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Rabanusstraße

Rabanus Maurus, geb. 780, gest. 856, der bedeutendste Leiter der Fuldaer Klosterschule, Abt von 822 bis 842, später Erzbischof von Mainz, Praeceptor Germaniae genannt, förderte die Sammlung germanischer Heldenlieder und Sagen, wie er die Werke der Antike der Nachwelt übermitteln half. Der Hymnus Veni Creator Spiritus ist sein Werk, ebenso das Werk De laudibus sanctae crucis.

 

Raiffeisenweg

Benannt nach Friedrich Wilhelm Raiffeisen, geb. 30. März 1818 in Hamm an der Sieg, gest. 11. März 1888 in Neuwied. Die Notlage der Landwirtschaft um die Mitte des 19. Jahrhunderts führte Raiffeisen zum Genossenschaftsgedanken. Zunächst auf dem Prinzip der Wohltätigkeit, später auf der Idee der Selbsthilfe aufbauend, gründete er örtliche Kreditgenossenschaften und Zentralkassen, aus denen sich ein landwirtschaftliches Genossenschaftswesen entwickelte, das heute für viele Länder als beispielhaft gilt.

 

Rangstraße

Franz Rang, geb. 18. Juli 1831 in Neuhof, gest. 07. Oktober 1893 in Kassel. Oberbürgermeister von Fulda vom 20. Juni 1862 bis zu seinem Tode. Unter ihm kaufte 1893 die Stadt vom Landgrafen von Hessen das Schloss, um es als Rathaus zu verwenden.

 

Ratgarstraße

Abt Ratgar (803-817), einer der bedeutendsten Baumeister seiner Zeit, war unter Abt Baugulf schon leitender Architekt der klösterlichen Bauten. Die große Basilika, dreischiffig mit Querhaus, zwei Apsiden und zwei Krypten, lange Zeit die größte Kirche nördlich der Alpen, ist sein Werk. Wegen seiner Bauleidenschaft musste er abdanken, zog sich auf das von ihm gegründete Chorherrenstift auf dem Frauenberg zurück und liegt auch dort begraben.

 

Rauschenbergstraße

Benannt nach dem Rauschenberg, einer Erhebung (471 m) nordöstlich der Stadt, der im Jahre 980 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der heute noch erhaltene, zum Aussichtsturm ausgebaute Wartturm, gehörte zu den innerhalb eines Überwachungssystems rings um Fulda angelegten Warttürmen.

 

Reesbergstraße

Benannt nach dem im militärischen Sperrgebiet gelegenen 864 m hohen Reesberg, über dem eine alte Landwehr zieht und an dessen östlichen Hang die Schwedenschanze gelegen ist. Der Reesberg sicherte mit diesen Anlagen den Pass ins Tal der Sinn und Brand vom Talgebiet der Fulda aus gesehen.

 

Regensburger Straße

Regensburg, eine keltische Siedlung, seit 179 römisches Legionslager, wurde Sitz der bayrischen Herzöge bis 788 und der ostfränkischen Karolinger und ist seit 739 Bischofsitz (Bonifatius). 1245 wurde Regensburg freie Reichsstadt als führende Handelsstadt. Sitz des immerwährenden Reichstages 1663 bis 1806, 1810 kam die Stadt an Bayern. Sie ist reich an romanischen, gotischen und barocken Baudenkmälern und den das Stadtbild beherrschenden Geschlechtertürmen.

 

Reichenberger Straße

Reichenberg, das tschechische Liberec liegt in Nordböhmen, an der Görlitzer Neiße, in einem von Jeschken- und Isergebirge umschlossenen Talkessel. Bedeutsam der Marktplatz (Altstädter Platz), die barocke Heiligkreuzkirche (1695), das Schloss der Clam-Gallas, Bürgerhäuser (17.-18- Jahrhundert u.a. die Wallensteinhäuser) und das alte Gewerbeviertel zwischen Neiße und Tuchplatz. Im 19. Jahrhundert Zentrum der Tuchmalerei und Glaserzeugung.

 

Rheinstraße

Benannt nach dem Rhein, der mit 1320 km Länge der bedeutendste, den Süden mit dem Norden verbindende Strom ist, drei große mitteleuropäische Landschaftsgürtel vereinigend. An ihm liegen bedeutende Kultur- und Industriezentren. Sagen, Burgen, Wein und Lieder haben ihn zum Symbol werden lassen.

 

Rhönstraße

Sie verdankt ihren Namen dem langjährigen Präsidenten des Rhönklubs, Baumeister Karl Wegener (gest. 1914), der ihre ersten Häuser erbaut hat.

 

Richard-Müller-Straße

Richard Müller, Fuldaer Reichstagsabgeordneter des Zentrums. Geb. am 6. Oktober 1851, gest. 14. November 1931. Vertrat den Wahlkreis Fulda. Er war bekannt unter dem Namen “Müller Fulda“. Die Erbauung des St.-Josephs-Heimes ist im Wesentlichen seiner finanziellen Förderung zu danken.

