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Maberzeller Straße

Ursprünglich “Maganberathescella“, von einem Mönch namens Maganberath gegründete  “Zelle“.

 

Mackenrodtstraße

Benannt nach dem ersten Fuldaer Oberbürgermeister Johann Jodocus Daniel Mackenrodt, geb. am 19. Januar 1790 in Römershag bei Brückenau, gest. 31. Mai 1859 in Fulda. Als Expedient trat er in den Dienst der Stadt Fulda, wurde bald Staatsekretär und nach der Einführung des Kurhessischen Gemeindeordnung (23. Oktober 1834) im Jahre 1835 zum ersten Oberbürgermeister der Stadt Fulda gewählt. Seine Amtsführung war durch gewisse autoritäre Züge gekennzeichnet, die ihm viel Feindschaft eintrug und 1848 sogar eine sogenannte “Katzenmusik“. Er verließ daraufhin sein Amt und wurde 1850 von der Regierung wieder in dasselbe zurückgeführt. Mackenroth hat sich um den Aufbau einer modernen Kommunalverwaltung große Verdienste erworben. Die Stadt Fulda verdankt Ihm viele Einrichtungen zum Wohle der Bürger, z.B. die Grünanlagen in und um Fulda, die Überdeckung und Pflasterung des Wollwebergrabens und anderes. Sein Grab sollte auf seinen Wunsch nicht durch einen Stein, sondern durch eine knorrige Eiche gekennzeichnet werden.



Marderweg

Benannt nach dem Wald- und Zivilisationstier Marder - im Stadtteil Haimbach.


Maganbertstraße


Vermutlich zurückgehend auf die Celle eines Maganbert im Gebiet der Karlmannschenkung.

 

Magdeburger Straße

Benannt nach der Stadt Magdeburg. In dieser Straße errichtete die Magdeburger Feuerversicherungsgesellschaft, die einige Jahre ihre Hauptverwaltung in Fulda hatte, zur Unterbringung ihrer Bediensteten mehrere Wohnblocks. Früher hieß die Straße “Am Watschel“.

 

Maglianastraße

Benannt nach den römischen Stadtteil Magliana, in dem sich das Katakombengrab der drei Fuldaer Stadtpatrone (Beatrix, Faustinus, Simplizius) befindet.

 

Mährisch-Schönberger-Straße

Tschechische Stadt (heute: Sumperk) in Nordmähren, im Süden des Altvatergebirges. Im 13. Jahrhundert gegründet, war sie Stapelplatz an der Straße nach Polen. Schloss aus dem 16. Jahrhundert und gotische (barockisierte) Kirche.

 

Mainstraße

Bedeutender rechter Nebenfluss des Rheins (324 km lang). Er entspringt im Fichtelgebirge und mündet gegenüber Mainz in den Rhein.

 

Mainzer Straße

Benannt nach Mainz, der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz. Sitz der Landesregierung, zahlreicher anderer Behörden und Einrichtungen und einer Universität. Die Anlagen der Römerzeit reichen bis in das 2. Jahrzehnt vor Christus zurück. Bonifatius machte Mainz zur kirchlichsten Metropole Deutschlands. Führende Mainzer Erzbischöfe des 8. und 9. Jahrhunderts waren zuvor Äbte des Klosters Fulda. Der Erzbischof von Mainz war als Primas Germaniae Hofbischof des Kaisers und als Erzkanzler der führende Fürst des Reiches. Mitte des 15. Jahrhunderts erfand Gutenberg in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Lettern. Trotz großer Zerstörung im 2. Weltkrieg blieb eine Reihe bedeutender Baudenkmäler erhalten oder konnte wiederhergestellt werden (der Dom, Stephanskirche, St. Quintin, die Karmeliterkirche, die barocken Kirchen St. Peter und St. Ignatz, das Kurfürstliche Schloss, Adelspäpste und anderes).

