Projekttag 2010 - Feuerwehrmann / Feuerwehrfrau für einen Tag

Stadt Fulda

Feuerwehr hautnah

Die Sirenen heulen los, Feuerwehrmänner rennen über den Hof – die Feuerwehr rückt zu einem Einsatz aus. Den diesjährigen Projekttag verbrachten die Auszubildenden der Stadt Fulda bei der Feuerwehr. Dabei nahmen sie am Dienstsport teil, hörten einen Vortrag über die Feuerwehr Fulda, wurden durch die Feuerwache geführt, bekamen die Leitfunkstelle genauer erläutert und erhielten Informationen zur Atemschutzübungsanlage. „Ein rundum gelungener Tag, der unseren Azubis viel Spaß gemacht hat und den wir in Zukunft sicher wiederholen werden“, zieht Petra Rößler als Ausbildungsleiterin der Stadt Bilanz.

Führung

In zwei Gruppen aufgeteilt wurden die Azubis von Werner Greve und Peter Kollmann, die für die Aus- und Fortbildung bei der Feuerwehr zuständig sind, in der Hauptwache herumgeführt. Dabei schauten sie sich neben verschiedenen Lagerräumen und Fahrzeughallen auch die „Muckibude“ sowie die Schreinerei an. Dort wurde ihnen erklärt, wie wichtig Fitness und handwerkliche Fähigkeiten seien. Gerade als sie den Hof besichtigten, rückte die Feuerwehr zu einem Einsatz aus. Dies kommentierte Peter Kollmann mit dem Satz: „Fahr langsam, wir haben es eilig!“, und erklärte den Gästen, dass sicheres Fahren die Voraussetzung für schnelles Erreichen des Einsatzortes sei. Während des Rundgangs durch die Fahrzeughallen erläuterte, er wie kostenaufwendig die Instandhaltung der Fahrzeuge sei. Allerdings räumte er ein, dass wenn man mit jedem Fahrzeug nur ein Menschenleben rette, es das Geld wert gewesen sei.

Vortrag

Im Anschluss daran erhielten die Auszubildenden einen Einblick in die Notruf- bzw. Funkzentrale. Sehr interessiert hörten sie zu, wie ihnen Nils Streit, Einsatzleiter des Spätdienstes der Leitstelle, die Komplexität der Leitfunkzentrale Fulda erläuterte. Diese nimmt als eine von sieben Leitfunkstellen in Hessen Notrufe aus dem ganzen Landkreis entgegen, ist für deren unverzügliche Behandlung zuständig und Tag und Nacht besetzt. Um den hohen Anforderungen dieser Aufgabe gerecht zu werden, ist eine umfassende Ausbildung sowie eine ständige Weiterbildung des Personals erforderlich. Im Jahr 2009 kam es zu insgesamt 35.410 Alarmierungen von Feuerwehr und Rettungsdienst. Pro Tag wurden dabei durchschnittlich 1400 Gespräche geführt. Mittels des Einsatzleitprogramms „Cobra“ werden die Notrufe entgegengenommen, dass ihnen bei der Einschätzung wie auch Auswertung der jeweiligen Situation hilft. Das Personal hat nach der Datenerfassung eine Minute Zeit, um weitere Schritte einzuleiten und den Einsatz zu koordinieren. Neben dem Entgegennehmen von Notfallmeldungen, dem Brand- und Katastrophenschutz stimmt sich die Leitstelle bei Einsätzen mit der Polizei ab, alarmiert gegebenenfalls den Rettungsdienst, stellt allgemeine Informationen bereit und arbeitet mit benachbarten Leitstellen zusammen.     

