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Kämmerzeller Straße

Benannt nach dem mittleren Dorf im Fuldatal nördlich der Stadt Fulda. Hier überschritt die vorgeschichtliche Antsanvia den Fuldafluß und kreuzte die Talverbindung Fulda-Hersfeld. Das Dorf liegt noch innerhalb der Karlmann-Schenkung und gehört zu den vom Kloster Fulda  aus gegründeten “Zell“ - Orten. Es wird urkundlich erstmals um 1150 in einer Schenkung an das Kloster Fulda genannt (“ Kemmer-cella“ = Zelle des Kämmerers, die der Kämmerer des Klosters Fulda gegründet hatte oder besaß).

 

Kanalstraße

Sie hat ihren Namen von einem noch bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts offenen Graben, dem alten Wollwebergraben, welcher damals mit Platten belegt bzw. überpflastert wurde.

 

Kapuzinerstraße

Sie bewahrt die Erinnerung an das Kapuzinerkloster, das zu Beginn des 19. Jahrhunderts zum Wilhelmshospital umgebaut wurde. Es befand sich auf dem Gelände des ehemaligen Städt. Krankenhauses.

 

Karl-Hofer-Straße

Deutscher Maler (1878-1955). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Karlmannstraße

Diese Straßenbezeichnung erinnert an die Landschenkung des fränk. Hausmeiers Karlmann um 743 an Bonifatius zur Gründung des Klosters Fulda, in deren Bereich auch Edelzell liegt.

 

Karl-Philipp-Arnd-Straße

Karl Philipp Arnd, fuldischer fürstlicher Bauinspektor und Hofschreiner. Er verlegte das Paulustor von seiner alten Stelle an der Hauptwache 1771 bis 1772 an seine jetzige Stelle und erbaute die alte Landesbibliothek. Ebenso arbeitete er am Schloss von Neuhof. Geb. 03. November 1723 Pfaffendorf, gest. 16. Januar 1797 Fulda.
 

Karlsbader Straße

Benannt nach der tschechischen Kurstadt in Westböhmen, oberhalb der Mündung der Tepl in die Eger. Kam zu Weltruf durch seine Heilquellen, die zu Trink- und Badekuren gegen vielfältige Krankheiten verwandt werden. Die Entwicklung zum Kurort von Weltgeltung vollzog sich seit dem 18. Jahrhundert. Die Pfarrkirche (1732-1736) stammt von K. I. Dientzenhofer.

Karl-Storch-Straße

Der Fuldaer Karl Storch gewann bei der Olympiade in Helsinki 1952 die Silbermedaille im Hammerwurf.

 

Karlstraße

Karl von Dalberg, Großherzog von Frankfurt, zu dessen Gebiet in den Jahren 1810 bis 1813 auch das Fürstentum Fulda gehörte. Die Straße hieß früher Krämergasse.

 

Karrystraße

Benannt nach dem Hessischen Wirtschaftsminister Heinz Herbert Karry, der 1981 einem Attentat zum Opfer fiel. Er gehörte der FDP an und erfreute sich allgemeiner Beliebheit.

 

Kasernengäßchen

Gasse hinter dem Museumsbau. Dieser beherbergte das Päpstliche Seminar der Jesuiten. Anschließend wurde das Gebäude eine Zeit lang als Kaserne genutzt. Danach wurde der Bau Schule. Später erfolgte der Umbau zum Regionalmuseum (Vonderaumuseum).

 

Kastanienallee

Benannt nach den Kastanien, die auf dieser Seite (wie früher auch auf der gegenüberliegenden) den Domplatz säumen.

 

Käthe-Kollwitz-Straße

Deutsche Graphikerin und Bildhauerin (1867-1945). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Keltenstraße

Die Kelten siedelten in den letzten 500 Jahren vor Chr. auch in der Rhön. Sie haben sich aus der Verschmelzung verschiedener vorgeschichtlicher Kulturen entwickelt. Ihr Kennzeichnen sind die auf Bergen liegenden Städte. “Oppida“, deren Befestigungsmauern, heute zerfallen, die Ringwälle bilden. Sie gingen später in den von Norden her vordringenden Germanen auf.

