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Bamberger Straße

Bamberg liegt an der Regnitz im oberen Maingebiet, ehemaliger Stammsitz der Babenberger. 1007 gründete Kaiser Heinrich II. das Bistum. Er verlegte damit dem Bistum Würzburg den Weg nach Osten. Domneubau 13. Jahrhundert mit vorzüglichen Plastiken und dem Grab Heinrich II. und Kunigunde (Riemenschneider), gegenüber liegt das ehemalige Benediktinerkloster Michelsberg. Die Bischöfe kamen mehrfach aus dem Hause Andechs (13. Jahrhundert). Im 11. und 12. Jahrhundert war Bamberg ein Zentrum der Reichspolitik. Im 18. Jahrhundert Barockisierung (Johann Dientzenhofer) Residenz, Klöster und vorzügliche Bürgerbauten prägten die Stadt. 1802 kam Bamberg samt Territorium und Fürstbistum an Bayern und ist heute Erzbistum. Heinrich II. verlieh Fulda Markt- und Münzrechte (1019). Er war zusammen mit Papst Benedikt VIII. 1020 in Fulda.

 

Bardostraße

Bardo war der erste Propst des 1020 gegründeten und 1023 eingeweihten Reformklosters Andreasberg (Neuenberg), geb. um 980, ein Verwandter des salischen Kaiserhauses, gest. 1051. Er wurde 1030 Abt des Klosters Werden an der Ruhr und 1031 noch dazu Abt zu Hersfeld, im gleichen Jahr Erzbischof von Mainz. Dort liegt er auch begraben. Schon seit dem Mittelalter wurde Bardo als Heiliger verehrt.

 

Baugulfstraße

Abt Baugulf (779-802) lässt ab 791 durch den Mönch Ratgar von Fulda, dem fähigsten Baumeister seiner Zeit, die große Stiftskirche beginnen und die Gebeine der hl. Lioba in das Kloster Fulda bringen, sie ruhen jetzt in der Petersberger Kirche, zu der er den Grundstein gelegt hat.

 

Baumgartenstraße

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Beatrixstraße

Benannt nach der Fuldaer Stadtpatronin.

 

Bechstraße

Benannt nach Joseph Bech, luxemburgischer Staatsmann, christlich-sozial, geb. 17. Februar 1887 in Diekirch, Rechtsanwalt, war 1921-1925 Justiz- und Unterrichtsminister, 1926-1958 Außenminister und 1926-1937 sowie 1953-1958 Ministerpräsident. Von 1959-1964 war Joseph Bech Parlamentspräsident. Er starb am 8. März 1975 in Luxemburg.

 

Beethovenstraße

Benannt nach dem Komponisten Ludwig van Beethoven, geb. 1770 in Bonn, gest. 1827 in Wien.

 

Bellingerstraße

Franz Carl Bellinger, geb. 21. Mai 1842 , gest. 23. August 1900. Gründete 1867 das Fuldaer Emaillierwerk und begann die Arbeiten mit zwei Spenglergesellen. Das Werk gehörte zu den größten dieser Art in Deutschland.

                       

Bernhardstraße

Benannt nach dem ersten Fuldaer Landrat nach dem Kriege. Er wurde 1886 in Setzelbach, bei Rasdorf geboren und starb 1955 in Fulda. Von 1945-1953 leitete er maßgeblich den Aufbau und die Entwicklung des Kreises.

 

Besgeser Straße

Bei den eingemeindeten Ortsteilen ist es üblich geworden, die Hauptstraße nach dem Ort zu benennen, um den Ortsnamen nicht untergehen zu lassen. Hier wird der Stadtteil Besges durch die “Besgeser Straße“ gekennzeichnet.

                 

Biebersteinstraße

Schloss Bieberstein, einst mittelalterliche Burg und fuldischer Amtssitz, wurde in den Jahren 1711-1714 durch Adalbert von Schleiffras nach Dientzenhofers Plänen neu erbaut. Die Außenwerke errichtete Fürstabt Amand von Buseck. Heute Hermann-Lietz-Schule.