Atemschutzübungsanlage

Nach einem stärkenden Mittagessen fuhren die Auszubildenden zum Feuerwehrstützpunkt Fulda-Nord. Dort stellten ihnen Jürgen Bott und Hartwig Fiedler die Atemschutzübungsanlage vor, in der jährlich 125 Atemschutzträger ausgebildet werden. Sie erfuhren, dass Atemschutz vor 30 Jahren noch nicht so wichtig genommen wurde, dieser aber mittlerweile Standard sei. „Wo Sie rausgehen, gehen wir rein“, erklärte Hartwig Fiedler während er die Feuerschutzkleidung anzog und das Atemschutzgerät anlegte. Um Verbrennungen und eine Kohlenmonoxidvergiftung zu vermeiden, müsse der Körper hermetisch abgeriegelt sein, fügte Jürgen Bott hinzu. Abschließend erhielten die Azubis einen Einblick in die
Atemschutzübungsstrecke und erfuhren, dass regelmäßiges Training
unabdingbar ist, um im Falle eines Einsatzes durchdacht zu handeln
und die nötige Ruhe zu bewahren. 

Bildungsurlaub 2010

Bildungsurlaub 2010
Hamburg – Tor zur Welt

Am 06.04.2010 starteten wir morgens am Fuldaer Bahnhof. Ansprechpartner auf unserer Reise waren Paul Filbert, Theresia Brehl und Maik Schröder. Nach einer kurzen Zugfahrt erreichten wir den Bahnhof in Hamburg-Altona. Wenige Augenblicke von dem Bahnhof des bekannten Stadtteils „Altona“ entfernt war unsere Unterkunft: „Schanzenstern – Altona“.

Unter dem Motto „Hamburg – Tor zur Welt“  sprachen wir in den alten Gemäuern des VHS-Zentrum „Hamburg Mitte“ über Integration in unserer Gesellschaft und die Probleme, die damit zusammenhängen. Ein weiteres Thema des theoretischen Teils des Bildungsurlaubes war die „Globalisierung“.  Gemeinsam erarbeiteten wir die Bedeutung des Begriffs und wie wir selber jeden Tag damit konfrontiert werden. Antworten auf Fragen wie beispielsweise: „Wie wirken sich Massenmedien auf unsere globalisierte Welt aus?“ oder „Wie funktionieren Medien überhaupt?“ wurden in spannender uns abwechslungsreicher Art und Weise gefunden.

Im „praktischen Teil“ der Veranstaltung nahmen wir an einer Besichtigungstour durch das bekannte Stadtviertel „St. Georg“. Hier sahen wir, wie in Hamburg viele verschiedene Menschen und Kulturen Tür an Tür leben und arbeiten. Zum Thema „Konsum und Konsumverhalten“ bekamen wir eine sehr aufschlussreiche und interessante Führung durch die Hamburger Innenstadt.
In dem interaktiven Museum „Ballinstadt“ konnte man die Geschichten einiger Auswanderer von der Planung, über die anstrengende Reise, bis hin zu der erlösenden Ankunft miterleben. Das Museum befindet sich am Originalschauplatz der Abreise, was das Erlebnismuseum mit seinen drei Ausstellungshäusern noch realistischer wirken lässt.
Des Weiteren unternahmen wir eine Hafenrundfahrt. Sie führte uns vorbei am Schauplatz des Musicals „König der Löwen“, riesigen Trockendocks und hunderten Container die auf ihre Fahrt auf großer See warteten.
Trotz des gut organisierten Ablaufes des Programms hatten wir dennoch genug Zeit um Hamburg auf eigene Faust zu erkunden!

Alles in allem war es ein gelungener Bildungsurlaub!

Erfahrungsbericht von Juliana Frey, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellte im 2. Lehrjahr

Bildungsmesse 2010

- Wir waren dabei! –

In diesem Jahr war die Stadt Fulda mit Ihren Auszubildenden an der Ausbildungsmesse vertreten. Zusammen mit dem Landkreis Fulda wurden die angebotenen Ausbildungsberufe, eventuelle Aufstiegsmöglichkeiten, die Beamtenlaufbahn und der Hessische Verwaltungsschulverband (HVSV) vorgestellt. Bereits seit Herbst letzten Jahres liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Es gab verschiedene Projektgruppen, die sich beispielsweise mit der Standgestaltung, mit verschiedenen Attraktionen am Stand (Fulda-Quiz, Glücksrad), mit den Werbeartikeln und vielem mehr beschäftigten. Gerade im Detail lag die perfekte Planung verborgen.

