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Daimler-Benz-Straße

Benannt nach einer ehemaligen bis 1980 existierten Straße auf dem ehemaligen BGS-Gelände.

 

Dalbergstraße

Füstabt Adolf von Dalberg (1726-1737), der Gründer der Fuldaer Universität und Erbauer des Hl.-Geist-Hospitals.

 

Dalherdaer Straße

Dalherda, ein hochgelegenes Dorf auf dem Dammersfeld/Rhön an der Quelle des Thalaubaches. Sein Name lautet in den ältesten Urkunden Telherd, d.h. Vogelherd an der Tella.

 

Damian-Schmitt-Straße

Benannt nach Dr. Joseph Damian Schmitt, geb. 22. April 1858, gest. am 10. April 1939; er war von 1907 bis 1939 Bischof von Fulda, deren Ehrenbürger er 1932 wurde.

 

Dammersfeldstraße

Das früher als Schießübungsplatz dienende Bergmassiv der Rhön ehedem Staberesfeld (a. 1059), später Taberesfeld, Damersfeld und endlich Dammersfeld.

 

Danziger Straße

Benannt nach Danzig, eine der ältesten und verkehrsreichsten Handels- und Industriestätte an der Ostsee, 5 km oberhalb der Weichselmündung. 997 urkundlich erwähnt. Durch seine Lage wurde Danzig ein wichtiger Handelplatz. Zu den slaw. Einwohnern seit dem zwölften Jahrhundert deutsche Zuwanderer. 1308 Eroberung durch den Deutschen Orden. Seit 1361 Mitglied der Hanse, bedeutende Rolle als See- und Handelsstadt. 1454 fiel Danzig vom Orden ab und schloss sich an Polen an, blieb aber “Freie Stadt“. Die wirtschaftlich und kulturelle Blüte vom 15. bis zum 17. Jahrhundert hat das Stadtbild geprägt. Reiche künstlerische Ausstattung. 1793 Vereinigung mit Preußen. 1920 wurde Danzig und Umgebung aus dem Deutschen Reich herausgelöst und zur “Freien Stadt“ erklärt. 1939 Wiedereingliederung in das Deutsche Reich. 1945 stark zerstört und zwischen 1945 und 1948 der Rest der Deutschen Bevölkerung vertrieben oder später umgesiedelt. Durch Dekret der polnischen Regierung vom 30. März 1945 wurde Danzig noch vor Kriegsende dem polnischen Staat als Geschenk eingegliedert und heißt nun Gdansk.

 

De-Gasperi-Straße

Benannt nach dem italienischen Staatsmann Alcide De Gasperi, geb. am 03. April 1881 in Pieve Tesino (Provins Trient), gest. am 19. August 1954 in Sella di Valsugana (Provinz Trient), 1944 bis 1946 und 1951 bis 1953 Außenminister, wurde am 10. Dezember 1945 Ministerpräsident. Nach Abschaffung der Monarchie war er für kurze Zeit zugleich vorläufiges Staatsoberhaupt. Er erhielt für seine Bemühungen um die Einigung Europas 1952 den Aachener Karlspreis.

 

Delpstraße

Benannt nach dem katholischen Theologen Alfred Delp, geb. 15. September 1907 in Mannheim, gest. 02. Februar 1945 in Berlin, von der evangelischen zur katholischen Kirche übergetreten, seit 1926 Jesuit. Seit 1942 arbeitete er in dem Kreisauer Kreis (Wiederstandsbewegung) mit dem Entwurf einer christlichen Sozialordnung. Ende Juli 1944 verhaftet, wurde er vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und hingerichtet.

 

Dermbacher Straße

Benannt nach Dermbach, Ort in der Thüringischen Rhön. Das Amt Dermbach-Fischbach, seit dem frühen Mittelalter fuldischer Besitz, war verschiedentlich verpfändet, so auch während der Reformationszeit. Geschmälert kam es im 18. Jahrhundert an Fulda zurück. Es wurde durch den Wiener Kongress Sachsen-Weimar zugesprochen. Verbindungen zu Fulda blieben bis zum Zweiten Weltkrieg in wirtschaftlicher und verwandtschaftlicher Hinsicht.

