Ausstellungen 2016

______________________________________

Querschnitt 2016 - Geteilt

24. September bis 23. Oktober 2016

Dienstag bis Sonntag 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Ausstellungsplakat„Geteilt“ heißt die Jahresausstellung 2016 im Vonderau Museum in Fulda des Kunstvereins Fulda e.V. Die ausstellenden Künstler, allesamt Mitglieder des Vereins, präsentieren mit ihren Objekten ihre ganz eigenen Assoziationen dazu, seien es Zerteilungen, Zerlegungen, Zerstückelungen, Trennungen,  Aufteilungen, Aufspaltungen, Loslösungen, Spaltungen oder anderes mehr. In vielen Fällen werden es Mit-Teilungen sein, die eine womöglich persönliche Beziehung des Einzelnen zu „geteilt“ im Sinne einer eigenen Erfahrung sind. Im direkten Kontakt mit dem Künstler dieser nachzuspüren, kann eine spannende Reise jenseits allen Voyeurismus werden. Auch schon die Entwicklung bis zum vorgestellten Objekt nachzuvollziehen, ist einen Versuch allemal wert. Gleichwie kann man - wie immer – über alles Gesagte und Vorgestellte „geteilter“ Meinung sein und das ist wohl auch ein Wesenszug der Kunst, sich „auseinanderzusetzen“. (Dr. Hartmut Krüpe-Silbersiepe)

Eintritt 1.00 € (Kunstvereinsmitglieder frei)

______________________________________

artist 2016

13. August bis 11. September 2016

AusstellungsplakatMit artist 2016 öffnet das Vonderau Museum Fulda erneut einigen Fuldaer Künstlern seine Pforten, um deren Werk in dieser besonderen Museumsausstellung der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wie in den vergangenen Jahren soll auch die diesjährige Schau zu einer Begegnung sowohl mit den etablierten als auch den in Fulda weniger bekannten Künstlern beitragen.

Vor allem aber ist das Museum bestrebt, einen Dialog zwischen den eingeladenen Künstlern zu fördern. „artist“ ist ein Projekt mit einer Gemeinschaftsausstellung von mehreren Künstlern, die sich in den drei großen Sonderausstellungsräumen präsentieren. Das Projekt bietet aber auch gleichzeitig die Möglichkeit einer individuellen Selbstdarstellung, die jedoch eine räumliche Berührung nicht ausschließen soll. Dialog, vielleicht auch Austausch zwischen oft sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen ist gefragt und wird gerade herausgefordert. Dieser Weg verlangt von allen Beteiligten ein hohes Maß an Toleranz und Kompromissbereitschaft, damit aus dem Einzelwerk eine überzeugende Gesamtschau wird.

In diesem Jahr präsentieren wir dem Fuldaer Publikum die Graphikerin Susanne Isabell Bockelmann, den Komponisten Michael Quell, den Maler Jens Rausch und die Architekten Max Reith und Markus Burger. Mit allen teilnehmenden Künstlern bietet das Vonderau Museum während der Laufzeit der Ausstellung Künstlergespräche an.. Termine sehen Sie hier ->

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eintritt: 1,00 €

nach oben

______________________________________

Dalí - Ein Leben für die Kunst

5. Mai bis 31. Juli 2016

AusstellungsplakatSalvador Dalí (1904–1989) war der vielseitigste unter den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts, da er nicht nur Maler, Zeichner und Grafiker war, sondern auch Bildhauer, Schriftsteller, Modedesigner, Bühnenbildner und Filmemacher. Während sich die Künstler seiner Zeit eher der abstrakten Malerei zuwandten, blieb er der realistischen Wiedergabe surrealer Welten in fast altmeisterlicher Maltechnik treu und verschaffte sich so beinahe ein Alleinstellungsmerkmal unter den zeitgenössischen Malern. Sein Wunsch, seine Kunst möge allen Teilen der Bevölkerung zugänglich sein, führte dazu, dass er seine Werke in vielen Varianten reproduzieren ließ.

Dalís vielseitiges Werk zeigt die große Ausstellung in Fulda. Sie ist mit hunderten von Exponaten die umfangreichste Sonderschau über den bedeutendsten Vertreter des Surrealismus seit 10 Jahren in Deutschland. Gezeigt werden Grafiken, mehr als 30 Skulpturen, weit über 100 Schmuck-, Porzellan- und Kleidungsstücke sowie Möbel, die von Dalí entworfen wurden, aber auch Fotografien und Zeitdokumente. Alle wichtigen Werke wer-den gezeigt und durch Fotografien und Werke anderer Künstler – von Dürer und Goya bis Picasso – ergänzt, so dass die Einflüsse auf Dalís künstlerische Entwicklung nachvollzogen werden können.

Sein Durchbruch als Maler gelang ihm 1931 mit dem Bild „Die weichen Uhren“, die zu seinem Markenzeichen wurden. Nach 1945 bestimmten häufig religiöse Themen sein Werk. Er schuf zahlreiche Buchillustrationen, unter denen die Holzschnitte zu Dantes „Göttlicher Komödie“ und die Bibelillustrationen die bekanntesten sind. Diese und die in den 1960er und 1970er Jahren entstandenen Grafiken sind mit einer Auswahl der besten Werke in der Dali-Ausstellung im Vonderau Museum Fulda vertreten.

Eintritt: 9,50 € (ermäßigt 7,50 €)
           3,50 € pro Schüler von Fuldaer Schulen, die im Rahmen des Unterrichts die
                     Dalí-Sonderausstellung besuchen

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier -> Flyer "Dalí - Leben in Bildern und Objekten" (pdf-Datei, 1,5 MB) herunterladen.

Presseberichte:

Osthessen-News:        Genie und Ausnahmekünstler vom 26.4.2016 von Helena Lemp

Hessischer Rundfunk:   hessenschau kompakt vom 26.04.16, 16:45 Uhr - Video 01:37 Min

RTL Hessen:                hessen kompakt vom 4.5.2016 - Video 0:29 Min

Sat 1 - 17:30 live:        Meister des Surrealen vom 31.5.2016 - Video 2:49 Min

nach oben

______________________________________

... und am Anfang steht ein Mord. Fulda - Ort von Heiligen

25. Februar bis 17. April 2016

AusstellungsplakatIn Fulda lässt sich wie an kaum einem anderen Ort in Deutschland eine ausgeprägte Heiligenverehrung beobachten, die sich nachhaltig auf die Kirchen- und Kulturgeschichte von Stadt und Region ausgewirkt hat. Aspekte dieser Geschichte präsentiert nun das Vonderau Museum Fulda. Die Ausstellung wurde im Hinblick auf die Tagung 'Fulda im Licht der Heiligen. Tradition – Verehrung – Volksfrömmigkeit' der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte in Zusammenarbeit mit der Bistumsgruppe Fulda konzipiert. Für die Ausstellung haben die Beteiligten eine Reihe von aussagekräftigen Exponaten aus Archiven, Bibliotheken, Museen, Kirchen und Privatbeständen ausgewählt, die zum Teil erstmals öffentlich präsentiert werden. Die Ausstellung ist in sechs Themenfelder gegliedert. Das Thema Heilige werden beschäftigt sich mit den Voraussetzungen für die Verehrung als Heiliger oder Heilige. Diese sind zum einen das Martyrium, zum anderen ein herausragendes Bekennertum, aber auch die Formalia einer Erhebung in den Heiligenstand. Der nächste Themenabschnitt Heilige erkennen widmet sich den Voraussetzungen für einen Kult der als Fürsprecher vor Gott in Anspruch genommenen Heiligen. Schon früh wurden deshalb Schilderungen heroischer Märtyrertode und Lebensbeschreibungen verfasst, die mit der Erfindung des Buchdrucks noch bessere Verbreitungsmöglichkeiten fanden. Für den Betrachter bildlicher Darstellungen der Heiligen in der mittelalterlichen Buchmalerei, in Gemälden und Skulpturen der Neuzeit aber wurden die Attribute der Heiligen zum wichtigsten Erkennungszeichen. Die Lebensbeschreibungen der Fuldaer Heiligen Bonifatius, Sturmius, Lioba, Hrabanus Maurus u.a. werden in der Ausstellung ebenso präsentiert wie deren Attribute. Im nächsten Abschnitt Heilige verehren wird die Bedeutung der Heiligen als Grundlage des Heiligenkults herausgestellt, die durch Ablässe und fromme Stiftungen, zahlreiche Bruderschaften und Wallfahrten zusätzlich gefördert wurde. Im Kreis der Heiligen nahmen schon bald die sogenannten „Volksheiligen“ eine ganz gewichtige Rolle ein. Das Thema Heilige anfassen stellt die Reliquienverehrung als besondere Form des Heiligenkults heraus. Als Reliquien gelten nicht nur die körperlichen Überreste, sondern auch Kleidungsstücke und Marterwerkzeuge. In der Ausstellung werden Reliquiare, d.h. Kästchen und Behälter für einzelne Körperteile wie Kopf, Arm, Fuß oder Zunge präsentiert sowie Büsten, Statuen, Kreuze und Monstranzen.

In dem Abschnitt Heilige instrumentalisieren - Heilige propagieren wird die Rolle der hl. Märtyrer Simplicius, Faustinus und Beatrix als Kloster- und Stadtheilige behandelt. Eine Stufe niedriger als die Instrumentalisierung ist die Propagierung „neuer“ Heiliger anzusehen, die vor allem von den Jesuiten betrieben wurde. Besondere Beachtung verdienen dabei die um 1731 entstandenen Deckengemälde des Hofmalers Emanuel Wohlhaupter mit Szenen aus dem Leben des hl. Franz Xaver im ehemaligen Oratorium des Päpstlichen Seminars, der heutigen Kapelle des Vonderau Museums. Im letzten Themenabschnitt Heilige vermarkten geht es um die Jubiläumsfeiern der großen „Lokalheiligen“ Bonifatius, Sturmius und Lioba. Auch die „Begleitprodukte“ dieser in der Regel mit Wallfahrten verbundenen Veranstaltungen, die Vermarktung und teilweise „Verkitschung“ der Heiligen werden thematisiert.

Eintritt: 1,00 €

 

„Die vergessenen Heiligen“
Schenkung anlässlich der neuen Sonderausstellung im Vonderau Museum

Während der Eröffnungsfeier der Sonderausstellung '... und am Anfang steht ein Mord. Fulda – Ort von Heiligen' am vergangenen Mittwoch gab es noch eine besondere Überraschung für die Besucher. Und auch einen Extra-Applaus von allen Anwesenden, als Museumsleiter Dr. Gregor Stasch verkündete, dass der Münchner Künstler Oliver Estavillo sein Gemälde „Die vergessenen Heiligen“ im Wert von 10.000 € als Schenkung dem Museum übergebe.

DiOliver Estavillo mit seiner Schenkung -Die vergessenen Heiligen-eses in der „Heiligen“-Ausstellung präsentierte 100 cm x 160 cm große Ölgemälde auf Leinwand war schon einmal 2013 in der Sonderausstellung „Hai-Society“ zu sehen. Im Katalog hat der Göttinger Prof. Dr. Fidel Rädle dieses Gemälde als „das schönste und humanste Bild, das sich denken lässt“ bezeichnet. Estavillo, der in Fulda geboren und aufgewachsen ist und heute in München lebt und arbeitet, war schon mehrfach in Ausstellungen des Vonderau Museums vertreten. In seinen meist großformatigen und technisch sehr aufwändigen, detailreichen Öl-Gemälden übt er stets klare und eindeutige Zeit- und Gesellschaftskritik. Er zeigt die Gemeinheiten, Verlogenheit und grenzenlose Gier der zügellosen Zeitgenossen auf eine unverwechselbar phantastisch-realistische Weise, die auch immer satirische und comicartige Elemente besitzt. Oberbürgermeister Dr. Wingenfeld und Dr. Stasch zeigten sich hocherfreut und dankten dem Künstler für die großzügige Schenkung sowie seine treue Verbundenheit zu seiner Heimatstadt und zum Vonderau Museum.

nach oben

______________________________________

 

 

Der Frauenberger Kreuzweg und sein Bildhauer Wenzel Marx (1711-1773)

11. Februar bis 10. April 2016

Plakat - Der Frauenberger KreuzwegIn Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Fulda-Leitmeritz und dem Regionalmuseum Leitmeritz wird das Lebenswerk des in der Fuldaer Partnerstadt 1711 geborenen Johann Adam Wenzel Marx  präsentiert.

Die Ausstellung zeigt das Werk des vor allem im Fürstentum Fulda tätigen Holzschnitzers und Bildhauers, der Bruder des Franziskaner-Ordens in der Thüringischen Provinz St. Elisabeth war. Seine Kindheit und spätere Lehrzeit verbrachte Marx in seiner Heimatstadt Leitmeritz in Böhmen. Im Anschluss an seine Wandergesellenzeit dürfte er im damals fuldischen Hammelburg in der Werkstatt von Johann Jakob Faulstieg (1697-1768) den ersten Arbeitsplatz gefunden haben. Im Zusammenhang mit dem Auftrag am Kreuzweg des in der Nähe Hammelburgs gelegenen Klosters Altstadt knüpfte er Beziehungen zu den Franziskanern und trat bereits im Januar 1732 dort das Noviziat an; er wurde Franziskanerbruder. Es folgten bildhauerische Arbeiten an den Kreuzwegen der zwei weiteren fuldischen Franziskanerklöster in Fulda und Volkersberg bei Brückenau.

Vor allem der Frauenberger Kreuzweg in Fulda wird in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt, um gleichzeitig die Genese und die damalige Bedeutung der „Jerusalem-Wallfahrt“ der Franziskaner zu zeigen.

Zur Ausstellung ist ein 96-seitiger Katalog beim Imhof-Verlag erschienen und zum Preis von 12,00 € an der Museumskasse erhältlich.

Eintritt: 1,00 €

Presseartikel bei fuldaerzeitung.de von Anke Zimmer vom 12.2.2016:

Er gestaltete den Frauenberger Kreuzweg: Ausstellung zu Wenzel Marx

 

nach oben

______________________________________

Ausstellungen 2015

______________________________________


Rückkehr der Fayence

8. August 2015 bis 11. Januar 2016

Seit der Schließung der Fuldaer Fayence-Manufaktur sind gerade einmal 250 Jahre vergangen. In den Wirren des Siebenjährigen Krieges und der damit verbundenen wirtschaftlichen Katastrophe ging eine der bedeutendsten, wenn auch eine der kleinsten deutschen Fayence-Manufakturen zugrunde. Zur Erforschung ihrer Geschichte gibt es bisher unzählige Beiträge, die im Rahmen größerer Zusammenhänge Teilaspekte kursorisch, selten auch ausführlicher behandeln, doch monographisch wurde das Thema, von zwei bis drei ernsthaften Versuchen abgesehen, nicht verwirklicht.

Einen neuen Forschungsansatz bot die vom Vonderau Museum Fulda für das Jahr 2015 vorbereitete Ausstellung zur Fuldaer Fayence-Manufaktur. Ausgehend von einer kritischen Durchsicht des durch Signaturen oder Marken gesicherten und der Manufaktur sonst zugewiesenen Materials, das in den letzten Jahren durch archäologische Funde in einigen Bereichen gestützt wurde, über erneute Erforschung der schriftlichen Überlieferung und aufgrund des inzwischen weit schneller als für Fulda fortgeschrittenen Stands der Erforschung zahlreicher zeitgenössischer Manufakturen konnte als Zwischenergebnis der Ausstellung eine neue Monographie zur Fabrikgeschichte und ein Katalog der ausgestellten Produkte erarbeitet. Die Ausstellung wurde damit zum Versuch, eine wichtige Forschungslücke zu schließen, zumal die Fuldaer Manufaktur in Bezug auf die Technologie der Fayencebemalung, insbesondere in ihren Anfängen unter den damaligen deutschen Manufakturen an der Spitze der Entwicklung stand. So konnte die Sonderschau dem interessierten Besucher gleichzeitig die einstige Bedeutung der Fuldaer Fayencen, die vor allem vor Ort fast in Vergessenheit geraten sind, vermitteln.

Nach zweieinhalb Monaten der Laufzeit schloss die Ausstellung, weil viele wertvolle Exponate aus zahlreichen Museen im In- und Ausland wieder die Heimreise antreten mussten. Es konnten für einen Teil der Exponate die Leihverträge verlängert werden, so dass ein wichtige Teil der großen Ausstellung Anfang August wiedereröffnet werden konnte. Diese zeigt dann die Genese der Fayenceherstellung, informiert über die Techniken und zeigt einen Querschnitt der Produktion der Fuldaer Manufaktur mit einigen noch verblieben Spitzenobjekten aus deutschen, Schweizer und Pariser Privatsammlungen.

Eintritt 1,00 €

nach oben

______________________________________

Die Rhön - Geschichte einer Landschaft

01. Juli 2015 VERLÄNGERT bis 2. März 2016

Eine geheimnisvolle Faszination geht von der Rhön aus. Mit ihrem rauen Charme lädt die markante Mittelgebirgslandschaft im Herzen Deutschlands Naturliebhaber und Kulturinteressierte aus nah und fern zu erlebnisreichen Ausflügen im Dreiländereck zwischen Hessen, Bayern und Thüringen ein. Bei ausgiebigen Wanderungen eröffnen sich dem Betrachter immer neue Blicke in „Das Land der offenen Fernen“ – malerische Momente, die im Gedächtnis bleiben. Was aber macht diese einzigartige länderübergreifende Natur- und Kulturlandschaft aus, die 1991 – nur kurz nach der deutschen Wiedervereinigung – zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön erklärt wurde? Woraus speist sich die Faszination Rhön? Was macht sie so einzigartig und unverwechselbar? Diesen und vielen weiteren spannenden Fragen widmet sich bis zum 28. März 2016 die umfangreiche Sonderausstellung „Die Rhön – Geschichte einer Landschaft“ im Vonderau Museum Fulda, die für Besucher zu einer erlebnisreichen Zeitreise wird.

nach oben

______________________________________

______________________________________

ich krieg dich - Kinder in bewaffneten Konflikten

25. Juni bis 2. August 2015

Wie sehr sind Kinder von Kriegen betroffen? Was passiert mit ihrem Leben, ihrem Zuhause, ihrer Gesundheit und ihrer Bildung?

Die Wanderausstellung von World Vision Deutschland e. V. erzählt aus dem Kriegsalltag von Kindern aus Afghanistan, der DR Kongo, Uganda und dem Libanon und zeigt anhand von konkreten Projekten, wie ihre Lebensbedingungen verbessert werden können.

World Vision Deutschland engagiert sich weltweit als Anwalt für Kinder. Friedensförderung und zivile Konfliktbearbeitung sind zwei Kernbereiche der Arbeit des internationalen Kinderhilfswerks. Ziel der Ausstellung ist es, Bewusstsein für die Problematik von Kindern im Krieg zu schaffen und darzustellen, auf welche Weise Millionen von Kindern weltweit täglich von Kriegen betroffen sind.

Die Foto-Text-Ausstellung richtet sich an Entscheidungsträger, Meinungsführer und Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Medien, Institutionen, Verbänden und nichtstaatliche Organisationen.

Bild und Text verdeutlichen: Man kann helfen – und verändern! Die Besucher sollen aktiv werden, sich engagieren, Aktionen entwickeln oder laufende Aktivitäten unterstützen.

Eintritt frei!

nach oben

______________________________________


Made in FD - Spitzentechnologie aus der Fuldaer Fayence-Manufaktur (1741-1760)

Eröffnung: Freitag, 13. März 2015 um 19.00 Uhr

13. März bis 31. Mai 2015

Seit der Schließung der Fuldaer Fayence-Manufaktur sind gerade einmal 250 Jahre vergangen. In den Wirren des Siebenjährigen Krieges und der damit verbundenen wirtschaftlichen Katastrophe ging eine der bedeutendsten, wenn auch eine der kleinsten deutschen Fayence-Manufakturen zugrunde. Zur Erforschung ihrer Geschichte gibt es bisher unzählige Beiträge, die im Rahmen größerer Zusammenhänge Teilaspekte kursorisch, selten auch ausführlicher behandeln, doch monographisch wurde das Thema, von zwei bis drei ernsthaften Versuchen abgesehen, nicht verwirklicht.

Einen neuen Forschungsansatz soll die vom Vonderau Museum Fulda für das Jahr 2015 vorbereitete Ausstellung zur Fuldaer Fayence-Manufaktur bieten. Ausgehend von einer kritischen Durchsicht des durch Signaturen oder Marken gesicherten und der Manufaktur sonst zugewiesenen Materials, das in den letzten JaAdam Friedrich von Löwenfinck Hirschreiterin-Service, Teller Fuldaer Fayence, vor 1745 Bayerisches Nationalmuseum Münchenhren durch archäologische Funde in einigen Bereichen gestützt wird, über erneute Erforschung der schriftlichen Überlieferung und aufgrund des inzwischen weit schneller als für Fulda fortgeschrittenen Stands der Erforschung zahlreicher zeitgenössischer Manufakturen wird als Ergebnis der Ausstellung eine neue Monographie zur Fabrikgeschichte und ein detaillierter Katalog der Produkte erarbeitet. Die Ausstellung ist damit ein Versuch, eine wichtige Forschungslücke zu schließen, zumal die Fuldaer Manufaktur in Bezug auf die Technologie der Fayencebemalung, insbesondere in ihren Anfängen unter den damaligen deutschen Manufakturen an der Spitze der Entwicklung stand. So wird die Sonderschau geeignet sein, dem interessierten Besucher gleichzeitig die einstige Bedeutung der Fuldaer Fayencen, die vor allem vor Ort fast in Vergessenheit geraten sind, zu vermitteln.

Adam Friedrich von Löwenfinck Tafelaufsatz für Johann Philipp Karl Anton von Fechenbach (1708- 1779) Fuldaer Fayence, vor 1745 Vonderau Museum Fulda, Slg. Prof. Dr. Hellmut Nieth

Adam Friedrich von LöwenfinckAdam Friedrich von Löwenfinck Kumme, Meissner Porzellan, um 1733 Privatbesitz, Dresden

Der Gründung der Manufaktur in Fulda gingen seit Herbst 1740 Versuche des unter anderem in Delft ausgebildeten und hier Adam Friedrich von Löwenfinck Bildplatte mit Darstellung Jesu im Tempel, Fuldaer Fayence, vor 1745 ZürichPorcilainmacher genannten Christian Ruprecht voraus. Die wohl unbefriedigenden Ergebnisse gaben dem Fuldaer Fürstabt Amand von Buseck (1737-1756, seit 1752 Fürstbischof) Anlass, sich nach neuen Lösungen umzusehen. Kurz nach Entlassung Ruprechts traf daher am 18. Februar 1741 der wenige Jahre zuvor aus Meißen entflohene, berühmte Schmelzmaler Adam Friedrich von Löwenfinck ein. Mit Löwenfinck gelangte die bald vom Fürstabt gegründete Fabrik zu hoher künstlerischer Blüte und bot vielen damals bedeutenden Künstlern Aufnahme oder auch einmalige Entwicklungsmöglichkeiten. Auch wenn von Löwenfinck EndeWenzel Neu Chronos als Taschenuhrständer Fuldaer Fayence, um 1745 Museumslandschaft Hessen Kassel 1744 Fulda für immer verlassen hatte und ihm spätestens 1746 eine Reihe wichtiger Meister nach Höchst gefolgt waren, so blieben in der Fuldaer Manufaktur doch noch genug fähige Mitarbeiter, z.B. der Modelleur Wenzel Neu, der wahrscheinlich die Leitung übernommen hatte, die ihr Fortbestehen ermöglichten.

Georg Friedrich Hess

Ignaz Hess Doppelkürbisvase mit deutschen Blumen Fuldaer Fayence, nach 1751 Mainfränkisches Museum WürzburgEinen neuen Aufschwung erlebte die Manufaktur, als Anfang 1751 Georg Friedrich Hess mit seinem Sohn Ignaz aus Höchst zurückgekehrt war und alsbald praktisch die technische Leitung übernahm. Die Tatsache, dass der berühmte Fayencemaler Joseph Philipp Dannhöfer in den Jahren 1751, 1752 und 1757/58 in Fulda tätig war, ist auch ein Beleg für die damalige Bedeutung des Unternehmens, das unter fürstlicher Regie geführt, zwar kaum mit finanziellen Problemen konfrontiert wurde, aber auch nicht wirtschaftlich arbeiten konnte.

Die Situation der Fabrik änderte sich 1756 mit dem Tod des Gründers, Fürstbischof Amand von Buseck, und mit dem bald folgenden Ausbruch des Siebenjährigen Krieges schlagartig. Zwar versuchte der damalige Verwalter Georg Friedrich Hess die Fabrik in Pacht zu übernehmen und auf eigene Rechnung zu führen, zog aber Anfang 1759 sein Angebot zurück. Diese Entscheidung bedeutete praktisch das endgültige Ende der Fuldaer Fayence-Manufaktur, die spätestens Anfang 1760 den Betrieb eingestellt hatte und in den folgenden Monaten abgewickelt wurde.

Als Fabrikmarke wurde in Fulda, ähnlich vielen der damaligen Fuldaer Fabrikmarke: FD darunter Malermarke: CM für Christian MüllerFayence-Manufakturen, ein Buchstabenpaar aus der Orts- bzw. LandbezGeorg Friedrich Hess Doppelkürbisvase mit indianischen Blumen Fuldaer Fayence, nach 1751 Hetjens-Museum, Düsseldorfeichnung verwendet: ein “FD”-Zeichen in Mangan oder Blau, das in der Regel auf dem Boden aufgemalt wurde. Nicht selten erscheinen unterhalb eines Längsstrichs das Monogramm des Malers und gelegentlich auch das Herstellungsjahr.