Statt gefunden hat die Bildungsmesse Fulda am 19. und 20. Februar 2010 im Kongresszentrum Fulda. Das Angebot der gesamten Aussteller war sehr vielseitig und sehenswert. Bezwecken möchte man damit, dass die angehenden Auszubildenden einen Einblick in die Berufswelt erhalten, die Ausbildungsberufe anschauen können und einen ersten Kontakt mit den eventuellen, zukünftigen Arbeitgeber erhalten. Das ist gar nicht schlecht, denn dann sehen die Arbeitgeber nicht nur eine Mappe mit einer reinen Informationsflut, sondern können sich ein Bild von dem Bewerber machen.

Gerade in der heutigen Zeit ist eine gute Ausbildung erforderlich. Deshalb haben wir uns sehr gefreut, ein Stück weit den Bewerbern die Angst vor dem bevorstehenden Berufsweg zu nehmen und hoffen, dass viele an diesen Tagen den richtigen Beruf gefunden haben.

Projekttag 2009 „Junge Fahrer“ der Auszubildenden von Stadt und Landkreis Fulda sowie der ÜWAG


Gefahren im Straßenverkehr

Das Auto überschlägt sich, Fahrer und Beifahrer hängen kopfüber in ihren Gurten – wie befreit man sich aus solch einer Situation? Die Antwort darauf und auf viele andere Fragen zur Verkehrssicherheit erhielten die Auszubildenden von Stadt und Landkreis Fulda und der ÜWAG beim Aktionstag „Junge Fahrer 2009“ auf dem Gelände des Feuerwehrstützpunktes Fulda-Nord. „Alleine kann man sprechen, gemeinsam kann man handeln“, so leitete Gerhard Brink, Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Fulda, die Veranstaltung ein. Eine solche Fortbildungsmaßnahme begrüßte auch Oberbürgermeister Gerhard Möller außerordentlich: „Ich freue mich sehr über dieses Pilotprojekt, dass Ihnen neue Erfahrungen sowie Erkenntnisse für den Umgang im Straßenverkehr ermöglichen wird.“

Rauschbrillenparcours

Dabei war es den Veranstaltern wichtig, dass sich die Teilnehmer in die simulierten Situationen hineinversetzen und dadurch die damit verbundenen Gefahren und ihre eigenen Grenzen erkennen. „Die Theorie bringt dabei nur wenig, daher ist es eine große Chance, durch die praktischen Erfahrungen mehr Bewusstsein für die Gefahren im Straßenverkehr zu gewinnen“, bestätigte Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld. Eindrucksvoll war dabei der so genannte „Rauschbrillenparcours“: Ausgestattet mit einer Brille, durch die man den Blick eines alkoholisierten Menschen hatte, mussten die Azubis Hindernisse umlaufen, eine Kerze anzünden, einen Ball in einen Korb werfen und durften nur auf bestimmte farbige Markierungen treten. „Das war gar nicht leicht“, gab Tobias Müller zu, der seine Ausbildung bei der Stadt absolviert und die Simulation mit 0,8 Promille durchlaufen hat. Besonders die Entfernungen schätzten die Teilnehmer beim Werfen der Gegenstände falsch ein - was im Straßenverkehr besonders bei riskanten Überholmanövern im alkoholisierten Zustand zu Unfällen führt. Auch sein Kollege Marcel Kister hatte aufgrund der „1,5-Promille-Brille“ beim Durchlaufen des Hinderniswegs einige Schwierigkeiten: „Ich habe alles doppelt gesehen, das hätte ich bei dem Promillewert so nicht erwartet.“

