Energie

Energie aus Windkraft und Biomasse
Energie aus Windkraft
Energie aus Kohle und Atomkraft
Energie aus der Sonne

Die Stadt Fulda ist Gründungsmitglied des  Arbeitskreises Energiesparen Fulda, dem inzwischen 22 Institutionen, Unternehmen und Initiativen angehören. Seit 1994 organisiert der Arbeitskreis alljährlich im November vielbesuchte Informationsveranstaltungen zum Thema Energienutzung und –einsparung. In jedem Jahr enthält das Programm bodenständige, besonders für Bauherrn interessante Themen, ebenso wie Themen mit globalem Anspruch.

Ständige Informationsangebote und -materialien können Sie bei folgenden Informationszentren bekommen:

Kundenzentrum der
Überlandwerk Fulda AG

Bahnhofstraße 2, 36037 Fulda
Telefon: 0661 12-100
Internet: www.uewag.de
Öffnungszeiten:
Mo. - Fr. 08.00 Uhr - 18.00 Uhr
Sa. 09.00 Uhr - 13.00 Uhr

Infozentrum der
Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH

Rangstraße 10, 36037 Fulda
Telefon: 0661 299-191
Internet: www.gwv-fulda.de

Verbraucherzentrale Hessen e.V.
Beratungsstelle Fulda
Karlstraße 2, 36037 Fulda
Telefon: 0661 77453,
Internet: www.verbraucher.de.

 

Energielabel

Kühlschränke, Klimageräte, Elektroherd... - ist mein Elektrogerät besonders umweltfreundlich und sparsam?

Das zeigt die neue EU-weite Kennzeichnungspflicht der Energieeffizienz. Auf einen Blick können Sie jetzt ablesen, welches Energiesparpotenzial in jedem einzelnen Gerät steckt.

Sofort sehen Sie die vorbildlichen Energieklassen, den geringen Energieverbrauch und die spezifische Geräteleistung.

Die Vorteile des Energielabels auf einen Blick:

  • Eindeutige Kennzeichnung der Energieeffizienz
  • Eindeutige Kennzeichnung der Leistung
  • Exakte Angabe des jährlichen Energieverbrauchs in kWh
  • Alle Angaben auf einen Blick
  • Nachweisbar sparsame Geräte
  • Garantie für geprüfte Qualitätsprodukte
  • Offizielle, europaweit einheitliche Vergleichswerte nach EU-Norm
  • Ideale Hilfe zur Auswahl umweltfreundlicher Geräte

Achten Sie beim Kauf neuer elektrischer Geräte auf das Energielabel.
A = sehr gut
G = sehr schlecht

Energieausweis - Energiepass

Energieausweis - Muster

Der Energieausweis für bestehende Gebäude

Eine neue EU-Richtlinie fordert europaweit einen „Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden“: den Energieausweis. Er dokumentiert alle wichtigen Kenndaten eines Gebäudes, die Einfluss auf den Energieverbrauch haben. Neben allgemeinen Gebäudedaten wie Größe, Form und Ausrichtung dokumentiert der Energieausweis die bauliche Qualität (Heizwärmebedarf) und die Effizienz der Anlagentechnik (Anlagenaufwandszahl). Je kleiner beide sind, desto besser. Damit zeigt der Energieausweis zugleich an, wo ein Gebäude verbessert werden kann, damit seine Nutzer nicht durch hohe Energiekosten als „zweite Miete“ belastet werden.
Noch wichtiger ist der Primärenenergiebedarf eines Gebäudes, der die Auswirkung des Gebäudebetriebes auf die Umwelt darlegt. Er fasst beide Aspekte, bauliche Qualität und Effizienz der Anlagentechnik, zusammen. Somit lassen sich die Auswirkungen des Gebäudebetriebes auf die Umwelt bewerten.

Anders als bei Autos oder Haushaltsgeräten wissen Käufer oder Mieter von Wohnungen und Häusern nur wenig über deren Energiebedarf. Objektive Informationen sind Mangelware, Vergleichsmaßstäbe fehlen. Die Darstellung des Energiebedarfes und des Primärenenergiebedarfs eines Gebäudes auf einer Skala mit nebenstehenden Angaben der Energiebedarfswerte von Gebäuden mit unterschiedlichem Standard, ermöglicht eine schnelle Information über die Qualität eines Gebäudes.