 

Richard-Wagner-Straße

Richard Wagner, Musikdramatiker, geb. 1813, gest. 1883. Einige seiner Werke: Der fliegende Holländer, Tannhäuser, Lohengrin, Tristan und Isolde, Der Ring der Nibelungen, Die Meistersinger, Parzifal.

 

Richterstraße

Professor Dr. Gregor Richter, 1874-1945, Professor für Kirchengeschichte am Priesterseminar Fulda, war jahrelang der Herausgeber der “Fuldaer Geschichtsblätter“ und der “Quellen und Abhandlungen zur Geschichte der Abtei und der Diözese Fulda“. Er verfasste zahlreiche Arbeiten und Aufsätze zur fuldischen Geschichte. Beachtenswert seine Veröffentlichungen über die “Ersten Anfänge der Bau- und Kunstfertigkeit des Klosters Fulda“ sowie seine “Beiträge zur Geschichte der Grabeskirche des hl. Bonifatius in Fulda“.

 

Rittergasse

In dieser Gasse lagen früher die Kemenaten mehrer Rittergeschlechter.

 

Rittlehnstraße

Benannt nach den vier ehemaligen Rittlehnshöfen in Maberzell. Der Besitz eines Rittlehens musste dem Abt auf Anforderung einen ausgerüsteten Reiter mit Pferd stellen.

 

Robert-Kircher-Straße

Robert Kircher, 1852-1911, Fulda, Kaufmann und seit 1879 außerordentliches und ab 1886 ständiges Mitglied des Bürgerausschusses sowie Stadtrat, ab 1888 Mitglied des Kreistages, seit 1893 für 5 Jahre Landtagsabgeordneter. Wegen seiner Verdienste auf kommunalpolitischem Gebiet erkannte ihm die Stadt 1906 die Ehrenbürgerrechte zu.

 

Robert-Koch-Straße

Dr. Robert Koch, geb. 1843, gest. 1910. Der Begründer der Bakteriologie, zuerst Kreisarzt in Wollstein, dann 1883 Direktor des Hygienischen Institutes der Universität in Berlin, entdeckte den Tuberkelbazillus und den Choleraerreger. Er erforschte ferner die Schlafkrankheit, die Malaria und die Verhütung und Bekämpfung dieser Krankheiten. 1905 erhielt er den Nobelpreis für Medizin.

 

Robert-Kronfeld-Straße

Robert Kronfeld (geb. am 5. Mai 1904, gest. am 12. Februar 1948) erzielte 1929 und 1930 Höhen- und Streckenrekorde auf der Wasserkuppe, schaffte als erster einen motorlosen Flug über 100 km, war Sieger der Rhönwettbewerbe 1929 und 1930; 1931 Gleitflug über den Kanal. 1948 stürzte er in England ab.

 

Rochusstraße

Die Rochusstraße führt zum Rochusberg, nördlich des Ortes mit der Wallfahrtkapelle zu Ehren des Pestheiligen Rochus.

 

Rodgeser Straße

Benannt nach dem kleinen Dorf westlich des Schulzenberges. An der vorgeschichtlichen Semita antiqua und im Gebiet der Karlmann-Schenkung gelegen. Urkundlich wird es erstmals in einem Güterverzeichnis des Klosters Fulda (aus den ersten Viertel des 11. Jahrhunderts) genannt: “Rodegastes“ = Hof des Hruodgast.

 

Ronsbachstraße

Die Straße wurde nach dem in ihrer Nähe vorbeifließenden Bach benannt.Früher hieß das Gewässer “Ronchesbach“. Dies ist ein Wasser, welches aus einem mit Baumstümpfen bestandenen Gelände kommt.

 

Rosenberger Straße

Benannt nach der Stadt Rosenberg in Oberschlesien.

 

Rosengasse

Offenbar die Gasse, die zur Roßaue führt, vielleicht aber auch die Gasse, in der man mit vorliebe Rosen zog.

 

Roßkuppenstraße

Benannt nach der Roßkuppe, der höchsten Erhebung im Forst Mackenzell zwischen Dietershan und Dammersbach.

 

Röstenweg

Benannt nach einem Bearbeitungsvorgang bei der Flachsaufbereitung, dem Rösten, worunter ein Freilegen der Faserbündel zu verstehen ist. Entlang dieses Weges wurde früher offenbar Flachs geröstet.

 

Rote Hohle

Alter Flurname.

 

Röthweg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Ruhrstraße

Benannt nach dem rechten Nebenfluss des Rheins (325 km lang).

 

Ruprechtstraße

Da Knecht Ruprecht der getreue Begleiter des gabenspendenden Nikolaus ist, so hat man dem in die Nikolausstraße mündenden Seitenweg den Namen Ruprechtstraße gegeben.

 

Rundgang 360
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