 

Marbachweg

Benannt nach dem großen Dorf an der Straße zwischen Fulda und Hünfeld und am Marbach, einem Nebenbach der Haune. Mündung und Quelle des “Marcbaches“ werden schon anlässlich der Karlmann-Schenkung (743/747) an das Kloster Fulda genannt. Der Name der nahegelegenen “Zellmühle“ und einige Flurnamen lassen auf eine vom Kloster Fulda aus gegründete Mönchzelle schließen. 1093 werden Bach oder Dorf in der Margretenhauner Markbeschreibung genannt. Das Dorf wird sicher erstmals in der Urkunde des Jahres 1228 erwähnt. Die mittelalterliche Kirche, deren wehrhafter Turm aus dem Jahre 1436 stammt, brannte um 1650 ab und wurde 1696 wiederaufgebaut. Der jetzige Bau wurde 1923 konsekriert. Als Titular wird schon 1656 der hl. Ägidius angegeben.

 

Margarethenstraße

Margaretha gehörte zu den 14 Nothelfern, Märtyrerin, um 307 unter Diokletian enthauptet. Ihr Attribut ist ein Drache. Die Straße liegt in der Nachbarschaft der Marienstraße und der Elisabethenstraße.

 

Marianne-Werefkin-Straße

Benannt nach der russischen Malerin (1860 –1938), die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

 

Maria-Ward-Straße

Benannt nach der Gründerin einer katholischen Schwesterngemeinschaft für die Mädchenbildung (1585-1645).

 

Marienbader Straße

Benannt nach der tschechischen Stadt im Kreis Westböhmen, bekannt durch seine reichen Vorkommen an Mineralquellen gegen vielfältige Krankheiten. Von den westböhmischen Weltkurorten ist Marienbad der jüngste. Goethes “Marienbader Elegie“ (1823) entstand nach dem letzten seiner zahlreichen Besuche der westböhmischen Kurorte.

 

Marienburger Straße

Die Burg Marienburg wurde vom Deutschen Orden seit 1272 erbaut, im 14 Jahrhundert erweitert. Als einzigartiger Baukörper vereinigt die Marienburg die Funktionen einer Zentrale für den Gottesdienst und die Staatsführung des Deutschordensstaates. 1410 und 1454 wurde die Marienburg mit Erfolg gegen die Polen verteidigt, doch musste der Orden sie an seine unbezahlten Söldner verpfänden, die sie 1457 an Polen übergab. 1772 Abtretung an Preußen. Nach Zerstörung im zweiten Weltkrieg und Bränden in der Nachkriegszeit sind die Aufbauarbeiten fortgeschritten und die Marienburg wieder Mittelpunkt des Fremdenverkehrs. Die Siedlung Marienburg entstand im Schutz des Deutschen Ordens und erhielt 1276 Culm. Stadtrecht. Sie wurden planmäßig angelegt mit einer breiten Marktstraße und einem Rathaus (1365-1380) im Mittelpunkt.

 

Marienplatz

Der Platz ist benannt nach der fast lebensgroßen Sandsteinplastik der Gottesmutter mit Kind auf der Weltkuppel. Die Postamentinschrift lautet: Glorreiche Königin, himmlische Frau, milde Fürsprecherin, reinste Jungfrau, wende o Mutter voll seliger Ruhe Deine barmherzigen Augen uns zu.

 

Marienstraße

Maria Anna Müller geb. Sullivan, Gemahlin des ersten Anwohners der Straße.

 

Marktstraße

Sie hieß früher Uelmer- oder Uellersgasse, weil hier einst vorzugsweise Töpfer wohnten oder wehnigstens ihre Wahren an Markttagen feilboten. Uelner (Ueller, Iller) ist der alte Name des Töpfer.

 

Markusstraße

Markus der Evangelist schrieb das älteste und gleichzeitig kürzeste Evangelium. Anlässlich des Markusfestes fanden schon zur Zeit des Rabanus Maurus, bis ins 17. Jahrhundert, regelmäßig Wallfahrten am 25. April nach Haimbach statt. Die Kirche, 1462 Martin geweiht, brannte 1631 ab und wurde 1693 bei der Neuweihe dem Evangelisten Markus geweiht.