Die Bedeutung der Fuldaer Fayencemanufaktur

In Fulda gelang es Adam Friedrich von Löwenfinck zum ersten Mal nach der Flucht aus Meissen eine Produktionsstätte zu gründen, in der manufakturmäßig Fayencen mit einer bunten Palette von Emaillefarben dekoriert werden konnten und somit, als ausgesprochene Schmuckware, den echten Porzellanen aus China und Meissen Konkurenz machen konnten. Auf dem Weg von karg mit den sog. Scharffeuerfarben (Blau, Mangan, Gelb und Grün) bemalten Waren zu den reich mit Muffelofenfarben verzierten Fayencen markiert die Fuldaer Fabrik des Abtes Amand von Buseck und des Erfinders Adam Friedrich von Löwenfinck keinen gradiellen Fortschritt, sondern bedeutet eine technologische Wende.

Adam Friedrich von Löwenfinck kleine Doppelkürbisvase Fuldaer Frittenporzellan, vor 1745 Museum für Kunst und Gewerbe HamburgNicht unerwähnt, weil auch durch archöologische Funde belegt, dürfen die Versuche bleiben, die zur Nacherfindung des echten Porzellans in Fulda führen sollten. Zwar gelang es nur ein sog. Frittenporzellan, wie es auch in Chantilly produziert wurde, herzustellen und auch das wohl in nur wenigen Exemplaren (Kunstgewerbemuseum Berlin und Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg).

Schon die Zeitgenossen erkannten die Besonderheit der damals nur in Fulda produzierten Ware, die durch ausländische Händler zu sehr hohen Preisen erworben und über die deutschen Grenzen hinaus transportiert wurde.

Adam Friedrich von Löwenfinck Fisch-Service, Terrine Fuldaer Fayence, vor 1745 Designmuseum Danmark, Kopenhagen... und auch heute stehen diese Objekte wegen ihrer herausragenden Qualität und Seltenheit an herausgehobenen Standorten in vielen renommierten Museen der Welt (z.B. The Metropolitan Museum New York, Victoria & Albert Museum London, Rijksmuseum Amsterdam) oder fast allen großen Kunstgewerbemuseen in Deutschland (in Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Nürnberg, Kassel, Mannheim oder Stuttgart). Sie sind ebenso begehrt von privaten Sammlern, auch außerhalb von Deutschland, und erzielen auf den internationalen Kunstmärkten teilweise fünfstellige Preise, wenn sie überhaupt noch angeboten werden.

Eintritt: 3,00 €

 
nach oben

______________________________________

Entdeckungsreise Ehrenamt – Lebenswelten mit anderen Augen sehen

Eröffnung: Mittwoch, 15. April 2015 um 19.00 Uhr

16. April bis 3. Mai 2015

Studierende des Fachbereichs Sozialwesen der Hochschule Fulda präsentieren die in Szene gesetzten Ergebnisse ihrer „Entdeckungsreise Ehrenamt“ in einer Sonderausstellung im Vonderau Museum. Sie haben sich ein Jahr lang unter der Leitung von PD Dr. Jutta Buchner-Fuhs mit dem Ehrenamt für Kinder und Jugendliche beschäftigt. Die angehenden Fachkräfte der Sozialen Arbeit haben sich auf Spurensuche begeben und fremde Lebenswelten erkundet. Zu Wort kommen Heranwachsende und ihre Ehrenamtlichen. Im Zentrum stehen die vielfältigen Bildungsmöglichkeiten, sozialen Kontakte und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche, die es ohne das große Engagement der Ehrenamtlichen nicht geben würde.

Die Ausstellung gibt mit ihren Fotos und Texten faszinierende Einblicke in die Begegnung von Jung und Alt. Sie zeigt einen spannenden Ausschnitt ehrenamtlicher Arbeit, der sonst vernachlässigt wird.

Eintritt frei

nach oben

______________________________________

Ausstellungen 2014

______________________________________


EiszeitEiszeit - Von Mammuts und Cro-Magnon-Menschen

Eröffnung: Mittwoch, 12. November um 19.00 Uhr

13. November 2014 bis 1. März 2015

In dieser Sonderausstellung können unsere Besucher sich auf eine anschauliche Zeitreise in das Europa während der letzten Eiszeit vor rund 20.000 Jahren begeben. In Zusammenarbeit mit der Firma Expo-Fauna von Dieter und Adrian Luksch wird der kurze, trockene und relativ kühle Sommer in der letzten Kaltzeit präsentiert.

Die Besucher treffen auf außergewöhnlich große Tiere, die am Ende der Eiszeit ausstarben: Höhlenbär, Riesenhirsch, Steppenbison, Auerochse und Wollnashorn. Die Highlights sind die Nachbildungen eines 7 Meter langen und fast 4 Meter hohen Wollhaar-Mammuts mit einem Jungtier. Das lange dichte Fell, die kleinen Ohren und weitere „Frostschutzmittel“ zeigen deren Anpassungsfähigkeit an die eisige Kälte, mit der auch die Menschen leben mussten.

Die Lebenswelt der Neandertaler und Cro-Magnon-Menschen als Jäger und Sammler sowie deren handwerkliches Können werden mit dem Nachbau einer Behausung aus Tierfellen, Mammut-Stoßzahn- und Knochen-Abgüssen vorgestellt. Auch deren künstlerisches Schaffen wird gezeigt. Welche geologischen Spuren die Eiszeit im Fuldaer Land hinterlassen hat und welche archäologischen Funde aus dieser Zeit stammen, wird in der naturkundlichen und kulturgeschichtlichen Dauerausstellung präsentiert.

A K T U E L L:
LFöhnfrisur für den Löwenetzte Führung in der EISZEIT-Ausstellung
hnfrisur für den Löwen

Sonntag, 1. März 2015 um 15:30 Uhr

Zur Entstehung der EISZEIT-Ausstellung und zur Frage, wie das Mammut und die anderen Eiszeit-Tiere so lebensecht nachgebaut werden konnten, wird der Präparator und Ausstellungsmacher Dieter Luksch am letzten Tag der Sonderausstellung mit einer Führung einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen.

Eintritt EISZEIT-Ausstellung: 3,50 € für Kinder, 5,00 € für Erwachsene

-----------------------------------------------------------------------------------------------------

Begleitend zur Ausstellung können Sie hier folgende pdf-Dateien herunterladen:

Entdeckerbögen (pdf-Datei, 1,2 MB)

und Austellungsbegleiter für Lehrer und Eltern (pdf-Datei, 1,6 MB)

Eintritt: 5,00 € (Erwachsene), 3,50 (Schüler ab 6 Jahren)

______________________________________

Verena Pfisterer - Körperskulptur, 1963 (c) Helmut KopetzkyVerena Pfisterer - Werke und Dokumente

Eröffnung: Freitag, 24. Oktober 2014 um 18.00 Uhr

25. Oktober 2014  VERLÄNGERT BIS 1. MÄRZ 2015

Erst in ihren letzten Lebensjahren ist die Kunst-Öffentlichkeit u. a. durch Ausstellungen in Wien und Berlin auf die in Fulda geborene Verena Pfisterer aufmerksam geworden. Stärkste Anregungen erhielt die werdende Künstlerin durch den Jungen Kunstkreis Fulda, der in den Fünfzigern und Sechzigern ein lebendiger Aktions-Ort und Schnittpunk zu internationalen Kunsttendenzen jener späten Nachkriegszeit war. Von Beginn an war Pfisterer eine Ausnahme-Erscheinung in diesem Kreis. Ihre Laufbahn führte sie u. a. 1963 an die Düsseldorfer Akademie, zu einem Hotspot im Umkreis von Sigmar Polke, Jörg Immendorff, Gerhard Richter, Franz Erhard Walther, Katharina Sieverding, Joseph Beuys und Gerhard Hoehme, ihrem Lehrer. Die folgenden Jahrzehnte verbrachte Pfisterer freischaffend in Berlin. Neben ihrer Kunst absolvierte sie ein Soziologie-Studium an der Freien Universität und promovierte 1985 summa cum laude im Hauptfach Psychologie.

Zu den früheren Mitgliedern des Jungen Kunstkreises Fulda hat Verena Pfisterer bis zu ihrem Tod im Mai 2013 immer Kontakt gehalten. Mit der Stadt und ihrer Umgebung verband sie eine sentimentale Liebe, die mit den Jahren wuchs. Die erste umfassende Ausstellung zu Pfisterers Werk, kuratiert von Helmut Kopetzky und Dietrich Ebert, zeigt Lebens-Zeichen aus allen Phasen ihres Schaffens – Gemälde, Zeichnungen und Objekte sowie Beispiele ihrer Arbeiten im Bereich "Alltagsfotografie". Dazu erscheint ein illustriertes Katalogbuch, das Leben und Werk zum ersten Mal umfassend dokumentiert.


Eintritt 1,00 €

BEGLEITPROGRAMM:
Sonntag, 2. November 2014, 15.00 Uhr:
JOURNAL EINES KUNST-LEBENS
Aufzeichnungen von Verena Pfisterer über ihr Werk, den Künstlerinnen-Alltag und die Schrecken der  Existenz. Ein Ausstellungsgespräch mit Co-Kurator Helmut Kopetzky.
Die Texte liest Heide Raab.

Sonntag, 11. Januar 2015, 15.00 Uhr:
Arbeitsgespräch KUENSTLERIN ALS BERUF
Die ästhetischen, formalen und sozialwissenschaftlichen Aspekte im Werk Verena Pfisterers.
Mit  Co-Kurator Dietrich Ebert (Fulda/Berlin)

______________________________________

MORS IMPIA RAPVIT –MORS PIA TRANSTVLIT

Verklärung des Fürstabts Adalbert von Schleiffras

Eröffnung: Freitag, 19. September um 19.30 Uhr

20. September bis 2. November 2014

Am 14. Oktober 1714 starb der Fuldaer Fürstabt Adalbert von Schleiffras (reg. 1700-1714), mit dessen Regierungsantritt um die Jahrhundertwende die bis heute das Aussehen unserer Stadt prägende Epoche der barocken Kunst und Architektur Eingang gefunden hatte. Noch unter seiner Regierungszeit entstanden durch Baumeister Johann Dientzenhoffer der Dom und das Residenzschloss, deren Architekturen, auch nach Weggang des fürstlichen Hofbaumeisters (1711) und dem Tod des Auftraggebers (1714), die spätere Kunstentwicklung der gesamten Region entscheidend und auf Dauer geprägt haben.

Die Ausstellung beschäftigt sich sowohl mit der Persönlichkeit des aus fuldischem Kleinadel abstammenden und zum Rang eines Reichsfürsten aufgestiegenen Abtes als auch mit den unter seiner Regierung entstandenen Architekturen und Werken der bildenden Künste. Anhand von Dokumenten und Modellen werden Einblicke in die damals aktuellen Fragen nach dem neuen Anfang ermöglicht werden. 

Die Präsentation entsteht in Zusammenarbeit mit der Bibliothek des Bischöflichen Priesterseminars, die eine Reihe wichtiger Dokumente und Quellen zum Leben und Werk dieses bedeutenden Abtes besitzt. Als zentrales Objekt entsteht eine Rekonstruktion des „castrum doloris“, eines Trauergerüstes, das bei der Bestattung des Fürsten 1714 im Fuldaer Dom aufgebaut wurde und dessen Leben und Regierung glorifiziert. 

Eintritt 1,00 €

______________________________________

200 Jahre Emanzipation der Juden in Fulda und Region

Eröffnung: Mittwoch, 10. September um 19.00 Uhr

 

11. September bis 19. Oktober 2014

 

Die Geschichte der Stadt Fulda ist untrennbar mit dem Leben der hier seit dem 12. Jahrhundert bestehenden jüdischen Gemeinde verbunden. In den folgenden Jahrhunderten werden die Juden aus religiösen und wirtschaftlichen Motiven rechtlich diskriminiert, angefeindet, ausgewiesen, massakriert und wieder angesiedelt. Der Grundstein für die Gleichberechtigung wird in der Französischen Revolution gelegt und 1806 von Napoleon weitergeführt, der „den Kultus der Israeliten wiederherstellt“. Carl von Dalberg erlässt ein Edikt, das den Juden ermöglicht, sich ihre bürgerliche Gleichstellung zu erkaufen. Erst das in Kurhessen 1833 erlassene Gesetz bringt eine „Gleichstellung in den Rechten und Pflichten“.

 

In der Folgezeit tragen jüdische Geschäftsleute und Fabrikanten mit unternehmerischem Weitblick zur wirtschaftlichen Blüte Fuldas bei. Sie engagieren sich in Politik und Vereinen, ihre Kinder dürfen ins Gymnasium gehen, ihre Feiertage werden Teil des kulturellen Lebens und ihre Synagogen ein Element der städtischen und ländlichen Architekturlandschaft. 

 

Schriftdokumente, Objekte und Fotos geben einen Einblick in diese „200 Jahre Emanzipation der Juden in Fulda“. Im Zentrum steht das 19. Jahrhundert mit seinen hoffnungsvollen Entwicklungen für eine gleichberechtigte Integration der jüdischen Bevölkerung in das gesellschaftliche Leben in Deutschland.

 

Eintritt: 3,--€ für Erwachsene, 1,-- € für Schüler

Fuldaer Schulen, die im Rahmen des Unterrichts die Sonderausstellung besuchen, haben freien Eintritt!

 

 

RAHMENPROGRAMM:

 

Sonntag, 14.09. 2014, 17.00 Uhr

„So feiern Juden ihre Feste von Rosch ha-Schana bis Channuka“

Referent: Rabbi  Shlomo Raskin, Frankfurt

Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

Vonderau Museum

 

 

Dienstag, 16.09. 2014, 15.00 Uhr

„Mit Schülern jüdische Geschichte erkunden“ 

Lehrerfortbildungsveranstaltung mit Dr. Michael Imhof und Kornelia Wagner, Kuratoren der Ausstellung, sowie Constanze Schneider, Fachberatung Kulturelle Bildung am Staatlichen Schulamt Fulda

Vonderau Museum

 

Anschl. um 17.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

„Spurensuche 14“ mit Schülerarbeiten aus Freiherr-vom-Stein-Schule und Winfriedschule und den digitalen QR-Code-„Steinen“ „Lechol adam yesh shem – Jeder Mensch hat einen Namen“

Ausstellungsräume von Rhönenergie und VR Genossenschaftsbank, Bahnhofstr. 2 

 

 

Donnerstag, 18.09.2014, 19.30 Uhr

Der langwierige Weg für die Fuldaer Juden in die Emanzipation

Referent: Dr. Michael Imhof

Geschichtsverein Fulda

Vonderau Museum

 

 

Montag, 22.09., 6.10., 13.10.2014, jeweils 19.00 Uhr 

„Stationen der Geschichte des Judentums in Fulda -

Schwerpunkt: Emanzipation der Juden im 19. Jahrhundert“

Kursangebot der Volkshochschule der Stadt Fulda

Referent: Dr. Michael Imhof

Kanzler-Palais Unterm Hl. Kreuz

 

 

Dienstag, 23.09.2014, 15.00 Uhr

„Anders sein. Minderheiten, Randgruppen, Außenseiter in der Geschichte“

Schüler-Workshop zum neuen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten unter Einbeziehung des Ausstellungsthemas 

Vonderau Museum

 

Dienstag, 7.10. 2014, 19.00 Uhr

„Die Brüder Grimm und ihr Antisemitismus“ 

Vortrag von Prof. Dr.  Holger Erhardt, Brüder-Grimm-Stiftungsprofessur an der Universität Kassel

Vonderau Museum

 

FÜHRUNGEN:

 

Sonntagsführungen durch die Ausstellung:

Sonntag, 21.09. und 12.10. 2014 jeweils 15.00 Uhr 

Führung: Dr. Michael Imhof

 

Für Schulklassen und geschlossene Besuchergruppen werden

Führungen durch die Ausstellung ggf. mit Stadtgang nach Vereinbarung angeboten.

Anmeldungen bei Kornelia Wagner, Museumspädagogin, Tel. 0661 – 102 3218 

______________________________________

artist 2014

 

Eröffnung: Freitag, 25. Juli um 19.00 Uhr

 

26. Juli bis 24. August 2014

 

Mit artist 2014 öffnet das Vonderau Museum Fulda erneut einigen Fuldaer Künstlern seine Pforten, um deren Werk in dieser besonderen Museumsausstellung der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wie in den vergangenen Jahren soll auch die diesjährige Schau zu einer Begegnung sowohl mit den etablierten als auch den in Fulda weniger bekannten Künstlern beitragen. Vor allem aber ist das Museum bestrebt, einen Dialog zwischen den eingeladenen Künstlern zu fördern. Artist ist ein Projekt mit einer Gemeinschaftsausstellung von mehreren Künstlern, die sich in den drei großen Sonderausstellungsräumen präsentieren. Das Projekt bietet aber auch gleichzeitig die Möglichkeit einer individuellen Selbstdarstellung, die jedoch eine räumliche Berührung nicht ausschließen soll. Dialog, vielleicht auch Austausch zwischen oft sehr unterschiedlichen künstlerischen Positionen ist gefragt und wird gerade herausgefordert. Dieser Weg verlangt von allen Beteiligten ein hohes Maß an Toleranz und Kompromissbereitschaft, damit aus dem Einzelwerk eine überzeugende Gesamtschau wird.  

 

In diesem Jahr präsentieren Michael Barthel, Meike Dölp, Petra Lange und Jörg Nemela gemeinsam ihre Werke der fuldischen Öffentlichkeit. Mit allen teilnehmenden Künstlern bietet das Vonderau Museum Künstlergespräche an.

 

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und für 9,95 € an der Museumskasse erhältlich.

 

Eintritt: 1,00 €

 

 

Presseberichte:

„artist 2014“ zeigt Kunst von Michael Barthel, Meike Dölp, Petra Lange und Jörg Nemela

Anke Zimmer für fuldaerzeitung.de vom 26.7.2014

 

Werke von vier Fuldaer Künstlern. Neue Ausstellung im Vonderau Museum ARTIST 2014

osthessen-news vom 26.7.2014

 

Vernissage im Vonderau - Museum Fulda am 25.7.2014 "artist 2014"

Videobeitrag von Michael Gösel (OK Fulda ) - mediathek-hessen.de

______________________________________

Gebrannte Erde aus Franken und Hessen.
Fayencen und Steinzeug aus der Sammlung Neuner

Eröffnung: Freitag, 23. Mai 2014 um 19.00 Uhr 

24. Mai bis 13. Juli 2014

Themen und Inhalte:

Die Nürnberger Hausmaler

Manufakturen in Hessen

Manufakturen in Franken

Deutsche Manufakturen

Steinzeug aus Sachsen

Helmut Neuner ist ein aus der unmittelbaren Nähe von Nürnberg stammender Sammler.
Wie fast jede Privatsammlung, zeigt auch diese besonderen Vorliebe des prinzipiell am Thema deutsche Fayencen interessierten Sammlers.
Neben den sehr stark vertretenen Hausmalern der Stadt Nürnberg und der dortigen Manufaktur, fanden bald auch besondere und eigenwillige Objekte aus anderen benachbarten Regionen sein Interesse. Viele süddeutsche,
aber auch hessische Manufakturen sind mit Spitzenobjekten vertreten und natürlich sind auch paar hervorragende mit Muffelofentechnik bemalten Stücke der Fuldaer Fayencefabrik vertreten. Die Allgemein auf das Objekt „Krug“ konzentrierte Flyer Sammlung vermag deutlich die Lage der Fayenceherstellung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Alten Reich zu charakterisieren, also jener Zeit, in der auch die bedeutende Fuldaer Manufaktur durch Amand von Buseck (reg. 1737-1756) unter künstlerischer Mitwirkung von Adam Friedrich von Löwenfinck (1714-1754) im Jahr 1741 gegründet wurde.

Den Flyer zur Ausstellung können Sie hier runterladen (pdf-Datei, 1,1 Mb)

Sonntagsführungen mit den Kuratoren Dr. Gregor Stasch und Andreas Neuner finden am 1. Juni, 15. Juni und 13. Juli 2014 jeweils um 15.00 Uhr statt.

Eintritt: 2,00 €

______________________________________

Veronika P. Dutt - Malerei

Eröffnung: Sonntag, 18. Mai um 16.00 Uhr
(im Rahmen des Internationalen Museumstages)

20. Mai bis 6. Juli 2014

Veronika P. Dutt ist freischaffende Künstlerin und lebt seit 1988 in der Rhön.

Ihre Bilder entführen den Betrachter in eine imaginäre raumerfüllte Bildperspektive, die die Künstlerin selbst als ihren Lichtraum empfindet. Mit wohldurchdachten, ganz behutsam aufgetragenen unzähligen lichtdurchlässigen Farbschichten entwickelt die Künstlerin ihre Ideen von Raum, Licht und Stille in einer sinnlichen Farbigkeit. 

Mit den Eindrücken ihrer neusten Arbeiten, die den Ausstellungsraum im Erdgeschoss bespielen, begegnet der Betrachter Veronika P. Dutts Malerei auch in der Gemälde Galerie, in einer spannenden und wunderbaren Korrespondenz mit den Meisterwerken der ständigen Sammlung im 2. Obergeschoss. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eintritt: 1,00 €

______________________________________

Rudolf Kubesch (1914-1970) -  DER KUNSTMANAGER

Eröffnung: Mittwoch, 2. April 2014 um 19.00 Uhr
3. April bis 11. Mai 2014

Mehr als 20 Jahre wirkte Rudolf Kubesch in Fulda und in der Region als Kunsterzieher, Künstler und Organisator zahlreicher künstlerischer Veranstaltungen. In diesem Jahr wäre er 100 Jahre alt geworden. Kubesch hatte den Anspruch, in Fragen der Kunst, der Ästhetik und des Geschmacks nicht nur als Experte, sondern vor allem als Erzieher und oft sogar als revolutionärer Veränderer zu wirken. Er fand dabei nicht immer nur Anerkennung, sondern provozierte auch häufig Widerspruch. Wenn sich Widerspruch regte, hatte er eines seiner vorrangigsten Ziele, sich überhaupt mit Kunst auseinanderzusetzen, schon erreicht.

Was seine eigenen Werke betraf, war Rudolf Kubesch war eher zurückhaltend diese der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach einer Einzelausstellung 1947 in der Landesbibliothek Fulda konnte man meist nur wenige seiner Arbeiten während der Jahresausstellungen des Fuldaer Künstlerbundes kennenlernen.

Kubesch setzte sich immer vehement für die moderne Kunst ein, auch wenn das zu seinen Lebzeiten meist als Provokation empfunden wurde. Heute ist die moderne Kunst noch viele Schritte weiter gegangen, und ohne Provokation wäre sie auch nicht weitergekommen. Er selbst versuchte nur selten,  „modern“ zu malen. Modern war zu seiner Zeit gleichbedeutend mit abstrakt und ungegenständlich. Die Motive und die Ausführung seiner Bilder sind durchweg traditionell. Ihn faszinierte vor allem, verschiedene technische Ausdrucksweisen anzuwenden. Dabei galt in frühen Jahren seine Liebe dem Aquarell und dem Ölgemälde, das er bis ins manieristische Detail ausführte. Über Wachskreide, Tempera und verschiedene Mischtechniken fand er in den späten Jahren mit Hilfe der Ockervorkommen in der Nähe seiner geliebten Ferme „Le Templon“ in Südfrankreich zu einer Maltechnik mit naturfarbenem Sand, die ihn bis zu seinem Tod nicht mehr los ließ.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und für 12,80 € an der Museumskasse erhältlich.

Eintritt: 1,00 €

______________________________________

HANS-PETER PORZNER
DIE GEBURT DER MICKEY MOUSE IN DEN TANNEN VON 1943 BIS HEUTE

13. März bis 20. April 2014
Eröffnung: Mittwoch, 12. März um 19.00 Uhr

Der in Würzburg geborene und international agierende Künstler Hans-Peter Porzner lebt und arbeitet vor allem in München und Würzburg. Kunst und Philosophie sind für ihn in gleicher Weise wichtig. Porzner beschäftigt sich mit der Kunst der Umbruchszeit; ihn fasziniert die Frage des Neuanfangs der Kunst nach dem Krieg, ganz besonders nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Malerei ist natürlich nicht nur Darstellungsfolie eines schweren Themas, sondern ist auch in einem vergegenwärtigenden Sinne zeit- und distanzüberbrückend zu nennen. Dem von Porzner ausgearbeiteten Experiment kommt der aus Fulda stammende Maler und Städellehrer Ferdinand Lammeyer (1899-1995) sehr nahe. Lammeyer, dessen Werk der Vorkriegsjahre in der Kunst des Bauhaus, auch des deutschen Expressionismus gründet, entwickelt einen persönlichen Stil, der sich auch während der nationalsozialistischen Zeit dem Zeitgeist nicht beugt. Er stellt 1943 in Wien einige seiner Werke aus, doch die Ausstellung wird bald nach der Eröffnung geschlossen; im gleichen Jahr verliert er bei einem Bombenangriff in Frankfurt sein Atelier, fast alle seine Werke werden verbrannt. Als der Krieg zu Ende geht, muss er in jeder Hinsicht einen Neuanfang schaffen in einer zunächst von Orientierungslosigkeit gekennzeichneten Zeit. Kann der fast fünfzigjährige Künstler mit dieser Situation noch fertig werden, diese überhaupt verarbeiten oder bleiben am Ende im Sinne Anselm Kiefers ebenso nur „Trümmer“? Porzner widmet sich dem Thema seit 1998 auf eine ebenso ganz persönliche Weise.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eintritt 1,00 €

Öffentliche Führungen (jeweils 15.00 Uhr)
Sonntag, 23. März 2014
Sonntag, 20. April 2014
Durchführung: Hans-Peter Porzner

Presse:
Was war nach dem 2. Weltkrieg? Kunst von Hans-Peter PORZNER im Vonderau
osthessen-news vom 13.3.2014

______________________________________

Zwischen Leid und Hoffnung. Fritz Döring - Bilder aus russischer Kriegsgefangenschaft

13. Februar bis 23. März 2014
Eröffnung: Mittwoch, 12. Februar um 19.00 Uhr
 

Der Zweite Weltkrieg endete für 3,15 Millionen deutsche Soldaten in russischer Kriegsgefangenschaft.
Der Rhöner Maler Fritz Döring war einer von ihnen.
Denjenigen, welchen Döring ein Begriff ist, assoziieren sein malerisches Schaffen wohl zunächst mit idyllischen Landschaftsbildern der Rhön und des Vogelbergkreises; dem Erfassen friedlicher Natureindrücke unter dem Gesichtspunkt einer ästhetischen Wiedergabe.