Neben der Skale zum schnellen Ablesen der Gebäudequalität soll der Energieausweis noch weitergehende Hinweise geben, beispielsweise auf Schwachstellen der Gebäudehülle, über die viele Wärme verloren geht. So wird erkennbar, wo Verbesserungen vorgenommen werden können. Ab 2008 muss in Deutschland bei Mieter- oder Eigentümerwechsel einer der Immobilien ein Energieausweis vorgelegt werden. Der Energieausweis ist 10 Jahre gültig.

Hier finden Sie Informationen der Deutschen Energie Agentur zum Thema Energieausweis/Energiepaß"

www.dena-energieausweis.de

www.energiepass-aussteller-verzeichnis.de

 

Wohnraumlüftung

Ältere, nicht sanierte Gebäude vor Baujahr 1998 sind meist sehr undicht. Dies hat zwar den Vorteil, dass Winddruck und Thermik für einen "automatischen" Luftwechsel innerhalb der eigenen vier Wände sorgt und erhöhter Feuchtebelastung und infolge Schimmelbildung meist vorbeugt, aber auch den gewaltigen Nachteil, dass diese Strömung vollkommen unkontrolliert erfolgt und damit erhebliche Mengen an Heizenergie nutzlos zum Fenster hinausgehen. Diese Gebäude haben oft einen sechs- bis zwölffachen Luftwechsel pro Stunde. Bei einem durchschnittlichen Gebäude aus dem Jahr 1990 mit ca. 700 m³ Rauminhalt – also einen normalen Einfamilienhaus - gehen somit ca. 20 l Heizöl pro Stunde ungenutzt verloren.  Zusätzlich zur "natürlichen" Lüftung erfolgt meist auch noch durch das Öffnen der Fenster ein nutzerbedingtes Lüften das ebenfalls mit einem Wärmeverlust verbunden ist. Über die Lüftung geht somit der größte Anteil an Heizenergie, weit vor dem Dach oder der Außenwand, in einem Haus verloren.      
                
Ein Mindestmaß an Lüftung muss aber sein um für ein gesundes Wohnklima zu sorgen, ausreichend Frischluft zu haben und Schadstoffe , Gerüche und Feuchtelasten abzutransportieren. Seit Dezember 2006 sorgt eine neue Baunorm dafür, dass Wohngebäude aus hygienischen Gründen über einen vom Nutzer unabhängigen – also ohne händisches Öffnen der Fenster - Mindestluftwechsel verfügen müssen. Dieser Mindestluftwechsel liegt bei ca. dem 0,4fachen des Raumvolumens.

Um beide Anforderungen – Einhaltung des Mindestluftwechsels bzw. keine Überschreitung des maximalen Luftaustausches – einhalten zu können ist der Bewohner meist zeitlich und sensorisch nicht in der Lage. Abhilfe schafft da nur der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung, also einer kleinen Lüftungsanlage, die zum einen die belastete Raumluft abführt und im Gegenzug Frischluft im ausreichenden Maßen nachführt. Optimiert wird dieses System noch durch den Einbau einer Wärmerückgewinnung. So können ohne Komfortverluste ca. 80 % der über die Lüftung geführte Heizenergie zurückgewonnen werden.      
                   
Auch bei sehr gut gedämmten Häusern kann der Lüftungswärmeverlust ohne Lüftungsanlage bis zu 70 % ansteigen. Dämmen alleine schafft daher keine zufriedenstellende Energieeinsparung. Fensteraustausch ohne Lüftungseinrichtung schafft nur ein erhebliches Bauschadenspotential.
Beim bloßen Austausch von Fenstern tritt meist nach einem halben Jahr Schimmelbildung im Innenbereich durch nun dramatisch verringerten Luftaustausch auf.