 

Dientzenhoferstraße

Benannt nach Johann Dientzenhofer, der in den Jahren 1701 bis 1711 als Baumeister im Dienst des Fuldaer Fürstabts Adalbert von Schleiffras stand. Nach seinen Plänen und unter seiner Bauleitung wurden in den Jahren 1704 bis 1712 der Fuldaer Dom und von 1706 bis 1714 bis auf den nordwestlichen Seitenflügel die Fuldaer Schlossanlage, außerdem andere profane und kirchliche Bauten im Hochstift errichtet.

 

Dieselstraße

Rudolf Diesel, Ingenieur und Erfinder geb. 1858, gest. 1913 schuf den nach ihm benannten Verbrennungsmotor, der 1897 bei MAN in Augsburg gebaut wurde.

 

Dingelstedtstraße

Franz Dingelstedt, 1814 geboren in Halsdorf, war von 1813 bis 1841 als Gymnasiallehrer in Fulda tätig. Mit den Brüdern Grimm befreundet, war er als Dichter und Schriftsteller tätig, widmete sich dem Theater, wo er in München 1815 Intendant wurde, 1857 in Weimar, 1867 in Wien an der Oper, 1870 an der Hofbühne und 1875 Generaldirektor der Wiener Hofbühnen. Er starb 1881 in Wien. Von ihm stammt das Weserlied.

 

Dokkumstraße

Fulda steht seit einigen Jahren mit der holländischen Stadt Dokkum in freundschaftlichen Beziehungen. Am 05. Juni 754 erlitt Bonifatius in Dokkum den Märtyrertod, wahrscheinlich durch Wikinger, als er die Gläubigen zur Firmung um sich versammelt hatte.

 

Doll

Doll ahd. toula (Bodensenkung), Mulde.

 

Domänenweg

Nach der Säkularisation war das fuldische Gut Ziehers Domäne geworden. 1953 von der Stadt erworben, wurde das Domänengelände am Westhang des Rauschenberges aufgesiedelt. Der Weg erinnert an die “Domänenzeit“ des Gutes Ziehers.

 

Domdechanei

Die Domdechanei wurde 1702 bis 1707 von dem Franziskanerbruder Antonius Peyer unter dem Domdechanten Bonifatius von Buseck errichtet.

 

Don-Bosco-Straße

Benannt nach Don Giovanni Bosco (geb. 15. August 1815, gest. 31. Januar 1888). Priester und Pädagoge, der zur Erziehung verwahrloster Buben die Kongregation der Salesianer Don Boscos, für die Erziehung der Mädchen die der Töchter Mariens gründete.

 

Dr.-Dietz-Straße

Erzbischof Dr. Johannes Dietz, Bischof von Fulda von 1939 bis 1958, Ehrenbürger der Stadt Fulda, wurde am 30. Januar 1879 in Birkach geboren. Nach seinen Studien in Rom und seiner Priesterweihe 1905 war er 1909 Subregens und 1912 Regens des Priesterseminars Bamberg. Ab 1936 Bischof-Koadjutor von Fulda, betreute er die Diözese von 1939 bis zu seiner Resignation 1958. Der Krieg, Bombenangriffe, Einströmen der Heimatvertriebenen in die Diözese und Anwachsen der Katholiken von 357.000 auf 710.000, Kirchenbauten, aber auch das 1200 jährige Bonifatiusjubiläum 1954 in Fulda und der Katholikentag in Fulda 1954 kennzeichneten seine Tätigkeit. So wurde Dietz 1954 zum Ehrenbürger der Stadt Fulda ernannt. Nach seiner Resignation wurde er zum Titularerzbischof von Cotrada ernannt. Er starb im Dezember 1959.

 

Dr.-Adelmann-Straße

Dr. Vinzenz Adelmann, geb. 1780, gest. 1850. Adelmann wurde 1806 nach Fulda berufen als Wundarzt beim Landkrankenhaus mit dem Charakter eines Professors. Ab 1935 war er Direktor des Kollegiums. Sein Ruf als Lehrs Lehrer für den Nachwuchs und besonders als Geburtshelfer ging weit über Fulda hinaus.

