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Vachaer Straße

Ungefähr 800 Jahre war Vacha fuldisch, bis es 1648 an Hessen-Kassel kam, weil Hessen Teile der Stadt pfandweiße besaß. Der Übergang über die Werra, die Brücke von Vacha war von großer Bedeutung. Über sie zog die Straße von Frankfurt über Fulda, Hünfeld nach Vacha weiter über Eisenach nach Erfurt und Leipzig. Deshalb wurde der fuldische Amtsort Vacha 1186 bereits Stadt und erhielt zum Schutze der Brücke eine Burg. Aus Vacha stammt der Servitenmönch Heinrich König, von dem eine Beschreibung des Wallfahrtsweges nach Santiago stammt und weiterhin der Theologe Georg Witzel, der sich als fuldischer Rat für die Wiedervereinigung im Glauben einsetzte und 1541 die fuldische Kirchenordnung formulierte. Vachas Zugehörigkeit zu Hessen währte nur ca. 150 Jahre, bis der Wiener Kongress es an Sachsen-Weimar, nach Thüringen gab. Hier war es das Zentrum des Kalibergbaues.

 

Vemelsruh

Übernommene Bezeichnung dieses Platzes mit weitem Blick, dort wo die Straße den Wald verlässt.

 

Venusstraße

Die Venus, der 2. der großen Planeten unseres Sonnensystems, als “Abendstern“ besungen.

 

Vogelsbergstraße

Die Straße weist in ihrem Zuge auf das westlich vor Fulda sich erhebende Basaltgebirge “Vogelsberg“, das über den Landrücken (Distelrasen) mit der Rhön zusammenhängend, das Fuldaer Becken umrandet.

 

Volkersbergstraße

Volkersberg, ehemals fuldisches Franziskanerkloster bei Brückenau.

 

Voltastraße

Benannt nach Alessandro Volta, geb. 1745 in Como, gest. 1827 in Como, Elektrophysiker. Nach ihm ist die Bezeichnung “Volt“ benannt.

 

Von-Braunfels-Straße

Benannt nach der Familie von Solms-Braunfels, die 1847 den “Tretz-Hof“ erwarb.

 

Von-Brentano-Straße

Benannt nach Heinrich von Brentano, geb. am 20. Juni 1904 in Offenbach, gest. 14. November 1964 in Darmstadt. Rechtsanwalt, Mitbegründer der CDU in Hessen, bedeutender Politiker der Nachkriegszeit mit verschieden Ämtern. Als Bundesminister des Auswärtigen 1955 bis 1961 vertrat er mit Nachdruck die außenpolitische Konzeption Adenauers. Seit Juni 1950 Mitgliedes des Europarats, war er besonders um die Einigung Europas bemüht. Er war maßgeblich an der Ausarbeitung der Europa-Verträge beteiligt.

 

Von-Galen-Straße

Clemens August Graf von Galen, der “Löwe von Münster“, Bischof dieser Stadt, geb. 16 März 1878, war der Repräsentant des katholischen kirchlichen Wiederstandes, der mit seinen mutigen Predigten, seinem Vaterlande dienend, unaufhörlich das System bekämpfte. Man wagte nicht, Hand an ihm zu legen. Anfang März 1946 zum Kardinal ernannt, starb er am 22. März 1946.

 

Von-Mengersen-Straße

Benannt nach Konrad von Mengersen (geb. 1677, gest. 1753). Ab 1715 Propst zu Johannesberg, ist ihm die barocke Anlage der Propstei zu verdanken, besonders die großartigen Gartenanlagen.

 

Von-Schildeck-Straße

Der geheime Rat Konstantin von Schildeck vermachte im Jahre 1789 dem Stadtrat zu Fulda einen großen Teil seines Vermögens (54.000 Gulden) “zur Unterstützung und Aufhelfung zurückgekommener Bürger“.

 

Von-Schleiffras-Straße

Adalbert I. von Schleiffras, Fürstabt von Fulda (1700 bis 1714). Unter ihm wurde durch Johann Dientzenhofer der Dom, das Stadtschloss, Schloss Bieberstein und weitere Bauwerke errichtet.

 

Von-Schlereth-Straße

Benannt nach Hans Burkhard Schlehenried genannt Schlereth, aus dem ursprünglich adligen Geschlecht von Schlehenried , geb. 14. Mai 1703 in Eibelstadt, gest. 16. April 1766 in Fulda. Student der Medizin in Würzburg. 1726 zum Dr. med. promoviert. 1727 Hofmedikus und Landphysikus, Hofrat und Geheimer Rat. 1742 Erhebung in den Adelsstand, Annahme des Beinamens als Familienname. Er baute einen Flügel des heutigen Hotels “Zum Kurfürsten“ aus und kaufte zwei Landgüter in Besges und Malkes.

 

Von-Stauffenberg-Straße

Claus Schenk Graf von Stauffenberg, geb. 15. November 1907, in Afrika schwer verwundeter Generalstabsoffizier, legte der Enkel Gneisenaus als Chef des Generalstabs beim Oberbefehlshaber des Ersatzheeres am 20. Juli 1944 die Bombe, um Hitler zu beseitigen und den sinnlosen Krieg abzukürzen, entsprechend seinem Leitmotiv (Wir wollen eine neue Ordnung, die alle Deutschen zu Trägern des Staates macht und ihnen Recht und Gerechtigkeit verbürget).

 

Von-Tresckow-Straße

Henning von Tresckow, aus alter Offiziersfamilie am 10. Januar 1901 in Magdeburg geboren, kam über den ersten Weltkrieg, wo er mit 17. Jahren schon Leutnant war, über die Reichswehr zum Bankwesen. Nach längerem Auslandsaufenthalt kehrte er zum Militär zurück und 1939 schon erster Generalstabsoffizier einer Division. Als eine der markantesten Persönlichkeiten der militärischen Opposition sammelte er Offiziere zum Wiederstand gegen den Missbrauch der Wehrmacht durch Hitler. Am 21. Juli 1944 endete sein Leben.

 

Von-Welsch-Straße

Maximiliam von Welsch, geb. 1671, gest. 1749, hat als mainzischer Baumeister und General Schloss Biebrich gebaut, sowie Bauten in Mainz und Erfurt geschaffen. Er ist der Schöpfer der Fuldaer Orangerie (1719-1739), eines seiner besten Werke.

 

Voortkapeler Straße

Benannt nach einem Ortsteil der Gemeinde Westerlo in der flämischen Provinz Antwerpen/Belgien. Voortkapel sollte auf Grund der langjährigen freundschaftlichen Verbindung der Menschen  in das Bewusstsein der Mitbürger, gerade in den westlichen Stadtteilen gerückt, und die internationale Freundschaft gestärkt werden.

 

Vor dem Peterstor

Das “Vor dem Peterstor“ liegende, zur Peterberger Straße führende Straßenstück ist nicht zu verwechseln mit der Bezeichnung “Peterstor“ Das Peterstor lag als viereckiger, mit Ausbauten versehener Turm im Stadtmauerzug bei dem Verlagshaus Parzeller & Co. Über den davorliegenden Graben führte eine Brücke. Der halbkreisförmige Ausbau des Vortorhauses für die Wache ist erhalten geblieben (Verkehrsinsel). Das Tor wurde im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts abgerissen.

 

Rundgang 360
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