Daher gehört zu einer weitsichtigen Energieinsparungsmaßnahme folgende Pakete immer untrennbar zusammen:

  • Schaffung einer luftdichten Hülle (Fassade, Fenster, Dach)
  • Dämmen der Hülle (Fassade, Fenster, Dach)
  • Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung



Lüftungsbedarf in Wohnräumen

Die Lüftung von Gebäuden sollte kontrolliert und regelmäßig stattfinden. Die Rahmenbedingungen im Niedrigenergiehaus mit luftdichter Gebäudehülle sind dabei ganz andere als im Gebäudebestand. Als hygienischen und bauphysikalischen Gründen ist es erforderlich, die mit Gerüchen, Wasserdampf und Kohlendioxyd belastete Innenraumluft regelmäßig auszutauschen. Anderseits kann nicht unberücksichtigt bleiben, dass über die Lüftung im Winter viel Energie verloren geht und daher der Luftwechsel auf das hygienisch notwendige Maß beschränkt werden sollte. Die meisten Menschen halten sich zwar den größten Teil des Tages in geschlossenen Räumen auf, zu den Belastungen, denen man dabei ausgesetzt ist, sind jedoch erst in den letzten Jahren Untersuchungen durchgeführt worden. In Gegensatz zur Belastung der Außenluft, für die der Gesetzgeber Grenzwerte für verschiedne Arten der Verschmutzung formuliert hat, gibt es solche verbindlichen Grenzwerte für die Luft von Innenräumen von Wohngebäuden bisher nicht.

Die Raumluftqualität wird durch etliche Faktoren beeinflusst. Die Anzahl der Personen, ihre Ausdünstungen (durch Rauch oder Sport), die Emissionen aus Baustoffen und Einrichtungsgegenständen, Lack und Farben, die Luftfeuchtigkeit, Gase und Stäube, Bakterien, Viren und Pilzsporen sind zu bewerten. Ein Richtwert, der häufig als geeignet angesehen wird, eine gesundheitliche Beeinträchtigung des Menschen auszuschließen und ein behagliches Raumklima zu schaffen, liegt bei ca. 30m³ /h pro Person und mittlerer Aktivität. Als „Daumenwert“ ergibt sich daraus eine notwendige stündliche Luftwechselrate bei Wohnungen von 0,3 bis 0,8 und bei Büros von 1 bis 2. Ein Mindestluftwechsel von 0,3 pro Stunde ist in der DIN 1946-6 vorgeschrieben. Viele Fachleute halten allerdings deutlich höhere Luftwechselraten für erforderlich. Das gilt insbesonders bei höherem Schadstoffeintrag, beispielsweise durch Rauchen im Wohnbereich. Gerade dann ist es nicht einfach, den hygienisch erforderlichen Luftwechsel und Belange der Energieeinsparung verantwortungsvoll gegeneinander abzuwägen.

Passive und aktive natürliche Lüftung

Unter natürlicher Lüftung wird nicht nur die Fensterlüftung (aktive Lüftung) verstanden, sondern auch die „passive Lüftung“ über Undichtigkeiten in der Gebäudehülle, beziehungsweise über zusätzliche Öffnungen in Gebäude. Diese Undichtheiten treten zum Beispiel bei Fensterfugen, schlecht ausgeführten Bauteilanschlüssen, Rollladenkästen, offenen Kaminen, Schächten und Zugluftöffnungen für Küchen und Speisekammern sowie Dachluken auf. Der natürliche Luftwechsel wird durch Druckdifferenzen zwischen dem Gebäudeinneren und der Umgebung infolge von Wind und Temperaturunterschieden verursacht. Er ist somit witterungsbedingten Schwankungen unterworfen.
Es liegt auf der Hand, dass diese Art der „passiven natürlichen Lüftung“ keinen effektiven Beitrag zur Regulierung der Raumfeuchte und der Frischluftversorgung leisten kann. Entweder sind die Undichtheiten so groß, dass ein erheblicher ständiger Wärmeverlust erfolgt und darüber hinaus der Wohnkomfort durch Zugerscheinungen beeinträchtigt wird, oder dieser passiver Luftwechsel ist aus hygienischer Sicht absolut unzureichend. Als dritte Möglichkeit bleibt, dass sich diese Missstände je nach witterungsbedingten Druckdifferenzen abwechseln. An einem kalkulierbaren Luftwechsel führt also kein Weg vorbei. Diese Sicherstellung einer dichten Gebäudehülle ist deshalb unbedingt anzustreben, damit die „passive“ natürliche Lüftung möglichst niedrig gehalten und unkalkulierbare Luftwechsel vermieden werden.
Bei der Fensterlüftung (aktive natürliche Lüftung) ist die ausgetauschte Luftmenge stark von den Wetterverhältnissen abhängig, vor allem aber vom Lüftungsverhalten der Bewohner. In der Praxis zeigt sich, dass ein Lüftungsverhalten, das gut genugdosiert ist, um unnötige Wärmeverluste zu vermeiden, und trotzdem den notwendigen Luftaustausch sicherzustellen, ein ausgeprägtes Problembewusstsein und ein hohes Maß an Disziplin voraussetzt. Nur dann kann eine Fensterlüftung bedarfsgerecht und effektive Frischluftversorgung sicherstellen.

