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Lagerfeld

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Lahnstraße

Die Lahn, rechter Nebenfluss des Rheins, ist 240 km lang. Sie entspringt im Rothaargebirge und mündet bei Lahnstein in den Rhein.

 

Landgräfin-Anna-Straße

Benannt nach Landgräfin Anna von Hessen, geb. Prinzessin von Preußen (geb. 1836, gest. 1918). Vermählt am 26. Mai 1853 mit dem späteren Landgrafen Friedrich Wilhelm von Hessen, 1901 zum katholischen Glauben konvertiert. Als Witwe wählte sie während der Jahre 1885 bis 1914 Schloss Fasanerie als Sommersitz und hatte gute Kontakte zu den Bewohnern der umliegenden Dörfer. 1918 im Dom zu Fulda beigesetzt.

 

Landskroner Straße


Benannt nach der Stadt und dem gleichnamigen Landkreis Landskron im ehemaligen Sudetenland. Landskron, dass heutige Lanskroun liegt am Fuße des Adlergebirges, an der Landesgrenze zwischen Böhmen und Mähren in Tschechien. Die Stadt zählt heute ca. 10.000 Einwohner und war über 700 Jahre deutschsprachig.

 

Landwehrweg

Nach der westlich von Neuenberg gelegenen Flur benannt.

 

Langebrückenstraße

Die Lange Brücke ist die älteste Brücke der Stadt. Sie war in früheren Jahrhunderten, als das Gelände östlich von ihr noch morastiger war, länger als heute. Über den Stumpfboden führte ein Knüppeldamm, dessen Reste bei Ausschachtungsarbeiten gefunden wurden. Die Brücke wurde von Abt Siegehard 872 erbaut. Sie wurde 1254 durch einen Bürger Namens Gerhard erneuert. In gotischer Zeit bekam sie ein abgetrepptes Geländer. 1602 ließ der Administrator Maximilian die letzten drei Bogen in Richtung Neuenberg neu aufführen (Inschriften). Die Brücke wurde, da die beiden mittleren Bogen am Ende des Krieges herausgesprengt waren, im Jahre 1956 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die alte, mit sauberen Sandsteinen verblendete Brücke hatte ursprünglich neun Bögen, sechs davon saßen zwischen sieben spitz zulaufenden Brückenpfeilern, der siebte vor dem ersten Pfeiler und einem eckigen Ausweichbau. Ein achter, zwischen dem Anbau und einem versetzt gegenüberliegenden, wurde zu einem unbekannten Zeitpunkt abgebrochen, während der neunte in der Auffahrt von Fulda stillgelegt war. Die 156,40 m lange Steinbrücke gehört zu den ältesten und schönsten Brücken in Hessen.

 

Langobardenstraße

Benannt nach dem germanischen Volksstamm der Langobarden. Nach eigener (unsicherer) Überlieferung stammen sie aus Skandinavien (Gotland?). Erstmals 5 n. Chr. im Gebiet von Lüneburg, großenteils aber noch rechts der Elbe, historisch bezeugt. 568 Zug nach Italien unter Führung des Königs Alboin und Besetzung der Lombardei, später aber auch Teile von Mittelitalien. Die langobardische Landnahme war die erste germanische Bewegung, die auf Eingliederung in die römische Reichsordnung verzichtet und im eigenen Namen hoheitlich handelte. Die Eroberung Nord- und Mittelitaliens war um 650 abgeschlossen, ein Teil verblieb den Byzantinern (Exarcht) und dem Papst (Kirchenstaat). Dadurch vom langobardischen Königreich räumlich getrennt, entwickelten sich die z.T. unabhängigen langobardischen Herzogtümer Spoleto und Benevent. 616 unter Theudelindes Einfluss Übertritt zum Katholizismus, wodurch der Ausgleich mit den Römern begünstigt wurde. Unter Liutprand (712-744) erreichte das Langobardenreich die Höhe seiner politischen Macht. Aistulf (749-757) eroberte Ravenna, an der Eroberung Roms wurde er durch fränkische Intervention (Pippin der Mittlere) gehindert. Unter Desiderius (757-774) wurde das Langobardenreich von Karl dem Großen erobert (773-774), behielt aber im 9. Jahrhundert eine gewisse Selbstständigkeit, bis unter Otto der Große die langobardische Krone mit der deutschen verbunden wurde. Die südlichen Herzogtümer kamen im 11. Jahrhundert unter normannische Herrschaft.

 

Lausitzer Straße

Benannt nach der Lausitz, einer Landschaft im Grenzgebiet zu Polen.

 

Lechstraße

Der Lech als rechter Nebenfluss der Donau kommt aus Vorarlberg und mündet nach 263 km östlich Donauwörth.

 

Lehnerzer Winkel

Benannt nach dem alten Flurnamen.

 

Leipziger Straße

Die nach Leipzig führende große Handelsstraße.

 

Leitmeritzer Straße

1961 übernahm die Stadt Fulda die Patenschaft für die sudentendeutsche Stadt Leitmeritz. Nach dem II. Weltkrieg fanden 1600 heimatvertiebene Leitmeritzer in Fulda eine neue Heimat. Leitmeritz, Bischofsstadt an der Elbe, inmitten reich gegliederter Landschaft mit Obst- und Weinbau, hatte vor dem Krieg 20.000 Einwohner. Heute gehört die Stadt zur Tschechischen Republik und heißt Litomerice.