 

Biedenbachstraße

Der in Hünfeld am 26. November 1920 geborene Raymund Biedenbach war nach seiner Schulzeit Bankbeamter in Fulda. Er wurde am 20. September 1944 wegen Wehrkraftzersetzung in Berlin-Spandau erschossen, da er als Soldat auf seiner freiheitlichen Haltung bestand.

                       

Biensackweg

Benannt nach dem Geschlecht welches im Bereich der Tränke ansässig  war und im 30-jährigen Krieg dem Höfe- und Bauernsterben zum Opfer fiel.

 

Bilsteinstraße

Benannt nach einer Bergkuppe (667m) im Vogelsberg.

 

Black-Horse-Straße

Erinnerung an das letzte, in Fulda stationierte, amerikanische Regiment.

 

Blankenauer Weg

1268 erfolgte die Gründung des Klosters “Blankenowe“ (=helle Au) durch Hermann von Schlitz genannt Blankenwald. Es wurde mit Zisterzienserinnen besetzt. 1287 wurde das Hospital St. Elisabeth gegründet. Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster zerstört, starb dann aus und wurde in eine Propstei umgewandelt. Die spätgotische Kirche und die Propsteigebäude aus der Zeit um 1700 sind die bedeutendsten Bauwerke des Ortes.

 

Blücherstraße

Generalfeldmarschall von Blücher (1742 bis 1819), der Held der Befreiungskriege.

 

Böcklerstraße

Benannt nach dem Gewerkschaftsführer Hans Böckler (geb. 1875, gest. 1951). Seit 1903 in der Gewerkschaftsbewegung hauptamtlich tätig. 1928-1933 Mitglied des Reichstages. Während der Jahre 1933-1945 verfolgt und zeitweise verhaftet. Nach 1945 Organisator des neuen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Ab 1949 Vorsitzender des DGB für das Gebiet der Bundesrepublik. 

 

Bockmühlallee

Benannt nach dem Gutshof der Familie Bockmühl, östlich der Kirche gelegen. Die Familie Bockmühl hat sich mehrere Generationen hindurch um die Gemeinde Bronzell verdient gemacht.

 

Bonhoefferstraße

Dietrich Bonhoeffer, am 4. Februar 1906 in Berlin geboren, war als evangelischer, der bekennenden Kirche angehörender Theologe seit 1939 in den politischen Widerstand gegangen. Am 05.04.1943 wurde er verhaftet und am 09.04.1945 als Widerstandskämpfer im KZ Flossenbürg hingerichtet.

 

Bonifatiusplatz

Das vier Meter hohe Standbild des heiligen Bonifatius wurde von Bildhauer Werner Henschel in Erz gegossen und 1842 errichtet.

 

Bonifatiusstraße

Nach der Legende verdankt der Bonifatiusbrunnen in Horas dem Heiligen Bonifatius seine Entstehung.

 

Borgiasplatz

An der Stelle des Kaufhauses Karstadt stand früher das ab 1550 verwaiste, 1273 gegründete Franziskanerkloster, das 1571 von Jesuiten besiedelt wurde, die auch das benachbarte päpstliche Seminar ausbauten (1584 heute Stadtschule). Die frühere Borgiasstraße, heute Borgiasplatz, ist nach dem dritten Ordensgeneral Franz von Borgia benannt (1516-1572), der sich um die Fuldaer Niederlassung besonders verdient gemacht hat.

 

Bornwiesenweg

Benannt nach einem alten Flurnamen.

 

Borsigstraße

Benannt nach dem Industriellen August Borsig (geb. 1804, gest.1854). Er gründete 1837 in Berlin eine Maschinenfabrik, aus der sich die weltbekannte Lokomotiv- und Maschinenfabrik A. Borsig, entwickelte.

 

Bosestraße

Nach der Gräfin Luise Wilhelmine Emile von Bose genannt, geb. 1813. Sie vermachte der Stadt Fulda eine bedeutende Stiftung.