Lüftungsanlagen versorgen zuverlässig mit dem Lebensmittel Luft und bieten ein hohes Maß an Komfort

Lüftungsanlagen können dem gegenüber häufig weniger flexibel auf aktuelle Situationsänderungen reagieren. Sie bieten aber neben einer zuverlässigen Grundversorgung für die meisten Fälle die „richtigen“ Programme und somit ein hohes Maß an Komfort für die Wohnungsnutzer.
Aus diesem Grunde spielen auch im Bereich von Wohngebäuden technische Anlagen zur Sicherstellung des erforderlichen Luftwechsels eine immer größere Rolle. In Vordergrund stehen dabei hygienische Aspekte. Dass sich über Lüftungsanlagen hinaus auch spürbare Energieeinsparungen realisieren lassen, ist natürlich ein willkommener Nebeneffekt. Niedrigstenergiehäuser und vor allem Passivhäuser lassen sich sogar ohne raumlufttechnische Anlagen nicht realisieren.   

Dämmung

Mehr als 30 Prozent des Verbrauchs fossiler Brennstoffe entfallen in Deutschland auf das Heizen von Räumen. In vielen Fällen liefert dabei die Wärmedämmung mit den höchsten Teilbetrag: Mit der richtigen Dämmung kann den Energiebedarf um ein Drittel bis zur Hälfte gesenkt werden. Und über solche Maßnahmen freut sich nicht nur Ihr Geldbeutel sondern auch die Umwelt.

Gebäude, die älter als Baujahr 1978 sind und zwischenzeitlich noch nicht modernisiert wurden, müssen seit Einführung der Energieeinsparverordnung EnEV im Jahre 2002 die oberste Geschossdecke (bzw. das Dach) - soweit es nicht ausgebaut, aber begehbar ist - gegen Wärmeverluste schützen, also dämmen. Durch das Dach gehen ca. 10 Prozent der Heizwärme verloren.

Eine Dämmung des Dachbereiches bedarf neben dem Ein- oder Aufbringen von Dämmstoffen auch einer Dampfsperre, also einer wasserdampfundurchlässigen Schicht. Das ist meist eine PE-Folie auf der "warmen Seite".

Während die Materialien relativ preisgünstig sind (rechnen Sie mit etwa 12 bis 23 Euro pro Quadratmeter Dämmfläche je nach Dämmdicke) ist der Lohnkostenanteil doch deutlich höher anzusetzen. Es sollte ein Gesamtpreis von ca. 31 bis 47 Euro pro Quadratmeter kalkuliert werden.

Das ganze natürlich nur in Verbindung einer sowieso anstehenden Sanierung des Daches. Besonderes achten sollten Sie auf die sorgfältige Verarbeitung der Dampfsperre, denn sonst können schwere Baumängel die Folge sein.

Die Investition bringt für ein freistehendes Einfamilienhaus mit ca. 150 m² beheizter Fläche eine Reduktion des jährlichen Wärmeverlustes von vorher ca. 5.000 kWh (etwa 500 l Heizöl) auf nun 1.500 kWh (ca. 150 l Heizöl), also ca. 350 l Heizöl (entspricht etwa 350 m³ Erdgas) pro Jahr. Die Investition für das Beispielhaus beträgt ca. 40 €/m² x 130 m² = 5.200 €.