Unfall im Simulator

„Wir möchten natürlich, dass unsere Auszubildenden sicher zum Arbeitsplatz und zu ihren Freizeitaktivitäten kommen“, erklärte die Ausbildungsleiterin der Stadt Petra Rößler den Beweggrund für ein solches Projekt. Dadurch dass sie sehen, wie die Wahrnehmung und Reaktion eines Betrunkenen sei, solle verhindert werden, dass sie bei alkoholisierten Freunden mitfahren. Dies konnten die Teilnehmer am eigenen Leib beim Alkoholfahrsimulator erleben: „Verkehrsteilnehmer gefährdet“, „Unfall“, „Fahrspur verlassen“ und „Frontalzusammenstoß“ – diese Meldungen zeigte der Simulator bei allen Fahrern an, bei denen ein bestimmter Promillewert eingegeben worden war. Je nach Promillewert wurde der Blickwinkel immer kleiner, der Wagen ließ sich schwerer lenken und die Reaktionszeit war deutlich verzögert. „Durch die Simulatoren können Gefahren aufgezeigt, Fehler erkannt und dadurch minimiert werden“, bestätigte Erich Fleischmann, ehrenamt-licher Mitarbeiter der Landessektion Nordhessen des „Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr e.V.“.

Nie ohne Gurt

Auf die Gefahren von Alkohol am Steuer ging auch Dr. Birger Freier in einem Fachreferat ein, in dem er eindrucksvoll von seinen Erlebnissen als Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin berichtete. Neben dem Motorradfahrsimulator und den Seh- sowie Reaktionstests konnten sich die Auszubildenden zudem an Infoständen zur Verkehrssicherheit junger Fahrer informieren, denn: „Nur wer Wissen hat, kann entsprechend handeln“, so Brink. Jeder Fünfte im Straßenverkehr Getötete sei zwischen 18 und 24 Jahre alt, da jugendlicher Übermut gepaart mit Alkohol einen tödlichen Cocktail abgebe. Weil der Gurt für die Sicherheit im Straßenverkehr unabdingbar ist, wurde auch das richtige Anschnallen und die Wucht eines Aufpralls durch einen Gurtschlitten vorgeführt. Dies beeindruckte auch den Stadt-Azubi Simon Stein: „Wiederholen möchte ich den Gurtschlitten nicht unbedingt.“ Das ist nicht verwunderlich, denn bereits bei einem Aufprall mit 30km/h wirkt das 20-fache Körpergewicht auf den Verunglückten ein. Die zentrale Frage „Was kann ich als Autofahrer tun, damit mir nichts passiert?“ wurde den Auszubildenden somit im Laufe des Tages umfassend und anschaulich beantwortet. 