Dass er auch einen Kritiker seiner Zeit verkörpert, wissen die wenigsten. Aufgewachsen und erwachsen geworden in Pfordt bei Schlitz in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist Döring ein Zeitzeuge des Dritten Reiches und des darauf folgenden Zweiten Weltkrieges. 1942 eingezogen und fernab von dem harmonischen Landleben, den friedlichen Motiven seiner Werke und der heimischen Sicherheit, dokumentiert Fritz Döring seine Eindrücke während des Krieges an der Ostfront im russischen Estland; verarbeitet seine Erfahrungen in Kriegsgefangenschaft, welche bis 1948 andauerte.

Gegenstand seiner Bilder sind nun nicht mehr ausschließlich Landschaftsidyllen: Kranke und Todgeweihte im Lazarett; Lethargie im Kriegsgefangenenlager; Tod der Kameraden- jedoch auch Hoffnung auf Gerechtigkeit und Heimkehr.

Während des Ausstellungsbesuchs begleiten Sie Fritz Döring auf dessen Lebensweg – und bestreiten eine Zeitreise in die Weite Russlands und wieder zurück in die Heimat.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Öffentliche Führungen (jeweils 15.00 Uhr)
Sonntag, 16. Februar 2014
Sonntag, 23. Februar 2014
Durchführung: Hans Bohl

Eintritt 1,00 €

Presseartikel:
Bilder eines Kriegsgefangenen: Zeichnungen von Fritz Döring im Vonderau Museum
Björn Gauges berichtet vom 10.02.2014 für die Fuldaer Zeitung

nach oben

______________________________________

Austellungen 2013

______________________________________

Professor Joseph Vonderau (1863-1951) - Lehrer, Heimatforscher, Archäologe

21. November 2013 bis 26. Januar 2014
Eröffnung: Mittwoch, 20. November um 19.00 Uhr

Die Ausstellung findet anlässlich des 150. Geburtstages von Joseph Vonderau statt und würdigt dessen Verdienste um die Erforschung der heimischen Vorgeschichte. Außerdem wird im Sinne Vonderaus die Region als facettenreiche Kulturlandschaft vorgestellt.

Die Ausstellung basiert auf zwei Teilen. Im ersten Teil wird das Leben und Werk Vonderaus präsentiert. Seine Ausgrabungen werden gezeigt. Dadurch werden Arbeitsweise und Forschungsergebnisse Vonderaus vorgestellt.

Der zweite Teil der Ausstellung ermöglicht einen Einblick in die Fortführung der von Vonderau begonnenen archäologischen Forschungen. Dazu werden Ergebnisse vergangener und aktueller Ausgrabungen sowie Fundstücke aus Privatsammlungen präsentiert. Zu den Höhepunkten der Ausstellung gehören die Bestattung des „Reichen Mädchens von Molzbach“ und des „Kriegers von Burghaun“, die im Original präsentiert werden.

Im Jahr 2014 werden folgende Sonntagsführungen durch die Ausstellung angeboten (Beginn jeweils 15.00 Uhr):

Sonntag, 5. Januar 2014 - Durchführung: Milena Wingenfeld
Sonntag, 19. Januar 2014 - Durchführung: Milena Wingenfeld
Sonntag, 26. Januar 2014 - Durchführung: Dr. Frank Verse

Eintritt: 1,00 €

Presseartikel:
Sonderausstellung im Vonderaumuseum eröffnet
Samantha Schwab für Fuldaer Zeitung vom 20.11.2013

Zum 150. Geburtstag: Vonderau Museum zeigt Schau über Namensgeber
Fuldaer Zeitung vom 11.11.2013

______________________________________

Künstler des Jungen Kunstkreises Fulda - die 1950er Jahre

8. November 2013 bis 19. Januar 2014 verlängert bis 26. Januar 2014
Eröffnung: Donnerstag, 7. November um 18.00 Uhr

Der Junge Kunstkreis in Fulda war in der Zeit vom Ende der 1950er bis in die 1960er Jahre ein Phänomen im Kunstleben unserer Stadt. Es war eine künstlerische Regung, die viel bewegte, die aber trotz einer im Jahr 1996 stattgefundenen großen Ausstellung, welche die Mitglieder des Vereins und ihre Aktivitäten dokumentierte, in den Sammlungsbeständen des Vonderau Museums nur eine marginale Rolle spielt. Der Initiative von Prof. Franz Erhard Walther folgend haben die ehemaligen Mitglieder und Freunde des Vereins wichtige, noch erhaltene Werke aus der Zeit zusammengetragen, um diese der Stadt Fulda für das Vonderau Museum zu übergeben. 

Die komplette Sammlung wird in einer von Prof. Franz Erhard Walther konzipierten Ausstellung gezeigt. Mit Nachdruck wurden vor allem Werke aus der frühesten und wohl wichtigsten Zeit des Vereins zusammengetragen. Es werden neben einigen Frühwerken von Franz Erhard Walther auch Bilder von heute noch bekannten Künstlerpersönlichkeiten präsentiert, wie z. B. von Karlfried Staubach, aber auch von einigen, die inzwischen in Vergessenheit geraten sind; auch von damaligen Künstlern, die später einen anderen Weg eingeschlagen haben und einem „bodenständigeren“ Beruf oder Berufung nachgegangen sind.

Eintritt: 1,00 €

Presseartikel:
Der Junge Kunstkreis Fulda im Vonderau Museum
Anke Zimmer für die Fuldaer Zeitung vom 7.11.2013

______________________________________

Sein großer Wurf - Karl Storch, ein echter Fuldaer

Karl Storch - Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Helsinki 195227. September bis 27. Oktober 2013
Eröffnung: Donnerstag, 26. September um 18.00 Uhr

Die Ausstellung über den erfolgreichsten Sportler der Stadt Fulda und Silbermedaillengewinner bei den Olympischen Spielen in Helsinki 1952.

Karl Storch wäre am 21. August 2013 100 Jahre alt geworden. In Fulda geboren, aufgewachsen und zeitlebens geblieben, strahlten seine sportlichen Erfolge weit über Fulda in die ganze Bundesrepublik und darüber hinaus. Karl Storch gehörte dem SC Borussia Fulda an. Er wurde durch Bundespräsident Theodor Heuss mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet und erhielt 1954 den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis. Das Vonderau Museum nimmt dies zum Anlass, dem Ausnahme-Athleten Karl Storch, dem 8-maligen Deutschen Meister, Silbermedaillen-Gewinner und dem ersten deutschen 50m und 60m-Werfer eine Ausstellung zu widmen.
Es gab in den letzten hundert Jahren nur wenige deutsche Athleten, die im Hammerwerfen olympische Erfolge zu verzeichnen hatten: Karl Hein holte in Berlin 1936 Gold, Karl Storch Silber in Helsinki 1952, Uwe Beyer Bronze in Tokio 1964, Jochen Sachse (DDR) Silber 1972 in München und Karl-Heinz Riehm Silber in Los Angeles 1984.

Karl Storch hat noch mit 39 Jahren der Weltelite Paroli geboten. Er war mit vielen deutschen und internationalen Leichtathleten gut befreundet, u.a. mit Emil Zatopek, Tschechoslowakei,  Harold Conolly, USA, Herbert Schade, Deutschland, Imre Nemeth, Ungarn. Gemeinsam mit seiner Frau Irene hatte er vier Töchter.
Der Medienschaffende Klaus Reinhardt aus Frankfurt  hat die Ausstellung für das Vonderau Museum konzipiert. Er sagt: „Es gibt nur noch wenige Zeitzeugen, aber es gibt noch Dokumente, Urkunden, Zeitungsartikel, Bilder und Filmausschnitte, u.a. zur Verfügung gestellt von der Familie Schmitt, einer der Töchter von Karl Storch. Somit können die sportlichen Leistungen von Karl Storch im Rahmen einer Ausstellung für die Nachwelt erhalten bleiben. Auch seine gewonnenen Medaillen, insbesondere die Olympiamedaille 1952, werden zu sehen sein.  
Die Ausstellung zeigt den Menschen Karl Storch, seine sportlichen Erfolge  und die Erinnerungen an ihn als Vater, Freund und beliebten Sportsmann. Sie wird vom 27. September bis  27. Oktober 2013 im Vonderau Museum präsentiert. Eröffnet wird sie am 26. September um 18.00 Uhr. Die sportgeschichtliche Einführung wird Michael Sauer halten, selbst international erfolgreicher Leichtathlet und Olympiateilnehmer 1968. Auch ein Fuldaer, der seit 2008 einen sportgeschichtlichen Lehrauftrag an der Universität Mainz wahrnimmt. Michael Sauer ist als früher Bewunderer von Karl Storch auch  ein großer Fan von ihm gewesen.

Eintritt: 1,00 €
__________________________________________________________________________

Leszek Skurski - Die Einzelnachweise

Leszek-Skurski---Graffiti---130x100-cm---Oil-on-Canvas---201326. September bis 27. Oktober 2013
Eröffnung: Mittwoch, 25. September um 18.00 Uhr

Leszek Skurski, geboren 1973 in Danzig (Gdansk), studierte 1992 - 1997 Malerei und Grafik-Design an der Akademie der Schönen Künste in Danzig bei Prof. Wlodzimierz Lajming und Prof. Jerzy Krechowicz. Noch vor dem Diplom-Abschluss im Jahr 1997 erhielt er eine Auszeichnung durch den Minister für Kunst und Kultur in Polen (1995). Kurz nach dem Studium kam Leszek Skurski mit seiner Frau Joanna, die ebenfalls künstlerisch tätig ist, nach Fulda und gründete 2006 zusammen mit Rudi Neuland, Anna Will und Joanna Skurska die in der Löherstraße gelegene Red Corridor Gallery.

Leszek Skurski malt Bilder von lebenden Wesen in imaginären Räumen. Auf seinen Gemälden bewegt sich der Mensch in einem leeren isolierten Umfeld, schemenhaft und schattenreich, reduziert auf seine Form oder eine Silhouette, festgehalten in einer charakteristischen Gestik oder typischen Bewegung.

Mit der Kraft der Farbe, vor allem der roten, weißen und der schwarzen, bringt Skurski eine nuancenreiche Erscheinung hinter der Wirklichkeit zum Vorschein. Mehr noch: er zeigt den Kern des Wesens, eine Geschichte hinter der Geschichte, die vieles andeutet und offen lässt, aber auch aufzeigen und erzählen kann.

Der Künstler führt am 6. und 27. Oktober durch seine Ausstellung.

Eintritt: 1,00 €
__________________________________________________________________________

Peter Henryk Blum - NOW!!!

Peter Henryk Blum - Du schon wieder22. August bis 22. September 2013
Eröffnung: Mittwoch, 21. August um 19.00 Uhr

Peter Henryk Blum gehört zu der Generation „german artists“, die sich konsequent zur Malerei bekennen und eine realistische Haltung in ihren Bildern vertreten. Mit der Qualität seiner Arbeiten steht er in einer Riege mit den großen Namen der angesagten Realisten. Dabei unterscheidet sich seine Art der Darstellung fundamental von der eines Neo Rauch (Leipziger Schule), aber auch von der unterkühlten Ästhetik der Norddeutschen Fotorealisten. Blums Bilder sind in vielerlei Hinsicht wesentlich provokanter als diese, dabei sinnlich, von hintergründigem Witz und unverschämt ästhetisch, selbst wenn er sich mit vordergründig hässlichen Themen auseinandersetzt.

1991 trat Blum ein Stipendium der Kunststation Kleinsassen an, wo er drei Jahre lebte und arbeitete. Danach blieb er der Region treu und erwarb ein Anwesen in der Rhön. Hier entwickelt er seither seinen Stil weiter und plant seine zahlreichen Ausstellungen, u.a. in Osaka/Japan, Wilmington/USA, im Nationalmuseum der Kunst Cluj-Napoca/Rumänien, im Europäischen Parlament in Brüssel, im Künstlerhaus Wien u.v.m. Seit September 2012 wird der Künstler überdies von einem der wichtigsten Kunsthäuser Englands, der Hay Hill Gallery in London, vertreten.

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und im Museumsshop erhältlich. Der Künstler führt am 1. und 8. September durch seine Ausstellung.

Wegen der großen Nachfrage - ZUSATZFÜHRUNG:
Sonntag, 22. September 2013 um 15.00 Uhr
führt Peter Hendryk Blum durch seine Ausstellung.

Eintritt: 1,00 €

Presseartikel:
"Now!!!": Gemälde von Peter Henryk Blum im Vonderau Museum Fulda
Artikel von Anke Zimmer auf www.fuldaerzeitung.de vom 21.08.2013

Eine Vernissage, bei der die Hütte brennt
Artikel auf www.fuldaerzeitung.de vom 23.08.2013

"NOW"-Ausstellung im Vonderau Museum - Peter H. Blum sorgt für Furore
Artikel auf www.osthessen-news.de vom 25.8.2013

__________________________________________________________________________


Walter M. Rammler - „The Last Shooting ... in der Glenn-Miller-Straße 1“

29. Juni bis 18. August 2013
VERLÄNGERT BIS 1. SEPTEMBER 2013
Eröffnung: Freitag, 28. Juni 2013, 19.00 Uhr

Seit seiner Kindheit beschäftigt sich Walter M. Rammler mit Fotografie, die später zu seinem Beruf und seiner Leidenschaft wurde. Als Assistent in einem großen Fotostudio in Nürnberg hat er angefangen und setzte nach fünf Jahren die Arbeit in dem Fotoatelier der Fuldaer Werbeagentur creart fort. Nach zwölf Jahren wagte er dann den Sprung in die Selbstständigkeit. Er erwarb das Kino der aus Fulda abgezogenen amerikanischen Streitkräfte und gründete dort ein großes Fotoatelier, das er vor kurzem wieder verkauft hat.

„Nach einem Jahr merkte ich, dass das Atelier in der Glenn Miller Straße 1 mich noch nicht ganz los gelassen hatte. Als ich eines Abends - nicht ganz zufällig - vorbei fuhr und das offene Gebäude sah, zwang es mich, die Architektur im Umbau zu fotografieren. Das Licht, das in das ehemalige Kino fiel, begeisterte mich. Jedoch fehlte irgendetwas: Das Leben, denn dieses war immer im Atelier. Ich dachte an einen ganz puristischen Menschen - natürlich nackt. So fotografierte ich die Stationen noch einmal mit einem Model, um dem ehemaligen Kino wieder Leben einzuhauchen.“ (Walter M. Rammler)

Der Titel wurde inszeniert. Es ist ein bewusst gestelltes Foto, denn so soll der Titel der Ausstellung sein:“ The last shooting ... in der Glenn Miller Straße 1“.

Sonntagsführungen mit dem Fotografen Walter M. Rammler werden am 21. Juli 2013 und am 4. August 2013 angeboten. Beginn jeweils um 15.00 Uhr.

Eintritt: 1,00 €
__________________________________________________________________________

Franz Erhard Walther - Planzeichnungen

16. Mai bis 4. August 2013
Eröffnung: Mittwoch, 15. Mai 2013, 19.00 Uhr

Die Entstehung der Skulptur (De l’origine de la sculpture, 1958-2009) lautete der Titel einer monumentalen Retrospektive von Franz Erhard Walther, die im Jahr 2010 im Musée d’art moderne et contemporain in Genf (mamco) gezeigt wurde. Sie würdigte den Beitrag des heute wieder in Fulda lebenden Künstlers in der Kunst der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts und hat ein großes internationales Interesse der zeitgenössischen Kunstszene auf sich gelenkt.

Unmittelbar im Anschluss an die Präsentation dokumentierte Franz Erhard Walther alle Ausstellungsräume und –objekte. In seinen Planzeichnungen wird die große Retrospektive des Künstlers „en miniature“ wahrnehmbar – vergleichbar den holländischen Meistern des 17. Jahrhunderts, aber ohne Parallelen in der zeitgenössischen Kunst – und vermittelt einen einmaligen und authentischen Einblick in die erfolgreiche Schau von Genf.

Die Ausstellung – Franz Erhard Walther, Plans – war vom 17. Oktober 2012 bis zum 20. März dieses Jahres zunächst am eigentlichen „Tatort“ im Musée d’art moderne et contemporain zu sehen und wird nun in Fulda präsentiert.

Sonntagsführungen mit dem Künstler Franz Erhard Walther werden am 9. Juni 2013 und am 7. Juli 2013 angeboten. Beginn jeweils um 15.00 Uhr.

Eintritt: 1,00 €

__________________________________________________________________________

Oliver Estavillo - Hai-Society

6. April bis 5. Mai 2013
Eröffnung: Freitag, 5. April 2013, 19.00 Uhr

Oliver Estavillo - Hai-SocietyOliver Estavillo wurde 1964 als Sohn eines US-Amerikaners und einer deutschen Mutter in Fulda geboren und lebte hier bis 1986. Seitdem lebt und arbeitet er in München. Zahlreiche Ausstellungen ließen seinen Namen in der dortigen Kunstszene zu einem festen Begriff werden. Hinzu kamen viele Präsentationen im In - und Ausland (z.B. in Berlin, Köln und Madrid). Seine neugeplante Ausstellung "Hai - Society" ist wie das gesamte Werk des Künstlers gesellschaftlichen Phänomenen gewidmet. Das titelgebende, großformatige Bild (100 x 160 cm / 2012) gilt einer Abendgesellschaft kühl eleganter Society - Habitués, von denen einige ihre scharfen Haizähne nicht verbergen können. Der Künstler gibt, wie er sagt, „einen Blick in eine nicht allzu ferne Zukunft, in welcher der Kommerz und die Gier die Menschen auf ihr animalisches Erbe zurückgeworfen hat. Seit jeher interessiert mich die Fragilität der dünnen Kruste der Kultur und vor allem, was darunter manchmal zum Vorschein kommt“. Dies gilt auch für einige andere Ölbilder, die 2010 bis 2012 entstanden und das gleiche große Format aufweisen, wie z.B. „Familienbande“, “Alphatiere“, „Diven“ und „Androiden“.

Führungen durch die Ausstellung mit Oliver Estavillo und Dr. Hans-Heinrich Hellmuth, die die Möglichkeit zum Gespräch mit dem Künstler bieten, finden am 21. April und zur Finissage am 5. Mai jeweils um 15 Uhr im Museum statt.

Eintritt frei!

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museumsshop erhältlich ist.

Weitere Informationen zum Künstler: www.estavillo.de


Presseberichte:
Ölbilder von Oliver Estavillo im Vonderau Museum (Björn Gauges)
Fuldaer Zeitung vom 5. April 2013

Skurrile Ausstellung - Münchner Künstler ESTAVILLO zeigt Werke
osthessen-news vom 6. April 2013

Horrorszenen, Dämonen und Monster - "Hai-Society" im VONDERAU-Museum
osthessen-news vom 9. April 2013

__________________________________________________________________________


Studioausstellung: Bronze- und eisenzeitliches Gräberfeld bei Trätzhof

21. November 2012  V E R L Ä N G E R T  BIS 31. MÄRZ 2013

FrühlatènegrabDie 2009 durchgeführten archäologischen Ausgrabungen bei Trätzhof wurden 2011 fortgesetzt. Dabei konnten nach den 2009 gefundenen mittelbronzezeitlichen Hügelgräbern nun Bestattungen der späten Bronze- und frühen Eisenzeit freigelegt werden. In der Ausstellung werden die Entdeckungen beider Grabungskampagnen gezeigt, die einen Zeitraum von etwa 1000 Jahren von circa 1500 bis 500 v. Chr. abdecken.

Es wird zunächst die Untersuchungsmethode vorgestellt, insbesondere die Ergebnisse der geophysikalischen Vermessung. Dabei wurden umfangreiche Steineinbauten lokalisiert, die im Zuge der Ausgrabung freigelegt wurden. Diese werden dem Besucher durch umfangreiches Bildmaterial präsentiert.

Zu den Ausstellungsstücken gehören Schmuckstücke und Geräte aus Bronze und Eisen, sowie tönerne Gefäßfragmente. Diese stammen sowohl aus Brand- als auch aus Körpergräbern. Zusammen mit Aufnahmen des Grabungsbefundes vermitteln sie einen anschaulichen Eindruck vom Bestattungsbrauch der Bronze- und Eisenzeit in Osthessen.

Eintritt: wie Dauerausstellung

Presseberichte:
Archäologische Studioausstellung: Spannende Ausgrabungen vom Trätzhof
Osthessen-News vom 22.11.2012

__________________________________________________________________________

Alexander von Falkenhausen - weißes rauschen

Plakat Alexander von Falkenhausen31. Januar bis 3. März 2013
VERLÄNGERT BIS 24. März 2013

Alexander von Falkenhausen ordnet die Welt. Dabei sucht er nicht mit missionarischem Anspruch die Welt um ihn herum zu verbessern. Es ist die innere Ordnung seiner selbst, es ist die Ordnung, die ihm Sicherheit schenkt und ihm jene Struktur gibt, die ihn die Wirklichkeit in all ihrer
Komplexität erfassen lässt.

Die drei Museen in Frankfurt, Fulda und Goch widmen dem Künstler und seinem faszinierenden Blick in die innere, wie die äußere Wirklichkeit eine gemeinsame Ausstellung. Höchst konzentriert nähert sich Alexander von Falkenhausen in der jüngsten Bildserie, den sogenannten „Aufzeichnungen“ den kleinen und großen Wasserfontänen, die er bei seinen Erkundungen von Bildmaterial minutiös skizziert. Schließlich überträgt er diese in miniaturhafte Gouachen von stets gleicher Größe. Mit dieser Bildserie knüpft er an eine frühere Reihung von Holztafeln an, die entgegen der nun quasi „gegenständlichen“ Motive gänzlich abstrakte, vielfarbige Formelemente zeigen, die der Künstler mit ebensolch großer Perfektion und Vollkommenheit über die Bildfläche führt. Wie in diesen früheren, hoch meditativen Bildern, so sind auch die jüngsten Werke Alexander von
Falkenhausens vielleicht der Versuch, die Welt in ihrer Komplexität zu klären und zu spiegeln. Sie offenbaren uns bisweilen einen ansonsten unsichtbaren Mikrokosmos, in jedem Fall aber sind sie der Schlüssel, die Welt des Künstlers und seine Person zu ergründen. Seine Vorstellungen und sein
künstlerisches Konzept finden wir gleichsam in diesen Bildern gespiegelt. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen.

Eintritt frei!
__________________________________________________________________________

Querschnitt 2013 des Kunstvereins Fulda e.V. - Verbindung

Titelbild - Verbindung24. Januar bis 24. Februar 2013

In der diesjährigen Querschnitt-Ausstellung werden Arbeiten zum Thema "Verbindung" präsentiert. Mit "Verbindung" nimmt sich der Kunstverein Fulda einem Thema an, das auf vielfältige Weise unser heutiges Leben bestimmt.

In einer komplexer werdenden Welt begegnet uns verstärkt der Ruf nach Interdisziplinarität: Vom Einzelnen wird erwartet, in möglichst vielen unterschiedlichen Bereichen Kenntnisse zu besitzen, um so schnell und sicher Zusammenhänge zu erkennen und Sachverhalte einzuordnen. Vormals getrennte Lebensbereiche wie Arbeit und Freizeit verschmelzen zunehmend. Die veränderten Lebensentwürfe bringen so ungewohnte Biografien und neue Familienkonstellationen hervor.

Der Einzelne strebt oft vergeblich nach der einen, lebenslangen Verbindung. Doch wächst die Zahl an unverbindlichen Kontakten und Freunden mit jeder beruflichen Station um ein Vielfaches. So fördert das World Wide Web schließlich nicht nur die Vernetzung unter den Menschen, vielmehr wird "Networking" wird zum Gebot der Stunde. Die Anzahl der persönlichen oder beruflichen Verbindungen, gemessen in "Freunden" und "Followern" auf der digitalen Spielwiese der Identitätsprojektionen, wird zum Gradmesser und öffentlichen Abbild des eigenen sozialen Kapitals und damit zur wichtigsten neuen Währung in unserem globalisierten Weltdorf.

Die Ausstellung wird am 23. Januar um 19.00 Uhr eröffnet

Musikalische Begleitung: Zeitensprung mit Kalle Ziegler und Tilo Zschorn

Eintritt frei

_______________________________________________________

Ausstellungen 2012

_______________________________________________________

Alois Klar - deutscher Philanthrop und Pädagoge aus Leitmeritz


29. November 2012 bis 6. Januar 2013

Aloys KlarDie Ausstellung thematisiert die Geschichte der Prager Blinden-Anstalt und das Leben ihres Gründers Alois Klar. Die interessante Leitmeritzer Persönlichkeit wird hierbei als Vorbild für soziales Engagement präsentiert.

Alois Klar (1763-1833) besuchte das Gymnasium in Leitmeritz und anschließend die Universität in Prag.  Er promovierte zum Magister der Philosophie und der freien Künste, studierte Theologie und entschied sich letztlich für das Lehramt. Er wurde Lehrer am Gymnasium in Leitmeritz und trat zudem als Schriftsteller in die Öffentlichkeit. 1806 wurde er als Professor der griechischen Philologie und klassischen Literatur an die Universität nach Prag berufen. Dort graduierte Klar zum Doktor der Philosophie und war ab 1820/1821 Dekan der Philosophischen Fakultät.

Bald nach seiner Übersiedlung nach Prag kam Klar mit dem Blindenwesen in Berührung. Zusammen mit Freiherrn von Platzer gründete er die vorbildliche und zukunftsweisende Prager Blinden-Erziehungs-Anstalt. Er war zunächst im Aufsichtsrat und führte schließlich auch das Direktorat. 1832 gründete er einen Verein und eine Anstalt zur Versorgung und Beschäftigung erwachsener Blinder in Böhmen, nach dem Vorbild der Wiener Anstalt. Die hierfür notwendigen Informationen erhielt er über einen regen Briefwechsel mit Johann Wilhelm Klein. Auch Klars Frau Rosina engagierte sich sowohl zu Lebzeiten als auch nach dem Tod ihres Mannes tatkräftig für die Unterstützung der blinden Menschen.