 

Dr.-Danzebrink-Straße

Dr. Franz Danzebrink, 1899 bis 1960, war Oberbürgermeister der Stadt Fulda von 1930 bis 1945. Er blieb, obwohl ursprünglich vom Zentrum gewählt, auch nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 im Amt. Ihm ist es zu verdanken, dass Fulda 1945 nicht durch amerikanischen Artilleriebeschuss zerstört wurde, da er persönlich sich zu den Amerikanern begab und bei den deutschen Truppen erreichte, nicht in Fulda zu kämpfen. Er starb als Ministerialrat in Bonn (1960).

 

Dr.-Höfling-Straße

Dr. Eugen Höfling, geb. 1808, gest. 1880. Als junger Student schuf der aus Fulda stammende Höfling 1826 das bekannte Lied “O alte Burschenherrlichkeit“ und weitere Lieder und Gedichte. Als Arzt und Sanitätsrat war er in Fulda, Hünfeld, Friedewald und Eschwege tätig.

 

Dr.-Kopp-Straße

Bischof Dr. Kopp, 1937 in Duderstadt geboren, war von 1881 bis 1887 Bischof von Fulda. Er wirkte tatkräftig für die Beseitigung der Schäden des Kulturkampfes, eröffnete das Bischöfliche Konvikt, gründete Lateinschulen in Geisa und Amöneburg, berief Konstantin Gutberlet und Josef Pohle zu Professoren, gründete 1884 den Bonifatiusboten, war 1884 Angehöriger des preußischen Staatsrates, 1886 des preußischen Herrenhauses. 1887 übertrug ihm Leo XIII die Diözese Breslau, Fürsterzbischof und Kardinal. Er starb 1914. Bei seinem Weggang aus Fulda wurden ihm die Ehrenbürgerrechte zuerkannt.

 

Dr.-Lieblein-Straße

Dr. Franz Lieblein, geb. 1714, gest. 1810. Aus einer alten Apothekerfamilie stammend, heiratete er 1769 die Witwe des Fuldaer Hofapothekers. Der Fürstbischof  ernannte ihn zum Kammerrat, 1780 zum Professor an der Fuldaer Universität, wo er an der Medizinischen Fakultät Vorlesungen über Pharmazie hielt. 1784 erschienen seine botanischen Vorlesungen in Buchform “Flora Fuldensis“.

 

Dr.-Mannel-Straße

Benannt nach dem Arzt Dr. Wilhelm Mannel, der am 08.08.1870 in Tann geboren wurde und von 1909–1935 im Fuldaer Krankenhaus tätig war.´

 

Dr.-Raabe-Straße

Dr. Wilhelm Raabe, geb. 1838 in Mardorf, gest. 1922 in Fulda, Geheimer Sanitätsrat, der “Armenarzt“ genannt, weil er uneigennützig arme Leute ohne Entgeld behandelte. Aktiv in der Kommunalpolitik tätig als stellvertretender (1894) Vorsitzender des Bürgerausschusses und als dessen Vorsitzender (1897).

 

Dr.-Rohrhirsch-Straße

Sanitätsrat Dr. August Rohrhirsch, geb. 1864, gest. 1953. Er war zuerst in Weyhers als Arzt tätig und ließ sich 1906 in Fulda nieder, wo er als praktischer Arzt, besonders als Kinderarzt und Schularzt bekannt und beliebt war. Er war sehr interessiert am Theater- und Musikleben der Stadt.

 