 

Marquardstraße

Abt Marquard 1150-1165, Reorganisator des Klosters Fulda befestigte die Stadt Fulda mit einer festen Mauer (Fischgrätenmauerwerk) und Türmen. Er errichtete die Burg Bieberstein, baute die Stadtpfarrkirche neu , ließ den Südturm der Stiftskirche samt Ostkrypta nach einem Einsturz erneuern und stellte durch seinen Kampf gegen das Raubritterunwesen im Stiftsland die Ordnung wieder her.

 

Marsstraße

Benannt nach Mars, dem vierten Planeten unseres Sonnensystems.

 

Martin-Luther-King-Straße

Martin Luther King war amerikanischer baptistischer Geistlicher. Er lebte von 1929 bis 1968 (ermordet), kämpfte gegen die Rassendiskriminierung und erhielt 1964 den Friedensnobelpreis.

 

Martin-Luther-Platz

Die auf dem Platz stehende Martin-Luther-Kirche wurde im Jahre 1934 errichtet.

 

Märzeller Straße

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Märzeller Weg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Mathäus-Claudius-Weg

Schriftsteller (1740-1815), der unter dem Decknamen "Asmus" in der Lokalzeitung "Wandsbecker Bote" Gedichte und Erzählungen veröffentlichte. Am bekanntesten ist "Der Mond ist aufgegangen".

 

Matthäusstraße

Benannt nach einem, am Ende der Straße stehenden Bildstock, zu Ehren des heiligen Matthäus.

 

Maulkuppenstraße

Erhebung in der Rhön, auf dem die Fuldaer Hütte steht.

 

Max-Beckmann-Straße

Deutscher Maler (1884-1950). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Maximilian–Kolbe-Straße

Erinnerung an Pater Maximilian Kolbe, der in Auschwitz sein Leben zugunsten eines Familienvaters geopfert hat.

 

Max-Liebermann-Straße

Benannt nach dem deutschen Maler (geb. 20. Juli 1847 – gest. 8. Februar 1935), der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

 

Max-Pechstein-Straße

Benannt nach dem deutschen Maler (1881–1955), der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

 

Max-Reger-Straße

Max Reger, hervorragender Musiker und Komponist der Jahrhundertwende, geb. 1873, gest. 1917. Generalmusikdirektor in Meinigen.

 

Max-Slevogt-Straße

Benannt nach dem deutschen Maler (1868 –1932), der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

 

Mehlerstraße

Benannt nach der Valerius Mehler AG, die hier Ihre Firmenzentrale hat.

 

Meistergasse

Sie hieß früher Henkersgasse und führt ihren jetzigen Namen nach der früher üblichen Bezeichnung Meister für den Henker, dessen Haus in dieser Gasse lag.

 

Memelstraße

Fluss und Landschaft im früheren Ostpreußen. Die Stadt Memel entstand neben einer 1252 angelegten Burg des Schwertbruderordens und erhielt lübisches Stadtrecht. 1328 an den Deutschen Orden. 1807-1808 war sie Zufluchtsort des preußischen Hofes. Von 1944-1990 unter sowjetischer Verwaltung. Seit 1990 gehört Memel, das heutige Klaipeda, zu Litauen.

 

Merkurstraße

Benannt nach Merkur, dem kleinsten Planeten unseres Sonnensystems.

 

Michael-Henkel-Straße

Michael Henkel, geb. 1780 in Fulda, gest. 1851, war als fürstbischöflicher Hofmusikus in Fulda, als Organist der Stadtpfarrkirche und als bekannter Komponist seiner Zeit sowie als langjähriger Musiklehrer am Gymnasium tätig.

 

Michaelsberg

Die Michaelskirche 820-822 von Abt Eigil als Rundkirche erbaut. Friedhofskirche der Benediktiner. Später, offenbar nach einer Zerstörung Wiederaufgebaut nach alten Plänen. Anschließend Erweiterung durch Schiff und Turm. Eines der hervorragendsten Bauwerke ottonischer Zeit. Krypta karolingisch.