Eintritt frei
__________________________________________________________________________

artist 2012

2. Oktober bis 11. November 2012

Die "artist"-Ausstellung bietet den im Fuldaer Raum lebenden Künstlerinnen und Künstlern eine neue Möglichkeit, ihr Werk im Vonderau Museum einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Sie stellt den Versuch dar, diesen Künstlerinnen und Künstlern einen gemeinsamen Raum im Museum zur Verfügung zu stellen für individuelle Selbstdarstellungen. Die Künstler sollen dabei aufeinander reagieren und gleichzeitig vom Austausch und Dialog unterschiedlicher künstlerischer Positionen profitieren.
Dieses neue Projekt verlangt von allen Beteiligten ein großes Maß an Spontanität, Flexibilität und Kompromissbereitschaft, sich aufeinander einzulassen und auch verlassen zu können.


In der 3. "artist"-Ausstellung sind vertreten:  Claus Weber, Freiensteinau, Michael Mohr, Frankfurt/Main, Klaus Ziegert, Dipperz und Bernd Baldus, Poppenhausen. Den Austausch und Dialog mit interessierten Besuchern werden die ausstellenden Künstler an folgenden Sonntagen jeweils um 15.00 Uhr suchen:

14.10.2012     Künstlergespräch mit Michael Mohr
21.10.2012     Künstlergespräch mit Claus Weber
28.10.2012     Einführung in das Thema des Schattens mit Klaus Ziegert
04.11.2012     Bernd Baldus live: Lieder & Lyrik

Eintritt frei !

__________________________________________________________________________


300 Jahre Dom zu Fulda und sein Architekt Johann Dientzenhofer (1663-1726)

1. August bis 3. Oktober 2012

Am 15. August 1712 wurde der Fuldaer Dom nach einem barocken Neubau von Auftraggeber Fürstabt Adalbert von Schleifras (1700-1714) geweiht. Der Entwurf stammte von Johann Dientzenhofer, der auch als verantwortlicher Bauunternehmer fungierte. Dientzenhofer war auf Empfehlung des Mainzer Kurfürsts Lothar Franz von Schönborn in fuldische Dienste eingetreten.

Da sich im Jahr 2013 der Geburtstag des fürstlich-fuldischen Baumeisters zum 350. Mal jährt, werden dessen Werk und die vielfältigen Beziehungen zur zeitgenössischen Architektur in Rom, Böhmen, Franken und in der Oberpfalz dokumentiert und mit Hilfe von erhaltenen eigenhändigen Grundrissplänen anschaulich gemacht.

Eingebettet zwischen seiner um die Jahreswende 1699/1700 unternommenen Rom-Reise und der Dom-Weihe im August 1712 lag jenes rastlos-fruchtbare Jahrzehnt, in dem Johann Dientzenhofers bedeutende Kirchen- und Schlossbauten entstanden: Die Hohe Stiftskirche zu Fulda, die Klosterkirche der Benediktiner in Banz (1710-1718) und das ab 1708 errichtete Fuldaer Residenzschloss, dem 1706 der Bau des Marstalls voranging. An Profanbauten schloss sich zeitgleich das Heußleinsche Schloss in Kissingen an, 1709 folgte der Entwurf zu Schloss Bieberstein in der Rhön.
An kleineren Bauten kamen in Fulda in den Jahren 1706/1707 sein Wohnhaus in der Rittergasse und - im Auftrage der Stadt - ab 1708 das Paulustor hinzu.

Nach seinem Weggang aus Fulda im Jahre 1711 konzipierte er, vom Mainzer Kurfürsten und Bamberger Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn zum Bamberger Hofbaumeister berufen, den Maßstab setzenden Entwurf für dessen Privatschloss Weißenstein ob Pommersfelden.

Die Planungen am Fuldaer Dom begannen im Herbst 1700 und dauerten bis 1704/05. In dieser Zeit verhandelten der Abt und der Architekt über die Form und den Umfang der Baumaßnahme. Gleichzeitig organisierte Dientzenhofer sein Bauunternehmen, denn er musste die meisten Baufachkräfte erst einmal aus dem Ausland anwerben. Nach dem Baubeginn 1704 gelang es, trotz einer im folgenden Jahr vorgenommenen Planänderung, bereits 1708 den Rohbau mit der Schließung der Kuppel zu vollenden. Die Errichtung der Fassade und der Ausbau, einschließlich der kompletten Ausstattung, dauerten vier weitere Jahre. Es entstand ein Kirchenbau von besonderer Stileinheit und Geschlossenheit.

Die in der Ausstellung gezeigten Baurisse und Ansichten vom 18. bis ins 20. Jahrhundert, die hervorragenden Fotografien der Preußischen Messbildanstalt Berlin (1905 und 1914) sowie die aktuellsten fotogrammetrischen Aufnahmen werden eine einmalige Gelegenheit bieten, den Dom, seine Struktur und Form bis ins Detail zu erfahren.
Urkunden und Bauverträge ergänzen die Präsentation. Mit einigen Paramenten und Vasa sacra aus dem Domschatz, die alle auf den Bauherrn Adalbert von Schleifras als Stifter zurückgehen, aber auch einigen aus dem Baukontext stammenden Ausstattungsstücken, erfährt die Ausstellung zusätzlich ihre besonderen optischen Reize.
Die Schau setzt die mit Sep Ruf im Sommer 2011 initiierte Ausstellungsreihe "Architekten in Fulda" fort.

Eintritt: 1,00 Euro

Austellungseröffnung am Mittwoch 01.08.2012, 19.00 Uhr

Zur Ausstellung ist ein Begleitband beim Imhof-Verlag, Petersberg erscheinen und im Museumsshop erhältlich -> zum Museumsshop.

Begleitend zur Ausstellung werden Führungen angeboten. (Termine werden zeitnah bekanntgegeben)

?... erschuf einen Neuen Himmel? - Tagung zum 300.
Jubiläum des Doms zu Fulda.

Termine siehe Veranstaltungen.
Anmeldung über das Bischöfliche Generalvikariat.
(Tel. 0661 - 87330)

Presseberichte:
Wechselvolle Geschichte der Bischofskirche - Ausstellung 300 Jahre Dom
osthessen-news vom 02.08.2012

Ausstellung im Vonderau Museum zum Fuldaer Dom
Fuldaer Zeitung - Anke Zimmer vom 03.08.2012


__________________________________________________________________________

Goyas Los Caprichos

31. Mai bis 1. Juli 2012 ...verlängert bis zum 8. Juli

Unser Museum freut sich Ihnen den berühmten Graphikzyklus des spanischen Malers Francisco José de Goya y Lucientes (1746-1828) als Leihgabe des Morat-Instituts für Kunst und Kunstwissenschaft, Freiburg im Breisgau zeigen zu können. Dieser entstand nach dem Rückzug Goyas vom höfischen Umfeld mit seinen Auftraggebern. ?Los Caprichos? greifen aktuelle gesellschaftliche Probleme wie Armut, Aberglaube, Prostitution, Standesdenken, Machtmissbrauch von Staat, Adel und Klerus auf. 1799 kündigte Goya die Serie ?Los Caprichos? (80 Radierungen) in einer Madrider Tageszeitung an. Direkt nach der Veröffentlichung erkannte die Gesellschaft in den Drucken eine Bedrohung. Die 1799 erschienene Auflage von 270 Stück wurde aus Furcht vor Repressalien bereits zwei Tage später aus dem Handel entfernt.

Erst 1803 bot Goya die Platten und die restlichen Drucke König Karl IV. (1788?1808) an. So gingen die Platten schließlich an das Museo de Calcografía Nacional Madrid. Erst nach dem Tod Goyas wurden insgesamt zwölf Nachdruckserien von den Originalplatten abgezogen und veröffentlicht; der erste Nachdruck erschien 1850 und der letzte 1937. Im zweiten Teil beschäftigt sich die Ausstellung mit einer musikalischen Interpretation dieses weltberühmten Graphikzyklus durch den Komponisten Michael Quell, dessen Konzert die Ausstellung eröffnen wird.

Eintritt 1,00 Euro

__________________________________________________________________________

In einem Meer vor unserer Zeit - Das Ökosystem Muschelkalk

26. April bis 17. Juni 2012 ...verlängert bis zum 1. Juli

Placodus - Bildmontage Felix PoschenDie Sonderausstellung ?In einem Meer vor unserer Zeit? präsentiert die Erkenntnisprozesse aus einer Kooperation ehrenamtlicher Vereinsmitglieder und Sammler mit Wissenschaftlern und Museen. Spektakuläre Fossilfunde verschiedenster Tierformen werden in Kombination mit modernsten Lebendbildern und Dioramen in ihrem paläoökologischen Zusammenhang gezeigt und erläutert. Dazu gehören einmalige Fossilpräparate, neuartige Rekonstruktionen diverser Meeressaurier, Fische und bizarrer Seelilienriffe.
Diese Organismen werden als biologische Gruppen ihres jeweiligen Lebensraumes innerhalb der räumlichen und zeitlichen Nischen des ?Ökosystems Muschelkalk? gezeigt ? ein moderner und innovativer Ansatz. Hierdurch wird es dem Besucher möglich, in das verborgene, lebendige Erbe der Fossilien zu blicken.

Als Begleitprogramm werden Vorträge angeboten von und mit Fachleuten, die an der Konzeption und Ausarbeitung der Ausstellung beteiligt waren. Daher kombinieren sie ihren Vortrag mit einer Führung durch die Muschelkalk-Ausstellung.

BEGLEITPROGRAMM
Samstag 12.5.2012, 18.00 Uhr
Vortrag zum Thema "Fossile Lebensgemeinschaften im Muschelkalk"
Referent: Hans Hagdorn
Ort: Vortragssaal des Vonderau Museums

Samstag 19.5.2012, 18.00 Uhr
Vortrag zum Thema "Saurierfährten aus der Trias von Hessen, Thüringen und Nordbayern - Stellung und Bedeutung im globalen Vergleich"
Referent: Hendrik Klein
Ort: Vortragssaal des Vonderau Museums
 
Samstag, 2.6.2012, 15.00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Muschelkalk" anschließend
Vortrag: "Vom Stein zum Lebewesen - Präparation und Lebendrekonstruktion von Fossilien"
Referent: Sebastian Brandt
Ort: Foyer/Vortragssaal des Vonderau Museums

Samstag, 9.6.2012, 15.00 Uhr
"Expedition in ein subtropisches Meer - Kalkablagerungen von heute und aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit" anschließende Themenführung zur Ausstellung
Referent: Elmar Kramm
 
Samstag, 16.6.2012, 15.00 Uhr
Führung durch die Sonderausstellung "Muschelkalk" anschließend Vortrag mit dem Thema "Die Bimbacher Seelilienbank - eine Fossillagerstätte im Muschelkalk"
Referent: Manfred Schulz
Ort: Foyer des Vonderau Museums


 
Termine und Themen siehe unter VERANSTALTUNG. Für Familien mit Kindern und für Schulklassen 3 - 5 wird eine Muschelkalk-Rallye angeboten, mit der sich die jungen Besucher die Ausstellung mit ihren Fossilien und nachgebauten Lebensräumen selbstständig und aktiv erschließen
können.

Eintritt 1,00 ?

__________________________________________________________________________

Ulrike Kuborn - ZwischenZeit

30. März bis 6. Mai 2012

Ulrike Kuborn - â??Sur le tapis rougeâ??, 2009, Acryl auf Baumwolle 150 x 110 cmDie in Fulda geborene Künstlerin Ulrike Kuborn absolvierte ihre Ausbildung an der Universität Essen und anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Klaus Rinke. Noch während der Ausbildung begannen längere Studienaufenthalte in Westafrika und Südfrankreich, die auch Ihr Schaffen besonders geprägt haben. Erst seit 2003 lebt und arbeitet sie in der Rhön und in Fulda. In ihrer Malerei setzt sie sich mit solchen Phänomenen wie Flüchtigkeit, Bewegung und Raum auseinander.

?Meine Inspiration finde ich insbesondere im zeitgenössischen Tanz, dem Butoh und der Kampfkunst - auf jeden Fall in der Körperlichen Präsenz und des Ausdrucks der Körper und ihrer Beziehung zueinander. Das beinhaltet auch das ?Dazwischen?, das unsichtbare Feld im Raum, die körperlich wahrgenommene Ausdehnung. Mich beschäftigt meine innere und äußere Bewegung. Die malerisch geschaffenen Unschärfen in den Bildern legen den Fokus aber auch auf die Zeit und die Vergänglichkeit. Ich kann nichts anhalten, aber indem ich es male, manifestiere ich etwas Bleibendes.?
(Ulrike Kuborn)

Tanzperformance zur Eröffnung der Ausstellung ?Zwischenzeit?

Tanzperformance Ana Mondini und Ingo Taleb RashidDie Tänzerin und Choreographin Ana Mondini, zurzeit an der Berliner Schaubühne tätig, sowie der im Irak aufgewachsene Tänzer, Kampfkünstler und Choreograph Ingo Taleb Rashid werden zusammen mit den Musikern Elisabeth Einsiedler, Violonistin und dem Bassisten Andreas Reuchlein eine eigens für die Ausstellung entwickelte Performance vorstellen.

Eintritt frei!

__________________________________________________________________________


Rollender Donner - Fulda trifft Dylan

23. März bis 15. April 2012
Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 22. März um 18.30 Uhr

Bernd Lehmann - Portrait Bob DylanBob Dylan gilt als ?Shakespeare der Rockmusik.? Der Sänger und Liedermacher war mehrfach für den Literaturnobelpreis nominiert und im Herbst 2011 sogar Favorit der Buchmacher. Seine Lieder haben eine ganze Generation gefesselt und der zuvor ?sprachlosen? modernen Musik Inhalte
und Botschaften gegeben. Weltweit wurden zahlreiche Musiker von ihm beeinflusst, ebenso auch Literaten und darstellende Künstler. 2008 erhielt Dylan den renommierten Pulitzer-Preis und 2001 einen Oscar für die beste Filmmusik.

Nun werden Lieder von Bob Dylan in Kunstwerke umgesetzt und in Fulda ausgestellt: Künstler aus der Region Fulda und aus ganz Deutschland haben Dylan-Songs als gemaltes Bild oder in Form einer Plastik dargestellt. Dylan selbst hat sich übrigens auch als Maler und Zeichner einen Namen gemacht.

Die Idee zur Ausstellung im Vonderau Musem entstand durch eine CD-Aufnahme der Song& Danceman Band aus Fulda mit 13 bekannten und weniger bekannten Stücken von Bob Dylan. Etliche der Ausstellungsbilder finden sich auch in dem liebevoll gestalteten Booklet zur CD wieder.

Die Ausstellung wird von einem Eröffnungskonzert am 22. März im Kulturkeller und einer burlesquen Abschiedsshow am 14. April im Kulturzentrum Kreuz musikalisch umrahmt: Mit vielen Gäste wird dieser Abend an die legendäre ?Rolling Thunder Revue? Bob Dylans 1975 erinnern. Über das Aktionsprogramm zur Ausstellung informieren aktuelle Aushänge und das Internet. www.fulda-trifft-dylan.de

Eintritt frei!

Presseberichte von der Ausstellungseröffnung:

hr-Videobeitrag in der Hessenschau vom 22.3.2012

Rollender Donner - Bob Dylan Ausstellung im Vonderau-Museum - BILDER
Jacob Witzel in osthessen-news vom 23.3.2012

Ausstellung im Vonderau Museum zu Bob Dylan und seinen Songs
Anke Zimmer in der fuldaer-zeitung.de vom 24.3.2012

__________________________________________________________________________


Querschnitt-Ausstellung 2012 des Kunstvereins Fulda e.V. - "Kurios"


16. Februar bis 18. März 2012

Auch in diesem Jahr wird wieder die bereits traditionelle Querschnitt-Ausstellung des Kunstvereins Fulda e.V., der eine große Zahl der künstlerisch Tätigen in Fulda und Umgebung vereinigt, gezeigt. Sie präsentiert daher in einem repräsentativen Querschnitt das aktuelle künstlerische und kunsthandwerkliche Schaffen in der Region Fulda.

Eintritt frei!

__________________________________________________________________________


Siegel König Konrad I.911
     Königswahl zwischen Karolingern und Ottonen
     König Konrad der Erste - Herrschaft und Alltag

10.November 2011 bis 5. Februar 2012
Eröffnung: Mittwoch, 9. November 2011 um 19.00 Uhr

911 ist ein Epochenjahr in der deutschen Geschichte. Die Großen des damaligen Ostfrankenreiches wählen im November dieses Jahres aus ihrer Mitte Herzog Konrad von Franken zum König. Damit wird im Ostteil des Reiches das unter den Merowingern und Karolingern geltende Geblütsrecht zugunsten der Königswahl abgelöst und ein neuer Weg zur Wahlmonarchie vorgegeben. König Konrad I. (911 ? 918) steht damit als erster gewählter Herrscher am Beginn eines neuen Zeitalters. Seine Wahl im Jahr 911 ist Anlass für eine disziplinübergreifende Sonderausstellung des Vonderau Museums Fulda, in der vor dem Hintergrund der politischen Geschichte des frühen 10. Jahrhunderts die überlieferten Zeitdokumente präsentiert werden.

Konrad I. ? ein König in Bewegung
Das Itinerarium des ersten ?deutschen? Königs ist grundlegend für die Darstellung der politischen Bedeutung, aber auch der Architektur und Kultur der damaligen königlichen Pfalzen und der blühenden klösterlichen Niederlassungen. Die Klöster St. Gallen, Corvey, Fulda, Lorsch und Hersfeld waren als Zielorte des ?Reisekönigtums? ebenso wichtig wie die Bischofssitze in Konstanz, Straßburg, Würzburg und Regensburg. Längere Aufenthalte gönnte sich der König nur auf seinem Stammsitz in Weilburg und in der Pfalz Frankfurt.
Diese politischen und kulturellen Zentren werden mit originalen Exponaten und Rekonstruktionszeichnungen präsentiert. König Konrad I. selbst  erscheint mit Bildnissen auf Siegeln, Handschriften und Königsurkunden, die Anhaltspunkte für die Rekonstruktion seiner Reisewege bieten.
 
Ostfränkisches Reich um 900 - Leben und Sachkultur
Durch Bodenfunde und Ergebnisse von zahlreichen archäologischen Untersuchungen werden das Leben und die Sachkultur im Herrschaftsbereich König Konrads I. rekonstruiert. Über 200 originale Fundstücke zu Wohnkultur, Handwerk und Lebensumfeld von Bauern, Bürgern und Adeligen ? wie Schmuck, Gerätschaften, Waffen und TGrubenhaus - Bauphase der Rekonstruktion, Vonderau Museum Fuldaongefäße ? werden mittels Zeichnungen und Grafiken nachvollziehbar dargestellt. Einer Installation, die den Eindruck der noch vielfach unberührten ?wilden? Natur zur Zeit der Karolinger vermittelt, wird dialektisch der Mensch selbst gegenübergestellt. Aus dieser Gegenüberstellung erwächst auch die nächste Abteilung, die dem Siedlungswesen in konradinischer Zeit gewidmet ist. Kernstück dieses Abschnittes ist die Rekonstruktion eines frühmittelalterlichen Grubenhauses mit Fundstücken beispielsweise aus den Siedlungen Fritzlar-Geismar, Büraburg und Kesterburg.

Made in Germany
Das frühmittelalterliche Handwerk wird als Teilaspekt des Siedlungswesens in einer eigenen Abteilung vorgestellt. Dabei wird die Herausbildung spezialisierter Handwerker und die Entstehung früher Handwerkerviertel im Umfeld der Macht- und Siedlungszentren beleuchtet. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung der vielfältigen Handwerke, die sich bereits im Frühmittelalter etabliert haben. Dazu werden Fundstücke verschiedener Handwerksberufe wie Metallgießer, Schmied, Salzsieder, Müller, Weber, Gerber, Stellmacher, Töpfer und Knochenschnitzer mit Grafiken und Modellen kombiniert, um so ein anschauliches Bild des Handwerks im 9./10. Jahrhundert zu vermitteln. Dieses wird mit der modernen Spitzentechnologie des 21. Jahrhunderts anhand eines Porsches 911 didaktisch konfrontiert.

918 Die Machtübergabe an die Ottonen
Kreuz des Grafen Konrad Kurzbold_Staurothek_Domschatz und DiözesanmuseumIn dem anschließenden Ausstellungsabschnitt wird Konrads Machtübergabe an die Ottonen im Jahr 918 in Beziehung gesetzt zur späteren föderalen Verfassung des alten Reiches bis zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland von 1949. Im Mittelpunkt steht hierbei die ?Goldene Bulle? Kaiser Karls IV., welche die Wahl des deutschen Königs bis 1806 regelte. Eine Installation führt den Besucher in die wichtigsten inhaltlichen Aussagen dieses ?Grundgesetzes? ein, das die Partikularinteressen der Kurfürsten unter dem Dach des Königtums gebändigt und austariert hat.

Zur Ausstellung ist ein Begleitband beim Imhof-Verlag, Petersberg erscheinen mit Aufsätzen zu Alltag und Herrschaft zur Zeit König Konrad I. (911-918). Mehr Informationen in unserem Museumsshop.

Begleitend zur Ausstellung gibt es Vorträge, Führungen etc., näheres erfahren Sie unter Veranstaltungen und unserem Flyer zur Ausstellung (pdf-Datei, 1,4 Mb).

Eintritt: 5,00 ? / 3,00 ? ermäßigt

Presseberichte:
"911": Ausstellung im Vonderau Museum zu Konrad I.
Fuldaer Zeitung vom 11. November 2011 von Anke Zimmer

König Konrad I. in Blickpunkt gerückt - Vonderau Museum erinnert an Königswahl
osthessen-news vom 11. November 2011

_______________________________________________________

Ausstellungen 2011

_______________________________________________________

Icelandscapes - Ein nordischer Bilderzyklus

6. Oktober bis 20. November 2011
Ausstellungseröffnung: Mittwoch, 5. Oktober 2011 um 17.30 Uhr

?Icelandscapes ? Ein nordischer Bilderzyklus? zeigt ausgesuchte Arbeiten des Fuldaer Fotografen Michael Gutsche. Die Ausstellung ist eine Retrospektive auf 20 Jahre fotokünstlerische Auseinandersetzung mit einer der außergewöhnlichsten Landschaften unserer Erde. Die Fotoarbeiten gehen mit großer Sensibilität auf Island ein. Die impressionistische Bildsprache des Künstlers fängt die karge nordische Stimmung der Vulkaninsel auf ehrliche und bewegende Weise ein. Die großformatigen Abzüge mit mehreren Metern Kantenlänge wirken auf den Betrachter wie Fenster die in eine mystische vergängliche Welt entführen, geprägt von Vulkanismus, Gletschern und dem Nordmeer.

Michael Gutsche (geb. 1961) begann seine künstlerische Arbeit Ende der 80-er Jahre als Autodidakt mit kleinformatigen Fotografien und arbeitete viele Jahre kaum an der Öffentlichkeit. Vor einigen Jahren entdeckte er seine Liebe zu großformatigen Abzügen deren Bildwirkung weit über die normaler Fotografien hinausgeht. Ab 2006 folgten regionale Ausstellungen. In der Kunstszene zählen die Werke des Fuldaers mittlerweile zu den Neuentdeckungen einer speziellen impressionistischen Landschaftsfotografie.

?Icelandscapes ? Ein nordischer Bilderzyklus? ist eine Ausstellung des Vonderau Museums Fulda aus Anlass des Kunst- und Kulturprogramms ?Sagenhaftes Island ? Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2011?. Die Ausstellungseröffnung findet am 5. Oktober 2011 in Anwesenheit zahlreicher geladener Gäste statt. Die Eröffnungsrede hält seine Exzellenz, der isländische Botschafter, Herr Gunnar Snorri Gunnarsson. Zur Eröffnung geladen hat die Stadt Fulda mit Oberbürgermeister Gerhard Möller. Den musikalischen Rahmen der Ausstellungseröffnung gestaltet die Musikschule der Stadt Fulda.

Eintritt frei!

Weitere Informationen und Fotografien -> www.www.icelandscapes.de

__________________________________________________________________________

11. September in Fulda - Neue Bilder der Zerstörung

Plakat11. September bis 3. Oktober 2011
Eröffnung: Sonntag, 11. September 2011  um 11.00 Uhr

Durch zahlreiche Luftangriffe wurde die Stadt Fulda in den Jahren 1944/45 schwer getroffen. Fast 1.600 Menschen fielen dem Bombenkrieg zum Opfer, darunter etwa 360 ausländische Zwangsarbeiter. Am 11. und 12. September 1944 wurden Teile der Innenstadt im Bereich des Gemüsemarktes in Schutt und Asche gelegt, daneben auch Industriebetriebe wie die Gummiwerke, die Emaillierwerke Bellinger sowie die Firmen Rübsam und Weisensee schwer beschädigt.

Ein aus Privatbesitz stammendes Fotoalbum, das im vergangenen Jahr dem Stadtarchiv zur dauerhaften Verwahrung übergeben wurde, enthält bislang unbekannte Bilder zu diesem traurigen Kapitel der Fuldaer Stadtgeschichte. Zu sehen sind die Zerstörungen am Gemüsemarkt, in der Friedrich- und Pfandhausstraße, der Kronhofstraße und der HiGemÃ?¼semarkt 1944 - Foto: Stadtarchivnterburg, im Bereich der Christuskirche sowie bei der Textilfabrik Hermann Wighardt.

Die Ausstellung präsentiert die Aufnahmen vor dem Hintergrund einer knappen Darstellung des Luftkrieges im Raum Fulda. Zusätzlich lassen die Berichte von Augenzeugen die dramatischen Ereignisse im September 1944 deutlich werden.

Eintritt frei !