 

Boyneburgstraße

Benannt nach Wolf Daniel von Boyneburg (1667 – 1743) Er war 1700 Geheimer Rat u. Oberamtmann der Stadt Fulda und  1714 auch Oberamtmann der Zent Fulda.

 

Brahmsstraße

Johann Brahms, geb. 7. Mai 1833 in Hamburg, bedeutender Komponist, der durch seine Freundschaft mit Robert Schumann 1862 nach Wien kam und bis zu seinem Tod am 3. April 1897 dort blieb. Seine Kompositionen, 121 Werke, insbesondere seine Sinfonien, aber auch seine Lieder, Sonaten, Quartette usw., gehören zu den bedeutendsten nach Beethoven.

 

Brauhausstraße

In dieser Gegend und zwar am östlichen Ausgang der Ohmstraße, standen einst die städtischen Brauhäuser.

 

Breiter Weg

Als Straßennamen übernommene Bezeichnung des Volksmundes.

 

Breslauer Straße

Benannt nach der schlesischen Hauptstadt. Bis 1945 einer der wichtigsten kulturellen Mittelpunke Ost-Deutschlands. Der Name B. dürfte auf den Böhmenherzog Wratislaw I. (894-921) zurückgehen. Das Bistum B. wurde im Jahre 1000 gegründet. Zentren der im späten Mittelalter viertgrößten deutschen Stadt waren neben dem Ring der Neu- und der Salzmarkt. 1387 Beitritt zu Hanse. Im 14./15. Jahrhundert erlebte B. die größte Blüte und wurde neben Prag mächtigste Stadt des böhmischen Reiches. Der Reformation schloss es sich 1523 an. Durch den Frieden von B. 1742 kam es mit Schlesien an Preußen, womit seine frühere Selbstständigkeit endete. Neben der Gotik wurde das Barock bestimmend für das Stadtbild (Matthiaskirche, Universität, Kurfürstenkapelle am Dom). Der preußische Klassizismus hinterließ das Palais Hatzfeld, das Schloss und das alte Theater. Im zweiten Weltkrieg zur Festung erklärt (Herbst 1944), Kapitulation nach schwersten Kämpfen am 07.05.1945.

Die deutsche Bevölkerung wurde überwiegend noch 1945, der Rest in den folgenden Jahren vertrieben und durch teilweise zwangsumgesiedelte mittel- und ostpolnische Bevölkerungsgruppen ersetzt. Damit würde die bisherige Entwicklung unterbrochen. Die Auswechslung der gesamten Bevölkerung hat das Wesen der Stadt völlig verändert. B. heißt heute Wroclaw. Wiederaufbau zu einer der wichtigsten Industriestädte. Neuerrichtung der Altstadt und der historischen Gebäude wurde mit Nachdruck und Erfolg durchgeführt.

 

Briandstraße

Benannt nach dem französischen Staatsmann Aristide Briand, geb. am 28 März 1862 in Nantes, gest. am 07. März 1932 in Paris. Er war zunächst Rechtsanwalt und Journalist, seit 1902 Abgeordneter. Briand war von 1906 an in den meisten französischen Kabinetten Minister und wiederholt Ministerpräsident. Zusammen mit Stresemann und Chamberlain erhielt er 1926 den Friedensnobelpreis.

 

Browerstraße

Christoph Brower, geb. 1559, gest. 1617, verfasste während seines längeren Aufenthaltes im päpstlichen Seminar der Jesuiten in Fulda 1612 die ersten zusammenhängenden Abhandlungen über die Geschichte Fuldas aufgrund seiner Archivstudien.

 

Brückenauer Straße

Brückenau Sitz eines fuldischen Verwaltungsbezirkes für einundzwanzig Ortschaften, kam schon früh in den Besitz des Klosters. Bis 1349 war Burg Schildeck Sitz dieses Amtes, dann Brückenau selbst, das, 1260 ummauert, 1310 Schweinfurter Stadtrecht erhielt. 1747 erschoss man die Stahlquelle, 1759-1788 erfolgte der Ausbau des Bades. Nach der Säkularisation wurde Brückenau 1816 bayrisch.

