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Gabriele-Münter-Straße

Benannt nach der deutschen Malerin (1877 –1962), die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde.

 

Gallasiniring

Andreas Gallasini, in Lugano geboren. Stuckateur und Baumeister. Seit 1720 war er als Bauinspektor und später Baumeister für den Fuldaer Fürstabt tätig. Er hielt sich in Fulda bis 1762 auf. Fulda und das Fuldaer Land verdanken Gallasini das einheitliche barocke Gepräge. Schloss Fasanerie und die Propsteianlage Johannesberg gehören zu seinen umfangreichsten Schöpfung. In Fulda baute er das Heilig-Geist-Hospital, die Universität, die Hofbeamtenpalais, die Hauptwache und Teile des Jesuitenkollegs. Er starb 1766 in Bartenstein als Hofrat des Fürsten Hohenlohe.

 

Gamsweg

Nach dem Alpenwild Gämse benannt.

 

Gartau

Abkürzung von “Gartenaue“.

 

Gartenfeldring

Benannt nach einem alten Flurnamen “Auf’m Gartenfeld“.

 

Gegenbaurstraße

Dr. Jakob Gegenbaur, geb. am 09. November 1819 in Ahl bei Salmünster. Fast ein halbes Jahrhundert wirkte er am Fuldaer Gymnasium. Besondere Verdienste erwarb er sich durch seine gründliche Forschungen zur Fuldaer Geschichte. Außerdem war er einige Jahre Präsident des 1832 gegründeten Fuldaer Bürgervereins. Sein Haus befand sich am Luckenberg. Er verstarb am 17. September 1889 in Fulda.

 

Geisaer Straße

Geisa ist alter fuldischer Besitz, 817/1815, Stadt seit 1265 und fuldischer Verwaltungsmittelpunkt für 22 Ortschaften. Sitz des Amtes war im Mittelalter der Rockenstuhl, seit ungefähr 1700 Schloss Geisa. Die Stadt führt das Fuldaer Wappen und ist Geburtsort des bekannten Polyhistorikers Athanasius Kircher (1602 bis 1680). Die Geisaer Lateinschule, 1884 gegründet, 1948 aufgehoben, war Zubringerschule für das Fuldaer Gymnasium. Obwohl nach dem Wiener Kongress Geisa mit Umland Sachsen-Weimar-Eisenach zugesprochen (heute Thüringen) blieben die Bindungen zu Fulda bis zum Ende des zweiten Weltkrieges lebhaft bestehen.

 

Geißhecke

Benannt nach einem Wald- und Flurnamen.

 

Gemüsemarkt

Der Platz hieß früher “An der Tanzhütte“ Hier soll sich ehedem eine Tanzhalle befunden haben.

 

Georg-Antoni-Straße

Dr. Georg Antoni, von 1894 bis 1930 Oberbürgermeister der Stadt Fulda. Antoni ist der Gestalter des Bildes der Stadt Fulda. Durch seine Initiative wurden viele Bauvorhaben verwirklicht u.a. Gaswerk, Schlachthof, Reichsbank, Kaserne, Wasserwerk. Er war Mitbegründer des Fuldaer Geschichtsvereins und dessen Vorsitzender bis 1930. Ehrenbürger der Stadt Fulda.

 

Georg-Hosenfeld-Weg

Der langjährige Friedhofswärter Georg Hosenfeld war als Mundartdichter und Fuldaer Original bekannt. Er gestaltete viele Heimatabende. Geb. 22. September 1861, gest. 21. Juni 1932.

 

Georg-Stieler-Straße

Landrat des Landkreises Fulda von 1945 bis 1953. Geb. 1886 (Stielerhof in Stetzelbach), gest. 1955. Schon vor dem ersten Weltkrieg in der katholischen Abeiterbewegung tätig, Zentrumsabgeordneter 1919 bis 1932 in Westfalen, Polizeipräsident in Gelsenkirchen, ab 1928 Regierungspräsident von Aachen, nach 1933 in der Privatwirtschaft. Nach dem zweiten Weltkrieg in Fulda. Abgeordneter des Hessischen Landtages und Fraktionsführer der CDU ab 1945.

