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"Von Pfeffersäcken und Hungerleidern" - Geschichte(n) übers Essen und Trinken

Eröffnung: Mittwoch, 23. November 2016 um 19.00 Uhr

24. November 2016 bis 2. April 2017

Nichts hat die Entwicklung des Menschen und seiner Zivilisation so sehr beeinflusst wie seine Ernährung. Bedeutete gutes Essen zunächst einen körperlichen Vorteil, wurde es später auch zum Symbol für Wohlstand, zur Verbindung mit den Verstorbenen, zur Gabe für die Götter. Die Suche nach Nahrung brachte den frühen Menschen nach Europa und war auch für den modernen Menschen noch der Antrieb, neue Kontinente zu entdecken. Hunger prägte – und prägt noch – die Menschheitsgeschichte ebenso wie der Überfluss.

Seit der Vorzeit war das Herdfeuer immer auch Zentrum des Hauses und oft die einzige Wärmequelle. Vom einfachen Feuer bis hin zur Mikrowelle war es ein langer Weg, stets getrieben von der Suche nach effizienterer Energieversorgung und oft begleitet von dem Wunsch, Schmackhaftigkeit und Raffinesse der Zutaten zu erhöhen. Im Lauf der Jahrhunderte wandelten sich Küche, Gerätschaften und Tischsitten. Raffinierte Konservierungsmethoden wurden entwickelt, die Kochkunst wurde immer ausgefeilter. Neue Lebensmittel und revolutionäre Technologien veränderten unsere Welt nachhaltig.

Heute sind wir daran gewöhnt, dass Lebensmittel immer die gleiche Qualität haben, immer gleich schmecken und stets in ausreichender Zahl verfügbar sind. Doch unser Schlaraffenland hat auch seine Tücken: Völlerei, Verschwendung und Lebensmittelskandale – aber sind diese Probleme wirklich neu?

Anhand ausgewählter Exponate mit regionalem Bezug vermittelt die Ausstellung einen Überblick über die Ernährungsgeschichte der Menschheit und zeigt, dass Kultur ohne Essen unmöglich wäre.

Eintritt: 1,00 €

Begleitband

Cornelia Halm und Frank Verse
Von Pfeffersäcken und Hungerleidern
Geschichte(n) übers Essen und Trinken

Herausgegeben von Sabine Fechter. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Vonderau Museum vom 24.11.2016 - 02.04.2017
(Vonderau Museum Fulda - Kataloge, Bd. 45)
176 Seiten, Druck: Richard Mack, Mellrichstadt, 2016
ISBN 978-3-942112-25-3

19,95 € an der Museumskasse erhältlich

Begleitprogramm

Sonntagsführungen

Jeden Sonntag findet um 15.00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung statt (außer 1. Januar 2017).
Die letzte Führung findet zur Finissage am 02.04.2017 statt.


Kurzführung mit Vortrag

Do. 05.01.2017, 18.00 Uhr (Sonderausstellung und Kapelle)

Von Marktständen, Mahlzeiten und Küchenszenen – Essen & Trinken in der Malerei.“

Die Kunsthistorikerin Dr. Marion Feld stellt mit den beiden Gemälden „Brautschmaus in der Rhön“ und „die Gemüsehändlerin“ sowie weiteren Stillleben aus der Sammlung des Museums eine kleine Kunstgeschichte des Essens und Trinkens im 18. Jahrhundert vor.


Kuratorenführung

Mi. 25.01.2017, 18.00 Uhr (Sonderausstellung)

Von Pfeffersäcken und Hungerleidern – Geschichte(n) übers Essen und Trinken“

Kurator und Archäologe Dr. Frank Verse stellt in einem Rundgang durch die Sonderausstellung und mit einem Blick hinter die Kulissen die Konzeption und Ausführung der „Pfeffersäcke und Hungerleider“- Sonderausstellung vor.


Vortrag mit Verkostung,

So. 05.02.2017, 16.00 Uhr (Kapelle)

Slow Food – „Wissen, was man isst“

Die internationale Slow Food Stiftung für Biodiversität wurde 2003 in Italien ins Leben gerufen, um die biologische Vielfalt und gastronomische Traditionen rund um den Globus zu bewahren. Die gemeinnützige Stiftung setzt sich ein für eine nachhaltige Landwirtschaft, die auf die Umwelt, die kulturelle Identität der Gemeinschaft und das Wohlbefinden der Tiere Rücksicht nimmt. So unterstützt sie die Ernährungssouveränität des Menschen, selbst zu entscheiden, was man anbaut, erzeugt und isst. Slow food International gibt es bereits seit den 1980iger Jahren und in Deutschland feiert die Stiftung 2017 ihr 25jähriges Jubiläum.