Die Heizkostenersparnis bringt mit 350 l Heizöl a. 0,80 €/l = 280 €/Jahr. Bei gleichbleibenden Energiepreisen macht sich die reine Investition in 18 Jahren bezahlt. Die Lebensdauer der Dämmung beträgt bei fachgerechter Montage mindestens 30 Jahre.      

                
Gebräuchliche Dämmstoffe sind zum Beispiel:

Geschäumte Kunststoffe wie Polystyrol, Neopor, Polyurethan
Mineral-, Glaswolle, Schaumglas
Mineralische Schäume wie Bimsstein oder Perlite
Zelluloseflocken, Ceralith, Blähglas, Holzwolle, Kork
Pflanzliche oder tierische Fasern wie Hanf, Flachs, Kokos, Wolle oder Schilfrohr

Man unterscheidet Außen- und Innendämmung:

Wenn die Wärmedämmung nachträglich gemacht wird, verwendet man i.d.R. eine Außendämmung. Innendämmung kommt nur partiell bei denkmalgeschützten Gebäuden zum Einsatz, da sie bauphysikalisch nur sehr aufwendig beherrschbar ist.

Der optimale Dämmstoff besitzt mehrere Eigenschaften: Er ist schlecht Wärme leitend, hat also einen niedrigen statischen U-Wert, aber auch eine hohe Wärmekapazität, die eine Verlangsamung der Gebäudeerwärmung im Sommer oder Auskühlung im Winter bewirkt.

Er ist nässe-resistent und hydrophil, kann also auftretende Feuchtigkeit schnell verteilen und wieder abgeben. Weil Dämmstoffe meistens nicht all diese Eigenschaften auf einmal besitzen, werden sie oft kombiniert eingesetzt.

(Stand 2007)

Photovoltaik

Photovoltaikanlagen erzeugen mittels Solarzellen elektrische Energie aus Sonnenlicht – und das ganz ohne Emissionen.

ABER: hoher Material-, Flächen- und Kostenaufwand im Vergleich zu herkömmlichen Energiesystemen. Innerhalb der erneuerbaren Energien ist die Photovoltaik noch die teuerste Form der Stromerzeugung.

Grund: Die geringe Energieeinstrahlungsdichte und die mit heutigen kommerziellen Technologien nur geringe Energieausbeute (Wirkungsgrade zwischen etwa 10 und 15 %)

Die kleinsten üblichen Photovoltaik-Anlagen haben eine Leistung von 1 Kilowatt (kW). So eine Anlage braucht etwa acht Quadratmeter und sollte auf einem schattenfreien Dach montiert sein – ausgerichtet zwischen Südost und Südwest. Der konkrete Stromertrag ist von vielen Faktoren abhängig, wie etwa der genauen Himmelrichtung, dem exakten Standort, der Neigung der Anlage und natürlich nicht zuletzt von der Sonne. Im Schnitt erzeugt solch eine 1kW-Anlage in Mitteleuropa etwa 800 Kilowattstunden Strom. Und das ist in etwa auch die Menge, die eine sparsame Person jährlich verbraucht. Statt den Strom selbst zu nutzen, können Sie ihn auch an den nächsten Stromnetzbetreiber verkaufen und dafür eine so genannte "Einspeisungsvergütung" kassieren.      


Förderung

Wer Sonnenenergie ins Stromnetz speist, bekommt dafür Geld. Wie viel ist abhängig von der Größe und Art der Anlage.
 
               
Für die Nutzung von Strom aus der Sonne gibt es drei Möglichkeiten:

- Die bekannteste und baulich meist genutzte ist die Rückspeisung in das öffentliche Stromnetz.

- Die am weitesten verbreitete ist die Nutzung im so genannten "Inselbetrieb", wie z. B. bei Solarleuchten, Campingeinrichtungen, Wohnmobile, Taschenrechner etc., zum Teil über Akkupufferung mit Netznachladung.

- Die am wenigsten gebräuchlichste ist die Paralleleinspeisung ins das private Stromnetz.

Um eine Rückspeisevergütung eines öffentlichen Stromversorgers für eine Anlage nach als Rückspeisung zu erhalten, ist eine Anlagen-Mindestgrößen von 1,4 kW Peak erforderlich. Dazu ist eine Kollektorfläche von ca. 10 m² mit optimaler Südausrichtung erforderlich. Diese Anlage bringt dann einen Stromertrag von ca. 1000 kWh pro Jahr. Bei Dachanlagen wird eine Einspeisevergütung von 0,574 €/kWh gewährt.

