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Ebersbergweg

Der 688 m hohe Ebersberg mit seiner Burgruine, Sitz des einst mächtigsten Geschlechtes von Ebersberg, spielt in der Geschichte des Fuldaer Landes eine besondere Rolle, da zum Ebersberger Gebiet auch Poppenhausen und Weyhers mit ihren Burgen gehörten. Der Ebersberg trug seit staufischer Zeit eine Burg, die 1271 durch Fulda zerstört wurde. Nach dem Friedensschluß um 1300 konnten die Ebersberger sich in Weyhers eine Wasserburg bauen und 1396 auch den Eberberg wieder befestigen, doch wurde 1460 die Burg erneut durch Fulda erobert. 1664 zwar auch wieder wohnlich eingerichtet, verfiel sie anschließend.

 

Ebertstraße

Benannt nach dem Reichspräsidenten Friedrich Ebert, geb. 1871 in Heidelberg, gest. 1925 in Berlin. Von der Weimarer Nationalversammlung zum vorläufigen Reichspräsidenten gewählt, führte er von 1919 bis 1925 sein Amt als kluger Vermittler zwischen den Gegensätzen und in überparteilicher Neutralität.

 

Edelsweg

Benannt nach dem im Feld südöstlich des Dorfes gelegenen Edelsturm (Kämmerzeller Warte), dessen Name von einem früheren Besitzer der angrenzenden Grundstücke herrührt. Er gehört in der Reihe der mittelalterlichen Warttürme rings um Fulda.

 

Edelzeller Straße

Die nach dem Ortsteil Edelzell führende Straße. Edelzell hat sich aus einer “cella“ entwickelt und wird urkundlich erst spät erwähnt. 1325 Edelencelle.

 

Ederstraße

Benannt nach dem linken Nebenfluß der Fulda, 177 km lang, entspringt auf dem Ederkopf, mündet bei Grifte (Kreis Fritzlar-Homberg). Nebenflüsse sind Nuhme, Orke, ltter Elbe, Ems und Schwalm. Oberhalb Hemfurth ist sie durch die Edertalsperre gestaut.

 

Edith-Stein-Straße

Edith Stein, geb. 1891 in Breslau, war nach ihrem Studium und der Promotion bei dem Freiburger Philosophen Husserl 1922 bis 1931 als Lehrerin in Speyer tätig, nachdem sie als Jüdin katholisch geworden war. Schon früh bewies sie sich als bedeutende Philosophin, so dass sie 1932 als Dozentin an das “Deutsche Institut für wissenschaftliche Pädagogik“ berufen wurde. Ihrem Wunsche entsprechend, trat sie 1933 in das Karmeliterkloster Köln-Lindenthal ein. Wegen ihrer bei den Wahlen deutlich gezeigten Ablehnung des Hitlersystems, ihrer unerschrockenen Standhaftigkeit und ihrer jüdischen Herkunft wurde sie 1942 aus einem holländischen Kloster geholt und in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht, wo sie am 09. August 1942 den Tod fand.

 

Eduard-Schick-Platz

Benannt nach dem Fuldaer Bischof Dr. Eduard Schick (geb. am 23.02.1906, gestorben am 20.11.2000).

 

Eduard-Goebel-Straße

Dr. Eduard Goebel, 1831 in Hildesheim geboren, starb 1904 in Fulda. Nach Studium und Tätigkeit in Köln wurde er 1863 mit 32 Jahren Direktor des Gymnasiums  in Fulda. Er half den Vereinen bei ihren verdienstvollen Tätigkeiten und war beliebt wegen seines Könnens und seines Gerechtigkeitssinnes. Bei seiner Pensionierung 1897 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Fulda ernannt in Anerkennung seiner Verdienste um die Förderung des geistigen Lebens. Im Preußischen Landtag war er Abgeordneter des Zentrums.

 

Egerländer Straße

Egerland ist der nördliche Teil des mittelalterlichen Bannwaldes auf dem bayrischen Nordgau, das Fichtelgebirge und das Egerer Becken, tritt seit 1135 als Region Eger auf und wurde nach 1146 unmittelbar dem Reich unterstellt. Die Stadt Eger hat sich aus der als Mittelpunkt der Region Eger errichteten Burg (1125), um die eine Kaufmannssiedlung entstand, die sich zum Markt erweitert hat, entwickelt, 1242 Nürnberger Stadtrecht, 1277 Reichsstadt. Ludwig der Bayer verpfändete sie 1322 an den Böhmenkönig Johann v. Luxemburg. Bedeutende Baudenkmale kennzeichnen das Stadtbild. Im 18. Jahrhundert geriet Eger zunehmend in Abhängigkeit von Böhmen. Ausbau zu einer habsburgischen Grenzfestung. Bei der Staatlichen Neuordnung zu Anfang des 19. Jahrhunderts wurde Eger faktisch österreichisch und 1919 kam es an die Tschechoslowakei. Heute gehört Cheb (Eger) zu Tschechischen Republik.