 

Brückenstraße

Die Straße führt als Brücke über die Gläserzeller Straße (L3143).

 

Brüder-Grimm-Straße

Jakob Grimm, geb. am 04. Januar 1785 in Hanau, gest. am 20. September 1863 in Berlin. Begründer der germanischen Philologie. Wilhelm Grimm, geb. am 24. Februar 1786 in Hanau, gest. am 16. September 1859 in Berlin. Germanist. Im Jahre 1790 siedelten sie mit ihrem Vater, dem Pfarrer Friedrich Grimm, nach Steinau (Kreis Schlüchtern) über und verlebten hier ihre schönsten Jugendjahre. Bedeutende Dichter auf dem Gebiet der Märchen und Sagen.

 

Brunnenweg

Benannt nach dem noch heute hier befindlichen Kindelsborn.

 

Brüsseler Straße

Brüssel, Hauptstadt des Königreiches Belgien und der Provinz Brabant. Mit über eine Millionen Einwohner ist Brüssel Sitz von Regierungs- und Verwaltungsbehörden sowie internationaler Kommissionen und Institutionen. Mit seinen kulturellen Einrichtungen und vielen Kunstdenkmählern wie als Sitz nationaler und internationaler Industrie- und Handelsunternehmen ist Brüssel Mittelpunkt des Landes.

 

Buchenroder Straße

Benannt nach dem Dorf Buchenrod nordwestlich von Flieden.

 

Buchonenweg

Benannt nach der Buchonia, einem von der Buche abgeleiteten Namen des großen Waldgebietes im östlichen Hessen, das im 8. und 9. Jahrhundert vom Kaufunger Wald im Norden sich über Teile von Knüll und Seulingswald, Vogelsberg und Rhön erstreckend, nach Süden bis nahe an den Main reichte. Die Vorstellung von einem großen Waldgebiet wird sowohl bei zeitgenössischen Schriftstellern als auch in Urkunden sichtbar. Bei der von Bonifatius betriebenen Gründung des Klosters Fulda wurde durch eine Verfügung des Hausmeiers Karlmann inmitten der Buchonia ein großer Bezirk als erste Ausstattung für das Kloster ausgesondert.

 

Burgunderstraße

Benannt nach jenem germanischen Volksstamm, der von Bornholm aus nach Pommern zog, von da aus zum Main und Mittelrhein. (Worms, Niebelungenlied) Von den Hunnen stark angeschlagen zogen sie nach Savoyen und ins Rhonetal. In historischer Zeit entstand hier das Königtum Burgund, mit Hochburgund Niederburgund. In der Zwischenzone zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich entwickelte sich das Herzogtum Burgund, das nach dem Tode Karls des Kühnen 1477 durch die Erbtochter Maria an Habsburg fiel (Maximillian).

 

Burgweg

Ber Burgweg führt entlang der Südwestseite des Parks der Grillenburg.

 

Buseckstraße

Benannt nach dem Fürstabt Amand von Buseck, seit 1752 Fürstbischof, gehört mit einer Regierungszeit von 19 Jahren (1737 – 1756) zu den für das 18. Jh. in besonderem Maß prägenden Landesfürsten.

 

Buttermarkt

Auf dem heutigen Buttermarkt, früher Samstagsmarkt, wurden bis vor dem zweiten Weltkrieg von den Bauern der Umgebung Butter, Eier und Geflügel angeboten.

 

Buttlarstraße

Fürstabt Konstantin von Buttlar (1714-1726) erweiterte den Schlossbau um den westlichen Ehrenhofflügel. Er ließ die Waides im Schlossgartenbereich überwölben, die Orangerie sowie die Propsteigebäude auf dem Michaelsberg erbauen und erwarb das Weingut Johannisberg in Rheingau.

 

Rundgang 360
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