 

Kennedyplatz

Benannt nach John F. Kennedy, dem 35. Präsidenten der USA (von 1960 bis 1963).

 

Kettelerstraße

Wilhelm Emanuel Freiherr von Ketteler, geb. 1811 Münster, gest. 1877 Kloster Burghausen (Obb.), war zuerst Jurist, ab 1844 Priester, seit 1850 Bischof von Mainz, Reichstagsabgeordneter, Hauptvertreter der Kirche im Kulturkampf. Wegbereiter der Soziallehre Leos XIII., unterstützte gewerkschaftliche Bestrebungen.

 

Kinzigstraße

82 km langer Fluss, der bei Hanau in den Main mündet. An ihm liegen die Ortschaften Schlüchtern, Steinau, Wächtersbach und Gelnhausen.

 

Kirchstraße

Die nach der Bonifatiuskirche in Horas führende Straße.´

 

Kirschacker

Benannt nach dem alten Flurnamen.

 

Klausenerstraße

Dr. Erich Klausener, seit 1928 Leiter der katholischen Aktion im Bistum Berlin, wurde am 25. Januar 1885 in Düsseldorf  geboren. Er ging den Weg eines höheren preußischen Verwaltungsbeamten, wurde nach Kriegseinsatz 1914 Landrat in Adenau, 1919 in Recklinghausen, 1924 Ministerialdirektor und 1926 Leiter der Polizeiabteilung im Preußischen Innenministerium. 1933 wegen seiner antinationalsozialistischen Haltung entlassen, wurde er am 30. Juni 1934, am Tag der “Großen Bereinigung“, in seinem Amtszimmer durch einen Pistolenschuss ermordet.

 

Kleine Marktstraße

Die Zweiggasse zur Marktstraße hieß früher Saugasse.

 

Kleiner Grund

Bezeichnung aus dem örtlichen Sprachgebrauch.

 

Klempstraße

Benannt nach dem Hofmaler der Fuldaer Fürstäbte Johannes Klemp (1623–1652).

 

Klingefeld

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Klösberg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Klostermannstraße

Benannt nach der Familie Klostermann, die von 1835 bis 1968 Pächter der Staatsdomäne Johannesberg war.

 

Klosterweg

Am Hang des Frauenbergklosters entlangführender Weg.


 
Klosterwiesenweg

Der Weg längs der dem Kloster Neuenberg gehörenden Wiese.

 

Knüllstraße

Das Bergland des Knüll (Knüllköpfchen 632 m, Eisenberg 636 m) ist ein Gebirgsstock aus Buntsandstein mit Basaltdecke. Es liegt zwischen der Fulda und der Schwalm westlich von Hersfeld. Zusammen mit Vogelsberg und Rhön bildet es jenen halbkreisförmigen bergigen Landschaftsbereich, aus dem die Fulda mit ihren Nebenflüssen nach Norden entwässert.

 

Kohleßthor

Aus dem Jestädtkataster ist zu entnehmen, dass an dieser Stelle das Kohleßthor stand. Die Rezesskarte weist 1872 noch eine eigene Parzelle für dieses Tor nach.

 

Kohlhäuser Straße

Die nach dem Dorf Kohlhaus führende Straße (Colhus 1250). Das Dorf wurde im 30jährigen Krieg Wüstung und erst um 1700 wieder aufgebaut.

 

Kolpingstraße

Adolf Kolping, der Gesellenvater, geb. 1813 in Kerpen bei Köln, gest. 1865 in Köln, zuerst Schuhmachergeselle, dann Student, Priester 1845, Domvikar, organisiert den von ihm gegründeten Gesellenverein, arbeitete für Erneuerung der Jugend und Familie (Kolpingfamilie).