 

Gerhart-Hauptmann-Straße

Benannt nach dem schlesischen Dichter Gerhard Hauptmann, geb. 15. November 1862 in Obersalzbrunn, gest. am 06. Juni 1946 in Agnetendorf, der 1912 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Während er um die Jahrhundertwende und in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts als der große deutsche Dramatiker galt, erkennt man in der Gegenwart, dass sein Werk, besonders der dem mythisch-märchenhaften zugewandte Bereich, stark zeitgebunden ist.

 

Gerloser Weg

Die Bezeichnung geht zurück auf den Namen eines Mannes Gerolf, Gerolfes, Gerlos. Heute eine Forstbereichs-Bezeichnung am Aschenberg. Beliebtes Ziel das “Gerloser Häuschen“.

 

Gertrud-von-le-Fort-Weg

Deutsche Dichterin 1876 bis 1971, entstammte einer Hugenottenfamilie, konvertierte 1925 in Rom. Romane – “Die Letzte am Schafott“, “Magdeburgische Hochzeit“, u.a.m. – und Gedichte – “Hymnen an die Kirche“, “Hymnen an Deutschland“.

 

Gichenbachstraße

Aus mehreren Quellen des Gichenbachtales am Nordfuße des Dammersfeldes wird die Fuldaer Wasserleitung gespeist.

 

Gieselbachweg

Die Giesel ist der aus Giesel kommende und in die Fulda einmündende Bach, an dem auch der Ortsteil Zirkenbach liegt.

 

Ginsterweg

Benannt nach dem Strauchgewächs (Schmetterlingsblumengewächs).

 

Glasbachstraße

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Glenn-Miller-Straße

Benannt nach dem amerikanischen Posaunisten Glenn Miller. Leiter einer Big Band.

 

Gneisenaustraße

August Graf Neithardt von Gneisenau (1760 bis 1831), Blüchers Generalquartiermeister, unter allen Generalen der verbündeten Heere der bedeutendste Gegenspieler Napoleons.

 

Godehardstraße

Benannt nach dem heiligen Godehard v. Hildesheim (geb. um 960, gest. 1038). Propst, später Abt des Klosters Altaich. Reformtätigkeit in Altaich, Tegernsee, Hersfeld, Kremsmünster. 1022 wurde er Nachfolger des Bischofs Bernward v. Hildesheim. Auf der Durchreise vom Kloster Niederaltaich nach Hersfeld soll er in Kämmerzell eine Taufe gespendet haben und zwar an der Stelle des heutigen Denkmals an der schon 1629 eine ihm geweihte Kapelle erwähnt wird.

 

Goerdelerstraße

Benannt nach Carl Friedrich Goerdeler, Oberbürgermeister von Leipzig, Wiederstandskämpfer, geb. 31. Juli 1884 in Scheidemühl, hingerichtet am 02. Februar 1945 in Berlin-Plötzensee. Nach dem Abschluß seiner juristischen Studien ging er in die Kommunalverwaltung, hervorragendes Verwaltungs- und Organisationstalent mit großer Initiative. Nach Hitlers Machtübernahme zunächst weiter im Amt. Er trug Hitler seine wachsenden Bedenken vor u.a. gegen Währungs- und Wirtschaftspolitik sowie gegen Juden- und Kirchenpolitik und drängte auf Rückkehr zu einem freiheitlichen Rechtsstaat. Schließlich schüttelte Hitler Goerdeler als unbequemen Warner ab. Goerdeler legte sein Amt als Oberbürgermeister nieder und wurde erst recht zu einem entschlossenen Gegner des national soz. Systems. Durch Krupp und Bosch wurden Goerdeler Auslandsreisen ermöglicht, in zahlreichen Denkschriften suchte er seinen Freunden im In- und Ausland die Notwendigkeit und die Ziele einer Opposition gegen Hitler zu entwickeln. Er hatte ein außer- und innenpolitisches Programm für die Zeit nach Hitler. Am 17.07.1944 ordnete die Gestapo seine Verhaftung an. Goerdeler begab sich auf die Flucht und wurde in seiner westpreußischen Heimat verhaftet.

 

Goethestraße

Johann Wolfgang von Goethe, geb. 1749 Frankfurt, gest. 1832 Weimar. Der größte deutsche Dichter und Schriftsteller der Neuzeit. Nach Jurastudium im Dienste des Großherzogs von Sachsen-Weimar in Weimar.