Azubi - Fahrt 2009

- Ein Tag an der Frankfurter Wertpapierbörse –

Wie bereits in den vergangenen Jahren hat die JAV auch in diesem Jahr zu einem Azubi-Ausflug eingeladen. Nach einer Auswahl von Zielen haben wir uns für die Frankfurter Wertpapierbörse entschieden. Nach einer kurzen Zugfahrt mit dem Regionalexpress sind wir gegen 10.00 Uhr an der Börse in Frankfurt angekommen. Zu Beginn sind wir alle durch einen Sicherheitscheck geführt worden. Wir mussten unsere Jacken und Taschen in eine Box legen, die durch ein Scanner gefahren ist. Auch die wir, die Besucher, sind durch einen Scanner gelaufen. Bei wem es gepiept hat, wurde zusätzlich mit einem Handscanner abgetastet. Im Anschluss daran wurden wir in einen Sitzungssaal geführt, in dem uns eine Dame sehr herzlich in Empfang nahm. Sie führte uns anhand einer Power-Point-Präsentation durch die Geschichte der Börse bis in die heutige Zeit. Auch das Umfeld, die Tätigkeiten, das Profil der Börse wurden näher erläutert. So wurde uns beispielsweise auch erklärt, warum gerade der Bulle und der Bär vor den Türen der Börse stehen: die Tiere gelten als Symbol für die steigenden und fallenden Aktienkurse. Aber was sind denn eigentlich Aktienkurse? Was sind denn überhaupt Aktien? Was versteht man unter dem DAX? Das ist nur ein Teil an Fragen, die in unseren Köpfen umherschwirrten. Als erstes bekamen wir erklärt, was denn eine Börse überhaupt ist. Die Börse ist ein organisierter Markt, an dem Angebot und Nachfrage für Wertpapiere zusammen-geführt werden. Sie bietet also den Marktplatz, an dem sich Sparer und Investoren (Kapitalgeber) an der wirtschaftlichen Entwicklung von Unternehmen beteiligen können und Unternehmen (Kapitalnehmer) Geldgeber finden. Ohne diese "Vermittlungsstelle" müssten Kapitalgeber und Kapitalnehmer direkt miteinander verhandeln, was hohe Such- und Informationskosten verursachen würde. Des Weiteren schauten wir „life“ auf den Börsenplatz „Xetra“. Der Börsenplatz Xetra® ist ein vollelektronisches Handelssystem, das alle Kauf- und Verkaufsaufträge lizenzierter Händler in einem zentralen Computersystem gegenüberstellt. Stimmen Stückzahl und -preis überein, werden die Aufträge automatisch zusammengeführt. Die Leistungsfähigkeit von Xetra zeigt sich dar-in, dass inzwischen weit über 90 Prozent des gesamten Aktienhandels an den Wertpapierbörsen in Deutschland über das elektronische Handelssystem laufen. Davon sind immerhin rund ein Fünftel Aufträge von Privatinvestoren. Im Zuge dessen besprachen wir die Marktsegmente (Open Market (Freiverkehr),  Prime Standard, General Standard, Entry Standard), den Ablauf des Handelns, Aktien und aktienähnliche Papiere und das Marktplatzprinzip (Wie funktioniert die Börse?). Zum Schluss haben wir die Aktionsfläche besichtigt (geschützt durch eine Glaswand). Im oberen Bereiche haben die Fernsehsender wie beispielsweise N24 ihre Nachrichten „live aus der Börse“ gesendet. Im unteren Bereich saßen die Mitarbeiter vor mehreren Bildschirmen und beobachteten das Marktgeschehen.

Zum Abschluss des gelungenen Tages sind wir Essen gegangen und hatten die Möglichkeit, den Frankfurter Weihnachtsmarkt anzuschauen. Wir bedanken uns bei allen, die uns diesen Tag ermöglicht haben.     

Bildungsurlaub in Amsterdam

Bildungsurlaub 2009 - Amsterdam

Oranje Boven – Gastspiel in Amsterdam

Der diesjährige Bildungsurlaub der Stadt Fulda, in Kooperation mit dem Jugend-bildungswerk des Landkreises Fulda, führte uns vom 14. – 18. April in das wunderschöne Amsterdam.

In einer Gruppe von 16 Auszubildenden und 2 Betreuern, Georg Grohmann und Lea Sporer, ging es am Dienstag, 14. April, um 06.00 Uhr am Fuldaer Hauptbahnhof los. Von dort startete unsere Reise. Bereits auf der langen Zugfahrt, mit Umstieg am Frankfurter Hauptbahnhof, war die Vorfreude riesig. Viele von uns kannten sich schon, da beispielsweise das komplette erste und zweite Lehrjahr der Stadt Fulda mitgefahren ist. Aufgrund eines Defektes eines anderen Zuges, standen wir 90 Minuten fest. Durch die Verspätung mussten wir in Utrecht umsteigen. Auch der Anschlusszug ließ uns eine Stunde warten. Somit kamen wir erst gegen 14.30 Uhr in Amsterdam an. Auf dem Weg in unsere Unterkunft, Shelter Jordan Hostel, bekamen wir schon einen kleinen Einblick, was uns in dieser Stadt erwartet: Viele Flüsse, nur Einbahnstraßen und eine Menge Fahrräder! Gegen 15 Uhr kamen wir im Hostel an und bezogen unsere Zimmer. Das Personal war sehr nett und die Zimmer sauber. Bereits am ersten Tag ging es los mit einer kleinen Seminareinheit. Thema war: „Deutsch-Holländische Beziehungen“. Jeder erzählte, was er schon für Bekanntschaften mit Holländern gemacht hat und was er sich bei diesem Bildungsurlaub vorstellte. Im Anschluss daran ging die gesamte Gruppe in ein italienisches Restaurant. Der restliche Abend war zur freien Verfügung. Die meisten gingen in die Stadt.