 

Mierendorffstraße

Dr. Carlo Mierendorff, am 25. März 1897 in Darmstadt geboren, kehrte aus dem ersten Weltkrieg zurück mit dem Ziel der Verständigung, besonders mit Frankreich. Schriftstellerisch tätig, war er 1930 einer der jüngsten Reichstagsabgeordneten (SPD). Von 1933 bis 1937 in Konzentrationslagern gehalten, hilft er mit den Umsturz vorbereiten. Bei einem Bombenangriff auf Leipzig, Weihnachten 1943, kam er ums Leben und entging nur so dem Todesurteil Freislers.

 

Milseburgstraße

Nach dem markanten 835m hohen Rhönberg, der Milseburg benannt. Der Name des hier siedelnden Keltenstammes ist unbekannt, doch dürfte die Milseburg das Melokabos oder Milokabos auf der Karte des Ptolemäus sein.

 

Moldaustraße

Die Moldau, der 425 km lange Nebenfluss der Elbe, entspringt im Böhmerwald und fließt durch Prag.

 

Moltkestraße

Generalfeldmarschall Helmut Graf Moltke (1800-1891), der ruhmreiche Generalstabschef der deutschen Heere 1866, und 1870 bis 1871.

 

Mondrianplatz

Benannt nach dem holländischen Künstler der Neuzeit Piet Mondrian (1872-1944).

 

Monnetstraße

Benannt nach Jean Monnet, der am 09. November 1888 in Cognac geboren wurde und am 16. März 1979 in Montfort-Lamaury starb. Er war französischer Wirtschaftspolitiker und von 1919 bis 1923 stellvertretender Generalsekretär des Völkerbundes. Von 1939 bis 1943 Leiter der französischen-britischen Einkaufskommission in den Vereinigten Staaten. 1943 bis 1944 war er Mitglied des französischen Komitees der nationalen Befreiung. Nach dem Krieg stellte er ein Modernisierungsprogramm für die französische Wirtschaft und im Jahre 1948 für die überseeischen Gebiete Frankreichs auf. 1950 bis 1952 war er Präsident der Pariser Schuhmann-Plan-Konferenz, von Juli 1952 bis April 1955 Präsident der Hohen Behörde der Montanunion.

 

Mörikeweg

Eduard Mörike, geb. 08. September 1804 in Ludwigsburg, gest. 04. Juni 1875 in Stuttgart. Lyrischer Dichter der schwäbischen Schule, schrieb den Roman “Maler Nolten“ und Märchen und Erzählungen, darunter die berühmte Novelle “Mozart auf der Reise nach Prag“.

 

Moritz- Juchheim- Straße

Moritz Kurt Juchheim gründet in Fulda die Firma M.  K.  JUCHHEIM - besser bekannt unter dem Namen JUMO (aus dem Namen des Firmengründers abgeleitet) - und beginnt mit der Produktion von Glas- und Glaskontaktthermometern.
Er wurde am 4. Juli 1910 in Ilmenau/Thüringen geboren, wo sein Vater bereits Thermometer herstellte.
Von Anfang an bestand seine Philosophie darin, qualitativ hochwertige und präzise Instrumente herzustellen und den bestmöglichen Service zu bieten.
Am 2. November 1996 verstarb Moritz Kurt Juchheim in Fulda. Er war bis zu seinem Tode in der Geschäftsleitung aktiv.

 

Moselstraße

Der große linke Nebenfluss des Rheins, 545 km lang. Durch seinen Wein und seine Burgen bekannt. Kommt aus dem Vogesen und fließt im weiten Bogen durch Lothringen (Nancy, Metz), durch das Rheinische Schiefergebirge (Trier), um bei Koblenz in den Rhein zu münden.

 

Mozartstraße

Wolfgang Amadeus Mozart, geb. 1756, gest. 1791, der Musiker der klassischen Barockzeit.

 

Mühlenstraße

Sie wurde zu Anfang der vierziger Jahre des vorigen Jahrhunderts angelegt und führt ihren Namen wohl deshalb, weil sie nach der Wiesenmühle führt.

 

Mühlgasse

Die nach der an der Fulda gelegenen Mühle führende Straße.

 

Münsterfeldallee

Benannt nach dem alten Flurnamen.

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