Es fällt also ein Ertrag von jährlich 574 Euro an. Als Investition sind aber mindestens 9.000 Euro anzusetzen. Bei gleich bleibender Einspeisevergütung würde sich die reine Investition in ca. 16 Jahren bezahlt machen. Nicht berücksichtigt sind dabei aber unerlässliche Wartungs- und Versicherungsaufwendungen, die den jährlichen Ertrag mindern. Die Lebensdauer der Anlage liegt - ohne Sturm- und Hagelschäden – bei rund 15 bis 20 Jahren.

Ein "Inselbetrieb" ist für ein konventionelles Wohnhaus uninteressant, weil die Stromversorgung eben nicht so gesichert ist. Dazu kommt, dass die Leistungspufferung über Batterien zurzeit noch ineffizient ist. Das ist heute nur etwas für Bastler und Solarfreaks, auch wenn der boomende Freizeitmarkt mittlerweile auch Haushaltsgeräte im Kleinspannungsbereich (12 bzw. 24 Volt Gleichstrom) anbietet.

Bei der Anlagenbauart als Paralleleinspeisung mindert sich der Strombezug aus dem öffentlichen Netz. Der Vorteil ist, dass keine Anlagenmindestgröße vorgegeben wird, also auch kleine Anlagen einbezogen werden können.

Bei Photovoltaikanlagen mit Netzeinspeisung bleibt immer zu beachten, dass der solare Gleichstrom im Niedervoltbereich in phasengleichen 230 Volt, 50 Hertz Wechselstrom transferiert werden muss. Dabei fallen ca. 25 % Umwandlungsverluste in Form von Wärme an.

(Stand 2007)

Sonnenkollektoren

Die Vorteile bei der Nutzung von Sonnenkollektoren für den Nutzer liegen auf der Hand. Wer mit Sonnenergie heizt spart Geld und schont die Umwelt. Die erzeugte Wärme kann für warmes Wasser und zum heizen genutzt werden. Wenn sie nicht unmittelbar benötigt wird, wird die Energie in einem Warmwasserspeicher zwischengespeichert und kann dann zu einem späteren Zeitpunkt verbraucht werden.

Der alleinige Einsatz von Solaranlagen zur Heizung kann problematisch sein, weil die Sonneneinstrahlung bei uns im Winter nicht sehr stark ist. In unseren Breitengraden ist eine monovalente solarthermische Versorgung eines konventionellen Wohnhauses nicht möglich. Für Privathaushalte bietet sich deshalb die Solarthermie an, um die Warmwassererzeugung gut zu unterstützen. Dadurch spart man wenigstens etwas: bis zu 50 Prozent kann die konventionelle Heizung reduziert werden.

Voraussetzung hierfür sind aber eine geeignete und ausreichend große Dachfläche mit Hauptrichtung Süd, eine kurze Anbindung an den Aufstellort des Warmwassererzeugers sowie ein geeigneter Erzeuger selbst. Da aus trinkwasserhygienischen Gründen möglichst wenig Wasser in Speicheranlagen bevorratet werden soll, ist die vernünftige Konzeption der Gesamtanlage wichtig.

Für Haushalte mit zwei und weniger Personen ist eine solarthermische Unterstützung zur Warmwassererzeugung wirtschaftlich zwar unsinnig, aber umweltpolitisch vernünftig. Für Anlagen ab drei Personen wird die Anlagentechnologie wirtschaftlich, weil dann eine Bevorratungsmenge möglich wird, die mit einer einfachen solarthermischen Einrichtung bis zu 60 Prozent der Energiekosten zur Warmwassererzeugung einsparen kann, überwiegend in der Übergangszeit und den Sommermonaten.      

           
Was kostet mich das?