Presseberichte:
Rundgang durch eine zerstörte Innenstadt (von Björn Gauges)
Fuldaer Zeitung vom 11. September 2011

Bomben und Angst statt einer Geburtstagsfeier (von Ann-Katrin Göbel)

Fuldaer Zeitung vom 11. September 2011

"Kostbarer Frieden" - Gedenken an Luftangriff & Zerstörungsbilder
osthessen-news vom 11. September 2011
__________________________________________________________________________

Sep Ruf 1908-1982. Moderne mit Tradition

Eine Ausstellung des Architekturmuseums der TU München
Kuratoren: Prof. Dr. Winfried Nerdinger und Dipl.-Ing. Irene Meissner
16. Juni bis 25. September 2011
Eröffnung: Mittwoch, 15. Juni 2011 um 18.00 Uhr

Plakat Sep Ruf 1908-1982. Moderne mit Tradition aus MünchenDas Vonderau Musuem zeigt Teile der Ausstellung des Architekturmuseum der Technischen Universität München: Sep Ruf 1908-1982. Moderne mit Tradition, ergänzt um:
Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen ? - Sep Ruf und die Moderne in Fulda

Um Rufs Fuldaer Projekte in den Kontext seines Schaffens zu stellen, werden Teile der 2008 vom Architekturmuseum der TU München zum 100. Geburtstag von Sep Ruf erarbeiteten Ausstellung gezeigt. www.architekturmuseum.de

?Sep Ruf 1908?1982, Moderne mit Tradition?, ergänzt um ?Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen ? Sep Ruf in Fulda? ist zentrales Element des 1. Fuldaer Architektur-Sommers, bei dem Vorträge, Podiumsdiskussionen und Exkursionen die Inhalte der Ausstellung vertiefen sowie stadtgeschichtliche und städtebauliche Entwicklungen der 1960er Jahre beleuchtet werden.

Führungen durch die Ausstellung werden durch Stadtrundgänge zu den einzelnen Sep Ruf-Gebäuden kombiniert.

Eintritt: 4,00 ?, ermäßigt 2,00 ? (gilt auch für die Ausstellung: Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen ? - Sep Ruf und die Moderne in Fulda)

Presseberichte:
Ausstellung über den Münchner Architekten Sep Ruf
Fuldaer Zeitung vom 15. Juni 2011



__________________________________________________________________________

Wie die Quadrate auf den Uniplatz kamen ? - Sep Ruf und die Moderne in Fulda

PlakatEine Ausstellung des Vonderau Museums Fulda und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen
Kuratoren: Dr. Gregor Stasch, Michael H. Gellings MA und Dipl. Ing. Susanne Wartzeck
16. Juni bis 25. September 2011
Eröffnung: Mittwoch, 15. Juni 2011 um 18.00 Uhr

Im November 1964 feierte einer der Stararchitekten der jungen Bundesrepublik seinen vielleicht größten Erfolg. Mit der Schlüsselübergabe an den Hausherrn, Bundeskanzler Ludwig Erhard, wurde der ?Kanzlerbungalow? in Bonn offiziell eingeweiht. Im gleichen Jahr feierte der international renommierte Sep Ruf auch in der Stadt Fulda die Fertigstellung eines Projektes: Bei der Eröffnung des neuen Karstadt-Gebäudes strömten die Fuldaer zu Tausenden in das neue Kaufhaus am Rande der Altstadt.

Ausgangspunkt der Sonderausstellung ist das von Sep Ruf gestaltete unter Denkmalschutz stehende Ensemble aus Karstadt-Gebäude sowie Patronatsbau mit Borgias- und Universitätsplatz. Die Ausstellung präsentiert auch Rufs weitere Arbeiten in Fulda, zu denen die Kapelle des Priesterseminars, das Telekom-Gebäude Unterm Heilig Kreuz, das Generalvikariat sowie die Genossenschaftsbank gehören. Seine nicht realisierten Projekte Bahnhofsvorplatz, die Fassadengestaltung von C&A und die Esso-Tankstelle Kronhofstraße werden ebenso vorgestellt.

Den Flyer zur Ausstellung mit umfangreichen Begleitprogramm erhalten Sie hier -> Ausstellungsflyer (pdf-Datei, 1,4 MB).

Eintritt: 4,00 ?, ermäßigt 2,00 ? (gilt auch für die Ausstellung Sep Ruf 1908-1982. Moderne mit Tradition)

__________________________________________________________________________

50 Jahre bemannte Raumfahrt - Apollo 13 in Fulda gelandet

12. April bis 12. Juli 2011
Eröffnung: Dienstag, 12. April 2011 um 18.30 Uhr

Anlässlich des 50. Jahrestages der bemannten Raumfahrt präsentiert das Vonderau Museum im Mercedes-Benz Forum in der Frankfurter Straße eine Weltraumausstellung. Vor genau 50 Jahren (12.4.1961) brachte die Sowjetunion den jungen Kosmonauten Juri Gagarin als ersten Menschen ins Weltall. Es war der Beginn der Eroberung des Weltalls und Start des sogenannten ?Space-Race? mit den USA.

Als ein echtes Highlight der Ausstellung dürfte sich ein Original-Nachbau der Apollo 13 Kapsel aus dem gleichnamigen Film mit Tom Hanks erweisen. Die Raumkapsel im Maßstab 2:3 wurde nach Originalplänen der NASA von einem Trickfilmer und Kulissenbauer Anfang der 90er Jahren in Zusammenarbeit mit der Firma Mannesmann gebaut. Kürzlich gelang es dem Sinntaler Privatsammler von Weltraumteilen, Erhard Belz, das Modell nach Fulda zu holen. Die notwendigen Restaurierungsarbeiten übernahm das Team der technischen Berufsausbildung von Mercedes-Benz in Fulda.

Die Kapsel wird ab dem 12. April für die Dauer von drei Monaten im Mercedes-Benz Forum in der Frankfurter Str. 125 gezeigt. Ausstellungs-Eröffnung ist um 18.30 Uhr durch Oberbürgermeister Gerhard Möller. Ergänzt wird die Ausstellung durch Raumschiffmodelle, Original-Autogramme und Space-Flown-Artifacts ? im Weltall geflogene Teile. Das Planetarium im Vonderau Museum begleitet die Ausstellung mit einem umfassenden Begleitprogramm zum Thema Raumfahrt. Vorführungstermine entnehmen Sie bitte dem Planetariumsprogramm.

Ein kurzes Video über die Restaurierung der Apollo 13 Kapsel finden Sie hier: Video: Apollo13 in Fulda gelandet

Der Flyer zur Ausstellung (284 kB) als pdf-Datei.

Pressebericht von der Ausstellungseröffnung:
Apollo 13-Kapsel zum Anfassen: Ausstellung "50 Jahre bemannte Raumfahrt?
osthessen-news vom 13.4.2011

__________________________________________________________________________

ROTATION - Bob Bagley, Lothar Nickel und Franco Scuderi

Plakat Rotation28. April bis 29. Mai 2011
Eröffnung: Mittwoch, 27. April 2011 um 19.00 Uhr

Schwerpunkt der Wanderausstellung ROTATION, die an vier verschiedenen Orten in Deutschland und Italien gezeigt werden soll, sind Skulpturen, Reliefs und Objekte, bei denen Rotation den Ansatzpunkt jeglicher Aktion bildet. Begleitet wird die Ausstellung außerdem durch experimentelle Photographie.

Die ausstellenden Künstler verbindet eine jahrelange, intensive Freundschaft, die sie gegenseitig zu inspirieren scheint. Ihre Gegensätzlichkeit drückt sich vor allem bei der Betrachtung ihrer Werke aus. Während Bagleys Fokus auf der handwerklichen und bildhauerischen Bearbeitung von Holz liegt und Nickels Leidenschaft dem Marmor gilt, so stellt die Verwendung von zylindrischen Holzdübeln bei Franco Scuderi dessen Passion dar.

Trotz all der Verschiedenartigkeit gelingt den Ausstellenden die Verbindung von Handwerk und Kunst, eine Synthese von Kunst und Natur ? kurz: eine sehenswerte, unverkennbare Gemeinschaftsausstellung.

Begleitend zur Ausstellung ist der gleichnamige Katalog für 4,95 € im Museumsshop erhältlich.

Eintritt frei!

__________________________________________________________________________

Kunst für Jedermann? - Thüringer Porzellanfiguren aus der Sammlung Dr. Ehmann

25. März bis 25. April 2011
Eröffnung: Donnerstag, 24. März 2011 um 19.00 Uhr

Über einen Zeitraum von mehr als 40 Jahren wurde die Sammlung Thüringer Porzellanfiguren von Dr. Ludwig Ehmann und seiner Frau Yvonne aufgebaut. Hilfreich waren sowohl die schon früh geknüpften Kontakte zur Kunstszene in Paris und London, als auch Dienstreisen, welche mit Besuchen bei Kunsthändlern verbunden wurden. Durch den Erwerb von 5 Figuren von Closter Veilsdorf wurde der Grundstein für die Sammlung gelegt und der Schwerpunkt von Neuanschaffungen auf Figuren Thüringer Manufakturen gesetzt. Mit den Jahren wuchs die Sammlung auf eine stattliche Größe an, und auch nach dem Tod seiner Frau 1991 führte Dr. Ehmann die Sammlung fort. Noch vor seinem Tod im Jahr 2004 nutzte er Reisen u.a. nach Fulda um Kontakte zu pflegen. Er trug sich sogar mit dem Gedanken seine Porzellanfiguren dem Fuldaer Museum zu schenken.

Die Sammlung besteht aus Geschirr und Porzellanfiguren, hergestellt in Thüringer Manufakturen, dabei bilden Musikanten und Jahreszeitendarstellungen den Großteil. Jedoch wurde kein Schwerpunkt auf eine bestimmte Manufaktur gesetzt, so dass die Manufakturen Closter Veilsdorf, Volkstedt, Wallendorf, Gotha, Gera, Limbach, Rauenstein und Ilmenau in der Sammlung vertreten sind. Hinzu kommt, dass das Marktangebot oft mit anderen Sammlern geteilt werden musste, mit der zeitgleich enstandenen Sammlung Ahlers in Oldenburg und der Sammlung Prof. Dr. Nieth, die als Dauerleihgabe im Stadtschloss ausgestellt wird.

Zur Ausstellung findet am 2. April 2011, 16.00 Uhr, im Museum ein Konzert der Musikschule Fulda, Flötenklasse Christina Mackenrodt, Große Musik für Jedermann? statt.

Eintritt frei!

_____________________________________________

Ausstellungen 2010

_____________________________________________

artist 2010

18. April bis 16. Mai 2010
Eröffnung: Samstag, 17. April um 17.00 Uhr

Die zum zweiten Mal veranstaltete Schau bietet den im Fuldaer Raum lebenden Künstlerinnen und Künstlern eine neue Möglichkeit, ihr Werk im Vonderau Museum einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Anderseits stellt sie den Versuch dar, einigen Künstlerinnen und Künstlern einen gemeinsamen Raum im Museum zur Verfügung zu stellen, für individuelle Selbstdarstellungen, die gleichzeitig aufeinander reagieren. Keine Gruppenausstellung im üblichen Sinn, sondern Einzelpräsentationen, die vom Austausch und Dialog unterschiedlicher künstlerischen Positionen profitieren sollen. Wie schon in vergangenen Jahren, verlangte auch dieses neue Projekt von allen Beteiligten ein großes Maß an Spontanität, Flexibilität und Kompromissbereitschaft, um sich aufeinander einzulassen und auch verlassen zu können. Nur unter aktiver Mitwirkung der beteiligten Bei der Ausstellungseröffnung am 17. April 2010 - Foto: GutberletKünstlerinnen und Künstler – in diesem Jahr sind es Veronika P. Dutt, David P. Campbell, Oliver Estavillo, Bernd Haspel und Walter Moritz – konnte aus den Einzelpositionen eine Gesamtschau entstehen.
Damit fördert unsere Ausstellung im erheblichen Maß den künstlerischem Austausch und führt zwangsläufig zu einer direkten Auseinandersetzung mit dem Werk des Anderen. Diese Erfahrungen, neben anderen Themen, die das Kunstschaffen unserer Region und darüber hinaus betreffen, sollen in den veranstalteten sonntäglichen Gesprächen der Künstler mit den interessierten Besuchern sicher zur Sprache kommen können.
Zur Ausstellung ist ein Katalog beim Imhof-Verlag erschienen und für 9,95 € im Museumsshop erhältlich.

Weiterhin bietet das Vonderau Museum Künstlergespräche an:
Sonntag, 25. April 2010 um 15.00 Uhr
Künstlergespräch mit Walter Moritz und Bernd Haspel

Sonntag, 2. Mai 2010 um 15.00 Uhr
Künstlergespräch mit Oliver Estavillo

Sonntag, 16. Mai 2010 um 15.00 Uhr im Rahmen des Internationalen Museumstages
Finissage mit allen 5 Künstlern der artist 2010-Ausstellung

Eintritt frei!

Presseartikel:
Spannende Ausstellung von 5 Individualisten im Vonderau Museum: artist 2010
osthessen-news vom 30.4.2010
__________________________________________________________________________
Portrait Claire von Gersdorff

Freiheits(t)räume - Das Stift Wallenstein von 1759 bis 1992

Eröffnung: Mittwoch, 10.02.2010, 19.00 Uhr
11. Februar bis 11. April 2010

2009 jährte sich zum 250. Mal die Gründung des freiadligen Damenstifts Wallenstein, das als evangelische Institution von 1832 bis 1992 im Palais Buseck – und damit in unmittelbarer Nachbarschaft des Fuldaer Doms – nicht nur beim Besuch Papst Johannes Pauls II. 1980 Flagge zeigte. Im Stift, an dessen Spitze eine frei gewählte Äbtissin stand, konnten unverheiratete adelige, lutherische und reformierte Frauen aus ganz Deutschland ohne männliche Bevormundung ihr Leben gestalten und ihre Begabungen pflegen.

Die kulturhistorische Ausstellung erzählt Geschichten von Freiheitsräumen und Freiheitsträumen in vier Sektionen, die sich mit der äußeren und inneren Geschichte des 1759 von Maria Amalia von Schlitz, genannt von Görtz, geborene von Wallenstein, gegründeten Damenstifts, der dort heimischen Salon-Kultur und der von den Damen praktizierten Religion beschäftigen. 

Postkarte, Stadtarchiv FuldaNach der Errichtung des Stifts im Jahr 1783 und bewegten Anfängen zogen die Stiftsdamen 1832 von Homberg/Efze nach Fulda. Dort entwickelte sich das 1731/32 erbaute, geräumige Palais Buseck, die Residenz des letzten Fuldaer Fürstbischofs Adalbert von Harstall, mit dem barocken Festsaal und dem im Biedermeier ausgestatteten Roten Saal zu einem Zentrum des evangelischen Gemeindelebens, ein Freiheitsraum für die Fuldaer Protestanten. 

ÄbtisinnenstabFür die Identität des Stifts besaßen der Adel und dessen Werte wie Familie und Loyalität gegenüber dem Landesherrn, aber auch nationales Bewusstsein zentrale Bedeutung. Die engen Verbindungen des Stifts zum Haus Hohenzollern belegt der von Kaiser Wilhelm II. 1909 gestiftete Äbtissinnenstab – Symbol der Selbstverwaltung und der Freiheit des Stifts.

Das wichtigste Dokument der kulturhistorischen Bedeutung des Stifts, das um 1840 auch als literarischer Salon und Anlaufstelle im katholischen Fulda isolierter, literarischer Dissidenten wie des späteren Burgtheaterdirektors Franz Dingelstedt fungierte, ist das „Rothe Buch“, das dem Schriftsteller Heinrich Koenig am 2. März 1848 als Abschiedsgeschenk im Damenstift überreicht wurde und die kritische, bürgerliche „Elite“ Fuldas im kurzfristig freiheitstrunkenen Revolutionsjahr 1848 versammelte.

Das Engagement der Stiftsdame Sophie von Gilsa für die – katholischen – Barmherzigen Schwestern, deren Caritas sie 1839 mit einer Schrift öffentlichkeitswirksam verteidigte, verdient in einem vor-ökumenischen Zeitalter besondere Aufmerksamkeit. 1887 gründete das Stift eine evangelische „Kinderbewahranstalt“, und die Stiftsdamen engagierten sich bis in die jüngste Vergangenheit in der Bahnhofsmission.
Das Stift Wallenstein - ein über Fulda hinaus bedeutsames Haus der Freiheit zwischen Erde und Himmel.

Eintritt: 1,00 €


Begleitprogramm

Öffentliche Führungen
Sonntag, 14. Februar 2010
Sonntag, 14. März 2010
Sonntag, 11. April 2010
jeweils um 15 Uhr
Treffpunkt an der Museumskasse

Konzerte
in der Kapelle des Vonderau Museums

Freitag, 12. Februar 2010, 19.00 Uhr
„Chopin für jedes Alter” - Sechs Stationen eines Lebens
Projektkonzert der Klavierklasse Maja Zirkunow, Musikschule der Stadt  Fulda, zum 200. Geburtstag Frédéric Chopins

Freitag, 5. März 2010, 19.00 Uhr
„Französische Musik aus drei Jahrhunderten”
Projektkonzert der Klavierklasse Sigrid Naumann, Musikschule der Stadt Fulda

Freitag, 19. März 2010 , 20.00 Uhr
„Michael Henkel – Ein Komponist des Fuldaer Biedermeier und seine Zeit“
Gesprächskonzert mit dem DUO BOZZA (Flöte/Gitarre)
Eintritt 9,00 €, ermäßigt 7,00 €

An den Konzerttagen ist die Ausstellung durchgehend bis Konzertende geöffnet.

Ausstellungskatalog
Freiheits(t)räume. Das Freiadlige Stift Wallenstein
von 1759 bis 1992, bearb. von Stefan W. Römmelt
für 7,00 € im Museumsshop erhältlich.

Rezension des Katalogs von Sarah Spieß bei regionalgeschichte.net


Presseartikel zur Eröffnung:
Fuldaer Zeitung vom 12.02.2010

Äbtissin des Stiftes Fischbeck besuchte Fulda
Fuldaer Zeitung vom 06.04.2010

__________________________________________________________________________

Franz Erhard Walther - STERNENSTAUB

14. November 2009 bis 31. Januar 2010

Franz Erhard Walthers gezeichnete Autobiografie „STERNENSTAUB“ ist pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschienen. Der gezeichnete Roman setzt sich, beginnend im Jahr 1942, mit den ersten drei bewusst erlebten Jahrzehnten des international bekannten Künstlers. Es geht eigentlich um mein Künstlerwerden – erklärte Franz Erhard Walther den tieferen Sinn seines großen Unternehmens. Die über 520 Blätter des Buches hat er in Originalgröße nicht nur geschrieben, sondern zusammen mit dem Illustrationen, nach Fotos oder eigenem Gedächtnis, buchstäblich gezeichnet. Die Arbeiten begannen im Oktober 2007: Jede Zeichnung war ein Abenteuer, und manchmal war es auch psychologisch nicht einfach. Es war zum Teil wie eine Art Abschiednehmen von Erinnerungen. – meint der nun nach Fulda zurückgekehrte Künstler. Bereits im März 2008 war das Manuskript oder besser gesagt die gezeichneten Seitenvorlagen fertig. Mit dem „STERNENSTAUB“ ist ein Gesamtkunstwerk entstanden, das bis ins letzte Detail von Walther persönlich geformt wurde. Das Buch ist auf dem Markt und die originalen Blätter, ein Abfallprodukt, werden nun in zahlreichen Museen ausgestellt. Die erste Station ist das Vonderau Museum.
Franz Erhard Walther ist bei der Eröffnung persönlich anwesend und führt an zwei Sonntagen (22.11.2009 und 24.01.2010 jeweils 15.00 Uhr) während der Laufzeit der Ausstellung durch seine ersten drei Lebensjahrzehnte.

Eintritt: 1,00 €
 

_______________________________________________

Ausstellungen 2009

 _______________________________________________________

Franz Erhard Walther - STERNENSTAUB

14. November 2009 bis 31. Januar 2010

Franz Erhard Walthers gezeichnete Autobiografie „STERNENSTAUB“ ist pünktlich zur Frankfurter Buchmesse erschienen. Der gezeichnete Roman setzt sich, beginnend im Jahr 1942, mit den ersten drei bewusst erlebten Jahrzehnten des international bekannten Künstlers. Es geht eigentlich um mein Künstlerwerden – erklärte Franz Erhard Walther den tieferen Sinn seines großen Unternehmens. Die über 520 Blätter des Buches hat er in Originalgröße nicht nur geschrieben, sondern zusammen mit dem Illustrationen, nach Fotos oder eigenem Gedächtnis, buchstäblich gezeichnet. Die Arbeiten begannen im Oktober 2007: Jede Zeichnung war ein Abenteuer, und manchmal war es auch psychologisch nicht einfach. Es war zum Teil wie eine Art Abschiednehmen von Erinnerungen. – meint der nun nach Fulda zurückgekehrte Künstler. Bereits im März 2008 war das Manuskript oder besser gesagt die gezeichneten Seitenvorlagen fertig. Mit dem „STERNENSTAUB“ ist ein Gesamtkunstwerk entstanden, das bis ins letzte Detail von Walther persönlich geformt wurde. Das Buch ist auf dem Markt und die originalen Blätter, ein Abfallprodukt, werden nun in zahlreichen Museen ausgestellt. Die erste Station ist das Vonderau Museum.
Franz Erhard Walther ist bei der Eröffnung persönlich anwesend und führt an zwei Sonntagen (22.11.2009 und 24.01.2010 jeweils 15.00 Uhr) während der Laufzeit der Ausstellung durch seine ersten drei Lebensjahrzehnte.

Eintritt: 1,00 €


Engel - Die himmlischen Heerscharen
Weihnachtsausstellung 2009
28. November 2009 bis 6. Januar 2010

Engel sind in der Advents- und Weihnachtszeit allgegenwärtig. Meist sind sie allerdings nur schmückendes Beiwerk, und ihre Bedeutung wird selten hinterfragt. Durch alle Kulturen und Jahrhunderte hindurch hat sich die Funktion der Engelgestalten kaum verändert. Sie sind da eingesetzt, wo Vermittlung zwischen Gott und den Menschen entstehen soll und vor allem, wo Schutz vonnöten ist.

Ein breites Spektrum dieser himmlischen Wesen von Kunst bis Kitsch, von der Barockzeit bis zur Gegenwart versammelt sich zur Advents- und Weihnachtszeit im Vonderau Museum. Künstler vermitteln uns ihre Vorstellung von den Himmelsbewohnern: Engel als „Boten Gottes“ in menschlicher Gestalt, souverän, den Menschen weit überlegen, als Informationsübermittler, Schutzengel, als Engel des Erinnerns und des Vergessens sowie als „Putti“, die nicht an die Schranken und Bedingungen der menschlichen Sinnenwelt gebunden sind …

Die Engel aus der Museumssammlung dienten den Teilnehmerinnen zweier Mal-Workshops als Anregung, ihre ganz persönliche Vorstellung ihres Engelwesens künstlerisch darzustellen. Begleitet und angeleitet wurden sie dabei von der Künstlerin Verena Kühnlein. Deren moderne Engel in Acryl auf großformatiger Leinwand werden die historischen himmlischen Heerscharen in der Sonderausstellung in die heutige Zeit „begleiten“ …

Eintritt frei!

Pressebericht von der Ausstellungseröffnung bei osthessen-news vom 28.11.2009

Videobeitrag von Claus Pranger bei www.mediathek-hessen.de

__________________________________________________________________________

„Das Aktuelle Bild“ – Die 60er Jahre in der Deutschen Demokratischen Republik

Aus der Reihe OBJEKT IM BLICKPUNKT
10. November bis 22. November 2009

Wie der Westen die DDR sah, ist hinlänglich bekannt, wie aber das Bild des Westens in der DDR war, das wissen viele nicht.

Propaganda und Meinungsmache verfälschen das Bild voneinander gerade in der Phase der Teilung und des Aufbaus nach dem Krieg so sehr, dass es geradezu grotesk wirkt und aus heutiger Sicht nicht einer gewissen Komik entbehrt.

Wie das Regime auf diese Weise aber seine Bürger zu manipulieren und seine Macht zu festigen versuchte, das kann man in dieser informativen und spannenden Ausstellung nachvollziehen.

__________________________________________________________________________

Menschen - Querschnitt-Ausstellung 2009 des Fuldaer Kunstvereins e.V.

Menschen - Querschnitt Ausstellung 20092. Oktober bis 8. November 2009

„Menschen“ – Der Titel der diesjährigen Querschnittsausstellung des Fuldaer Kunstvereins ist so schlicht wie vielschichtig: vom beseelten Porträt zur schematischen Annäherung an markante Typen, von der Darstellung menschlicher Regungen und Stimmungslagen zum bildlichen Einfangen eines Generationengefühls – dem Einfallsreichtum der beteiligten Künstler aus Fulda sind beim Thema „Menschen“ kaum Grenzen gesetzt. Eben dieses Bestreben, die Heterogenität der Herangehensweisen der hier ansässigen Kreativen aufzuzeigen, steht seit jeher im Zentrum der Ausstellungsreihe „Querschnitt“, die 2009 zum nunmehr zwölften Mal in das Fuldaer Vonderau Museum einlädt.
Wie auch in der Vergangenheit zeigen die Künstlerinnen und Künstler in diesem Rahmen aktuelle Arbeiten und ermöglichen den Besuchern so einen unmittelbaren Einblick in ihr gegenwärtiges Schaffen, das Eintauchen in die Gedanken und Diskurse, die sie im Moment umtreiben, sowie einen spezifisch lokalen Blick und Zugang zum Thema „Menschen“.

Eintritt frei!
__________________________________________________________________________

Augen im All : Vorstoss ins unsichtbare Universum


15. September bis 27. September 2009

ESA - EXOMARS - 2009Im Internationalen Jahr der Astronomie 2009 unternimmt die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit den Weltraumteleskopen Herschel und Planck einen „Vorstoß ins unsichtbare Universum“. Wie sind das Weltall, die Sterne und die Galaxien entstanden? Was geschah unmittelbar nach dem Urknall? Wie bilden sich Planeten?

Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der ehrgeizigen Europäischen Weltraumprojekte. Mit seinem 3,5-Meter-Spiegel ist Herschel das größte Weltraumteleskop, das den Astronomen ein neues „Fenster“ zum All eröffnet. Planck wurde gemeinsam mit Herschel mit einer Ariane 5-Rakete gestartet und soll die kosmische Hintergrundstrahlung, das „Echo des Urknalls“, mit bisher unerreichter Präzision vermessen. Diese Missionen stehen im Mittelpunkt einer neuen ESA-Ausstellung, die vom Planetarium Laupheim entwickelt wurde. Die Ausstellung wird die gleichnamige Planetariumsshow unterstützen, die von der ESA in enger Zusammenarbeit mit über 30 Planetarien in Deutschland, der Schweiz und Österreich produziert wurde und seit
17. Mai 2009 auch im Planetarium des Vonderau Museum gezeigt wird.
In der Ausstellung werden u.a. eine Replik des ersten Fernrohrs von Galileo Galilei  präsentiert sowie Modelle des Herschel-Satelliten, der Planck-Sonde, des Hubble-Weltraumteleskops und der Mars-Express-Sonde. Ein großes, bis zu 3 Meter hohes Modell der Europäischen Trägerrakete Ariane 5 ist ein publikumswirksamer „Eyecatcher“ der Sonderausstellung.

Eintritt frei
__________________________________________________________________________

Honoré Daumier, 1830 und 1833, Lithographie aus: La Caricature vom 15.8.1833Géricault   Delacroix   Daumier und Zeitgenossen


4. August bis 20. September 2009

Die Künstlerlithographie des 19. Jahrhunderts in Frankreich stellt das Thema der diesjährigen Ausstellung im Rahmen der Graphik-Sammlung Anton Schmitt dar.
Die Lithographien Géricaults bilden den ersten Höhepunkt und zugleich den Schwerpunkt der hier vorgestellten Sammlung, die mit 50 von insgesamt 72 bekannten Blättern Géricaults zu den umfangreichsten ihrer Art gerechnet werden kann.
Die präsentierten Lithographien Delacroix‘ reichen von dem frühen Blatt „Macbeth befragt die Hexen“ über die Faust- und Hamlet-Illustrationen bis hin zu einer der letzten Arbeiten des Künstlers in dieser Technik: „Löwe, der ein Pferd zerreißt“. Eine Besonderheit bilden zwei Vorzeichnungen zu Faust bzw. Hamlet, die hier in ihrem Verhältnis zu den ausgeführten Drucken gezeigt werden.
Aus Honoré Daumiers fast 4000 Blätter umfassendem lithographischen Werk konzentriert sich die Sammlung auf die frühen politischen Graphiken aus „La Caricature“ sowie die Werke der Spätzeit. Künstlerlithographien aus dem Umfeld der drei Hauptmeister schließen sich an.
Eine Auswahl französischer Zeichnungen von etwas 1820 bis 1880 (von Géricaults Schaffensphase bis zum Spätwerk Daumiers) ergänzt die Präsentation und bietet die Möglichkeit, Zeichnungen und Lithographien aus einer Epoche im Vergleich zu betrachten.
Die ausgestellten Objekte entstammen einer privaten Spezialsammlung und sind in ihrer Zusammensetzung sowie Qualität ein überzeugender Ausdruck besonderer Kennerschaft des jungen Sammlers.

Eintritt: 1,00 €

Zur Ausstellung ist ein Begleitband erschienen und im Museumsshop erhältlich.

Pressebericht und Bilder von der Ausstellungseröffnung:
Osthessen-News vom 3.8.2009

Fuldaer Zeitung vom 3.8.2009

__________________________________________________________________________

Günter Grass, Große Unke, Radierung 1992"Auf einem anderen Blatt" - Günter Grass - Radierungen und Lithographien


8. Juli bis 6. September 2009

Die Sonderausstellung mit dem druckgraphischen Werk des Nobelpreisträgers will sowohl einen kleinen Überblick über das Schaffen des vielseitigen Künstlers in insgesamt sechs Jahrzehnten geben als auch sich vertieft einigen der Lieblingsthemen des Günter Grass widmen. Insbesondere sind es die prägnanten Motive, die sich durch das gesamte Werk von Grass ziehen: Fische, Vögel, Ratten, Gemüse, Pilze oder Köche sind Wesen, mit denen er sich immer wieder auseinandersetzt, in Schrift und Grafik sowie in Skulpturen. Ihre Bedeutungen und die Bezüge zwischen Text und Bild versucht die Ausstellung anzudeuten. Mancher Besucher wird Neues von Günter Grass erfahren: Denn der Literatur-Nobelpreisträger, heute vor allem durch seine Romane bekannt, hatte sich zunächst Anerkennung durch seine Lyrik erworben und seine Karriere eigentlich an den Kunstakademien begonnen.
„Ich zeichne (bewusst) seit meinem dritten Lebensjahr. Bewusst zu schreiben begann ich später, etwa mit vierzehn, dem Reimzwang erliegend. Beruflich ausgebildet wurde ich nur als Bildhauer und Grafiker, ich lernte Steinmetz und Steinbildhauer und arbeitete jeweils drei Jahre in der Kunstakademie Düsseldorf und in der Hochschule für Bildende Künste Berlin; als Schriftsteller blieb ich Autodidakt.“ (Günter Grass, Oktober 1973)
Die Verknüpfung von schriftstellerischer und bildkünstlerischer Arbeit ist aber schon bald zu einer Konstanten in seinem Schaffen geworden. Und dennoch stehen seine Bildwerke eindeutig als selbstständige Ausdrucksform fest, trotz aller motivischer und inhaltlicher Überschneidungen. Das literarische Werk bedingt nicht zwingend das Schaffen des bildenden Künstlers. Oft wird gerade im Bild ein Motivschatz entwickelt, den wir im Lyrik- oder Prosawerk wiederfinden.
Günter Grass, Mit toter Eule, Radierung 1991Auch in den wichtigen Selbstporträts kann der Ausstellungsbesucher die mannigfaltigen Beziehungen zu den bekannten Romanen wiederfinden. Viele Dokumente zum Leben und Werk, einschließlich der zahlreichen Ausgaben des Romans „Die Blechtrommel“ finden in der Sonderausstellung ihren Platz. Und nicht zuletzt sind es die Bronzeskulpturen, die vor allem an die Anfänge des künstlerischen Schaffens von Günter Grass erinnern sollen.
Günter Grass, 1927 in Danzig geboren, musste als Siebzehnjähriger noch Kriegsdienst leisten, wurde verwundet und kehrte im Frühjahr 1946 zurück. Nach einem Praktikum als Bildhauer und Steinmetz begann er bald das Studium der Grafik und Bildhauerei. Daneben fing er an zu schreiben. Ab 1957 gehörte er zur „Gruppe 47“. Der Roman „Die Blechtrommel“ (1959) hat ihn weltberühmt gemacht. Er ist bis heute einer der wichtigsten deutschen Autoren. Mit seinem Erinnerungsbuch „Beim Häuten der Zwiebel“ (2005) geriet er zuletzt in die Schlagzeilen. Sein Tagebuch von 1990 „Unterwegs von Deutschland nach Deutschland“ ist in diesem Jahr erschienen.
Am 7. Juli 2009 liest Günter Grass in der Reihe „Literatur im Stadtschloss“ aus seinem jüngsten Werk. Dieser Veranstaltung geht die Eröffnung der Ausstellung seines grafischen Werkes im Vonderau Museum Fulda unmittelbar voraus.

Eintritt: 1,00 €

Presseberichte und Bilder von der Ausstellungseröffnung:
Fuldaer Zeitung vom 7. Juli 2009

Osthessen-News vom 7. Juli 2009

hr-online vom 7. Juli 2009

Videobeiträge:
osthessen-news (Beitrag vom 7.7.2009, Dauer 4:43)

hr-online (hr/hessen aktuell v. 8.7.2009, Dauer 1:44)

__________________________________________________________________________

Ankunft des US-Präsidenten John F. Kennedy in Hanau, 1963Amerikaner in Hessen - Eine besondere Beziehung im Wandel der Zeit


25. April bis 28. Juni 2009

Nach sechs Jahrzehnten Stationierungszeit schließen in Hessen die meisten US-Kasernen Ende 2008 ihre Tore. Dies gilt auch für die Hanau Military Community, einst einer der größten amerikanischen Standorte des Landes. Eine Ära geht zu Ende, die Zeit für eine historische Bilanz ist gekommen. Die Stadt Hanau hat deshalb die Initiative ergriffen und Anfang 2007 damit begonnen, eine hessenweit einmalige Ausstellung vorzubereiten, die von der Hessischen Kulturstiftung gefördert wurde. Ihr Thema: die gemeinsame Geschichte der Hessen und Amerikaner von 1945 bis heute. Die Ausstellung soll sowohl die lokale und regionale als auch die landesweite Geschichte der amerikanischen Präsenz hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Aspekte reflektieren.
Am 20. November 2008 wurde die Ausstellung im Historischen Museum Hanau, Schloss Philippsruhe geöffnet und kommt anschließend nach Fulda.

Die Ausstellung berücksichtigt militärhistorische, politische, kultur- und sozialgeschichtliche sowie mentalitätsgeschichtliche Aspekte. Die Spannbreite reicht von der politischen Großwetterlage, dem Wandel der transatlantischen Beziehungen bis hin zur Ebene der privaten Kontakte zwischen Hessen und Amerikanern. Die Ausstellung beruht auf einem Modulsystem, das allgemeine, auf ganz Hessen bezogene Elemente mit Kapiteln zur Hanau Military Community und anderen US-Stützpunkten in Hessen kombiniert.

Eintritt: 1,00 €
Fuldaer Schulklassen im Rahmen des Unterrichts: Eintritt frei
Gruppenführungen: 50,00 €

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und an der Museumskasse erhältlich -> zum Museumsshop


Begleitprogramm in Zusammenarbeit mit der vhs

Führungen
Öffentliche Führungen
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Treffpunkt an der Museumskasse
Termine: Mittwochs 6.5., 13.5., 20.5., 27.5., 3.6., 10.6., 17.6., 24.6 jeweils um 17 Uhr
Eintritt: 1,00 €

Gruppenführungen
Termine für Gruppenführungen nach telefonischer Vereinbarung mit der vhs. Anmeldung Tel. 0661 102 14 77, Kosten: 50,00 € + Eintritt

Exklusiv-Führung
mit der Ausstellungskuratorin Dr. Gundula Bavendamm
Mittwoch, 29. April, 18 Uhr

Weitere Veranstaltungen
Mittwoch, 29. April 2009, 14.00 bis 17.00 Uhr
Akkreditierte Lehrerfortbildung mit Dr. Gundula Bavendamm, Bernhard Ilsemann, SSA FD, Kornelia Wagner

Dienstag, 5. Mai 2009, 19.00 Uhr, Kapelle
„Die Besetzung Fuldas Anfang April 1945“
Eintritt frei

Dienstag, 12. Mai 2009, 19.00 Uhr, Kapelle
Gesprächsabend mit Zeitzeugen
Walter Sandner und Renate Stieber, langjährige Koordinatoren zwischen deutschen und amerikanischen Dienststellen, und Winfried Jäger, Vorsitzender des deutsch-amerikanischen Freundschaftsvereines Fulda.
Eintritt frei

Mittwoch, 13. Mai 2009, 19.00 Uhr, Vortragssaal
"Zielgelände - Notizen aus dem Fuldatal, wo der Dritte Weltkrieg beginnen könnte"  - Ein Film von Peter Krahulec u.a. von 1986 über das Fulda Gap..
Dauer des Films: ca. 60 min. danach Diskussion mit Prof. Dr. Krahulec
Eintritt frei

Mittwoch, 20. Mai 2009, 19.00 Uhr, Kapelle
Podiumsdiskussion     „Amerikaner in Hessen“
Dr. Wolfgang Hamberger, Uta Thofern (Point Alpha), Prof. Dr. Peter Krahulec und Frank Dölker (Hochschule Fulda) Moderation: Dr. Gundula Bavendamm
Eintritt frei

Mittwoch, 03. Juni 2009, 19.00 Uhr, Kapelle
" GI Jonathan und die kleine Militärbibel - Einmarsch der Amerikaner in Südhessen" - Lesung von Dr. Wolfgang Hamberger aus dem Buch "Faszination Amerika, Biographie einer Freundschaft von
der NS-Zeit bis heute".
Eintritt frei

Mittwoch, 10. Juni 2009, 19.00 Uhr, Kapelle
Vortrag und Gesprächsabend mit Prof. Dr. Peter Krahulec
"Als der Krieg kalt unser Herz aber heiß war ..." - Ein Veteran der Friedensbewegung berichtet aus dem Fulda Gap
Eintritt frei

Weitere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie hier:
www.amerikaner-ausstellung.de

__________________________________________________________________________
Verena Kühnlein, Face to face, 2000

Beziehungen - Kunstausstellung von Künstlerinnen und Künstlern der Region zur Frauenwoche 2009


10. März bis 5. April 2009

Das Thema „Beziehungen“ umfasst so viele Bereiche im Leben; unter Beziehung wird meist als erstes die Partnerschaft zweier Menschen, die Liebe, Sex oder ähnliches verbindet, verstanden. Unter Beziehung versteht man aber auch den familiären, freundschaftlichen oder den geschäftlichen Kontakt zwischen Personen. Eine Beziehung kann aber auch eine Eigenschaft sein, welche wiederum zwei Objekte miteinander verbindet (z.B. Mensch+Natur, Mensch+Technik).

Mit der Performance „Gefühlte Politik bewegt uns“ wurde die Kunstausstellung zur diesjährigen Frauenwoche feierlich eröffnet. Die Performance gegann im Schloss und zog sich mit Saxophonklängen von Uli Schimpf durch die Stadt. In der Kapelle des Vonderau Museums wurden alle mit Marimbaphon-Klängen von Elke Saller empfangen. Marlies Piechotka und ihr Team ließen ein politisches Kunstwerk vor den Augen der Besucher entstehen. Ein herzliches Dankeschön an das Frauenbüro und an alle Beteiligten für diesen etwas anderen Performance-Auftakt einer Ausstellungseröffnung im Vonderau Museum.

Mit der Vernissage konnte auch eine kleine Premiere gefeiert werden:
Zum ersten Mal präsentieren das Frauenbüro und das Vonderau Museum gemeinsam – mit geballter Frauen-Power - die Kunstausstellung zur Frauenwoche Fulda 2009 unter dem Motto „Beziehungen“.
 
Künstlerinnen und Künstler aus Stadt und Landkreis Fulda waren bis Anfang Dezember 2008 aufgerufen, die Ausstellung mit ihren kreativen Beiträgen zu diesem Thema zu gestalten. 80 Künstlerinnen und Künstler (70 Frauen + 10 Männer) meldeten sich mit ihren Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken, Fotografien, Skulpturen und Objekten an. Eine dreiköpfige Jury wählte die Werke aus, die nun in der Sonderausstellung präsentiert werden. Ziel der Jury war es dabei, eine möglichst breite Palette an Malstilen, Techniken und Materialien auszuwählen, um damit auch die breite Palette des Themas „Beziehungen“ zu betonen.

Egal ob Partnerschaft, Liebesbeziehung, Geschäftsbeziehung oder Bedeutungsbeziehung: Die Künstlerinnen und Künstler aus Stadt und Landkreis Fulda haben ihre ganz persönlichen Beziehungen in einer großen Vielfalt künstlerisch umgesetzt. Dabei sprechen Farben, Formen, Materialien und Techniken ihre eigene Sprache. Aber auch die Titel und kurzen Statements der Künstlerinnen und Künstler helfen bei der weiteren Erschließung der Kunstwerke.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen 80 Künstlerinnen und Künstlern, die sich angemeldet haben, auch wenn deren Werke keinen Eingang in die Ausstellung gefunden haben. Und wir bedanken uns bei den 54 in der Ausstellung vertretenen Künstlerinnen und Künstlern, die ihre ganz individuellen Sichtweisen von „Beziehungen“ künstlerisch umgesetzt haben. Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Künstlerin Verena Kühnlein, die die Gestaltung der Einladungskarte und des Plakats übernommen hat und bei der Präsentation und Hängung der Kunstwerke geholfen hat.

Bis zum 5. April 2009 laden wir unsere Besucher ein zu einer künstlerischen Reise in die Welt der von unseren Künstlerinnen und Künstlern ganz individuell gestalteten „Beziehungen“. Begleitend zur Ausstellung werden jeden Donnerstag um 18.00 Uhr Workshops mit Künstlerinnen und Foto-Shootings angeboten. Den Auftakt am Donnerstag, 12. März 2009, wird die Kuratorin der Ausstellung machen mit einem Rundgang und einem „Blick hinter die Kulissen“, bei dem sie erläutert, was Alles bei dieser Ausstellung zu bedenken war.

Weitere Donnerstagstermine:
19. März 2009   18.00 Uhr
Lesung von und mit den Künstlerinnen Angelika Beckmann + Sonja Reith  sowie Ingrid Möller-Münch + Hildegard Hast zum Thema "Beziehungen"

26. März 2009   18.00 Uhr
Künstlergespräch mit Werner Döppner, Gabriele Sättler-Döppner und Heinrich Beckmann

5. April 2009   15.00 Uhr
Finissage mit Foto-Shooting mit Nicole Dietzel und Marlies Piechotka


"In den Beziehungen zwischen Menschen gibt es so wenig einen Stillstand wie im Leben des Einzelnen."
(Arthur Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken)

Eintritt frei!

Pressemeldung bei www.osthessen-news.de vom 9.3.2009

Bilder der Vernissage bei DINIAS und bei www.verenz.de.


__________________________________________________________________________
Motiv Ausstellungsplakat

Das andere Gesicht - W. Preussler Maskenfabrik Hünfeld


23. Januar bis 24. Februar 2009
Verlängert bis 22. März 2009

Die Geschichte der Firma Preussler ist eine echte Wirtschaftswundergeschichte. Sie dauerte über 40 Jahre. Grundlage des Erfolges waren die lebensecht wirkenden Masken, die allesamt von der Hand des Firmengründers Walter Preussler stammten. Als begnadetem Modelleur gelang es ihm immer wieder, die typischen Züge einer Person einzufangen und sie durch ein paar gekonnte Übertreibungen zu einer treffenden Karikatur werden zu lassen. Mit Hilfe einiger technischer Innovationen konnten diese Vorlagen dann in seiner Fabrik in hochwertige Masken umgesetzt werden. Die Firma Preussler war auch Erfinder der ersten Kautschuk- und Gummimasken.

Kein Wunder also, dass seine Clowns, Hexen, Gruselmasken, aber auch Prominente wie Prinz Charles, Gorbatschow, Nixon, Carter, Kennedy, Curd Jürgens, Al Bundy, Miss Piggy, sogar Saddam Hussein allesamt Renner waren. Allein die Maske Ronald Reagans verkaufte sich während seiner Regierungszeit in den USA über 80.000 mal pro Jahr. Auch Masken von deutschen Politikern wie Helmut Kohl oder Hans-Dietrich Genscher fanden guten Anklang, Helmut Schmidt lud die Preusslers während seiner Kanzlerschaft in den 70er Jahren sogar mehrfach zu Bundeskanzlerfesten ein und Heiner Lauterbach trug einen Hünfelder Gorillakopf während seiner legendären Szene in Doris Dörries Kultfilm „Männer".

Wie erfolgreich, ja sogar berühmt, die Hünfelder Firma mit ihren Masken wurde, ist vielen nicht bewusst. Daher soll diese Ausstellung aus der Sammlung Horst und Grete Krassa nicht nur einen faszinierenden Einblick in das Masken-Sortiment bieten, sondern auch die nicht minder spannende Geschichte des Unternehmens erzählen.

Kurator der Ausstellung ist Christoph Krassa.

Eintritt frei!

Begleitprogramm:
Sonntagsführungen um 15.00 Uhr mit Christoph Krassa
am 8.2.2009 und 22.2.2009

Masken-Workshop, fertigen Sie Ihre eigene Maske
mehr Infos und Anmeldung finden Sie hier ...

Zur Ausstellung ist ein Katalog mit einer Einführung von Marianne Blum erschienen und für 5,00 € an der Museumskasse erhältlich.

Bericht und Bilder von der Ausstellungseröffnung bei osthessen-news.de

___________________________________

Ausstellungen 2008

 ________________________________________

Schneekugeln und Traumkugeln

29. November 2008 bis 1. Februar 2009

Als Bernhard Koziol im Winter 1950 mit seinem VW-Käfer in einer Schneeverwehung stecken blieb, schaute er nach hinten durch die beiden kleinen Rückfenster: Im unwirklichen Schneegestöber sah er drei Rehe stehen - die Idee für seine Traumkugeln war geboren.

Die Koziol Traumkugel® hatte schon einen gläsernen Vorfahren, denn im Jahr 1900 ließ sich der Wiener Werkzeugmacher Erwin Perzy seine Erfindung als „Glaskugel mit Schnee-Effekt" patentieren. Die ursprünglichen Glaskolben mit hölzernem Fuß wurden schon in den ersten Jahren ihrer Herstellung mit den unterschiedlichsten Motiven gefüllt.

Der eigentliche „Boom" der Schneekugeln setzte in den 1950er Jahren mit der Entdeckung des Kunststoffes Polystyrol sowie dem aufkommenden Massentourismus ein. Seitdem haben die Schneekugeln die Welt erobert und bleiben als eine der schönsten Kindheitserinnerungen lebendig. Und es gibt sie heute noch, die kleine Kugel, in der Schnee herumwirbelt und zu Boden fällt, wenn man sie schüttelt: Zum Selbstgestalten, zum Sammeln und einfach zum Anschauen.

Schneekugeln sind nicht nur zu einem beliebten Sammelobjekt von Privatsammlern geworden, sondern haben mittlerweile auch Eingang in Museumssammlungen gehalten.

Ausgehend von einer Fuldaer Privatsammlung wird in der diesjährigen Weihnachtsausstellung eine kleine kulturgeschichtliche Aufbereitung der Schneekugel
Schneekugeln und Traumkugeln (pdf-Datei, 97 kB)
Leise rieselt der Schnee oder der Beginn einer wunderbaren Sammlung (pdf-Datei, 102 kb)
in Zusammenarbeit mit der Firma Koziol in Erbach/Odenwald präsentiert. Mehr Informationen zur Firma Koziol und zur Sonderausstellung im Vonderau finden Sie unter: www.schneekugel.de


Eintritt: 1,00 €

Presseberichte zur Ausstellung:
Fuldaer Zeitung vom 30.11.2008
und
Osthessen-News vom 29.11.2008

__________________________________________________________________________

Kontraste - Kunstverein Fulda e.V.Kontraste - Querschnitt-Ausstellung des Kunstvereins Fulda e.V.


24. Oktober bis 23. November 2008

Es ist wieder so weit: Der Kunstverein Fulda e.V. lädt herzlich ein zur mittlerweile elften Querschnitt-Ausstellung in den Räumen des Vonderau Museums. Die jurierte Gruppenausstellung steht in diesem Jahr unter dem Thema „Kontraste“.
Eine umfangreiche Auswahl an Arbeiten, die speziell für diese Ausstellung gefertigt wurden, bietet einen Überblick über das Streben und Schaffen der zirka neunzig Mitglieder des Vereins, die sich in unterschiedlichen Medien, darunter Malerei, Skulptur, Grafik und Textil, dem inhaltlich und formal vielschichtigen Thema genähert haben.

Eintritt frei!

Ausstellungsöffnung: Donnerstag, 23. Oktober 2008 um 19.00 Uhr

__________________________________________________________________________

Gérard Eppelé
le roman peinture - memoires d´atelier


19. September bis 19. Oktober 2008

Der Arleser Künstler Gérard Eppelé (1929 in Cherbourg geboren) erlernte den Beruf des Schlossers, den er jedoch aufgab, um sich der Kunst zu widmen. Nach zwei kurzen Aufenthalten an der Kunstschule von Toulouse arbeitete er als Dekorateur. Dann verbrachte er 2 Jahre an der Nationalen Kunsthochschule in Aubusson. Schließlich ließ er sich in Paris nieder, wo er ab 1952 erneut als Dekorateur beim Film arbeitete und an Produktionen von Renoir, Autant-Lara oder Bunuel mitwirkte. 1959 ging er nach Vence, wo er wieder malte und zeichnete. Er traf Jean Dubuffet und verwirklichte seine erste Ausstellung 1960 in der Galerie Alphonse Chave in Vence. Von 1964-1992 war er Professor an der Villa Arson in Nizza. Seit 1998 lebt und arbeitet er in Arles. In Frankreich sowie im Ausland (Schweden, Belgien, Deutschland, Schweiz, Italien, England, Ägypten, Kenia) sind seine Werke Gegenstand zahlreicher Ausstellungen. Eppelé ist Herausgeber und Illustrator mehrerer Bücher, darunter mehrere Gedichtbände.

„Die Auseinandersetzung mit dem Portrait beginnt früh in meiner Malerei. Seit 1953 erscheint auf einer kleinen überraschenden Zeichnung ein Gesicht mit dem einfachen Titel “Träumer”. Das Gesicht ist breit, rund und heiter. Andere Figuren folgen, manchmal mit geschlossenen Augen oder offenem Mund. 1960 taucht eine archetypische Figur mit dem Titel “Der Mann im schwarzen Pullover” auf. Das ist der Anfang einer langen Serie, die den humanistischen Gedanken deutlich macht,  vor allem den der Identifikation des “Ich” durch den “Anderen”. Das Bild deutet auf die Identität eines transzendenten “Ich” hin und besonders auf den entschlossenen Willen, diese Figur ins Absolute einzutauchen. Jeder Maler malt sich selbst; jeder Maler ist sein eigenes Modell“ (Gérard Eppelé).

Eintritt frei!

Ausstellungseröffnung: Donnerstag, 18. September 2008 um 19.00 Uhr

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und für 5,00 € an der Museumskasse erhältlich.

