Zensus 2011 - 81,8 Mio. Einwohner leben in Deutschland. Oder?

Der Zensus 2011 ist eine Art Volkszählung der Deutschen. Vor 20 Jahren gab es schon einmal in den Alten Bundesländern eine Volkszählung. Seither ist viel geschehen. Neben der Wiedervereinigung gab es manch Umwälzung und Veränderung in Deutschland. 

Warum braucht Deutschland einen neuen Zensus?

Um verlässlich wirtschaften und planen zu können, machen Unternehmen meist jährlich eine Inventur. So ähnlich kann man sich auch den Zensus vorstellen: als eine Art Inventur für das ganze Land. Die ist überfällig, denn die Basisdaten für viele Statistiken in Deutschland sind nicht auf dem neuesten Stand.

10 % der Bevölkerung werden ausgewählt

Die Ergebnisse des Zensus 2011 werden die Basisdaten für vielfältige Analysen liefern, die wiederum die Grundlage für viele Entscheidungen bei der Infrastrukturplanung darstellen: So ist es zum Beispiel wichtig, genau zu wissen, ob eher Kindergartenplätze, Schulen oder Altenheime benötigt werden. Dazu braucht man aktuelle und verlässliche Daten. Doch die Daten, die in Deutschland zur Verfügung stehen, sind nicht aktuell.

Die Ziele des Zensus

Der Zensus verfolgt zwei Ziele. Ganz wichtig ist die Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen Deutschlands. Ob Länderfinanzausgleich, die Einteilung der Bundestagswahlkreise, die Stimmenverteilung der Bundesländer im Bundesrat oder die Sitze Deutschlands im Europaparlament – all das hängt von aktuellen Einwohnerzahlen ab. Auch eine ganze Reihe von Statistiken basieren darauf, so zum Beispiel die Berechnung des jährlichen Bruttoinlandsprodukts (BIP) pro Kopf.

Ein zweites wesentliches Ziel des Zensus ist es, Informationen zum Wohnraum, zur Bildung und zum Erwerbsleben zu gewinnen. Wie viele Erwerbstätige gibt es, wie viele Menschen davon sind selbstständig? Wo werden in den kommenden Jahren wie viele Kinder eingeschult? Wie viele Wohnungen gibt es in Deutschland und wie sind sie ausgestattet? Um diese Fragen zu beantworten, braucht man genaue und aktuelle Strukturdaten, die nur ein Zensus liefert.

Die Republik hat sich verändert – die Datenbasis nicht

Die letzte vollständige Erhebung für das frühere Bundesgebiet fand 1987 statt, in der DDR gab es 1981 eine Volkszählung. Seitdem behilft man sich bei der Ermittlung der aktuellen amtlichen Einwohnerzahl mit einem statistischen Verfahren, der sogenannten Bevölkerungsfortschreibung. Doch dieses Verfahren wird umso ungenauer, je älter die grundlegenden Daten sind. Und seit den letzten Volkszählungen ist viel passiert: der Mauerfall, der Umzug vieler Menschen von Ost nach West, eine rasant fortschreitende europäische Integration.

Schon bei der vergangenen Volkszählung 1987 hat sich gezeigt, wie sehr die errechneten Daten von der Realität abweichen können: Weil die Datengrundlage damals auf eine Zählung im Jahr 1970 zurückging, musste die Zahl der Wohnungen deutlich korrigiert werden. Im früheren Bundesgebiet gab es eine Million Wohnungen weniger als errechnet. Das sind mehr Wohnungen, als der gesamte Wohnungsbestand von Schleswig-Holstein im Jahre 1987 umfasste.

Derzeitig wird die Bevölkerungszahl Deutschlands insgesamt wahrscheinlich um ca. 1,3 Millionen Menschen überzeichnet. Das hat von Region zu Region unterschiedliche Auswirkungen: Einige Städte haben eine stärker überhöhte Einwohnerzahl als andere. Dies hat beispielsweise große Folgen für die Verteilung von Steuermitteln, die sich nach der Einwohnerzahl richtet.

Auf den offiziellen Seiten der "Volkszählung" - Zensus 2011 finden Sie weitere Informationen, die Fragebögen und Erläuterungen rund um das Thema.

www.zensus2011.de >>

 

Erhebungsstelle bei der Stadt Fulda - Zensus 2011

Hotline zum Zensus 2011 bei der Stadt Fulda

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E-Mail:   registerzensus(at)fulda.de

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