 

König-Konrad-Straße

König Konrad I. (911-918), vordem Herzog von Franken, war der letzte deutsche König aus der Familie der Karolinger. Er übertrug durch seinen Bruder Eberhard die Königskrone an seinen Gegner Heinrich (919-936), den Herzog von Sachsen (Wahl in Fritzlar), um die Gegnerschaft der Stämme zu beenden. Er liegt im Fuldaer Dom begraben.

 

Königsberger Straße

Benannt nach der Hauptstadt der ehemaligen Provinz Ostpreußen und des Regierungsbezirkes Königsberg. Seit 1945 steht Königsberg (Kaliningrad) unter sowjetischer Verwaltung. Nach der Auflösung der Sowjetunion Bestandteil Russlands.

 

Königstraße

Die früher “Am äußeren Graben“ oder “Am Leinwebersgraben“ genannte Straße hat nach einem Mauerturm, dem ehemals an der mittleren Mühlenstraße stehenden Königsturm, ihren Namen erhalten.

 

Königswarter Straße

Benannt nach einem Badeort im Bereich Eger, Böhmen.

 

Konrad-von-Malkos-Straße

Benannt nach Konrad III. von Malkos, der von 1222-1249 als zweiter Fuldaer Fürstabt das Kloster leitete. Konrad von Malkos gehörte einem ehemaligen Fuldaer Ministerialen – bzw. Adelsgeschlecht an, aus dem im 13., 14. und 15. Jahrhundert hervorragende kirchliche Würdenträger hervorgingen.

 

Koppelweg

Im Bereich des Koppelweges befanden sich in früheren Jahren große Vieh- und Weidekoppeln.

 

Kornblumenweg

Nach der blauen Ackerblume benannt.

 

Kothenbachweg

Benannt nach einer alten Flurbezeichnung an dem rechten Fuldaufer: “Die Wiesen an der Kothenbach“.

 

Kreuzbergstraße

Der 928 m hohe Kreuzberg ist die bedeutendste Basalterhebung der südlichen Rhön. Vermutlich schon in keltischer Zeit wallgeschützte Kultstätte, soll auf dem “Aschenberg“ (Aasenberg) Kilian gepredigt und das Kreuz gepflanzt haben. Die schon um 1400 bezeugten Wallfahrten hatten 1681-1692 den Bau eines Franziskanerklosters auf der Höhe des Bergwerkes zu Folge. Gekrönt von einer Kreuzigungsgruppe, offenbart sich dem Besucher eine großartige Fernsicht. Der Bayerische Rundfunk betreibt wegen der exponierten Lage in einem Sendeturm den UKW-Sender Kreuzberg.

 

Kreuzwiesenweg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Kronhofstraße

Die Krohnhofstraße ist nach dem einst in ihrer Nähe liegenden Gutshof benannt. Sie hieß noch 1726 “In der Hinterburg“.

 

Kruppstraße

Benannt nach Alfred Krupp, geb. am 26. April 1812, gest. am 14. Juli 1887. Er baute die Firma zur größten Gussstahlfabrik der Welt aus. Auch auf sozialpolitischem Gebiet war Krupp richtungsweisend.

 

Künzeller Straße

Benannt nach der Nachbargemeinde Fuldas. Künzell hieß ursprünglich Kindecella, d. h. Zelle (Siedelstraße), die ein Mönch Namens Kindo angelegt hatte.

 

Kurfürstenstraße

Um eine Verbindungsstraße zwischen der Leipziger Straße und Bahnhofviertel anzulegen, wurde ein mächtiger Damm zur Überbrückung der Waidesschlucht aufgeschüttetet. Einige Äcker des Eigentümers der Gaststätte “Zum Kurfürsten“ lagen in unmittelbarer Nähe woraus der Volksmund den Namen “Kurfürstendamm“ ableitete. Dies war der Anlass, den Straßenzug Kurfürstenstraße zu nennen.

 

Kurt-Schumacher-Straße

Benannt nach dem SPD Politiker Kurt Schumacher.

 

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