Slackline und Baumschutz
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Hinweise zum Umweltschutz im Schlossgarten -

Mit den ersten Sonnenstahlen finden sich vermehrt Anhänger der neuen Trendsportart „Slackline“ in den Grünflächen ein. Beim Slacklinen balanciert der Sportler auf einem Schlauch- oder Gurtband, das zwischen zwei Befestigungspunkten gespannt wird. Doch dieser neue Sport, der oftmals an großen Bäumen ausgeübt wird, zieht Probleme im Hinblick auf den Umweltschutz nach sich. „Um die Pflanzen im Schlossgarten zu schützen und das schöne Bild der Anlage zu erhalten, bitten wir die Slackliner, die schützenswerten Flächen zu achten und an den Stammschutz zu denken“, so Stadtbaurätin Cornelia Zuschke.

Stammschutz

Das Grünflächen-, Umwelt und Friedhofsamt der Stadt Fulda weist deshalb darauf hin, dass die schutzwürdigen Flächen nicht zum Slacklining benutzt und auch nicht überspannt werden dürfen. Generell gilt, dass Slacklining nur mit entsprechendem Stammschutz geduldet werden kann. Im Sommerhalbjahr hat das Grünflächenamt der Stadt Fulda im östlichen Bereich entsprechende Bäume mit einem Rindenschutz versehen. Nur diese Bäume sollen genutzt werden.

Schäden an den Bäumen


Denn wenn die Slackline gespannt wird, treten Kräfte zwischen 500 und 800 kg in Zurichtung auf. Diese Kraft wirkt sich nicht nur auf die Borke des Baumes aus, sondern auch die unter der Borke liegenden Kapillare (Wasserleiter) des Baumes können durch den entstehenden Druck unheilbar geschädigt werden. Außerdem wird durch die Reibung der Schlingen, die durch das Auf- und Absteigen sowie durch die Sprünge entsteht, die Rinde von den Bäumen abgerieben. Dadurch wird der Baum sichtbar und dauerhaft beschädigt.

Besonders schutzwürdige Flächen

Eine weitere Auswirkung hat dieser Sport auf die im Traufbereich der Bäume befindlich Geophyten und im Frühjahr blühenden Wildpflanzen, die mit ca. 40 Arten im Schlossgarten vorkommen. Diese Pflanzen, die zur Zeit die ersten zarten Blättchen treiben, sind höchst trittempfindlich und nicht in der Lage, sich nach hohen Belastungen wieder zu regenieren. Die punktuell insbesondere im Schlossgarten verteilten, mit den genannten Wildblumen und Geophyten bestandenen Flächen, werden bis zum Frühsommer nicht gemäht und stellen so einen Blütenhöhepunkt im Frühling eines jeden Jahres dar.

Weitere Hinweise zur richtigen Ausübung des Slacklinens unter www.slacklinen.de.

Fulda, 17. März 2011
401/2011 pr/cp



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