__________________________________________________________________________



Kunst & Kulinarisches - DIE MALKÖCHE Fulda

30. September bis 16. Oktober 2008

Mutige Fuldaerinnen und Fuldaer wurden Anfang des Jahres aufgefordert, ihre Talente an Farb- und Kochtöpfen zu beweisen. Gemeinsam wurde gemalt, gekocht und genussvoll geschlemmt. Initiatorin dieser künstlerisch-kulinarischen Verbindung ist die Wahlfuldaerin und Künstlerin Verena Kühnlein, die DIE MALKÖCHE Fulda gemeinsam mit der Museumspädagogin als Pilotprojekt durchführt.

Im ersten Schritt suchten die Teilnehmer ihr Lieblingskochrezept aus und gestalteten dieses gemeinsam mit der Künstlerin in einem 5-stündigen Workshop mit Acrylfarben, Tusche und Feder zu einem „Rezeptgemälde“. Dann ging es an die Kochtöpfe. In den Show-Räumen bei „küche perfekt bug“, Inhaber Carmen und Ralf Paul, setzten die Malköche ihre Rezepte in leckere Speisen um. Begleitet wurden sie dabei vom Kochprofi Josef Schubert. An fünf kulinarischen Abenden kreierten jeweils drei der Malköche ein 3-Gänge-Menü, das sie geladenen Gästen servierten. Die Kunstwerke und Kochkünste aller Malköche wurden von einer dreiköpfigen Jury begutachtet und bewertet.

Krönender Abschluss der MALKÖCHE-Veranstaltung wird die Prämierungsfeier am Dienstag, den 30. September 2008 im Museum sein. Alle Rezeptgemälde der Malköche werden bei der Ausstellungseröffnung erstmals gezeigt. Die „Drei kreativsten Malköche Fuldas“ werden bekannt gegeben und prämiert.
Eine Entpackungsaktion, jede Menge Food-Bilder und kulinarische Leckereien erwarten unsere Besucher. Eine Fotodokumentation zeigt Bilder der Mal- und Kochaktionen.
Die zwölf besten Rezept-Gemälde sind großformatig in einem Kunstkalender verarbeitet worden, der an der Museumskasse erhältlich ist.
Mehr zu dem MALKÖCHE-Projekt erfahren Sie unter:
www.die-malkoeche.de.

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 30 September um 18.00 Uhr

Von unserer Prämierungsfeier am 30.9.08 im Vonderau Museum gibt es jetzt Fotos zu sehen: mehr >>>
__________________________________________________________________________

Menschen des veröffentlichten Lebens - Fotografien von Christof Krackhardt

1. August bis 14. September 2008

Nina Ruge, Günter Wallraff, MichelleBei den Menschen des veröffentlichen Lebens, die Christof Krackhardt in seiner Ausstellung im Vonderau Museum zeigt, ausstellt und vorstellt, ist das Gesicht bekannt. Wenn es uns neu erscheint, liegt es daran, dass er die Distanz der Bühne hinter sich gelassen hat und sehr nah mit der Kamera heran gegangen ist.

Nun stehen sie großformatig vor uns, 100 prominente Medienmenschen von Mario Adorf bis Zucchero, die wir strahlend und geglättet kennen, jetzt in faltenreicher Nähe, porentief nah, nachdenklich, ernsthaft, schon fast schwermütig. Sieht man hier den wirklichen Menschen dahinter? Hinter Petra Gerster, Nina Ruge und dem Dalai Lama?

Christof Krackhardt ist ein Fotoreporter, der schon fast alles fotografiert hat: Reportagen, Landschaften, Werbung und Porträts. Für die Rubrik Sonntagsgespräche des Kölner Express gestaltete er eindrucksvolle und zutiefst menschliche Porträts von bekannten Zeitgenossen. Seitdem widmet er sich immer intensiver der Kunstfotografie. Krackhardt denkt jedes Bild mit Blick auf ein größeres Ganzes, wobei es ihm um etwas sehr viel Tieferes geht. Er schafft Nähe im großen Format und Nachdenklichkeit, der man sich nicht entziehen kann.

Eintritt: 1,00 €

Zu der Ausstellung ist im Michael Imhof Verlag ein Katalog erschienen:
Menschen des veröffentlichen Lebens. Porträts von Mario Adorf bis Zucchero. Christof Krackhardt, 24 x 30 cm, 208 S., 444 Abb., Hardcover, ISBN 978-3-86568-276-5, 24,00 €
Der Katalog ist während der Ausstellung an der Museumskasse erhältlich.

Weitere Informationen zu Christof Krackhardt und seiner Ausstellung unter:
www.foto-organico.com

Bericht und Fotos von der Ausstellungeröffnung bei osthessen-news.de.

__________________________________________________________________________



Pedro Schmiegelow (1863-1943), Wasserkuppe, 1922, Öl/Leinwand, PrivatbesitzPedro Schmiegelow (1863-1943)
„Vom Wüstensand ins Rhöner Land"


27. Juni bis 7. September 2008

Die Präsentation der Gemälde und Zeichnungen von Pedro Schmiegelow (1863-1943) setzt eine vor Jahren initiierte Ausstellungsreihe fort, die sich den „Rhönmalern“ des vergangenen Jahrhunderts widmet. Sie versucht das Leben und das Gesamtwerk des hier sonst nur in der Spätphase seines Schaffens bekannten Künstlers der interessierten Öffentlichkeit zu vermitteln.
Sein 1900 mit Diplom abgeschlossene Kunststudium absolvierte er an der Kunstgewerbeschule Dresden. Hier lernte er nach seiner Aussage bei den Professoren und Malern Ernst Erwin Oehme (1831-1907) und Ermenegildo Antonio Donadini (1847-1936), der vor allem später als Pionier der künstlerischen Fotografie bekannt wurde. Nach der Überlieferung aus dem Jahr 1925 dürfte er weitere Studien in Kopenhagen, Zürich und Berlin betrieben haben, zumindest für die Berliner Zeit wird Professor Paul Friedrich Meyerheim (1842-1915) genannt, ein Maler und Grafiker, der seit 1887 einen Lehrstuhl an der Akademie für Bildende Künste Berlin inne hatte.
Sein späterer „beruflicher Werdegang“ ist nur zeitweise durch Anstellungen als Zeichenlehrer – u.a. Zeichen-Akademie in Hanau, Freiburger Gewerbe-Akademie und am Fuldaer Gymna-sium und Lyzeum – belegt. Er lebt und arbeitet überwiegend als selbstständiger Maler an unterschiedlichen Orten und kommt sogar 1910 nach Gersfeld, um nach knapp einem Jahr nach Bremen zu ziehen. Von hier unternimmt er vor und während des Ersten Weltkriegs viele Reisen, die ihn auch für ein halbes Jahr in den Nahen Osten führten. Richtig „sesshaft“ wird er erst seit 1919, als er in Fulda für das eine Jahrzehnt die zweite Frau und für den Rest des Lebens die Wirkungsstätte, wohl auch neue Heimat findet.

Eintritt: 1,00 €

Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen und im Museumsshop erhältlich.
__________________________________________________________________________

„Zur Beförderung des geselligen Vergnügens ...“ - Der Fuldaer Bürgerverein im 19. Jahrhundert

Maskenball des Bürgervereins 1884, Foto: Stadtarchiv Fulda7. Dezember 2007 bis 27. Januar 2008
Dass sich einige Männer im Sommer 1832 öfter in einem Fuldaer Lokal trafen und wohl auch Politisches diskutierten, war schon auffällig, dass diese Treffen in die Gründung eines Vereins zur „Beförderung der geistigen Ausbildung und des geselligen Vergnügens durch Schriften und mündliche Unterhaltung“ mündeten, hatte etwas Ungeheuerliches. Was heute banal klingt – fröhlich beieinander sitzen und sich über das tägliche Geschehen unterhalten – war in den unruhigen Jahren um 1830 höchst verdächtig. Denn obwohl sich der Bürgerverein betont unpolitisch gab, beobachtete die kurhessische Regierung die junge Vereinigung genau.

Die Ausstellung zeigt, in welcher Situation Fulda am Anfang des 19. Jahrhunderts war, wer zu den Gründungsvätern des Vereins zählt und wie man sich „geselliges Vergnügen“ im 19. Jahrhundert vorstellen kann. Neben der aufkeimenden geselligen Kultur des Bürgertums steht dabei die beginnende bürgerliche Emanzipation.

Die Sonderausstellung findet in der kulturgeschichtlichen Abteilung der Dauerausstellung statt, die eigens umgebaut wird. Bekannte Exponate aus dem Rundgang Kulturgeschichte des Vonderau Museums – wie der prächtige rekonstruierte Festsaal des Bürgervereins – werden dabei einmal aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Hinzu kommen zahlreiche originale Exponate zum Bürgerverein, vom alten Protokollbuch bis hin zu den Plänen des Vereinshauses in der Rabanusstraße, das in den 1950er Jahren abgerissen wurde.

__________________________________________________________________________

Wilhelm Rauscher (1864 – 1925)
Der Päpstliche Hofjuwelier, Hof- & Domgoldschmied in Fulda


8. Februar bis 27. April 2008

Tradition und Innovation, Kunsthandwerk und Industrialisierung – Gegenpole, die Rauschers Leben und Wirken im Zeitalter gesellschaftspolitischer Spannungen Reichsgründung und Weimarer Republik beschreiben.
Im Jahre 1864 in Aachen geboren wuchs Wilhelm Rauscher in eine Gesellschaft hinein, in der bewußt religiöses Leben, einhergehend mit katholischer Frömmigkeit erneuert wurde. Allerorts entstanden Gotteshäuser vorwiegend im vorreformatorischen Stil, Kirchenschätze wurden restauriert oder durch Neuerwerbungen erweitert. Die damit verknüpfte gesteigerte Wertschätzung und Pflege sakraler Kunstgüter kam auch dem Goldschmiedehandwerk zugute. Viele Werkstattgründungen von auf Sakralkunst spezialisierten Goldschmieden waren die Folge.

Im Rheinland fand die Entwicklung die stärkste Ausprägung. Hier lernte und arbeitete Rauscher in renommierten Ateliers bei Reinhold Vasters in Aachen, bei Franz Xaver Hellner in Kempen und schließlich in der Trierer Firma Brems-Varain.

Mit den gesammelten Erfahrungen zog es Rauscher 1892 in die Bischofsstadt Fulda, wo er eine Werkstatt gründete, die er anfangs gemeinsam mit dem Goldschmied Ferdinand Lürenbaum betrieb, und die schließlich drei Generationen existierte.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten erlangte er schon bald die Gunst der Fuldaer Bischöfe und überzeugte viele Geistliche, Adelige und Privatiers im In- und Ausland von seiner Kunstfertigkeit. Der Limburger Bischof Dominikus Willi, Ludwig Szely, Domherr des Györer Domkapitels, Fürst Franz Josef von Isenburg-Birstein, die Landgräfin Anna von Hessen, sowie die Züricher Familie Lang-Schleuninger zählten zu seinen treuen Kunden und bedachten die Werkstatt Rauscher mit Aufträgen, die teils von den gewöhnlichen, oft stereotypen Bestellungen abwichen. Sie ermöglichten Rauscher traditionelle, für einen guten Goldschmied entscheidende Qualitäten unter Beweis zu stellen.

Jedoch nicht allein Kunstfertigkeit, namhafte Klientel und die Anhäufung von Titeln machten Rauscher zu einem der bekanntesten Goldschmiede für Sakralkunst im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts. Wesentlichen Anteil hatten sein kaufmännisches Geschick und die innovativen, inhaltlich und künstlerisch perfektionierten, mehrsprachigen Bestellkataloge, mit deren Hilfe er weltweit potentielle Kunden von den USA bis nach Japan und Afrika erreichte. Die Kataloge bilden eine Kombination aus kunstvollen Schmuckblättern für ausgewählte Kunden und den seinerzeit eher in der Industrie zur Vermarktung von Fabrikerzeugnissen bekannten Katalogen.

Eine Ausstellung des Vonderau Museums Fulda, des Dommuseums Fulda, des Dommuseums Frankfurt und des Diözesanmuseums Limburg

Eintritt: 3,00 €

Der Flyer zur Ausstellung zum Download: Ausstellungs-Flyer (pdf-Datei 1,1 Mb)

Begleitprogramm:
Sonntagsführung um 15.00 Uhr
Treffpunkt: Foyer des Vonderau Museums,
in der Zeit der Ausstellung vom 8. Februar bis 27. April 2008
__________________________________________________________________________

Die faszinierende Welt der Spinnen

27. März bis 12. Mai 2008

Fast jeder von uns ist schon einmal erschrocken, wenn eine Spinne unvermutet im Sauseschritt über den Boden krabbelt. Während die Einen sich allein bei dem Gedanken an die kleinen behaarten Geschöpfe ängstigen, finden andere sie nützlich, interessant oder im wahrsten Sinne des Wortes unheimlich schön. Spinnen wecken beim Betrachter die unterschiedlichsten Gefühle.

Einige der rund 84000 verschiedenen Arten von Spinnentieren, zu denen beispielsweise auch die Skorpione und Milben zählen, sind gefährlich. In unseren Breiten gibt es jedoch keine „Killer“. Die wirklich giftigen Gattungen und Arten leben meist in den tropischen Regionen unserer Erde.

Einen lebendigen und faszinierenden Einblick in die Welt der Spinnentiere ermöglicht die Sonderausstellung „Faszinierende Welt der Spinnen“. In über 30 naturnah eingerichteten Terrarien werden neben der größten Spinne der Welt, der Brasilianischen Vogelspinne, und der so genannten Schwarzen Witwe, auch gewaltige Hundert- und Tausendfüßler sowie der riesige afrikanische Skorpion Pandinus Imperator lebend gezeigt.

Überzeugen Sie sich selbst davon - diese Geschöpfe werden Sie durch ihre ganz besonderen und einzigartigen Eigenschaften und Fähigkeiten faszinieren:
eine Lebendschau, die auch Bewunderung für diese ganz besonderen Kreaturen erweckt!

Eintritt
Erwachsene:     4,50 €
Kinder ab 6 Jahren: 3,00 €
Schulklassen und Gruppen ab 15 Personen je 2,50 €
Familie (2 Erwachsene + Kinder):     10,00 €

__________________________________________________________________________

Codex Eberhardi, Fulda, Mitte 12. Jh., Abschrift 14. Jh., Staatsarchiv Marburg, Fuldaer Kopiare Nr. 427, fol. 224v/225rDer Codex Eberhardi

NUR am Mittwoch, 11. Juni 2008!!

Der Codex Eberhardi, eine der wichtigsten Fuldaer Handschriften des Mittelalters kehrt für einen Tag an seinen Ursprungsort zurück!

Vor wenigen Wochen hat die Historische Kommission für Hessen den dritten und letzten Band der Edition des Codex Eberhardi, den lange erwarteten umfangreichen Index, vorgelegt. Dies bietet die einmalige Gelegenheit, einige der schönsten und für die fuldische Geschichte interessantesten Blätter dieser berühmten Handschrift des Mönchs Eberhard von Fulda im Vonderau Museum auszustellen.

Die Handschrift wird für die Öffentlichkeit nur am 11. Juni 2008 von 10.00 bis 19.00 Uhr im Rahmen
der Dauerausstellung im Vonderau Museum zu sehen sein (Eintritt: 3,00 €)

Festvortrag zur Tagesausstellung "Der Codex Eberhardi"
Mi. 11.06.2008,    19.00 Uhr
        Der Codex Eberhardi
Referent: Dr. Heinrich Meyer zu Ermgassen

Die Einladung zu dieser Veranstaltung zum Download als pdf-Datei (172 kb)

Informationen zu der dreibändigen Edition des Codex Eberhardi:
Mit der Edition des Codex Eberhardi des Klosters Fulda und dem Index dazu wird erst-mals die vollständige Ausgabe einer der wichtigsten Quellen zur Geschichte Fuldas im frühen und hohen Mittelalter vorgelegt.
Entstanden ist der Codex in Fulda zur Zeit Abt Markwarts (1150-1165) auf Initiative ein-zelner Konventsmitglieder. Schreiber war der Mönch Eberhard. Seine Pergamentschrift ist eines der aufwendigsten und umfangreichsten Kopialbücher des hohen Mittelalters über-haupt; sie besteht aus zwei Bänden von insgesamt 740 Seiten und ist reich mit Buch-schmuck ausgestattet.
Zum Inhalt hat sie Abschriften aus dem Klosterarchiv: Papst-, Kaiser- und Privaturkun-den von der Gründung des Klosters 744 an sowie urbarielle Aufzeichnungen. Besonders wichtig sind Eberhards regestenartige Kurzfassungen oder „Summarien“ der acht karolin-gischen Traditionscodices, deren Originale bis auf ein Cartular heute verloren sind. Diese Schenkungslisten enthalten Nachweise über den riesigen Grundbesitz des Klosters, der sich bereits im 9. Jahrhundert von Friesland bis Schwaben und vom Elsass bis Thüringen erstreckte; sie enthalten zahlreiche Ersterwähnungen deutscher Ortschaften.
Nicht ganz unproblematisch ist diese Quelle allerdings: Eberhard hat seine Vorlage teil-weise überarbeitet, sie gelegentlich verfälscht, ja einige Urkunden selbst erfunden; daher gilt sein Werk als „Gipfel der Unzuverlässigkeit“. Anhand der nun vorgelegten Edition und des minutiösen Index wird es möglich, Eberhards Arbeitsweise genauer auf die Spur zu kommen. Über seine Absichten äußert sich der Fuldaer Mönch mehrfach: Sein Codex soll in erster Linie „Propagandamittel“ sein zur Abwehr weltlicher Übergriffe auf sein Kloster.
Der Codex Eberhardi ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für den Mittelalter-Forscher, ins-besondere für Kirchen-, Rechts-, Verfassungs- und Wirtschaftsgeschichte, für Landes- und Ortsgeschichte so wie für die Urkundenforschung.

Erster und zweiter Band: Textedition, dritter Band: Index.
Herausgegeben und bearbeitet von Heinrich Meyer zu Ermgassen (Veröffentlichung der Historischen Kommission für Hessen Bd. 58/1-3)
1. Bd. XVIII und 338 S., 1995, ISBN 2-7708-1044-9. € 32,00
2. Bd. XIV und 362 S., 1 farbige Abb., 1996, ISBN 3-7708-1059-7. € 32,00
3. Bd. XXVI und 421 S., 2007, ISBN 978-7708-1313-1. € 32,00
Bd. 1-3 zusammen € 78,00

An der Museumskasse erhältlich und auch bei:

Historische Kommision für Hessen
Friedrichsplatz 15, 35037 Marburg
Telefon: 06421-9250-0, Fax: 06421-161125
e-mail: hiko-marburg@web.de
http://www.hiko-marburg.de

__________________________________________________________________________

Plakat zur Ausstellungartist 2008

18. Mai bis 15. Juni 2008

Das Vonderau Museum öffnet seine Pforten für die Kunstschaffenden der Region!
Eine geplante Ausstellungsreihe bietet den im Fuldaer Raum lebenden Künstlern eine neue Möglichkeit ihr Werk im Vonderau Museum einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Aus Gesprächen mit vielen an einer Einzelausstellung im Museum besonders interessierten Künstlern ist diese Idee entstanden; einmal jährlich die Räume des Museums jeweils sechs Künstlern zur Verfügung zu stellen. Eine kleine Gruppenausstellung, die dennoch anstrebt im Sinne einer individuellen Schau das Werk jedes Einzelnen herauszuarbeiten. Jeweils zwei Künstler gestalten gemeinsam ihre Schau in einem der großen Sonderausstellungsräume des Vonderau Museums. Damit wird sie gleichzeitig zu einem künstlerischen Austausch, zu einer zwangsläufigen und direkten Auseinandersetzung mit dem Werk des Anderen führen. Diese Erfahrungen, neben anderen Themen, die das Kunstschaffen unserer Region und darüber hinaus betreffen, werden in den veranstalteten sonntäglichen Gesprächen der Künstler mit den interessierten Besuchern sicher zur Sprache kommen können.
In diesem Jahr stellen aus:

Ulrich Barnickel und Hartmut Krüpe-Silbersiepe
Peter Henryk Blum und Dieter Alsheimer
Joanna Skurska und André Druschel

Die Ausstellung wird am Internationalen Museumstag eröffnet.
Bericht über die Ausstellungseröffnung bei schoene-nachrichten.de.

Künstlergespräche
So. 25.05.2008    15.00 Uhr
Gespräche über Kunst mit den Künstlern Dieter Alsheimer und Ulrich Barnickel.

So. 01.06.2008    15.00 Uhr
Gespräche über Kunst mit den Künstlern Peter Henryk Blum und André Druschel.

So. 15.06.2008    15.00 Uhr
Gespräche über Kunst mit den Künstlern Joanna Skurska und Hartmut Krüpe.

Eintritt: frei

__________________________________________________________________________


„Hommage an Fulda" - Galerie 21

Hommage an Fulda - Galerie 2122. Juni bis 20. Juli 2008

Der Fuldaer Förderkreis Galerie 21 e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, förderungswürdigen Künstlern die Möglichkeit zu geben, sich und ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren und sie zu ermutigen, ihrem künstlerischen Talent und ihrer Weiterentwicklung eine Chance zu geben.

Damit setzt der Förderkreis die Tradition des „Jungen-Kunstkreises Fulda” fort, der von 1958 bis 1972 richtungweisend in der Fuldaer Kunstszene war. Zu seinen Mitgliedern zählen auch heute noch einige der damaligen Mitglieder.

Der Förderkreis Galerie 21 e.V. organisiert in regelmäßigen Abständen Ausstellungen, präsentiert werden Arbeiten Fuldaer und auswärtiger Künstler. In jedem Jahr wird zusätzlich eine Ausstellung realisiert mit allen Künstlern, die bisher in der Galerie 21 ausgestellt haben, und zwar in verschiedenen Städten mit dem Thema „Hommage an die jeweilige Stadt“. So wird jedem Künstler eine überregionale Plattform geboten.

Ihre „Hommage an Fulda“ werden die folgenden Künstler umsetzen und präsentieren:
Karl Oskar Aha (Fulda), Anita Badenhausen (Schwalmstadt), Rudi Benz (Fulda), Toni Burkhart (Nürnberg), Karl Eichler (Fulda), Hans Göbel (Frankfurt), Erich Gutberlet (Großenlüder), Bernd Haspel (Fulda), Rolf Günther Herchen (Petersberg), Pedro Herzig (Hofbieber), Annette Horn (GB, Nürnberg), Verena Kühnlein (Fulda), Hilli Neidert (Fulda), Bärbel Stückradt Nikutta (Fulda), Karin Priwitzer (Fulda – Berlin), Thomas Peter Schardt (München), Dr. Verena Wagner Pfisterer (Berlin), Johannes Wießner (Fulda), Heiner Wolff (Fulda), Willy Weihreter (Nürnberg) und Special Guest: Itai Nyama (Simbabwe).

Eintritt frei

_________________________________________

Ausstellungen 2007

_________________________________________

Kinder und WeihnachtenKreative weihnachtliche Ideen, umgesetzt von Schülerinnen, Schülern und Erwachsenen

1. Dezember 2007 bis 6. Januar 2008

Weihnachten ist noch immer ein bedeutendes Familienfest mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Da in den Schulen Weihnachten immer häufiger als Thema fächerüber-greifend im Deutsch-, Mathematik-, Sachkunde-, Religions- und Kunstunterricht behandelt wird, hat Oberbürgermeister Gerhard Möller nach den Sommerferien einen Schülerwettbewerb des Vonderau Museums ausschreiben lassen. 11 Klassen und 1 Kunst-Kurs mit über 200 Schülerinnen und Schülern haben teilgenommen.Die liebevoll und kreativ umgesetzten weihnachtlichen Ideen der Grundschüler, Jugendlichen und Erwachsenen werden nun in einer Sonderausstellung im Vonderau Museum präsentiert. Die Klassen 2a (Klassenlehrerin Marlis Felber) und 2b (Klassenlehrerin Monika Noak) der ABC-Land-Schule Maberzell haben die Gold- und Silbersternchen-Dekoration für den Weihnachtsbaum gebastelt, die Klasse 4c (Klassenlehrerin Iris Päch) der Bonifatius-Schule Horas, die Klassen 4 und 9 (Kunstlehrerin Hilli Neidert) der Don-Bosco-Schule Künzell und die Klassen 1c (Klassenlehrerin Barbara Schäfer) und 2a (Klassenlehrerin Annette Bauer) der Fliedetalschule Flieden haben Engel als Skulpturen, Zeichnungen und als „fliegende“ Engel künstlerisch umgesetzt, die Klasse 4a (Klassenlehrerin Kerstin Schönherr) der Adolf-von-Dalberg-Schule hat ein großes weihnachtliches Brettspiel „Mensch freue Dich“ entwickelt und hergestellt und die Klassen 1a und 1b (Klassenlehrerinnen Stefanie Semmler und Silke Bott-Schäfer) der Ritter-von-Haune-Schule Burghaun haben ihre Lieblings-Weihnachtsgeschichte auf Transparentpapier als „Film“ für ein Guckkastenkino erstellt. Die Schülerinnen der Klasse FS1 (Klassenlehrerin Susanne Diehl) der Fachschule für Sozialpädagogik  an der Marienschule haben ihre Ideen zu Weihnachten als ein Fest mit vielen Vorstellungen fantasievoll für Kinder umgesetzt: symbolisch als ein Weg, als Stille Nacht und Schrille Nacht, als Engels-Quartett, als besonderes Geschenk mit Guckloch zum Hineinschauen, als Puzzle und als Weihnachtsbäume, die einmal ganz anders aussehen.Rezept Festliche Weihnachtssuppe (Frau Krenzer)Und da zu Weihnachten auch immer ein leckeres Festmahl gehört, haben die erwachsenen Malschülerinnen der Künstlerin Verena Kühnlein (weitere Infos auf der Hompage: www.verenz.de ) eins ihrer Lieblingskochrezepte in ein weihnachtliches Kunstwerk verwandelt: mit leuchtenden Acrylfarben, Spachtel, Tusche und Feder sind künstlerische Weihnachts-Kochrezepte entstanden, die man in der Ausstellung als kleine Rezept-Postkarten auch mitnehmen kann. (Zur Großansicht des Rezeptes (150 kB) bitte auf nebenstehendes Bild klicken).Eröffnet wurde die Sonderausstellung durch Oberbürgermeister Gerhard Möller am Freitag, 30.11.2007, 18.00 Uhr, in der Kapelle des Vonderau Museums. Musikalische Umrahmung mit dem Kinderchor St. Bonifatius Fulda unter der Leitung von Reinhold und Brigitte Feldmann mit traditionellen und modernen Weihnachtsliedern.Eintritt frei!