Am Mittwoch besuchten wir das Anne-Frank-Haus. Nachgestellt erfuhren wir viele Informationen zu den Bereichen Kinderjahre, Versteck und Verrat. Sehr interessant war der Aufbau des Rundganges: Der Wechsel zwischen Texttafeln und Filmausschnitten ließen die Besucher fasziniert das Leben der Anne Frank nachempfinden. Mittags besuchten wir das Verzetsmuseum. Das Niederländische Widerstandsmuseum ist ein historisches Museum zur Dokumentation des Widerstandes der Niederländer gegen die deutsche Besetzung des Landes während des Zweiten Weltkrieges. Zentrale Punkte der Ausstellung sind beispielsweise der Februarstreik (1941) und der Anschlag gegen das Amsterdamer Einwohnermeldeamt vom 27. März 1943 und das Schicksal der hieran beteiligten Personen des Widerstandes. Sehr ergreifend waren die Ausstellungen von vielen Erinnerungsstücken, die Flüchtlinge hinterlassen haben.

Spass und Spannung bis an die Grenzen

Erlebnisfahrt der Auszubildenden des 1. und 2. Ausbildungsjahres -

Spannende und aufregende Tage standen den ersten beiden Ausbildungsjahrgängen der Stadt Fulda bevor. Zusammen mit den jeweiligen Klassen fuhren wir in das 245 km entfernte Vorra (Artelshofen). Nach einer reibungslosen Anreise erreichten wir unsere Unterkunft: ein 83 Jahre altes Naturfreundehaus! Das Naturfreundehaus liegt in der Hersbrucker Alb in 460 m Höhe, inmitten eines großen Waldgebietes über dem schönsten Teil des Pegitztals, zwischen Neuhaus a.d.Pegn. und Hersbruck (www.naturfreundehaus.de).

Zu Beginn überlegte sich jeder von uns, wie er denn die kommenden drei Tage überleben sollte, denn
1.    für fließend warmes Wasser mussten wir Feuer machen,
2.    untergebracht waren wir in einem Bettenlager von einmal 12 Betten und einmal 14 Betten; der Rest musste zelten; die Lehrkräfte hatten jeweils 2 Doppelzimmer,
3.    Haustiere gab es nicht nur auf Anfrage!

Nach dem ersten Schreck kehrte jedoch Ruhe ein und jeder bezog seinen „Bereich“ des Hauses. Das Küchenteam zauberte ein wertvolles Abendessen und die Jungs entdeckten die Feuerstelle für ein gemütliches Lagerfeuer. Ein Programmpunkt stand allerdings noch an: das Kennenlernen der beiden Teamer, welche uns an den kommenden Tagen begleiteten. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde spielten wir ein Geschicklichkeitsspiel namens „Stick-Placement“: in Gruppen musste ein Stift soweit hinter einer Linie stehen, sodass die Person mit dem Stift weder mit dem Körper, noch anderweitig den Boden berührt. Das war ganz schön kniffelig. Nach Abschluss dieses Spiels klang der Abend in gemütlicher Runde aus.