 

Egerstraße

Linker Nebenfluss der Elbe in Tschechien.

 

Eichbergstraße

Benannt nach dem Eichberg im Forst Fulda Nord.

 

Eichendorfstraße

Benannt nach dem Dichter Joseph Freiherr von Eichendorf, geb. 1788 in Oberschlesien, gest. 1857. Jurist, bekannt mit Görres, Achim von Arnim und Clemens Brentano, schloss sich Schlegel und seinem Kreis an. Teilnehmer an den Freiheitskriegen. 1817 Beginn seiner Beamtenlaufbahn im preußischen Staatsdienst, 1844 Rücktritt. Seine Gedichte sind neben denen Brentanos und Mörikes  ein Höhepunkt deutscher romant. Lyrik. Auch als Erzähler ist Eichendorff wesentlich Lyriker.

 

Eichenzeller Straße

Eichenzell gehört zu den ältesten Ortschaften des Fuldaer Landes, es lag im Gebiet der Karlmannschenkung, obwohl das genaue Datum seiner Gründung nicht angegeben werden kann, darf sie für das 9. Jahrhundert angenommen werden. Das Eichenzeller Schlösschen, heute Bürgerhaus der aufstrebenden Gemeinde mit über zweitausend Einwohnern und einer guten Infrastruktur, stammt aus dem 16. Jahrhundert.

 

Eichsfeld

“Eichsfeld“ ist eine auch sonst (z. b. in Hersfeld) mehrfach vorkommende Flurbezeichnung . “Mit Eichen bestandenes Grundstück“. In alter Zeit war der ganze Westhang des Frauenberges mit Eichwald bedeckt. Der Kalvarienberg hieß noch im vorigen Jahrhundert “Das Eichhölzchen“.

 

Eigilstraße

Eigil, der vierte Abt des Klosters Fulda von 818 bis 822, ließ 820 bis 822 die Michaelskirche durch Rachulf als Friedhofskapelle erbauen. Eigil ist der Biograph des hl. Sturmius und liegt in der Michaelkirche begraben.

 

Einhardstraße

Der aus edlem Geschlecht vom Maingau stammende Einhard, 770 geboren, wurde im Kloster Fulda erzogen. Von hier holte ihn dann Karl der Große nach Aachen, wo er als Nachfolger Alkuins die Hofschule übernahm und die großen Kaiserlichen Bauten. Er war somit der “Kultusminister“ Karls des Großen. 830 zog sich Einhard, Schwiegersohn Karls des Großen, vom Hof in seine Gründung Seligenstadt zurück, wo er nach reicher literarischer Tätigkeit 840 starb. Von ihm stammt die Lebensbeschreibung Karls des Großen.

 

Einsteinstraße

Benannt nach dem deutsch-amerik. Physiker.

 

Eisenacher Straße

Benannt nach der Kreisstadt im Bezirk Erfurt am NW-Rand des Thüringer Waldes, überragt von der Wartburg. Sitz zahlreicher Behörden und vielseitiger Industrie. Gründung um 1150 von den Landgrafen von Thüringen durch Verlegung des am Petersberg gelegenen Dorfes Alt-Erfurt planmäßig unterhalb der Wartburg, 1283 Stadtrecht. 1572-1638, 1640-1644 und 1672-1741 war Erfurt Residenz einer ernestin. Seitenlinie der Wettinger, danach fiel es an Sachsen-Weimar. Bedeutsam das Rathaus (1508/1638), Nikolaikirche, Dominikanerkirche (1235 ff) und das Lutherhaus (1563). 1874 starb in Erfurt Fritz Reuter. 1869 konstituierte sich hier im Gegensatz zu Ferdinand Lasalles Allgemeiner Deutscher Arbeiterverein die Sozialdemokratische Arbeiterpartei August Bebels und Wilhelm Liebknechts.

 

Eisenhowerstraße

Benannt nach einem Präsidenten der USA.

 

Elbstraße

Benannt nach der Elbe, ein Hauptstrom Mitteleuropas, 1144 km lang. Sie entspringt auf dem böhmischen Riesengebirgskamm, der Mündungstrichter der Elbe beginnt bei Hamburg, weitet sich bis Cuxhaven und geht hier in die Nordsee über. Die Elbe ist die wichtigste Wasserverbindung zwischen Hamburg und seinem südöstlichen Hinterland, das ganz Böhmen erfasst.

 

Elisabethenstraße

Benannt nach Elisabeth Schmitt geb. Goebel, Gemahlin des ersten Anwohners der Straße.