 

__________________________________________________________________________

"Frauenzimmer und Mannsbilder" - Querschnitt 2007 des Kunstvereins Fulda e. V.

24. August bis 14. Oktober 2007

Das Thema der mittlerweile zum 10. Mal stattfindenden traditionellen Querschnitt - Ausstellung lautet „Frauenzimmer und Mannsbilder“. Die Künstlerinnen und Künstler des Kunstvereins Fulda e.V. zeigen in dieser  Ausstellung aktuelle Kunstwerke, die in diesem Jahr entstanden sind. Es wird ein repräsentativer Querschnitt des künstlerischen Schaffens der Künstler/innen aus der Region Fuldas vorgestellt. In den Bereichen Skulptur, Malerei und Grafik werden die von einer Fachjury ausgewählten Werke präsentiert.Eintritt frei!

__________________________________________________________________________

"Eins in die Presse" - Der Fotograf Günter ZintBerlin 1968 - Günter Zint / PANFOTO

24. August bis 14. Oktober 2007

Günter Wallraff über seinen Freund Günter Zint:"Günter Zint ist nicht nur einer meiner zuverlässigsten Freunde, sondern auch einer der „letzten Menschen", die ich kenne. Er ist trotz seiner Professionalität und seines fotografischen Könnens nicht nur Augenzeuge der Vorgänge, sondern meist auch Betroffener. Nur scheinbar agiert er als Beobachter und Reporter, fast immer ist er Teil des Geschehens. Er fotografierte noch den auf ihn niedersausenden Gummiknüppel. Angriffen stellt er seine Kamera entgegen. Bevor Zint fotografiert, sich auf die Technik seiner Ausrüstung verlässt, nimmt er selbst am politischen Geschehen teil, ob das nun in einer Kinderladen-, Stadtteil- oder Mieterinitiative ist oder wenn er sein Engagement im Kampf der Atomkraftgegner durch seine Arbeit dokumentiert. [...]Durch Teilnahme am Geschehen bringt Günter Zint andere Fotos in die Redaktionen als seine Kollegen, die ihre Professionalität darin sehen, immer den coolen Überblick zu behalten. Diese teilnehmende Beobachtung nimmt seinen Fotos den voyeuristischen Aspekt, was besonders bei seinen „Kiez-Fotos" auffällt. [...]Er zeigt Ausbeutung, Elend, Verzweiflung und Prostitution auf St. Pauli, so daß diese Fotos Voyeuren keinerlei Lustgewinn bieten können, und er zeigt das Menschliche, wo immer es ihm möglich ist. Günter Zint arbeitet in den meisten Fällen ohne Auftrag, und er braucht keinen Auftrag, um sich zu engagieren. [...]In einer fernen Zeit, die wir wohl nicht erleben werden, wird das alles, was er heute dokumentiert und mit erschreckender Deutlichkeit fixiert, als Kunstdokument vergangener Zeiten an die Unterdrückungen und Ausbeutungen dieser Epoche erinnern. Aber erst wenn das, was heute in Wackersdorf, Gorleben, Brokdorf, Duisburg, Passau, Hoyerswerda, Solingen, Rostock-Lichtenhagen und Mölln geschah und geschieht, nur noch dunkle Flecken in unserer Geschichte sein werden, erst dann werden solche Fotos wie Kunstwerke in Museen zu besichtigen sein."Günter Wallraff im April 2007BiografieGünter Zint ist am 27.6.1941 in Fulda geboren und dort aufgewachsen. 1959 begann er ein Volontariat bei der Deutschen Presse Agentur (dpa) und wurde in Frankfurt, München und Berlin zum Bildredakteur ausgebildet. Anschließend ging er nach Skandinavien und arbeitete von dort als Fotograf für QUICK und TWEN. In den Sechziger Jahren beobachtete er die Musikszene in London, Berlin und Hamburg. 1964 gründete er die Fotoagentur PAN-FOTO in Hamburg. Dort arbeitete er schwerpunktmäßig im STAR-CLUB und für verschiedene Schallplattenfirmen.Mit der zunehmenden Politisierung der Studentenbewegung machte er in der zweiten Hälte der Sechziger Jahre auch politische und subkulturelle Reportagen.In den Siebziger und Achtziger Jahren arbeitete er zusammen mit Günter Wallraff und illustrierte die Bücher DER AUFMACHER und GANZ UNTEN. Außerdem entstanden viele Dokumentationen über die politischen und kulturellen Jugendbewegungen. Es entstanden über 40 eigene Fotobücher, die fast alle vergriffen sind. Seine Agentur PAN-FOTO liefert Bildmaterial für viele weitere Buchproduktionen.Eintritt: 1 EuroFührungen:Freitag, 12.10.2007 um 17.00 UhrGünter Zint führt persönlich durch seine Foto-AusstellungSonntag, 14.10.2007 um 15.00 Uhr"Leichte Schläge" - Günter Zint führt persönlich durch seine Foto-AusstellungBegleitend zur Ausstellung erscheint ein neuer Band "Zintstoff" von Günter Zint beim heimischen Imhof-Verlag aus Petersberg. Weitere Informationen und die Möglichkeite der Vorbestellungen erhalten Sie hier ...mehrArtikel und Bilder von der Ausstellungseröffnung bei schoene-nachrichten.de und bei osthessen-news.de

__________________________________________________________________________

Staatssicherheit - Garant der SED-Diktatur

14. September bis 7. Oktober 2007

Die Wanderausstellung der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) wurde 1996 primär zur Information in den alten Bundesländern erarbeitet. Sie war bislang in über 60 Städten, auch in Ländern des ehemaligen Ostblocks - zuletzt in Riga, der Hauptstadt Lettlands - zu sehen und wurde von mehr als 230.000 Interessenten besucht.Die Ausstellung dokumentiert die Geschichte des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der ehemaligen DDR, erläutert die Struktur, die Methoden und die Wirkungsweise des MfS und beschreibt seine Rolle als existenzielle Stütze des SED-Regimes. An ausgewählten Beispielen wird das menschenrechtswidrige Vorgehen des MfS gegen Andersdenkende nachgezeichnet, die langfristigen Folgen dieser Unterdrückungspolitik werden sichtbar gemacht.Das abschließende Kapitel befasst sich mit dem Sturz der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED)-Diktatur durch die friedliche Revolution von 1989.Aufgezeigt wurden auch die rechtlichen Grundlagen und die Arbeitsfelder der Behörde der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen (BStU).Begleitend zur Ausstellung wurde ein Vortrag und eine Lehrerfortbildungsveranstaltung angeboten. Während der Ausstellungszeit standen zwei fachkundige Mitarbeiter-/innen der Behörde für Führungen und Gespräche zur Verfügung.Eintritt frei!Artikel und Bilder von der Ausstellungseröffnung bei osthessen-news.de

__________________________________________________________________________

Parallel Visions

Ausstellungsplakat23. Juni bis 29. Juli 2007

SYNE heißt der Zusammenschluss von professionellen Delaware Valley Künstlern, deren internationale Sonderausstellung „Parallel Visions“ im Vonderau Museum präsentiert wird. Die griechische Silbe „Syn“ bedeutet „mit, zusammen, gemeinsam“ und seit Gründung von SYNE im Jahr 1992 hat die Künstler-gruppe diese Bedeutung als Fokus ihrer Arbeit beibehalten.

Unter der Leitung von „Sister Cities of Wilmington“ hat SYNE bisher mehrere lokale und internationale Ausstellungen verwirklicht und die Möglichkeit erhalten, ihr Werk in Übersee zu präsentieren und dabei Künstler aus den Partnerstädten in England, Schweden und in Deutschland zu treffen.
Unter dem Motto und Thema „Parallel Visions“ hat SYNE die ehrgeizige Aufgabe übernommen, Künstler aus sechs verschiedenen Ländern mit deren Werken zusammen zu bringen und zwar aus Wilmingtons Partnerstädten Fulda, aus Kalmar/Schweden, Watford/England, Osogbo/Nigeria und aus Olevano sul Tusciano/Italien. Ihr neues Partnerstadt-Verbindungsprojekt „Parallel Visions“ hat ihnen die Gelegenheit gegeben, als Gastgeber Künstler aus der ganzen Welt einzuladen und deren Werke der Öffentlichkeit in Wilmington vorzustellen.
 
Nun präsentiert das Vonderau Museum die Werke der amerikanischen Künstlerinnen und Künstler Margo Allman, Carla Lombardi, Helen Mason, Deborah Stelling, Valetta, Mitch Lyons, Ken Mabrey und Rick Rothrock in „paralleler Vision“ zu den Werken der aus Fulda eingeladenen Künstlerinnen und Künstler Veronika P. Dutt, Petra Lange, Joanna Skurska, Ulrich Barnickel, Peter H. Blum, Predrag Hegedüs, Gideon H. Krüpe, Michael Mohr, Walter M. Rammler und Leszek Skurski sowie je ein Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers aus den anderen Partnerstädten Wilmingtons.

Eintritt frei!

Artikel mit Fotos von der Ausstellungseröffnung unter: www.schoene-nachrichten.de

__________________________________________________________________________

Geheimnisvolle Masken aus der Rhön

24. November 2006 bis 25. März 2007

Die Ausstellung der Volkskundlichen Sammlung des Hessischen Landesmuseums stellt neben einer kleinen Sammlung von Masken aus Süddeutschland, Schweiz und Österreich vorwiegend Holzmasken aus der Rhön vor. Aus letzterem Gebiet, einer noch nahezu unbekannten Fastnachtsregion, werden über 100 Exponate gezeigt. Dieses bayrisch-, hessisch-thüringische Grenzgebiet ist die nördlichste Fastnachtshochburg Deutschlands, in der die Akteure Holzmasken tragen.

Der Fasching beginnt hier oft schon kurz nach "Heilige Drei Könige" und zieht sich mit seinen Nachfeiern bis in die erste Woche der Fastenzeit. Die Brauchträger dieser über lange Zeit unorganisierten "Foasenocht" waren früher die Mitglieder der Dorfburschenschaften und heute die der örtlichen Vereine. Bei ihren "Heischegängen" von Haus zu Haus, um an Geld, Naturalien wie Wurst, Eier, Fleisch und Alkohol heranzukommen, imitierten sie gern bekannte, Geld einnehmende Personen wie Ordensbrüder, jüdische Hausierer, Akrobaten und Bärentreiber.

Der Rhöner Brauch, an Fastnacht Holzmasken auszusetzen, reicht bis in die 1840er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück und verdankt seine Entstehung den demokratischen Bestrebungen der Bürger von Oberelsbach. Später erhielt der Brauch Vertretung durch die Schüler der neuen Holzschnitzschule in Bischofsheim.

Die überwiegend der barocken Tradition verhafteten Masken, meist Männer- und Frauengesichter, sind in der Regel sogenannte Glattlarven, die durch ihre Vielfalt beeindrucken. Unter den Vermummten gibt es Span- und Strohmänner , "Debudel", Jüde", Hanswurste, Clowns und spezielle Lumpenmasken wie den "Schlapper" und das "Schlappmaul". Letztere können sogar de Unterkiefer bewegen. Einige der Larven, insbesondere die alten aus Bischofsheim, lassen sogar formale Abhängigkeiten zum alpinen Bereich vermuten.

Auffallend ist noch die hohe Anzahl von "Judenantlitzen", welche zwar die Sichtweise der ortsansässigen Christen entstammen, aber nicht wie die "Stürmer-Fratzen" der NS-Zeit Juden in antisemitischer Weise persiflieren.

Hierbei stellt das Kostüm des "Blaue Jüd" eine weitere Besonderheit dar, das auf eine historische Aufführung "Der Auszug der Kinder Israel aus Ägypten" im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Dieser Brauch zieht heute noch den gesamten Ort Weisbach in seinen Bann und verbreitet dort geradezu eine festliche Stimmung. Um eine authentische Brauchdeutung zu erhalten, wurden für die Ausstellung auch die Nachkommen der ehemaligen Weisbacher Juden in Nord- und Südamerika befragt.

Des weiteren korrigieren Ausstellung und Katalog, der u.a. eine Aufstellung der Rhöner Maskenschnitzer seit dem 19. Jahrhundert bietet, die Behauptung, dass die Rhöner Fastnacht eine reine Männerangelegenheit gewesen sei.

Eine Ausstellung des Hessischen Landesmuseums Darmstadt.

Eintritt: 1,00 €

__________________________________________________________________________

Herbert Aulich - RetrospektiveArbeiten aus 5 Jahrzehnten

13. Januar bis 18. Februar 2007

ohne Titel (2005), Acryl und Fotocollage, Papier, 35 x 48 cmZum Werk von Herbert Aulich

Herbert Aulichs (*1927 Wüstendorf/Breslau) Kunst charakterisiert sich im weitesten Sinne durch konstruktive Konzepte zwischen strenger Geometrie und intuitiver Konkretion. Der Künstler ging zunächst an die Werkkunstschule in Hannover und nahm u.a. Unterricht bei dem namhaften Maler Carl Buchheister, der seine ab 1956 entstehenden Arbeiten beeinflusste.

Ab 1962 begann der Künstler dann mit geometrisch gegliederten Kompositionen in unregelmäßigen und asymmetrischen Umrissformen. Längliche trianguläre und vieleckige Farbformen stehen in Transparenz und Addition zueinander.

Ende der 60er Jahre entstanden dann räumlich, illusionistische Kompositionen mit einer klar sachlichen Formensprache. Jetzt wurde dem Künstler auch die Linie als Diagonale und die Farbe in ihrer Kontrastwirkung wichtig, denn beides verleiht der Komposition Dynamik und Energie.

In den 80er Jahren kam ein neues Element in Aulichs Arbeiten. Gezeichneten Strukturen werden vielfach solche gegenübergestellt, die durch Manipulation entstanden sind. In den erzeugten Strukturen mischen sich Gesetzmäßigkeit und Zufall. Zusätzlich werden häufig in die Arbeiten Fotografien integriert, die im Detail, im Ausschnitt in Erscheinung treten.

Eintritt frei

__________________________________________________________________________

Libellen - „Jäger mit gläsernen Schwingen"

10. März bis 29. April 2007

Schon vor etwa 300 Millonen Jahren gab es Libellen. Auch im Braunkohletertiär der Sieblos-Schichten sind ihre Überreste erhalten geblieben. Libellen haben damals, wie heute über erstaunliche Anpassungen verfügt. So können sie als erwachsene Insekten beispielsweise rückwärts fliegen, weil sie ihre Flügel unabhängig voneinander bewegen können.
Die Tiere wechseln zwischen den beiden „Welten" Unterwasserlebensraum (als Larve) und Luftraum (als erwachsenes Insekt). Während ihre Lufthoheit nur wenige Wochen im Sommer andauert, kann die Larvalzeit mehrere Jahre betragen. Die gefräßigen Jäger sind unter Wasser stets auf der Lauer nach Nahrungstieren. Dies können kleinste Wasserflöhe oder auch Kaulquappen oder kleine Fische sein. Wenn die Libelle ausgewachsen ist häutet sie sich an Land zum fertigen Insekt. Zurück bleibt die leere Larvenhülle, Exuvie genannt. Auch die erwachsenen Libellen sind Jäger, die sich kilometerweit von „ihrem Heimatgewässer" entfernen können. Deshalb werden neu angelegte Gartenteiche auch sehr schnell durch die Pionierarten unter den Libellen besiedelt.

Die Ausstellung des NABU-Stadtverbandes Herne und des Vereins für Naturkunde in Osthessen zeigt die Phasen im Laufe eines Libellenlebens, die speziellen Anpassungen und die verschiedenen Libellen-Arten in den für sie typischen Lebensräumen, sowie die Faszination, die von diesen filigranen Flugakrobaten auf uns Menschen ausgeht.

Viele Arten sind akut in ihrem Bestand bedroht. Für ihre Kartierung und ihren Schutz setzt sich der Verein für Naturkunde in Osthessen ein. Dabei ist er auch auf Meldungen derer angewisen, die auch mit offenen Augen durch unsere Region gehen.

Eintritt 1,00 €

__________________________________________________________________________

Kulturelles Erbe bewahren - 40 Jahre Fuldische StiftervereinigungWilhelm Rauscher, Armreif, Kopie nach einem Original des 11. Jahrhunderts, Filigranarbeit, Gold, Fulda 1904

1. Juni bis 8. Juli 2007

Die Vorbereitungen und notwendigen Vorgespräche zur Gründung einer Fuldischen Stiftervereinigung reichen in das Jahr 1967 zurück.

Als die damaligen Initiatoren der Gründung dieser Vereinigung, die sich zur Sicherung fuldischen Kulturgutes für das Vonderau Museum und die Region den Erwerb von Kunstgegenständen und Zeugnissen der Volkskunst zur Aufgabe gestellt hatten, sind der damalige Stadtälteste Dr. Hermann Muth und der damalige Vorsitzende der Vereinigung der Freunde Fuldas,
Herr Josef Schneider, zu nennen.

Die förmliche Gründung der Fuldischen Stiftervereinigung wurde aber erst am 12. März 1968 vollzogen. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Josef Hans Sauer gewählt. Für Erwerbungen im Sinne des Vereinszwecks wurde ein Kuratorium eingesetzt, zu dessen Vorsitzenden damals
Dr. Hermann Muth und Dr. Helmut Schäfer gewählt wurden.

Seit Gründung der Fuldischen Stiftervereinigung hat diese zahlreiche wichtige Erwerbungen für das Vonderau Museum finanziert.

Eintritt frei!

__________________________________________

Ausstellungen 2006

__________________________________________

Leitmeritz - 60 Jahre Vertreibung

9. September bis 22. Oktober 2006

Fast 14 Millionen Deutsche, die infolge des 2.Weltkriegs in den Ostgebieten ihre Heimat verließen oder nach Beendigung der Kriegshandlungen zwangsweise verlassen mussten, stellten sicher eine der größten Herausforderungen im Nachkriegsdeutschland dar. Die Stadt, aber auch der Landkreis Fulda haben mit der Aufnahme und Integration von vielen Tausenden Neubürgern eine großartige Leistung erbracht. Es waren vor allem die mit einem der zahlreichen Massentransporte am 6. September 1946 in Fulda angekommenen 1.200 Sudetendeutschen aus Leitmeritz, die im öffentlichen Leben der Stadt Fulda sich durch ihre kulturellen Aktivitäten besonders auszeichneten und letztlich ihrer neuen Heimatstadt Fulda zur Partnerschaft mit dem nun tschechischen Litomerice verholfen haben.
Die kleine Gedächtnisausstellung versucht in drei Abschnitten das Thema zu umreißen. Am Anfang steht ein Ereignis aus der Geschichte der Vertreibung, die Ankunft des Zuges aus Leitmeritz in Fulda. Im nächsten Abschnitt steht im Zentrum der Betrachtung der Lebensraum der vertriebenen Deutschen, die Stadt Leitmeritz mit einem kurzen Abriss ihrer fast 800jährigen Geschichte und einem Einblick in ihre Gesellschaft aus der Zeit vor dem 2.Weltkrieg. Mit Hilfe von Kurzbiografien werden prominente Bürger aus Politik, Kultur und Wirtschaft vorgestellt.
Am Ende der Betrachtung steht der Beitrag der Vertriebenen zur Entwicklung der Stadt Fulda in der Nachkriegszeit, der im besonderen an erfolgreichen „Transfers", aber vielmehr noch an Neugründungen von Unternehmen durch die in Fulda heimisch gewordenen Vertriebenen exemplifiziert wird.
Die Ausstellung ist in Kooperation mit dem Fuldaer Freundeskreis Leitmeritz, dem Heimatmuseum Leitmeritz in Fulda und dem Regionalmuseum Leitmeritz (Okresni vlastivedne Muzeum Litomerice) entstanden.
Die Ausstellung wird gleichzeitig mit einer Wanderschau des Dresdener Brücke-Instituts gGmbH „Kde domov muj ... - Wo ist meine Heimat …" präsentiert.

Die Ausstellung wird eröffnet durch Oberbürgermeister Gerhard Möller mit musikalischer Begleitung durch das Kammerorchester der Jugend aus Fulda und Cantica bohemica aus Leitmeritz. Den Fachvortrag zur Ausstellung hält ein Vertreter von „Brücke/Most" aus Dresden.
Für das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung mit Konzerten, Vorträgen, Lesungen, Podiumsdiskussion, Filmvorführungen, vhs-Sprach- und Kochkursen sowie Exkursionen erscheint ein separater Veranstaltungsflyer. Download des Veranstaltungsflyer als pdf-Datei

__________________________________________________________________________

Kde domov muj... - Wo ist meine Heimat ...

9. September bis 22. Oktober 2006

Die Wanderausstellung der Brücke/Most-Stiftung präsentiert die deutsch-tschechische Geschichte unter dem besonderen Blickwinkel von Gemeinsamkeiten bis in die Gegenwart. Auf 60 Ausstellungstafeln wird die deutsch-tschechische Symbiose in Literatur, Musik und Bildender Kunst sowie in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik dargestellt. Die kulturelle Leistung der jüdischen Bevölkerung, die lange Zeit bis zu ihrer Vernichtung Mittler zwischen Tschechen und Deutschen in den böhmischen Ländern war, wird besonders gewürdigt.
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Persönlichkeiten, die sich auf beiden Seiten dem Nationalismus widersetzten und »Brückenbauer« zwischen Deutschen und Tschechen wurden. Sie waren Grenzgänger zwischen den Kulturen. Es ist das wesentliche Ziel der Ausstellung, diese Tradition bewusst zu machen und in die Zukunft fortzuführen in einem Europa, in dem Tschechen und Deutsche gleichberechtigte Partner und gute Nachbarn sind.

Die Brücke/Most-Stiftung wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und den anderen ostmitteleuropäischen Reformstaaten zu unterstützen und zu fördern.

Die Ausstellung wird eröffnet durch Oberbürgermeister Gerhard Möller mit musikalischer Begleitung durch das Kammerorchester der Jugend aus Fulda und Cantica bohemica aus Leitmeritz. Den Fachvortrag zur Ausstellung hält ein Vertreter von „Brücke/Most" aus Dresden.

__________________________________________________________________________

Sammlung Bernhard und Romy Fahr - Mittelalterliche Bildwerke

21. Oktober bis 12. November 2006

Der bekannte Fuldaer Apotheker Bernhard Fahr (1907-1982) hat seit Ende des 2. Weltkrieges eine bedeutende Sammlung sakraler Kunst zusammengetragen.

Besonderes Interesse dürften vor allem die aus dem Fuldaer Land stammenden sakralen Bildwerke des Mittelalters, wie eine ca. 82 cm große Holzskulptur des thronenden Erzbischofs Bonifatius (Fulda, um 1330) oder die anmutige Muttergottes mit Kind (Fulda, um 1480-90) erfahren, aber auch zahlreiche weitere nach Fulda lokalisierte Plastiken.

Nachdem die Erben des Ehepaars das Auktionshaus Nagel mit der Versteigerung der Sammlung beauftragt haben, bekommt das Vonderau Museum durch den Auktionator die einmalige Gelegenheit, die bedeutendsten Objekte dem Publikum in Fulda zu präsentieren, bevor der gesamte Bestand am
__________________________________________________________________________

Querschnitt 2006Ausstellung des Fuldaer Kunstvereins e. V.

27. Oktober bis 26. November 2006

Wie in den vergangenen Jahren wird wieder die bereits traditionelle Querschnitt-Ausstellung des Kunstvereins Fulda e.V., der die überwiegende Zahl der künstlerisch Tätigen in Fulda und Umgebung vereinigt, gezeigt. Sie präsentiert daher in einem repräsentativen Querschnitt das künstlerische und kunsthandwerkliche Schaffen in der Region Fulda.

__________________________________________________________________________

Weihnachtsausstellung „Zucker“

2. Dezember 2006 bis 7. Januar 2007

Was heute in jedem Haushalt selbstverständlich ist, war lange Zeit ein begehrtes Luxusgut für die Reichen: Zucker. Obwohl Zuckerrohr schon ab etwa 1500 weltweit auf Plantagen angebaut wurde, blieb Zucker ein Luxusgut. Erst durch die weitflächige industrielle Verarbeitung von Zuckerrüben wurde Zucker ab etwa 1850 langsam für breitere Kreise der Bevölkerung erschwinglich.

Bereits als 8-Jähriger begann er, bunt verpackte Zuckerwürfel zu sammeln. Diese Zuckerwürfel waren nicht nur Werbeträger für Cafés, Gaststätten und Hotels, sondern auch für Banken, Baustoffe, Kaffee-Sorten, Möbelhäuser, Versicherungen und Waschmittel.
Als die Zuckerwürfel von Zucker in Tütchen abgelöst wurden, sammelte er Zuckertütchen aus Fulda, Deutschland, Europa und der ganzen Welt. Mittlerweile hat Pfarrer Peter Sachs aus Schlitz, Nieder-Stoll, seine Sammlung durch Objekte rund um den Zucker mit Gerätschaften, Dosen, Geschirr, Werbeschildern aus Email sowie Werbe-Postkarten erweitert.

Eintritt frei

Mit seiner Sammlung wird sowohl eine kleine Kulturgeschichte des Zuckers präsentiert als auch eine kleine Geschichte der Werbung auf Zucker, mit Zucker und für Zucker.

Sonntagsführungen:
03. Dezember 2006 um 15.00 Uhr
17. Dezember 2006 um 11.00 Uhr
Treffpunkt: Museumsfoyer
Referent: Pfarrer Peter Sachs

________________________________________________

Rundgang 360
Veranstaltungskalender
von:
Error: Bitte geben Sie ein Datum ein.
bis:

Kontakt

Der Magistrat der Stadt Fulda
Schlossstraße 1
36037 Fulda
Telefon: 0661 102 1111

Kontakt: Bürgerbüro