Gesundheitsgefahr durch die Herkulesstaude

Die Herkulesstaude im Stadtgebiet - Vorsicht und fachgerechte Eindämmung ist wichtig

Die Herkulesstaude ist aus der Ferne sehr dekorativ, aus der Nähe jedoch nicht ungefährlich. Sie fällt besonders im Juli wegen ihrer enormen Höhe und den großen, weißen Blüten auf.
Die Hauptverbreitung der mehrjährigen Pflanze ist entlang der Ufer der Fulda und der Bachläufe. Betroffen sind aber auch Straßenböschungen, Banketten von Rad- und Fußwegen, verwilderte Grundstücke, Gärten und Grünanlagen. Stellenweise treten die Pflanzen sogar auf Ackerflächen und Weiden auf.

Durch Berührung können zum Teil schwerwiegende Hautverbrennungen auftreten, die durch den Kontakt mit dem Pflanzensaft in Verbindung mit dem Sonnenlicht zustande kommen.
Es ist daher sehr wichtig, jeden Hautkontakt mit der Pflanze und dem Pflanzensaft vermeiden. Wurde die Pflanze dennoch berührt, darf die betroffene Hautpartie keinesfalls dem Sonnenlicht ausgesetzt werden.


Deshalb müssen auch bei der Eindämmung immer Handschuhe und geschlossene Kleidung getragen werden. Außerdem sollten die Arbeiten möglichst nicht bei Sonnenschein durchgeführt werden.
Um die Herkulesstaude erfolgreich einzudämmen gibt es nur 2 Methoden:

1.    Ausgraben der Pflanzen von April bis zum Einsetzen der Frostperiode!
2.    Entfernung des Samenstandes im Juli wenn die Hauptdolde bereits schwere Samen angesetzt hat und sich langsam gelb verfärbt!


Alle anderen Methoden führen nicht zum Absterben der Pflanzen sondern fördern vielfach die weitere Verbreitung.

Im April, wenn die jungen Herkulesstauden austreiben, kann die Bekämpfung am leichtesten erfolgen, da sich noch keine große „Wurzelknolle“ gebildet hat. Die ausgegrabenen Pflänzchen mit Wurzel werden getrocknet und dann in den Restmüll gegeben. Später muß die „Wurzelknolle“ mitausgegraben werden, um die Pflanzen erfolgreich zu bekämpfen. Auch hier die Pflanze bitte trocknen und in den Restmüll geben.

Die Samenstände müssen ab Mitte Juli geerntet werden, die Mitteldolde hat dann bereits schwere grüne Samen angesetzt.
Spätestens mit dem Beginn der Gelbfärbung müssen die Samenstände mit allen Nebenblüten geschnitten werden. Die Pflanze selbst muss dann nicht mehr entfernt werden, da diese im Herbst abstirbt. Die Samenstände sollten verbrannt bzw. der Müllverbrennung zugeführt werden.
Dazu bitte die Samen in eine Plastiktüte geben und verschließen, um eine Verbreitung auf dem Transportweg zu vermeiden.
Wichtig: Alle behandelten Flächen müssen auf Nachblüten und Neuaustrieb kontrolliert werden, eventuell muß der Vorgang wiederholt werden.

Die Stadt Fulda selbst dämmt die Herkulesstaude nur im Umfeld von Schulen, Spielplätzen und Kindertagestätten ein. Ebenso werden ausschließlich Gefahrenpunkte an Geh- und Radwegen sowie in Grünanlagen bearbeitet.
Bestände im Außenbereich insbesondere entlang der Gewässer werden nur bei Notwendigkeit bekämpft.

Sollten Ihnen Einzelpflanzen oder kleinere Bestände auffallen, die an Wegen oder an Flächen stehen und die leicht unbeabsichtigt berührt werden könnten, melden Sie uns die Pflanzen unter möglichst genauer Ortsangabe über das Umwelttelefon 0661  102-1777.
Wir überprüfen Ihre Angaben und werden bei Bedarf tätig.

Anprechpartner

Rolf Suchy
Grünflächen- Umwelt- und Friedhofsamt
Gebäude:Palais Altenstein
Zimmer:B 206
Telefon:(06 61) 102-1787
Umwelttelefon Umwelttelefon
Grünflächen- Umwelt- und Friedhofsamt
Gebäude:Palais Altenstein
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Telefon:(06 61) 102-1777
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Der Magistrat der Stadt Fulda
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