Für eine Umrüstung ist mit einem Kostenaufwand zwischen 4.500 und 6.500 Euro einschließlich neuem Warmwassererzeuger zu rechnen. Für die Warmwassererzeugung ist für einen 4-Personen-Haushalt mit etwa 700 l Heizöl pro Jahr als Energieaufwand zu rechnen, da Warmwasser das ganze Jahr zur Verfügung stehen soll. Bei der Nachrüstung einer solarthermischen Unterstützung kann sich der fossile Energieeinsatz um ca. 400 l pro Jahr mindern, das können bis zu 320 Euro jährlich sein. Diese Anlagentechnologie amortisiert sich innerhalb ihrer Lebensdauer.      

                   
Technische Voraussetzungen

Eine heizungstechnische Unterstützung mit Solarthermie bedarf einiger anlagentechnischer Voraussetzungen am Bauwerk. Zum einen muss eine ausreichend große Dachfläche mit Südausrichtung zur Aufnahme der Kollektoren vorhanden sein, zum anderen funktioniert der Solareinsatz nur vernünftig bei Fußboden- oder Wandheizungen bzw. stark überdimensionierten Heizkörpern und dann auch nur bei einem sehr gut gedämmten Haus. Einen energetischen Altbau nur mit einer solarthermischen Heizung nachzurüsten wird keinen Erfolg mit sich bringen.

Für Heizungsunterstützung sind Flachkollektoren weniger geeignet, weil sie einen geringeren Wirkungsgrad bei tiefen Außentemperaturen haben. Hier sind Vakuum-Röhrenkollektoren angesagt, aber die sind auch deutlich teurer. Zur Nachrüstung eines entsprechenden Einfamilienhauses ist mit etwa 12.000 bis 16.000 Euro zu rechnen, wobei dann auch die Warmwassererzeugung beinhaltet ist.

Bei der Nachrüstung einer solarthermischen Heizungsunterstützung kann sich der fossile Energieeinsatz um ca. 1.000 l pro Jahr mindern, das können bis zu 800 Euro jährlich sein. Diese Anlagentechnologie amortisiert sich innerhalb ihrer Lebensdauer.      
               
Förderung: Über die KfW oder die BAFA:

Die Abgrenzung erfolgt über die Größe der Anlage:

- Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt zinsverbilligte Darlehen. Anträge müssen Eigentümer vor Baubeginn über ihre Hausbank stellen.

- Das Bundesumweltministerium vergibt über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine so genannte Basisförderung. Anträge sind direkt an das Bundesamt zu stellen:

-> Für Solarkollektoren für die Warmwasserbereitung beträgt die Förderung 40 Euro je Quadratmeter installierter Bruttokollektorfläche, mindestens jedoch 275 Euro
-> Für Solarkollektoren für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, für die Bereitstellung von Prozesswärme und zur solaren Kühlung bis 40 Quadratmeter installierter Bruttokollektorenfläche gibt es eine Förderung von 70 Euro pro Quadratmeter.

(Stand 2007)

Geld vom Staat - für Energiesparen und erneuerbare Energien

Hier finden Sie die Broschüre des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit zum Themenbereich als PDF:

Geld vom Staat - für Energiesparen und erneuerbaren Energien (1,8 MB)


Umwelttipp - Stromsparen im Büro:

Tipp 1:
Bürogeräte nur bei Bedarf einschalten. Häufig werden z.B. Drucker und Kopierer bei Arbeitsbeginn eingeschaltet und sind die ganze Arbeitszeit über in Betrieb, obwohl sie nur wenige male genutzt werden. Schalten Sie Geräte nur ein, wenn Sie sie wirklich benötigen und schalten Sie sie in den Zwischenzeiten ab. Einige Geräte, wie z.B. Kopierer benötigen bis zu 75 % der Energie im den Stand-by-Betrieb. Bei Neuanschaffungen über den Energieverbrauch bei Betrieb und Stand-by und über Stromsparfunktionen informieren.

Tipp 2:
Bildschirmschoner sind keine Energiesparer. Ungefähr 60% der Energie eines PC´s braucht der Monitor. Ein Bildschirmschoner hat nichts mit Energiesparen zu tun. ER verhindert nur, daß sich Bilder in den Monitor "einbrennen". Bildschirmschoner mit komplizierte Grafik und vielen bewegten Elementen benötigen oft mehr Rechnerleistung und damit mehr Energie als das eigentliche Arbeitsprogramm. Energiesparend sind nur Funktionen, die den Bildschirm bei längerer Benutzungspause automatisch ausschalten.