 

Elisabeth-Selbert-Straße

Dr. Elisabeth Selbert (1896-1986). Als Landtagsabgeordnete war sie Mitbegründerin der Hessischen Verfassung. Sie war Mitglied im Parlamentarischen Rat, dessen Aufgabe die Ausarbeitung des Grundgesetzes war. Dort setzte sie – fast im Alleingang -  die Verankerung der Gleichberechtigung zwischen Frau und Mann im Grundgesetz durch.

 

Elisabeth-von-Thadden-Straße

Elisabeth von Thadden wurde am 29. Juli 1890 in Mohrungen geboren. 1905 zog sie nach Gut Trieglaff, wo sie den Gutshaushalt übernahm. Später widmete sie sich der Jugendarbeit, so auch in Salem. Ab 1927 in dem evangelischen Landeserziehungsheim Wieblingen tätig, übernahm sie 1941 die Leitung dieser Schule. Sie arbeitete im Roten Kreuz und ab 1943 in Soldatenheim in Frankreich. Denunziert, kam sie ins Konzentrationslager und wurde am 8. September 1944 hingerichtet. Sie war Vertreterin der Bekennenden Kirche und der Una-Sancta-Bewegung.

 

Ellerstraße

Die Straße ist nach der von ihr durchquerten Flurlage benannt, deren Namen Eller “unbebautes Gelände, Ödung“ bedeutet.

 

Elsa-Brandström-Platz

Elsa Brandström, geb. am 26. März 1888 in St. Petersburg, gest. am 04. März 1948 in Cambridge (Mass., USA). 1914 stellte sie ihr Leben in den Dienst der deutschen Kriegsgefangenenfürsorge in Russland und Sibirien. Vom Erlös schriftstellerischer Tätigkeit gründete sie ein Sanatorium und ein Waisenhaus. Im 2. Weltkrieg wirkte sie erneut für die Gefangenen. 1946 erhielt sie als erste Schwedin die Prinz-Carl-Medaille.

 

Emil-Nolde-Allee

Deutscher Maler (1867–1956). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Emil-von-Behring-Straße

Dr. Emil von Behring, geb. 1854, gest. 1917. Mediziner, erfand 1890 das Diphterie-Heilserum, erhielt 1901 den Nobelpreis für Medizin. Durch seine Tätigkeit entstand in Marburg die Behring-Werke zur Herstellung von Heilserum. Viele in Fulda tätige Mediziner haben in Marburg studiert.

 

Emsweg

Benannt nach dem Fluß in Nordwestdeutschland, 371 km lang. Die Ems entspringt in der Senne, durchquert das Münsterland und mündete bei Emden in den Dollart.

 

Engelhelmser Straße

Benannt nach dem mittleren Dorf am Südwestfuß des Florenberges im Tal des Engelbaches. Im Gebiet der Karlmann-Schenkung gelegen. Es wird erstmals in einer Urkunde des Jahres 1276 erwähnt, in welcher der Pfarrer vom Florenberg die Vogtei zu Engelhelms von Heinrich von Lüder erwirbt und an die Propsteien Johannesberg und Neuenberg verkauft. Außerdem waren begütert das Kloster in Fulda, die Grafen von Ziegenhain und die Herren von Berlepsch. 1802 zählte der Ort zum Propsteiamt Johannesberg (Zentgericht Fulda).

 

Erfurter Straße

Erfurt, kirchen- und türmereicher Mittelpunkt Thüringens. Bonifatius gründete 742 ein Bistum, das sich aber nicht hielt. Erfurt wurde 755 kurmainzisch, hatte aber große Freiheiten, war Hansestadt, reich durch den Waidhandel, große Blüte im 14. Jahrhundert, 37 Kirchen, 14 Klöster, berühmt Dom und Serverikirche auf einem Berg in der Stadt liegend. In Renaissancezeit stand Erfurt 1483 bis 1664 unter sächsischem Schutz, war dann wieder mainzisch bis 1803. Erste Europäische Universität mit vier Fakultäten (1392-1816) und Zentrum des Humanismus. Erfurt ist die nächste benachbarte große Stadt nach Osten, bekannte Samenzucht und Gemüsegärtnereien sowie Industriewerke und gehört zur Diözese Fulda mit Sitz des Weihbischofs und der Theologischen Hochschule für den Ostteil der Diözese (Priesterseminar).

 

Erich-Heckel-Ring

Benannt nach dem deutschen Maler (1883 –1970), der in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurde . 

 

Ernst-Barlach-Straße

Deutscher Bildhauer und Graphiker (1870-1938). Wurde in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt.

 

Esperantostraße/Esperantoplatz

Genannt nach der von Dr. Zamenhof geschaffenen neutralen und internationalen Sprache “Esperanto“. Sie hat die Aufgabe, die Sprachschwierigkeiten bei gemeinsamen Verhandlungen zu beheben.

 

Ethilstraße

Benannt nach einem im Jahre 876 gestorbenen Fuldaer Mönch, dessen Name mit dem Ortsnamen Edelzell in Beziehung gebracht wird.

 

Rundgang 360
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