Spatenstich für den Anbau, die Aufstockung und den Umbau der Richard-Müller-Schule:
Auf diesen Moment hatten alle Beteiligten lange gewartet: Mit dem symbolischen Spatenstich wurde der Anbau, die Aufstockung und der Umbau der Richard-Müller-Schule in Anwesenheit von Oberbürgermeister Gerhard Möller, Landrat Bernd Woide, Stadtbaurätin Cornelia Zuschke, Repräsentanten der städtischen Gremien, der Schulleitung, der Planer und der ausführenden Firmen bei strahlendem Sonnenschein eingeläutet. „Die Richard-Müller-Schule hatte für uns höchste Priorität als wir im Rahmen der Konjunkturprogramme des Bundes und des Landes die notwendigen finanziellen Mittel für wichtige kommunale Schulbaumaßnahmen zur Verfügung gestellt bekamen“, erklärte der Fuldaer Verwaltungschef und fügte hinzu: „Ich bin überzeugt, dass es dabei nur glückliche Gesichter geben wird“.
„Schule aus der Region, für die Region“
Besonders erfreut über den Beginn der Bauarbeiten waren die Schulleiterin Claudia Hümmler-Hille und ihr Stellvertreter Horst Pfau. Sie dankten dem Oberbürgermeister, der Stadtbaurätin und dem Landrat, dass sie „die Gelegenheit beim Schopf genommen haben“. Das „Wachsen und Werden“ der Schule habe einen langen Hintergrund, legte Gerhard Möller dar. Während es nach der Gründung der Schule in den 1960er Jahren zahlreiche Modernisierungen und Sanierungen gegeben habe, seien Bauwünsche immer Bestandteil des Schulgeschehens gewesen. Nachdem die Schule dann kaufmännisches Berufsschulzentrum geworden sei, habe sie sich stetig neuen Anforderungen der Wirtschaft und Bildung gestellt. Die bereits im Jahre 2004 ausgearbeiteten großräumigen Planungen zur Erweiterung der Schule mussten zu dieser Zeit aufgrund der Konsolidierung zurückgestellt werden. Der damalige Fuldaer Bürgermeister und heutige Landrat Bernd Woide betonte: „Dies ist ein wichtiger Tag, denn gerade bei berufsbildenden Schulen haben wir eine besondere Verantwortung.“ Eine Unterstützung bei dieser Baumaßnahme sei auch für den Landkreis wichtig gewesen, da dies eine Schule „aus der Region, für die Region“ sei.
Umfassende Baumaßnahmen
Die baulichen Erweiterungen am Schulgebäude sind umfassend. So entstehen zwölf neue Klassenräume, so dass die seit 2004 in der Athanasius-Kircher-Schule ausgelagerten Klassen wieder innerhalb des Schulgebäudes untergebracht werden können. Außerdem werden vorhandene Räumlichkeiten zu einer Mediothek umfunktioniert und im Erdgeschoss eine Cafeteria mit ca. 160 Plätzen eingerichtet. Da sich die Schulverwaltung künftig im Obergeschoss des Anbaus befindet, stehen die verbleibenden Räume nach deren Sanierung als Lehrerzimmer und Lehrerarbeitsräume zur Verfügung. Nach dem Einbau von zwei Aufzügen und der Einrichtung von zwei Behinderten-WCs ist die Schule in Zukunft barrierefrei erschlossen. Für den vom Büro Staubach + Partner angefertigten und durch einen Architekten-Wettbewerb ausgewählten Entwurf fand Oberbürgermeister Möller nur lobende Worte: „Die gute Planung, die das Gesamtensemble weiterentwickelt, überzeugt sowohl aus schulischer wie aus städtischer Perspektive.“ „Auch alle Kollegen und Schülervertreter haben sich über eine solch tolle Lösung sehr gefreut“, erklärte Schulleiterin Hümmler-Hille.
Heimische Firmen beauftragt
Die Gesamtkosten belaufen sich hierbei auf 5,4 Mio Euro, wobei der Landkreis 2 Mio Euro aus dem Konjunkturpaket zugesteuert hat. Für diese gemeinsame Finanzierung bedankte sich der Fuldaer Verwaltungschef beim Landkreis und würdigte in diesem Zusammenhang auch die engagierte Arbeit von Stadtbaurätin Cornelia Zuschke und des gesamten Baudezernats. Die Sanierung des Verwaltungstrakts der Schule wird für rund 750.000 Euro aus den Haushaltsmitteln der Stadt Fulda bezahlt. Bei der Auftragsvergabe legten die Verantwortlichen Wert darauf, dass die Arbeiten von heimischen Partnern ausgeführt werden. Neben einer sorgfältigen, zügigen Arbeit und einem unfallfreien Bauablauf wünschte sich Oberbürgermeister Gerhard Möller im Hinblick auf das erwartete Haushaltsdefizit besonders die Einhaltung der Kostenschätzungen: „Wir müssen uns im Rahmen bewegen, dafür bekommen wir auch viel geboten.“
Fulda, 25.02.2010
49/2010 pr/cp