 

Lessingweg

Benannt nach Gotthold Ephraim Lessing, geb. am 22. Januar 1729 in Kamenz (Lausitz), gest. am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Lessing war Kritiker, Dichter und Philosoph. Er gilt als Wegbereiter einer deutschen Nationalliteratur.

 

Letterhausstraße

Bernhard Letterhaus, geb. 10. Juli 1894 in Barmen, war in der Textilindustrie tätig. Verbandssekretär der KAB, von 1921 bis 1927 Zentralverband christlicher Textilarbeiter. Freund und Berater Brünings, als Mitglied des Rheinischen Provinziallandtages, seit 1928 des preußischen Landtages, war er 1931 erster Vizepräsident des Katholikentages in Münster. 1939 zum Wehrdienst einberufen, holte ihn Canaris in die Abwehr. Dort macht man ihm nach dem 20. Juli den Prozess und richtete ihn am 4. November 1944 hin. Er war für das Kabinett Goerdelers als Arbeitsminister vorgesehen.

 

Leuschnerstraße

Der im geplanten Kabinett Goerdeler als Vizekanzler vorgesehene Wilhelm Leuschner, geb. am 15. Juni 1888, war von Beruf Holzbildhauer, kam bald über die Gewerkschaft in die kommunale Arbeit als Darmstädter Stadtrat und Mitglied des Hessischen Landtags (SPD). 1929 Hessischer Innenminister und 1932 stellvertretender Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Nach Konzentrationslageraufenthalt arbeitete Leuschner im Wiederstand mit dem Ziel, dem neuen Staat solide Grundlagen zu geben. Er wurde am 29. September 1944 hingerichtet.

 

Lichtweg

Der Weg führte einst durch eine Lichtung in den Eichenwald, der den Westhang des Frauenberges bedeckte. Nach anderer Deutung ist es der Leichenweg zum Friedhof Frauenberg.

 

Liebigstraße

Justus Liebig, Chemiker, geb. 1803, gest. 1873. Mit 21 Jahren Professor in Gießen. Er schuf die Grundlage für einen neuzeitlichen chemischen Unterricht an der Hochschule, erarbeitete die analistische Methode. Viele seiner Entdeckungen wurden industriell verwendet (Backpulver, Fleischextrakt). Schöpfer der modernen Düngelehre.

 

Liethstraße

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Lindenstraße

Nach den, die Straße säumenden Linden benannt.

 

Lioba-Munz-Straße

Lioba Munz (1913-1997), Ordensschwester der Benediktinerinnenabtei Fulda.
In den fünfziger Jahren baute Sr. Lioba Munz das Atelier für Email- und Goldschmiedekunst auf und arbeitete mit drei Mitschwestern an kirchlichen Großaufträgen. 1962 und 1964 erhielt die Abteikirche durch zwei Werke der Künstlerin, das Triumphkreuz und den Flügelaltar, ihren markanten Schmuck.

 

Liobastraße

Die hl. Lioba, eine Verwandte und eifrige Mitarbeiterin des hl. Bonifatius. Ihre Gebeine wurden auf dessen Wunsch im Kloster Fulda beigesetzt, später aber in der Kirche der Propstei Petersberg überführt. Geb. 710, gest. als Äbtissin von Tauberbischofsheim 782.

 

Löherstraße

An der Nordseite dieser Straße hatten sich längs des “Löhergrabens“  Lohgerber angesiedelt.

 

Lübeckstraße

Professor Dr. Konrad Lübeck (1873-1950), Theologe, Prälat, Archimandrit, über viele Jahre am Fuldaer Gymnasium tätig, befasste sich Intensiv mit verschieden Themen zur fuldischen Geschichte, besonders mit der Entwicklung der einzelnen Dörfer.

 

Lübkestraße

Benannt nach dem ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke (geb. 1894, gest. 6. April 1972). Als Mitglied des Zentrums von 1931 bis 1933 Abgeordneter im preußischen Landtag. Nach 1933 verhaftet. Nach dem Krieg Beitritt zur CDU. 1947 bis 1952 Ernährungs- und Landwirtschaftsminister von Nordrhein-Westfalen. 1953 bis 1959 Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. 1959 bis 1969 Bundespräsident.

 

Luckenberg

Benannt nach der Lucke, der Feuergasse, die den Platz unterm heilig Kreuz mit dem Berghang verband.

 
Ludowingerstraße

Benannt nach dem Thüringischen Landgrafenhaus der Stauferzeit.

 

Ludwig-Beck-Straße

Ludwig Beck (1880-1944), einer der führenden Köpfe der Wiederstandsbewegung gegen Hitler. War von 1929 bis 1931 in Fulda als Oberst, Kommandeur des  5 Artillerieregimentes.

 

Lukasstraße

Benannt nach dem Evangelisten Lukas.

 

Lullusstraße

Der hl. Lullus (705 bis 786),  Gründer des Klosters Hersfeld und später Erzbischof von Mainz, war ein Schüler des hl. Bonifatius und zeitweise ein Gegenspieler des hl. Sturmius.

 

Luxemburger Straße

Nach Luxemburg ist die ehemalige deutsche Grafschaft benannt, die zum Kaisertum aufstieg. „Lützelburg“ war im 19. Jahrhundert Streitobjekt zwischen Deutschland und Frankreich.

 

Lyonel-Feininger-Straße

Amerikanischer Maler und Graphiker (1871-1956). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Rundgang 360
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