Bürgerbeteiligung zur Landesgartenschau
Stadt Fulda

Von rechts: Planer Thomas Wirth und Stadtbaurat Daniel Schreiner erklären den Verlauf des Bürgerspaziergangs.

Einladung zur Bürgerplanwerkstatt am 21.10. im Marmorsaal/ Stadtschloss

Mit einem Bürgerspaziergang über das künftige Landesgartenschau (LGS)-Gelände hat die Bürgerbeteiligung zur LGS 2023 am 7. Oktober begonnen. Der zweite Teil wird eine Bürgerplanwerkstatt am 21. Oktober um 10:00 Uhr im Marmorsaal des Stadtschlosses sein. Dort werden die Anregungen aus dem Bürgerspaziergang einfließen, die dann in Kleingruppen auf ihre Realisierungsmöglichkeit überprüft werden und dann zu konkreten Planungen werden sollen.

Die Ergebnisse werden dann in einer Broschüre zusammengefasst und den Teilnehmern am internationalen Ideenwettbewerb, der 2018 stattfindet, übergeben. Die Wettbewerbsbeiträge werden dann auch daraufhin bewertet, inwieweit die Anregungen der Bürger umgesetzt sind, erklärte Planer Thomas Wirth vom Büro arc.grün den Teilnehmern am Bürgerspaziergang.

Rund 60 interessierte Fuldaer Bürgerinnen und Bürger hatten am Bürgerspaziergang teilgenommen. „Wunderbar, dass so viele Interessierte gekommen sind und sich engagiert beteiligt haben“, freute sich Stadtbaurat Daniel Schreiner, der gemeinsam mit Planer Thomas Wirth den gut zweieinhalbstündigen Spaziergang leitete.

Alles war gut vorbereitet: Jeder Teilnehmende bekam einen Plan, auf dem die verschiedenen Themenbereiche der LGS eingezeichnet sind, mit der Möglichkeit, die Ideen und Anmerkungen zu den verschiedenen Punkten gleich zu notieren und den Verantwortlichen zu übergeben. Bei verschiedenen Stopps am Weg stellten Wirth und Schreiner die bisherigen Ideen der Planer vor: von der Einbindung der Landwirtschaft über die Erweiterung des Heimattiergartens bis zur Gestaltung des Übergangs zum LGS-Gelände von 1994 und zur Nutzung der Auerweiher reichten die Themenkomplexe. Auch schwierige Fragen sowie Bedenken der Bürger wurden angesprochen, so die Sorge, dass zu viele landwirtschaftliche Flächen für die Schaffung von Parkplätzen verloren gehen könnten. Diese Sorge müsse man nicht haben, so der Stadtbaurat: „Grundsätzlich hat die LGS zwei Ebenen: die eigentliche Ausstellung, die temporär ist und für die auch vorübergehend Parkplätze geschaffen werden müssen. Und die dauerhafte Ebene, die als Gewinn für unsere Stadt bleibt.“ Ganz zentral sei da die Schaffung einer barrierefreien Wegeverbindung zwischen Fulda Galerie und Neuenberg, was auch als Anliegen der Teilnehmer formuliert wurde.

Bei einer abschließenden Runde im Feuerwehrmuseum wurden noch einmal Ideen und Wünsche gesammelt: Verbesserung der Wegesysteme für Fußgänger und Radfahrer, Inklusion und Barrierefreiheit, Bau eines Baumwipfelpfades, Einbindung privater Gärten, Schaffung von Sportangeboten auch für Jüngere, Mobilität innerhalb der LGS, Entwicklung einer App mit allen wichtigen Informationen auch für Menschen mit Behinderungen, naturnahe Spielpunkte für Kinder und einiges mehr. Diese und weitere Ideen, die bei der Stadtverwaltung eingereicht werden, werden in der Bürgerplanwerkstatt behandelt.

 

 

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