Lyriker und Dramatiker: Götz von Berlichingen, Die Leiden des jungen Werther, Clavigo, Faust, Egmont, Iphigenie u. a. m. .

 

Görlitzer Straße

Benannt nach der Stadt Görlitz im Bezirk Dresden (früher Niederschlesien) am linken Ufer der Görlitzer Neiße.

 

Görresstraße

Benannt nach Johannes Joseph von Görres, geb. 25. Januar 1776 in Koblenz, gest. 29. Januar 1848 in München. Einer der bedeutendsten Publizisten der Freiheitskriege. Seit 1814 Herausgeber des “Rheinischen Merkur“, der ersten großen politischen Zeitung. 1816 von der preußischen Regierung wegen seiner liberalen Haltung verboten, entschiedener Gegner der Politik der Restauration. 1827 Professor der Geschichte von München, Vorkämpfer einer katholisierenden Richtung im Gegensatz zur preußischen Politik.

 

Gotenring

Benannt nach den Goten, dem Hauptvolk der Ostgermanen, das sich um Christi Geburt nach Abwanderung aus Skandinavien an der unteren Weichsel ansiedelte, dann Aufteilung in West- und Ostgoten mit Siedlung in der Ukraine und auf der Krim. Es folgen, verursacht durch die Hunnen, weitere Wanderungen. Die Westgoten schließlich in Frankreich und Spanien, die Ostgoten letztlich in Italien (Ravenna, Theoderich).

 

Gottfried-Langenscheid-Straße

Gottfried Langenscheid wurde von Wilhelm Friedrich v. Oranien mit Dekret vom 1. Dezember 1802 als Prediger der neugegründete evangelischen Gemeinde nach Fulda berufen.

 

Graf-Spee-Straße

Ursprünglich benannt nach Admiral Maximilian Graf von Spee, (1861 bis 1914 auf der Scharnhorst) doch im Zuge der Entmilitarisierung umgestellt auf Friedrich von Spee, geb. 1591, gest. 1635, der als Jesuit zeitweise im Päpstlichen Seminar der Jesuiten in Fulda gelebt hat. Bekämpfer der Hexenprozesse, Dichter geistlicher Lieder, Trutznachtigall.´

 

Graveneggstraße

Joachim von Gravenegg, Fuldaer Fürstabt 1644 bis 1671, wurde 1595 geboren. Seine Aufgabe war es, die durch den 30. jährigen Krieg im Fuldaer Gebiet entstandenen Schäden zu beseitigen. 1648 läutete die neugegossene Osannaglocke den Frieden ein. 1668 erneuerte er durch Umbau das Kloster (heute Priesterseminar), errichtete die Pestsäule und förderte das Benediktinerinnenkloster.

 

Grenadierstraße

Benannt nach den Grenadieren, Soldaten, die vor der Front Handgranaten schleuderten, in Anlehnung an die ehemalige stark frequentierte alte Heerstraße.

 

Grubenweg

Benannt nach einer ortsüblichen Bezeichnung.

 

Günther-Groenhoff-Straße

Günther Groenhoff, Segelflieger, geb. am 07. April 1908 in Stade, am 23. Juli 1932 in der Rhön tödlich abgestürzt. Er erreichte 1929 bis 1931 Höhen- und Streckenrekorde (München-Kaaden 272 km, Rhön-Magdeburg 220 km). Groenhoff hat zu seiner Zeit in besonderem Maße den Rhönsegelflug gefördert. Eine Halle auf der Wasserkuppe trägt den Namen Groenhoff-Halle.

 

Gutberletstraße

Konstantin Gutberlet, 1837 bis 1928, Pälat und Professor am Fuldaer Priesterseminar, war ein weithin anerkannter Philosoph und Begründer des Philosophischen Jahrbuches der Görresgesellschaft.

 

Gutenbergstraße

Das Druckereigebäude des Verlages Parzeller & Co. war Grund, die vorbeiführende Straße nach dem Erfinder der Buchdruckerkunst zu benennen. Johannes Gutenberg, geb. um 1400 in Mainz, gest. gegen 1468.

 

Rundgang 360
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