Schauspieler-Rundgang mit kleinen Kostproben

Mi. 08.02.2017, 18.00 Uhr, (Nur mit Anmeldung unter Tel. 0661 – 102 3210. 5 ˜ / Person)

Vom Darben, Fasten und Schlemmen – Szenischer Rundgang durch die Ausstellung“

Mönch Eberhard, der im Scriptorium des mittelalterlichen Klosters Fulda nicht nur Urkunden, sondern auch heimlich Kochrezepte abschreibt, gewährt amüsante Einblicke in die Küche des Klosters und verrät, welche „Meeresgeschöpfe“ – dank Rabanus Maurus – an 150 Fastentagen gegessen werden durften. Was der Biber und der Kakao mit der Fasten-zeit zu tun haben, darüber kann der Haushofmeister des Fürstabts so einiges berichten. Während die Einen sogar beim Fasten schlemmten, mussten die Bürger und Bauern bei Brei und Suppe eher darben.


Tag der Fuldaer Brauereien mit Bier-Verkostung

Sa. 18.02.2017, 14.00 Uhr (Kapelle)

cervisiam bibat“ – (lat. für) „Man trinke Bier!“

So lautete eine Anweisung an deutsche Mönche aufgrund der schlechten Wasserqualität im Mittelalter. Damals wurde Bier aus Malz mit Kräutern gebraut und später dann durch das haltbarere Hopfenbier ersetzt. Bier war nicht nur Durstlöscher, sondern immer auch schon ein sättigendes Lebensmittel. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war Biersuppe ein nahrhaftes Frühstück.


Vortrag

Mi. 22.02.2017, 18.00 Uhr (Kapelle)

Wer isst wie und warum? – Eine kleine Soziologie des Essens“

Prof. Dr. Jana Rückert-John lehrt an der Hochschule Fulda im Fachbereich Oecotrophologie die „Soziologie des Essens“. Warum essen wir so wie wir essen – und welche Rolle spielt dabei die Gesellschaft? Was haben gegenwärtige Ernährungstrends mit dem Überfluss in der Gesellschaft zu tun? Das sind nur drei der Fragen, mit denen sie sich beschäftigt.


Kuratorenführung

Mi. 08.03.2017, 18.00 Uhr (Sonderausstellung)

Von Pfeffersäcken und Hungerleidern – Geschichte(n) übers Essen und Trinken“

Kurator und Archäologe Dr. Frank Verse stellt in einem Rundgang durch die Sonderausstellung und mit einem Blick hinter die Kulissen die Konzeption und Ausführung der „Pfeffersäcke und Hungerleider“-Sonderausstellung vor.


Vortrag

Sa, 11.03.2017, 14.00 Uhr (Kapelle)
„Geschichte(n) zum fuldischen Wein“ – Vom Spätlesereiter bis zur Pflege der Spätlese

Die Geschichte Fuldas ist auch ein Teil Weingeschichte, die in der Mitte des 8. Jahrhunderts mit den Rebhängen der Mönche am Frauenberg beginnt und 1775 mit der verspäteten Ankunft des Kuriers zur Entdeckung der Spätlese führt. Die Pflege der Spätlese in ihrer Einzigartigkeit ist ein besonderes Anliegen des Weinhistorischen Konvents Fulda e. V. Vortrag: Prof. Dr. Richard Hartmann. Mit Weinverkostung und musikalischer Begleitung durch das Menuettensemble des Weinhistorischen Konvents.


Vortrag (Kapelle)

Mi. 22.03.2017, 18.00 Uhr

Wertvoll. Sinnvoll. Das Beste aus der Rhön – Die Dachmarke Rhön“

Unter der „Dachmarke Rhön“ haben sich engagierte Rhöner Betriebe bei der Vermarktung von nachhaltig hergestellten und zugleich qualitativ hochwertigen Produkten nach dem Motto „Schutz durch Nutzung“ zusammengeschlossen.


So. 02.04.2017, 15.00 Uhr

Finissage mit Sonntagsführung


Presseberichte

Von der Feuerstelle bis zum Thermomix
Vernissage "Von Pfeffersäcken und Hungerleidern" im Vonderau Museum

Nina Sauer für osthessen-news.de vom 24.11.2016

Rundgang 360
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