Dr.-Schneider-Straße

Aus der Familie Schneider gingen durch mehrere Generationen bedeutende Ärzte hervor. Dr. Joseph Schneider, geb. 1777, gest. 1854. Er promovierte 1805, bevor die Fuldaer Universität vorläufig suspendiert wurde. Neben seiner großen Arztpraxis und zahlreichen Arbeiten auf medizinischen Gebiet veröffentlichte er auch solche über Geologie, Flora und Fauna der Rhön, außerdem die Topographie der Stadt Fulda und gab 1825 bis 1829 die wissenschaftliche Zeitschrift “Buchonia“ heraus. Dr. Justis Schneider, geb. 1842, gest. 1904. Als Arzt und Sanitätsrat in Fulda beschäftigte er sich nebenbei mit Kunst und Wissenschaft, schrieb historische Aufsätze, gab den Rhönführer heraus und gründete 1876 den Rhönklub. Dr. Gustav Schneider, geb. 1870, gest. 1960. Als Arzt und Sanitätsrat in Fulda tätig, hochgeschätzt, kunst- und musikbegeistert. Vorstand und später Ehrenpräsident des Rhönklubs, Ehrenbürger der Stadt Fulda. Dr. med. habil. Justus Schneider, geb. 1899, gest. 1954, Chefarzt des Herz-Jesu-Krankenhauses und bedeutender Chirurg, Musik- und Kunstfreund, Liebhaber der Rhön. Die Patienten fanden an ihm alle guten menschlichen Eigenschaften wieder, die in mehr als 150 Jahren von seiner Arzt-Familie den Fuldaern in Tagen der Krankheit ununterbrochen gezeigt worden waren.

 

Dr.-Weikard-Straße

Dr. Melchior Adam Weikard, geb. 1742 (Römershag), gest. 1803, war zuerst 1764 Brunnenarzt in Brückenau. 1770 Leibarzt des Fuldaer Fürstbischofs, Hofrat und Professor an der Fuldaer Universität. Damals entstanden viele Schriften, so auch “Der philosophische Arzt“. 1782 nahm er Berufung als Hofarzt der Zarin Katharina II. nach Petersberg an. 1796 nach Heilbronn, dann nach Fulda zurückgekehrt, trat er an die Spitze des Fuldaer Medizinalkollegiums.

 

Dr.-Weinzierl-Straße

Dr. Josef Weinzierl, geb. 1807, gest. 1886. Nach seiner medizinischen Ausbildung arbeitete er mit Förster zusammen am “Deutschen Volksblatt“ (1831 bis 1832). Er widmete sich sehr dem bürgerlichen und politischen Leben, war Mitbegründer des Fuldaer Bürgervereins, Angehöriger der hessischen Ständekammer (1847 bis 1852 und 1862 bis 1863) und Landesdeputierter der Stadt Fulda im Landtag. Ab 1859 Stadtsekretär bis 1882. Danach mit vollem Gehalt pensioniert. Wegen seiner Verdienste wurden ihm schon 1847 die Ehrenbürgerrechte zuerkannt.

 

Dragonerstraße

Benannt nach den Dragonern, einer Gattung der Reiterei, in Anlehnung an die ehemalige stark frequentierte alte Heerstraße.

 

Dreilärchenweg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Dreilindenweg

Benannt nach den drei Linden, die den Bildstock mit Darstellung des Evangelisten Lukas umgeben.

 

Dresdener Straße

Dresden, die Hauptstadt von Sachsen, im Krieg durch Bomben stark zerstört. Elbflorenz genannt wegen der herrlichen Bauwerke der Barockzeit und danach. Zwinger (Pöppelmann), Oper (Semper), Hofkirche (Chiaveri) Frauenkirche (Bähr)und zahlreiche Paläste. Bewundernswerte Stadtsilhouette.

 

Dronkestraße

Benannt nach Dr. Ernst Friedrich Johann Dronke, der 1797 in Falkenberg geboren wurde. Er war ab 1841 Direktor des Gymnasiums und befasste sich mit Forschungen zur Geschichte des Hochstifts Fulda. Bedeutsam war u. a. die Herausgabe der “Traditiones et Antiquitates Fuldensis“ im Jahre 1844. Dronke starb 1849 in Fulda.

 

Drostestraße

Fürstabt Placidus v. Droste (1678 bis 1700) brauchte durch seine sparsame Haushaltspolitik die Finanzen des Hochstifts in Ordnung. Er hinterließ seinem Nachfolger über eine Millionen rhein. Gulden und ermöglichte so die unter Adalbert von Schleiffras stürmisch einsetzende barocke Bautätigkeit, deren Werke noch heute unsere Stadt prägen.

 

Duume

Fuldischer Dialektausdruck für “Daumen“.

Rundgang 360
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