Der zweite Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück. Im Anschluss daran erhielten wir ein kleines „Warm Up“. Nun machten sich die Klassen auf den Weg zu ihren Aktionen. Unsere Klasse begann mit dem Felsenklettern. Nach knapp 4 km, zwei Stunden laufen und etlichen Höhenmetern erreichten wir unser Ziel. Als erstes erhielten wir eine Einführung in den Gebrauch der Brust- und Beckengurte, Karabinerhaken sowie Sicherungsseilen. Man konnte die Aufregung verschiedener Leute deutlich spüren, doch jeder hat sich überwinden können, ein Stück mit zu klettern. In bis zu 45 m Höhe kletterten wir am Felsen entlang. Eindrucksvoll sieht man dies an den hier abgedruckten Bildern. Ein Teil von uns kletterte bis zum Schluss, andere verließen die Kräfte bereits bei den ersten paar Metern. Herauszufinden galt es, die eigenen Grenzen kennen zu lernen! Niemand wurde gezwungen. Jeder machte das Beste daraus. Es war zwar anstrengend, aber es hat richtig Spaß gemacht und ich habe auch wenig schlechte Kritik gehört.
Nach dem Abendessen sprachen wir über die Eindrücke des Tages und saßen anschließend am Lagerfeuer.

Am dritten Tag ging es für uns in die Bismarckgrotte. Eine Höhle, in die wir erst einmal 7 m abgeseilt wurden, um überhaupt mit unserer Tour beginnen zu können. Sehr beeindruckend war die Atmosphäre dort unten: kalt, feucht und nur das Licht unserer Lampe zeigte uns den Weg. Da hatte dann doch der ein oder andere mit Platzangst zu kämpfen. Als erstes wurden wir losgeschickt, um die Sandhöhle zu finden. Das war schon die erste Herausforderung. In der Sandhöhle haben wir alle dann die Lampen ausgemacht, sodass es richtig dunkel war. Dort unten war kein restliches Tageslicht. Jeder war ruhig und beeindruckt von diesem Zustand. Nicht einmal die Hand konnte man mehr vor Augen erkennen. Jetzt wurde auch entschieden, wer den weiteren Teil der Höhle mit klettert. Danach gab es kein zurück mehr. Fast geschlossen stellten wir uns der Herausforderung. Und die war es auch im wahrsten Sinne des Wortes: dieser Teil der Höhle übertraf fast alles, was wir vorher erlebt haben. Am Besten ist es, wenn man sich die Bilder anschaut und einen Moment auf sich wirken lässt. Es ist einfach unbeschreiblich, was man dort erlebt hat.
Zu späterer Stunde grillten wir gemeinsam und tauschten unsere Erlebnisse der letzten Tage aus. Jeder von uns kann seine ganz eigenen Schlüsse aus den drei Tagen ziehen und vielleicht ist auch der ein oder andere dabei, welcher die Erlebnisse mit in seinen Alltag nehmen kann: sei es durch die besondere Art und Weise des Teamworks oder die Beziehung unter den Auszubildenden der jeweiligen Kommunen.

Nach einer reibungslosen Abreise kamen wir alle wohlbehalten zu Hause an und wurden von unseren Familien, Freunden und Bekannten liebevoll empfangen.
 

Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) - Fahrt 2008

Frankfurter Flughafen

Im Dezember fand die Azubifahrt 2008 der Stadtverwaltung Fulda statt, in diesem Jahr führte uns der Ausflug zum Frankfurter Flughafen.

Um 08:00 Uhr trafen sich alle Auszubildenden am Fuldaer Bahnhof, wo wir uns mit dem Regionalexpress auf den Weg zum Frankfurter Hauptbahnhof machten. Dort angekommen, fuhren wir mit der S-Bahn zum Flughafen weiter. Am Flughafen wurden wir dann von einem Mitarbeiter der Fraport AG herzlich begrüßt und uns wurden im Vorfeld schon einmal einige Sicherheitsdetails, die während der Führung wichtig sind, erklärt.

