im Dell- wurden immer wieder Sandsteine und wenige vorgeschichtliche Scherben im Umfeld zweier leichter Geländeerhebungen gefunden.

Im Frühjahr 2011 konnte das Gelände von der Firma Posselt und Zickgraf Prospektionen GbR geomagnetisch untersucht werden. Dabei war eine noch deutlich erkennbare Erhebung innerhalb der Fläche von besonderem Interesse, da es sich dabei u. U. um einen Grabhügel handelt. Das Geomagnetik-Bild zeigt eine Reihe von nicht eindeutigen Anomalien, ähnlich dem Bild der Untersuchungsfläche von Fulda-Maberzell-Trätzhof 2011.Geomagnetik-Bild Burghaun
Da der mutmaßliche Grabhügel auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche liegt und im Zuge der Beackerung immer weiter abgetragen wird, wurde eine archäologische Untersuchung durchgeführt.

Wie die bereits durchgeführten Grabungen seit 2009 wurde auch die Untersuchung in Burghaun in Zusammenarbeit mit der Sektion Archäologischer Arbeitskreis des Geschichtsvereins Fulda, studentischen Praktikanten und interessierten Laien vorgenommen.

Bei den Ausgrabungen im August und September 2012 wurde ein mittelbronzezeitlicher Grabhügel freigelegt, der in mehreren Etappen errichtet worden war.

Um die Zentralbestattung, die Schwertbeigabe der Zentralbestattung in Fundlageein Bronzeschwert sowie eine bronzene Gewandnadel enthielt, befand sich eine Steinpackung, die ursprünglich von einer Erdaufschüttung bedeckt worden war. Zu einem späteren Zeitpunkt wurden im Westen und Norden dieser Aufschüttung zwei Nachbestattungen angelegt. Aufgrund der Schmuckbeigaben, zu denen eine Armspirale und Radnadeln gehören, handelt es sich zumindest bei der westlichen Luftaufnahme des GrabhügelsNachbestattung um ein Frauengrab. Um die Nachbestattungen in den Hügel einzubeziehen wurde dieser erweitert und mit einer ringförmigen Steinsetzung eingefasst. An diese wurden zu einem späteren Zeitpunkt verschiedene Annexe angebaut, deren Funktion nicht mehr sicher erkennbar ist.

Östlich schließt eine rechteckige Steinsetzung an den Hügel an, in deren Nähe zahlreiche Scherben der Hallstattzeit entdeckt wurden. Diese Struktur weist auf umfangreiche Aktivitäten im Umfeld des Grabhügels während der Eisenzeit hin. Ob es, wie bei anderen mittelbronzezeitlichen Hügeln beobachtet, auch hier eisenzeitliche Nachbestattungen in der Hügelschüttung gegeben hat, ließ sich nicht mehr feststellen, da die Hügelschüttung durch Erosion und Überpflügen bereits weitgehend abgetragen worden war.

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