Tipp 3:
Bei Druckern vor dem Kauf die Anforderungen klären. Eine sehr hohe Druckgeschwindigkeit und sehr hohe Druckqualität sind nur in wenigen Fällen wirklich notwendig. Vor der Anschaffung darüber informieren, welches System für Ihre Bedürfnisse am energiesparensten arbeitet. Laserdrucker benötigen üblicherweise mehr Energie als Tintenstrahldrucker.

Tipp 4:
Laserdrucker abschalten. Bei Laserdruckern lohnt sich das Ausschalten in den Pausen (Frühstück, Mittag). Wenig genutzte Drucker sollten auch nur bei Bedarf eingeschaltet und möglichst frühzeitig abgeschaltet werden. Werden z.B. pro Tag 50 Druckseiten erstellt, spart das Ausschalten in den Zwischenzeiten bis zu 70 % Strom.

Tipp 5:
Kopiergeräte nach Bedarf einschalten. Bei Kopiergeräten werden durchschnittlich nur 25 % des verbrauchten Stromes für die Erstellung von Kopien benötigt, 50 % werden im Stand-by-Betrieb verbraucht, die restlichen 25 % benötigt der ausgeschaltete Kopierer um die lichtempfindliche Trommel zu heizen und zu verhindern, daß diese beschlägt. In längeren Pausen sollten Sie den Kopierer ausschalten. Wenig genutzte Kopierer bei Nichtnutzung ausschalten. Vereinbaren Sie feste Kopierzeiten. Bei Neuanschaffungen darauf achten, daß das Gerät über eine Strom-Spar-Funktion verfügt.

Tip 6:
Fax-Gerät beim Kauf auf Stand-by-Verbrauch achten. Das Fax-Gerät ist oft 24 Stunden in Betrieb. Die meiste Zeit davon wartet es nur auf Anrufe. Über 80 % der benötigten Energie werden im Stand-by-Betrieb verbraucht. Beim Kauf ist daher unbedingt auf einen niedrigen Stand-by-Verbrauch zu achten.

Tip 7:
Haushaltsgeräte im Büro nur sparsam einsetzen- Bedarf prüfen. Bei der Nutzung von Haushaltsgeräten in Büroräumen heißt die wichtigste Regel: Möglichst darauf verzichten (auch aus Sicherheitsgründen). Vorhandene Geräte sparsam einsetzen. - Kaffee in der Thermoskanne warm halten. Hauptenergieverbraucher ist oft nicht das Kaffee kochen selber, sondern das Warmhalten des Kaffees auf der Heizplatte der Maschine. Benutzen Sie eine Thermoskanne und schalten Sie die Kaffemaschine rechtzeitig ab. - Ein gut genutzter Kühlschrank ist besser als zwei halbleere. Setzen Sie möglichst wenige, gut genutzte Kühlschränke ein. Alte Kühlschränke sollten nicht im Büro "entsorgt" werden. Sammeln Sie lieber für einen sparsamen "Neuen". Warmwasserspeicher ausschalten. Warmwasserspeicher finden Sie unter Handwaschbecken. Diese Geräte verbrauchen ständig Strom, um die Wassermenge auf die eingestellte Temperatur zu bringen und zu halten. Schalten Sie die Geräte aus, zum Händewaschen genügt normalerweise kaltes Wasser. Wasser zum Geschirrspülen möglichst mit Durchlauferhitzern oder Kochendwassergeräten bereitstellen. Heizlüfter verbieten. Der Gebrauch von Heizlüftern in den Büroräumen sollte verboten sein und nur in Ausnahmefällen genehmigt werden. Sie sind unnötige Stromverbraucher und auch aus Sicherheitsgründen (Brandgefahr) bedenklich.

Kostenlose Strommessgeräte um Energieverbräuche zu messen erhalten Sie bei Ihrem regionalen Energieunternehmen, der ÜWAG, Bahnhofstraße 2, 36037 Fulda, Telefon: 0661 121 00.

Broschüren zum herunterladen

Ansprechpartner:

Axel Horst

Gebäude: Palais Altenstein
Zimmer: B 110
Telefon: (06 61) 102-1775
Telefax: (06 61) 102-2775