Die Erlebnisfahrt über das Rollfeld begann schon direkt vor dem Einstieg in den dafür vorgesehenen Bus: Jeder von uns wurde mit einem Kontrollgerät abgetastet. Während der 90-minütigen-Tour konnten wir beispielsweise Starts und Landungen aus unmittelbarer Nähe beobachten, den Frachtbereich besuchen, die berühmte Feuerwache besichtigten und in das Innenleben eines Terminals blicken. Nebenbei erfuhr man die Geschichte, Zahlen und Fakten des Weltflughafens sowie deren zukünftigen Entwicklungen, unter anderem über den Bau des Terminals 3. Fasziniert schauten wir zu, als 400-Tonnen-Jumbos mit fast 300 Stundenkilometern vor unseren Augen abhoben und ein anderer Flieger landete. Einer der beeindruckensten Momente waren sicherlich die Wartungshallen des Airbuses A380. Wie eine Figur auf einem Spielbrett stand unser Bus vor den Toren. Die Fahrt ging weiter zum Frachtbereich. Dort wurde uns gezeigt, was tagtäglich auf die Reise zu anderen Kontinenten geht. Von Nahrungsmitteln über Autos bis hin zu lebenden Tieren wird hier alles verladen, was am anderen Ende der Welt benötigt wird.

Zum Schluss schauten wir uns den Check-In Bereich an, bevor wir mit der S-Bahn zurück in die Innenstadt fuhren. Dort wurde dann in gemütlicher Runde Pizza gegessen. Im Anschluss daran ließen wir den Tag mit einem gemütlichen Rundgang über den Frankfurter Weihnachtsmarkt ausklingen.

Wir bedanken uns bei allen, die uns diesen Tag ermöglicht haben.

   

Gewalt – Sehen – Helfen

Projekttage der Auszubildenden vom 12. – 13. Dezember 2007

Gewalt ist das Problem als dessen Lösung sie sich ausgibt. Gewalt löst kein Problem, sie verletzt und schädigt das Opfer ebenso wie den Täter.

Mit diesem Thema beschäftigten wir uns an den zwei Projekttagen. Dabei ging es nicht darum wie man sich verteidigt, sondern viel mehr darum wie man einen Konflikt löst oder schon gar nicht erst beginnt.
Denn: „Kein Einstieg ist der beste Ausstieg“.
Am Anfang schilderte die Referentin Frau Mohr-Gärtner verschiedene Sachverhalte, die wir dann als „Gewalt“ und „keine Gewalt“ einstuften. Dabei stellten wir fest, dass Gewalt sowohl körperlicher als auch seelischer Natur sein kann. Anhand von verschiedenen Rollenspielen wurde uns demonstriert, wie man sich in unterschiedlichen Gewaltsituationen verhält.
Es wurden Situationen aus dem Alltag nachgespielt, wie zum Beispiel Konflikte, die sich in dem Bus, im Restaurante oder anderen örtlichen Gegebenheiten ergeben können.
Aus den Rollenspielen ergaben sich folgende Ratschläge für Bedrohungs- und Gewaltsituationen:

☺    Vermeide jeden Körperkontakt!
☺    Ruhig bleiben! Geh nicht in die Opferrolle!
☺    Halte den Kontakt zum Angreifer
☺    Werde aktiv! Rede und hör zu!
☺    Hol Hilfe! (Notruf: 110)
☺    Fordere andere direkt zur Hilfe auf!
☺    Tu das Unerwartete!
☺    Bring dich nicht unnötig in Gefahr!

Am Ende wurde uns in einem Film gezeigt, wie unterschiedlich Menschen auf unerwartete Gewaltsituationen in der U-Bahn reagieren können. Dabei haben wir festgestellt, dass es in einer Gruppe einfacher ist gegen Gewalt anzukämpfen.
Wir lernten mehr Sensibilität und Aufmerksamkeit für das Geschehen in der Öffentlichkeit zu entwickeln. Genau hinsehen und nicht wegsehen ist wichtig. Es hat sich gezeigt, dass dieses Projekt ein wichtiger Beitrag zu einer positiven Konfliktkultur im Alltag sein kann. Alle Teilnehmer zeigten sich zum Abschluss begeistert und äußerten sich positiv, dass sie sensibler für das Entstehen von Konflikten seien und angemessener und vor allem selbstbewusster und hilfreicher reagieren können.